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Echos Kammern Gewinner des Preis der Leipziger Buchmesse 2021

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.06.2020

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/2,6 cm

Gewicht

400 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99059-056-0

Beschreibung

Rezension

»Iris Hanika weist sich als kluge, witzige und wüste Erzählkonstrukteurin aus. Als eine der eigensinnigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsdichtung, die mit brutal klarem und unverschämten Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse schauen kann. Und dann wieder unheimlich erheitert..« (aus der Jurybegründung zum Preis der Leipziger Buchmesse 2021)
»Ein Roman, der so phantastisch ist, dass man ihm alle Leser und vor allem Leserinnen der Welt wünscht.« (Bettina Hartz, FAS)
»Unglaublich unterhaltsam. Und tatsächlich ein Buch, das man so noch nicht gelesen hat.« (Jan Ehlert, NDR Kultur)
»Den neuen Roman von Iris Hanika liest man nicht ohne Schwindelgefühle. Köstlich.« (Barbara Weitzel, Welt am Sonntag)
»Ein vielschichtiges und kunstvoll verspiegeltes Artefakt, das leichtfüßig daherkommt, ironisch mit seiner eigenen Welt- und Lebenskenntnis spielt und eine sehr zeitgenössische hoffnungslose Heiterkeit ausstrahlt.« (Sigrid Löffler, Radio Bremen)
»Mit leichter Hand wird hier im Vorbeigehen skizziert, was modernes Großstadtleben prägt.« (Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung)
»Literarisch ausgefuchst und gleichzeitig so lesbar ... aus einem Kunstroman wird ein hochkomischer Liebesroman und gleichzeitig ein Stadtroman.« (Joachim Scholl, DLF Lesart)
»Mit der verbindenden Kraft einer in feinste Nuancen dringenden Sprache fügt die Autorin zusammen, was in der Wirklichkeit seinen Halt verloren hat. New York und Berlin bilden in "Echos Kammern" einen vor Witz und intellektuellem Mutwillen funkelnden Reflexionsraum.« (aus der Jurybegründung zum Hermann-Hesse-Literaturpreis 2020)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.06.2020

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/2,6 cm

Gewicht

400 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99059-056-0

Herstelleradresse

Literaturverlag Droschl
Stenggstraße 33
8043 Graz
AT
office@droschl.com

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... zwischen New York und Berlin

Bewertung am 03.05.2021

Bewertungsnummer: 509946

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sophonisbe, schon der Name verspricht reinstes Lesevergnügen ... Momentaufnahmen, Zustandsbeschreibungen, Gefühlslagen, Miteinander, Weltanschauungen, Liebe, Alter - über all das habe ich in ECHOS KAMMERN gelesen. Es ist ein Buch voller Themen, ohne dabei überladen zu wirken. Es werden Meinungen geäußert und Standpunkte vertreten, Metropolen verglichen und auch über Kommunikation wird philosophiert und all das in so unterschiedlichen Tönen und Sprachen, dass das Lesen einfach Spaß macht. ECHOS KAMMERN ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 - ich drücke die Daumen!

... zwischen New York und Berlin

Bewertung am 03.05.2021
Bewertungsnummer: 509946
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sophonisbe, schon der Name verspricht reinstes Lesevergnügen ... Momentaufnahmen, Zustandsbeschreibungen, Gefühlslagen, Miteinander, Weltanschauungen, Liebe, Alter - über all das habe ich in ECHOS KAMMERN gelesen. Es ist ein Buch voller Themen, ohne dabei überladen zu wirken. Es werden Meinungen geäußert und Standpunkte vertreten, Metropolen verglichen und auch über Kommunikation wird philosophiert und all das in so unterschiedlichen Tönen und Sprachen, dass das Lesen einfach Spaß macht. ECHOS KAMMERN ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 - ich drücke die Daumen!

Ziel erreicht Wohl dem Leser,…

Bories vom Berg aus München am 06.08.2020

Bewertungsnummer: 2731124

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ziel erreicht Wohl dem Leser, der wie die Schriftstellerin Iris Hanika in der Sprache das beste Mittel sieht, die Gegenwart auszuhalten, wie sie im Interview erklärte, und mit Sprache spielt sie dann auch gleich sehr virtuos in ihrem neuesten Roman «Echos Kammern», wovon schon der Titel kündet. Ovid berichtet in seinen «Metamorphosen» von Narziss, dem in sein eigenes Spiegelbild verliebten Schönling, dem die Nymphe Echo, die nie ein eigenes Wort sagen kann und immer nur wiederholt, was der andere sagt, mit Haut und Haaren verfällt. Und so ist denn dieser Roman in seinem zweiten Teil auch ein diesem griechischen Mythos folgender Liebesroman, im ersten Teil jedoch erinnert er an den grandiosen New-York-Roman von John Dos Passos, er beschreibt fast hundert Jahre später das heutige urbane Leben in dieser faszinierenden Metropole. Die fünfzigjährige Dichterin Sophonisbe aus Berlin, bekannt geworden durch ihren Gedichtband «Mythen in Tüten», reist zum Big Apple, um sich für ein neues Buchprojekt inspirieren zu lassen. Sie durchstreift die Stadt und notiert ihre Eindrücke in der 1925 erfundenen, deutsch-amerikanischen Kunstsprache ‹lengevitch›: «Ich will berichten von was ich habe gesehen und was ich habe erlebt in New York City, aber nicht in ganze Stadt New York, sondern nur in Stadtteil Manhattan …». Schon am zweiten Tag landet sie, einer seltsamen schwarzen Gestalt folgend, die sich schon bald als ihr ureigener Engel entpuppt, auf einer Party bei der Pop-Ikone Beyoncé. Dort lernt sie Josh kennen, einen ungewöhnlich schönen jungen Amerikaner, der an einer Dissertation über eine wissenschaftlich bisher vernachlässigte Periode der ukrainischen Geschichte arbeitet. Mit ihm zusammen besucht sie später auch alte Berliner Freunde, die eine feudale Wohnung in dem angesagten Wohnquartier Upper East Side besitzen. Durch Vermittlung dieses Paares findet sie dann auch Ersatz für ihre winzige Berliner Wohnung, die etwa gleichaltrige Roxana in Berlin, erfolgreiche Autorin von Ratgeberbüchern, suche jemanden, der zu ihr passt und in ihre riesige Altbauwohnung mit einziehen wolle. Im zweiten Teil des Romans wird von der ebenso desaströsen Gentrifizierung auch in dieser Großstadt berichtet, und als Josh schließlich zu Besuch kommt, verliebt sich Roxana prompt unsterblich in den langweiligen Schönling, der selbstverliebt darauf überhaupt nicht reagiert. Gemeinsam ist beiden Städten, dass sie, angefeuert durch die Finanzkrise und die nachfolgende, nach Anlagemöglichkeiten suchende Geldschwemme, Stadtteil für Stadtteil einem permanenten Aufwertungsdruck ausgesetzt sind. Diese Viertel werden einerseits immer feudaler, verlieren gleichzeitig aber auch ihr besonderes Flair, werden unbezahlbar, verdrängen die ursprüngliche Bevölkerung und veröden letztendlich. Was hier nüchtern geschildert wird, ist im Roman durchaus streitbar und mit an Zynismus grenzender Ironie beschrieben, die oft sehr amüsant ist. Dem schließt sich die unerfüllte Liebesgeschichte an, wobei nicht erkennbar ist, was die beiden Romanteile thematisch verbindet, die Motive erscheinen völlig willkürlich aneinander gereiht. Die Autorin treibt in heiterem Tonfall ein virtuoses Spiel mit verschiedenen Erzählstimmen, die das teilweise bizarre Geschehen distanziert beschreiben. Ihrer Figur Josh fehlt die Selbstverliebtheit von Narziss, die liebestolle Roxana wiederum kann sich im Gegensatz zu Echo sehr wohl sprachlich frei ausdrücken, und Sophonisbe muss anders als ihre antike Namensgeberin keinen Giftbecher trinken. Diese Anspielungen auf die mythologischen Vorbilder wirken allesamt wie intellektuelle Selbstbespiegelungen einer eitlen Autorin. Echokammern dienen in der Akustik der Verstärkung des Halls, ob dies analog hier im Roman auch literarisch funktioniert, darf für beide bedienten Genres mit Fug und Recht bezweifelt werden, für den New-York-Teil ebenso wie für die Liebegeschichte. Ihr erklärtes Ziel, mal etwas völlig Sinnloses zu schreiben, hat Iris Hanika jedenfalls erreic

Ziel erreicht Wohl dem Leser,…

Bories vom Berg aus München am 06.08.2020
Bewertungsnummer: 2731124
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ziel erreicht Wohl dem Leser, der wie die Schriftstellerin Iris Hanika in der Sprache das beste Mittel sieht, die Gegenwart auszuhalten, wie sie im Interview erklärte, und mit Sprache spielt sie dann auch gleich sehr virtuos in ihrem neuesten Roman «Echos Kammern», wovon schon der Titel kündet. Ovid berichtet in seinen «Metamorphosen» von Narziss, dem in sein eigenes Spiegelbild verliebten Schönling, dem die Nymphe Echo, die nie ein eigenes Wort sagen kann und immer nur wiederholt, was der andere sagt, mit Haut und Haaren verfällt. Und so ist denn dieser Roman in seinem zweiten Teil auch ein diesem griechischen Mythos folgender Liebesroman, im ersten Teil jedoch erinnert er an den grandiosen New-York-Roman von John Dos Passos, er beschreibt fast hundert Jahre später das heutige urbane Leben in dieser faszinierenden Metropole. Die fünfzigjährige Dichterin Sophonisbe aus Berlin, bekannt geworden durch ihren Gedichtband «Mythen in Tüten», reist zum Big Apple, um sich für ein neues Buchprojekt inspirieren zu lassen. Sie durchstreift die Stadt und notiert ihre Eindrücke in der 1925 erfundenen, deutsch-amerikanischen Kunstsprache ‹lengevitch›: «Ich will berichten von was ich habe gesehen und was ich habe erlebt in New York City, aber nicht in ganze Stadt New York, sondern nur in Stadtteil Manhattan …». Schon am zweiten Tag landet sie, einer seltsamen schwarzen Gestalt folgend, die sich schon bald als ihr ureigener Engel entpuppt, auf einer Party bei der Pop-Ikone Beyoncé. Dort lernt sie Josh kennen, einen ungewöhnlich schönen jungen Amerikaner, der an einer Dissertation über eine wissenschaftlich bisher vernachlässigte Periode der ukrainischen Geschichte arbeitet. Mit ihm zusammen besucht sie später auch alte Berliner Freunde, die eine feudale Wohnung in dem angesagten Wohnquartier Upper East Side besitzen. Durch Vermittlung dieses Paares findet sie dann auch Ersatz für ihre winzige Berliner Wohnung, die etwa gleichaltrige Roxana in Berlin, erfolgreiche Autorin von Ratgeberbüchern, suche jemanden, der zu ihr passt und in ihre riesige Altbauwohnung mit einziehen wolle. Im zweiten Teil des Romans wird von der ebenso desaströsen Gentrifizierung auch in dieser Großstadt berichtet, und als Josh schließlich zu Besuch kommt, verliebt sich Roxana prompt unsterblich in den langweiligen Schönling, der selbstverliebt darauf überhaupt nicht reagiert. Gemeinsam ist beiden Städten, dass sie, angefeuert durch die Finanzkrise und die nachfolgende, nach Anlagemöglichkeiten suchende Geldschwemme, Stadtteil für Stadtteil einem permanenten Aufwertungsdruck ausgesetzt sind. Diese Viertel werden einerseits immer feudaler, verlieren gleichzeitig aber auch ihr besonderes Flair, werden unbezahlbar, verdrängen die ursprüngliche Bevölkerung und veröden letztendlich. Was hier nüchtern geschildert wird, ist im Roman durchaus streitbar und mit an Zynismus grenzender Ironie beschrieben, die oft sehr amüsant ist. Dem schließt sich die unerfüllte Liebesgeschichte an, wobei nicht erkennbar ist, was die beiden Romanteile thematisch verbindet, die Motive erscheinen völlig willkürlich aneinander gereiht. Die Autorin treibt in heiterem Tonfall ein virtuoses Spiel mit verschiedenen Erzählstimmen, die das teilweise bizarre Geschehen distanziert beschreiben. Ihrer Figur Josh fehlt die Selbstverliebtheit von Narziss, die liebestolle Roxana wiederum kann sich im Gegensatz zu Echo sehr wohl sprachlich frei ausdrücken, und Sophonisbe muss anders als ihre antike Namensgeberin keinen Giftbecher trinken. Diese Anspielungen auf die mythologischen Vorbilder wirken allesamt wie intellektuelle Selbstbespiegelungen einer eitlen Autorin. Echokammern dienen in der Akustik der Verstärkung des Halls, ob dies analog hier im Roman auch literarisch funktioniert, darf für beide bedienten Genres mit Fug und Recht bezweifelt werden, für den New-York-Teil ebenso wie für die Liebegeschichte. Ihr erklärtes Ziel, mal etwas völlig Sinnloses zu schreiben, hat Iris Hanika jedenfalls erreic

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