Produktbild: Oktoberfest 1900 - Träume und Wagnis

Oktoberfest 1900 - Träume und Wagnis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.08.2020

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

Dateigröße

6578 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104913018

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ePUB 3

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Erscheinungsdatum

01.08.2020

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

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6578 KB

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1. Auflage

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Deutsch

EAN

9783104913018

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  • leseratte1310

    5/5

    30.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Machtspiele auf der Wiesn

    München 1900: Curt Prank, ein Nürnberger Brauereibesitzer hat große Pläne. Er will mit seiner Bierburg auf der Wiesn alles andere in den Schatten stellen. Aber die Münchner haben ihre eigenen Regeln. Prank aber ist jedes Mittel recht, um seine Pläne zu verwirklichen. Daher will er seine Tochter Clara entsprechend verheiraten. Doch Clara will sich nicht unterordnen. Mit ihrer Gouvernante Colina bricht sie aus und es kommt zu einem Skandal. Aber die Frauen lassen sich nicht unterkriegen und kämpfen für ihr Glück. Die Geschichte des Nürnberger Wirtes Georg Lang, der 1898 den ersten Bierpalast auf die Wiesn gestellt hat, diente als Vorlage für den ehrgeizigen Curt Prank. Fast zeitgleich wird diese Geschichte als Mehrteiler im Fernsehen ausgestrahlt. Dieser Roman ist unterhaltsam und spannend zugleich. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist auch sehr packend. Sie wollen alle das große Geschäft auf der Wiesn machen und daher wird mit harten Bandagen gekämpft, um seinen Platz zu behalten oder auf Kosten anderer zu ergattern. Es gibt politische Ränke, Korruption und Mord. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig ausgearbeitet. Dabei gibt es durchaus nicht nur Sympathieträger, dafür geht es zu rücksichtslos zu. Die Frauen haben in dieser Geschichte eine besondere Rolle. Sie sollen sich den Männern unterordnen, arbeiten oder Aushängeschild sein, aber sie sollen bloß keinen eigenen Willen haben. Doch sowohl das Schankmädchen Colina als auch Clara Prank haben ihren eigenen Kopf und sind starke Frauen. Colina ist mit ihrem kleinen Sohn vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet und muss nun sehen, wie sie durchkommt. Clara wollte aus der behüteten Umgebung ausbrechen und muss die Folgen tragen. Doch die beiden geben nicht auf. Mir hat dieser historische Roman mit viel Lokalkolorit gut gefallen, denn die Geschichte ist emotional, spannend und unterhaltsam.

  • Ele

    aus xxx

    5/5

    13.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Frauenroman zum größten Fest der Welt

    Oktoberfest 1900, Historischer Roman von Petra Grill, Ebook 428 Seiten, erschienen im Fischer-Verlag Der Kampf zweier Frauen um Liebe und Aufstieg, auf dem größten Volksfest der Welt. Colina ist Biermadl beim Lochner und dort muss sie sich Einiges und nicht nur von der männlichen Kundschaft gefallen lassen. Gewitzt schafft sie es, Gouvernante im Hause des ehrgeizigen Brauers Prank zu werden. Er steckt in Machtkämpfen um das Oktoberfest, seine Tochter Clara will er verheiraten, um dort Einfluss zu gewinnen. Durch atemberaubende und spannende Entwicklungen werden Clara und Colina Freundinnen. Und beide versuchen es, ihre Träume wahr werden zu lassen. 45 Kapitel in Leseabschnitte von angenehmer Länge aufgeteilt, ließen mich nur so durchs Buch fliegen, Lesefluss stellte sich schon auf den ersten Seiten ein, ungern wollte ich das Lesegerät zur Seite legen. In einem sehr sympathischen Münchner Dialekt, gewürzt mit dem ein oder anderen derben Kraftausdruck, vergisst der Leser niemals wo und in welcher Zeit er sich befindet. Die Geschichte ist faszinierend, spannend mitreißend und sehr bildhaft erzählt. Die Personen kann man sich gut vorstellen, das Setting ist sehr gut beschrieben, da freue ich mich schon auf die baldige Verfilmung des Buches, ob alles tatsächlich so erscheint wie ich es mir in Gedanken vorstellen konnte. Dem Streben von jungen Frauen, Vorstreiterinnen weiterer Generationen haben wir es heutzutage zu verdanken, dass Frauen nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Was Frauen in abhängigen Berufen z.B. als Dienstboten oder Kellnerinnen sich alles bieten lassen mussten ist unglaublich. Die z.Zt. häufig erscheinenden Romane dieser Frauen faszinieren mich sehr. Der Plot ist unbedingt nachvollziehbar, genauso könnte es sich abgespielt haben. Dazu kommen hier auch historische Personen zum Einsatz, allen voran Franziska von Reventlow die in der Münchner Boheme um 1900 eine schillernde Figur war. Dazu die Hinweise auf die Satirezeitschrift „Simplicissimus“ und allem voran das bekannte Gemälde der schönen Kellnerin auf dem rollenden Bierfass, dies alles schafft Lokalkolorit und totalen Münchner Flair. Eigentlich handelt es sich beim Oktoberfest 1900 auch um einen Kriminalroman, denn es wird gemordet, gestohlen und betrogen, damals schon wie auch heute um Macht Geld und Ansehen wird mit harten Bandagen gekämpft. Mehrere Plottwists und ein ungeahntes Ende halten die Spannung hoch bis zum Schlusspunkt. Gerne habe ich ein wenig mitgerätselt. Ganz schlimm fand ich auch die Schilderung, der damals wohl üblichen „Völkerschau“ auf dem Oktoberfest. Die Charaktere waren voller Leben und handelten zu jeder Zeit glaubwürdig. Meine Lieblingsfiguren, natürlich Colina und der Oberwachtmeister Lorenz Aulehner. Richtige Originale mit dem Herz am rechten Fleck, die ihre Ziele verfolgen und sie letztendlich erreichen. Wobei mir Clara und Curt Prank, sowie Roman Hoflinger eher suspekt blieben. Der schlimmste von allen Rupp Maier, Colinas versoffener und brutaler Mann, war richtig abstoßend und gut geschildert. Es war wirklich ein Genuss mit diesem Ebook in München um 1900 einzutauchen, hervorragende Unterhaltung. Ein aufregendes Leseerlebnis. Eine tolle fesselnde und spannende Geschichte. Eine absolute Leseempfehlung und von mir 5 Sterne.

  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    5/5

    21.08.2020

    eBook (ePUB 3)

    Wenn München und sein Oktoberfest im Jahr 1900 lebendig werden,...

    „Wahrscheinlich hätte Colina ihn einfach weitermachen lassen sollen. [....] Zwei Mark waren viel Geld, […] Wenn Gollhuber nur nicht so entsetzlich gestunken hätte!“ Colina hat ihr Leben als Schankmädchen satt und träumt von einem besseren Leben, einem, das ihrem Sohn Max eine gute Zukunft ermöglichen würde. Führt ein solches Fräulein Clara, die Tochter des Brauereimagnaten Prank, dem Zugezogenen, der nach Macht und Einfluss auf dem Oktoberfest strebt? Als Leser lernt man zunächst Colina kennen, angegrapscht von betrunkenen Gästen, muss sie auf den Lohn in Form von Trinkgeldern hoffen. Als drei Frauen vom neu gegründeten Kellnerinnenverein in Lochners Wirtschaft, in dem sie ihren Dienst tut, Stellenanzeigen als Alternativen für das armselige Leben bringen, ist die Idee geboren und sie tut alles dafür, eine Stelle als Gouvernante zu bekommen. Mit gefälschten Zeugnissen, schlägt sie gekonnt andere Mitbewerberinnen aus, indem sie sich als Claras Mutter ausgibt, „Zu Ihrer Information: Ich leide bereits seit Jahren an Frigidität, weswegen Ihre Stellung in diesem Haushalt, so sie denn zustande käme, noch ein paar zusätzliche Pflichten umfassen würde. Die selbstverständlich eigens vergütet werden;“ und ergattert so tatschlich eine solche Stelle als Claras Gouvernante. Dass diese es allerdings alles andere als gut getroffen hat, muss Colina schon bald erfahren, denn dem werten Herrn Prank scheint zwar etwas an seiner Tochter gelegen, was ihn aber nicht davor abhält, sie für seine Ziele zu verschachern. Colina und Clara zwei Frauen, die sich nichts bieten lassen, und während die eine wegen Versagens in ihren Aufgaben als Anstandsdame für die wohlhabende Tochter versagt, und so schnell wieder da steht, wo sie hergekommen ist, zieht die andere jedes andere Leben als das in einer arrangierten Ehe vor. Wird es für die beiden doch noch ein Stück vom Glück geben können? Das wird nicht verraten. Nur so viel vielleicht noch, man begleitet nicht nur die beiden Damen und fiebert mit ihnen, es gilt auch Gendarm Aulehner auf seinen Streifen zu begleiten, sich um dessen Seelenleben zu kümmern und nicht nur einen Mord aufzuklären. Zudem gibt es eine gehörige Portion Mauscheleien um die Vormachtstellung am Oktoberfest, das selbst natürlich auch nicht zu kurz kommt. Das Oktoberfest ist ein großer Machtpoker der Brauereien und das war scheinbar auch im Jahr 1900 schon so., davon gibt die Autorin mit ihrem Roman einen tollen Einblick, »Die Großbrauereien arbeiten die Wirte der Reihe nach auf«, und man erfährt so z.B., "Der Charakter des Oktoberfests würde sich einmal mehr wandeln, dachte Aulehner. Was als Hochzeitsfest für ein Fürstenpaar begonnen hatte und zu einem regelmäßig abgehaltenen Pferderennen und Schützenwettbewerb mutiert war, entwickelte sich zu einem Fest, das vor allem dazu diente, Gästescharen anzulocken und Bier auszuschenken.“ und sich die Wiesen wohl zu dem entwickelt hat, was sie heute ist. Einen richtig tollen Einblick erhält man auch in die Lebensbedingungen damals in München, besonders indem man mit auf Streife gehen darf. „Eder kommentierte, während sie hinter der Feldherrnhalle darauf warteten, dass eine Pferdetram sich unter wildem Geklingel den Weg durch das Durcheinander aus Spaziergängern, Fuhrwerken, Lastenträgern und Gottesdienstbesuchern der Theatinerkirche bahnte: »Lenz, mir kommt vor, die Schwabinger mögen S’ genauso gern wie die Samoaner.«, um so z.B. in Schwabings Kneipen unter dem misstrauisch beäugten Künstlervolk für Ordnung zu sorgen, auch wenn gilt, »Jetzt sind S’ zu streng. Und vergessen S’ nicht, unser Münchner Stadtrat will unbedingt, dass wir ein Nachtleben haben wie in Berlin. Exzesse inklusive. Nur so wird München endlich zu einer richtigen Großstadt. Hat der Urban kürzlich erst wieder gesagt.«, so etwas wie den Kocherball aufzulösen, oder auch auf dem Oktoberfest nach dem Rechten zu sehen. Klar, dass da auch der Dialekt nicht fehlen darf und ich habe stets nicht nur ganz genau gewusst zu welcher Zeit, sondern auch in welcher Stadt die Geschichte spielt. Mit Colina erfährt man zudem etwas über das armselige Los der Schankkellnerinnen, mit den beiden Frauen natürlich auch von den Stellung der Frau in der Zeit. Der äußerst kurzweilige, launige Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte gezogen und sie hat mir eine äußerst unterhaltsame Zeitreise geboten. Sie geizt nicht mit rührenden, bewegenden sowie emotionalen Szenen und ich habe die Geschichte wohl mit Colina gelebt. Immer neue Überraschungen, im Hintergrund natürlich auch die Tätersuche und das Aufdecken von Mauscheleien. Immer wieder hat mich Petra Grill auch zum Schmunzeln gebracht. Da stellt sich schon mal heraus, dass hinter der Werbung, »Achtung! Menschenfressender Stamm aus den deutschen Schutzgebieten von Samoa.“ für Völkerschau, nichts steckt als Schmäh, auch wenn später mal kurz gilt, »Die Kannibalen haben den Deibelbräu gefressen!« oder eine Maria Hoflinger muss statt auf Hilfe auf den königlichen Stuhlgang blicken. Colina, mit ihrem gewalttätigen Ehemann hat mir von Anfang an leid getan und mit ihrer mutigen, verschmitzten Art hat sie sich schnell in mein Herz geschlichen. Mit der anfänglich reichlich naiven Clara hatte ich zuerst ein wenig Anlaufschwierigkeiten, bevor sie mich für sich einnehmen konnte. Direkten Zugang in mein Herz hatte aber Gendarm Aulehner, der aufrichtige Kerl, der sein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat und der „In Herzensangelegenheiten beraten von einem alten Kriminalinspektor, der vermutlich seit Jahrzehnten außer seiner eigenen keine Frau mehr angeschaut hatte, und einer Franziska zu Reventlow,“ werden muss. Zunehmend mehr begeistert hat mich vor allem auch Eder, ebendieser Kriminalinspektor, nicht nur mit seinem messerscharfen Verstand, sondern auch mit seiner so menschlichen Art, »Schauen S’, dass S’ weiterkommen, Sie unverschämter junger Hupfer. Reißen Sie sich zusammen und seien S’ einmal ein bisserl romantisch. Dass Ihnen die Frau g’fällt, sieht ja ein Blinder mit’m Krückstock, jetzt tun S’ halt auch einmal was dergleichen!“ Wie authentisch die beiden Herren sind, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall hat die Autorin mich mit ihrer individuellen, gelungen Figurenzeichnung aller Beteiligter begeistert und mit den wichtigen auf jeden Fall mitfiebern lassen. Alles in allem hat mir Petra Grill mit ihrem Oktoberfest 1900 eine amüsant, spannende und auch berührende Zeitreise geboten und ich freue mich jetzt wie irre auf den nächsten Teil. Fünf Sterne vergebe ich da doch gerne.

  • Sabrina Schneider

    4/5

    19.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    neue historische Idee toll umgesetzt mit interessanten Charakteren werde es weiter verfolgen.

    Ein passender Buchtitel mit dem Klappentext und einer relativ neuen Idee haben mich neugierig werden lassen. Der flüssige Schreibstil erleichtert den Einstieg in das wahnsinnig spannende Thema dabei mochte ich die baiersche Mundart in kleinen Dosen die trotzdem immer gut verständlich und passend verwendet war. Lina, Carla und die diversen anderen Charaktere sind sehr farbig beschrieben das Handwerk detailliert und nachvollziehbar dargestellt. Die verschiedenen Intrigen lassen Spannung aufkommen und geben der Handlung einen interessanten Twist der mir Spass machte zu verfolgen. Mehrmals habe ich Google nach realen Vorbildern bemüht so bildhaft und faszinierend fand ich es. Die kurzweiligen Kapitel mit regelmässigen Szenenwechsel machen aus der nicht so einfachen Lesekost ein historisches Oktoberfestabenteuer das mir ein komplett neues Bild davon zeigte. Ich habe das Buch geniessen können und freue mich das es verfilmt wurde. Wobei ich feststellen musste das mein eigener Film im Kopf ein bisschen andere Wege gegangen ist. Trotzdem finde ich das die Serie relativ nah am Buch ist bis auf ein paar Ausnahmen aber werde beides weiterhin verfolgen. Ich vergebe 4 grossartige bairische Wiesnsterne.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    4/5

    14.09.2020

    eBook (ePUB 3)

    Interessant

    Zum Inhalt: Zwei Frauen kämpfen um Anerkennung und das ist in der Zeit um 1900 mehr als schwierig. Colina muss verbergen, dass sie nur ein Schankmädchen war, denn als Gouvernante der jungen Clara käme das nicht gut an. Die junge Clara ist rebellisch und will sich auch nicht verheiraten lassen. Wird es den beiden Frauen gelingen, ihre Träume zu erfüllen. Meine Meinung: Als Frau von heute ist es immer wieder erstaunlich zu lesen, wie schwer es die Frauen früher hatten, was man sich heute gar nicht mehr so richtig vorstellen kann und auch will. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Sie ist bildhaft beschrieben und der Schreibstil ist gut, auch wenn ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte in die Geschichte zu finden. Irgendwann entwickelt das Buch aber einen Sog, der einen dann auch nicht mehr los lässt. Fazit: Interessant

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