Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland. Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der Erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden sie diesen grausamen Ort lebend verlassen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Astrid Wergen
5/5
10.10.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Gruselige Vergangenheit
Alice Lindstedts Familie hat einst im Grubenort Silvertjärn im abgelegenen Wald von Norrland gewohnt. Das Dorf wurde sehr kurzfristig verlassen, die Beweggründe sind mysteriös und unbekannt. Alice hat gerade ihren Abschluss an der Filmhochschule Stockholm gemacht, und möchte sich einen Namen in der Filmbranche machen. Sie möchte dieses Ziel mit der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte verknüpfen. Sie stellt ihr Team zusammen, und bekommt auch die nötige Summe für die Finanzierung zusammen, mit der Option auf mehr Geld, wenn das Projekt spannend ist. Alice dokumentiert die Reise mit ihrer Kamera und übertragt die ersten Informationen direkt ins Internet. Doch die Reise gestaltet sich nicht so einfach, wie sich das Alice vorgestellt hat. Nicht nur, dass alte Wunden zwischen ihrer Freundin und ihr aufklaffen, das Dorf birgt ein dunkles Geheimnis. Es spukt, und das Dorf scheint doch noch bewohnt zu sein. Alice muss sich um ihre Mannschaft kümmern, da es schnell Verletzte gibt. Und die Situation droht zu eskalieren. Das Projekt steht auf der Kippe und entwickelt sich zu einem Thriller, den keiner so erwartet hat.
Dieses Buch war sehr spannend, da die Geschichte des Dorfes recht mysteriös ist. Die Dorfgemeinschaft hütete sehr lange ein Geheimnis. Zwischenmenschliche Beziehungen werden gedeckt, aber von der jungen Alice wieder nach und nach aufgedeckt. Gerade diese zwischenmenschlichen Verbindungen machen dieses Buch so spannend. Auch die Aufteilung der Erzählstränge zwischen heute und damals finde ich sehr gut.
Es ist ein Buch, bei dem ich mich gut gruseln konnte, und das Hörbuch war schnell ausgehört. Die Sprecherin hat ihr übriges dafür getan. Katja Pilaski bringt die Geschichte besonnen an den Hörer, ohne die Spannung zu verlieren, aber auch ohne in Hektik zu geraten. Wer sich etwas gruseln will bzw. Spannung genießen will, ist hier richtig.
Sonjalein1985
5/5
11.07.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Schatten der Vergangenheit
Titel: Schatten der Vergangenheit
Inhalt: Nach ihrem Abschluss an der Filmhochschule beschließt die junge Alice, gemeinsam mit einem Team, den abgelegenen Ort Silvertjärn zu besuchen, um hier einen Dokumentarfilm zu drehen. Nicht nur, dass sie hofft, damit ihrer Karriere den erhofften Schubs zu geben, sondern auch Antworten zu finden. Denn auch die Familie ihrer Großmutter ist vor 60 Jahren dort verschwunden, gemeinsam mit allen anderen Bewohnern des Grubenortes.
Doch schon nach kurzer Zeit stoßen auch Alice und ihr Team auf seltsame Vorkommnisse. Werden sie von der Vergangenheit eingeholt?
Meinung: „Das Dorf der toten Seelen“ ist ein unheimliches und gut gemachtes Hörbuch, das unterhalten kann.
Die Autorin hat es geschafft, eine unheimliche und leicht bedrückende Atmosphäre zu erschaffen, die den Leser fesselt und nicht mehr loslässt. Erzählt wird im „Damals“ und im „Heute“, sodass der Leser sowohl Alice und ihr Team begleiten kann und auch erfährt, was damals geschah und wie die Leute gelebt haben.
Von Seite zu Seite spitzt sich die Situation immer mehr zu.
Die Hörbuchsprecherin trägt ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass „Das Dorf der toten Seelen“ ein gut gemachtes Kopfkino heraufbeschwört.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Alice, die gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen hat und nun ihren ersten Dokumentarfilm drehen möchte. Alice ist sympathisch und herrlich normal. Jedoch ist in ihrem Team nicht nur eine gute Freundin, sondern auch Emmi, ihre ehemalige beste Freundin, mit der es immer wieder zu Spannungen kommt. Die gemeinsame Geschichte der beiden sorgt für nicht nur für Konflikte, sondern auch zu noch mehr Schwierigkeiten, denen sich die Gruppe stellen muss.
Im „Damals“ darf der Leser auf Elsa treffen, einer jungen Familienmutter, die mit ansehen muss, wie sich ihr geliebter Heimatort immer mehr verändert. Elsa war mir ebenfalls schnell sympathisch, denn sie ist mitfühlend und liebenswert.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich fand sie sowohl spannend, als auch unheimlich.
Fazit: Spannendes und unheimliches Buch, dass den Leser fesselt und gut unterhalten kann. Sehr zu empfehlen.
Sursulapitschi
3/5
14.07.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Gute Unterhaltung
Eigentlich macht dieses Buch vieles richtig. Es schafft es zum Beispiel, ein Geheimnis aus alten Zeiten mit gegenwärtigem Geschehen zu verknüpfen, ohne dabei alte Koffer mit Fotos zu bemühen.
Ein Filmteam erkundet ein Geisterdorf, das ist originell. Alice ist ganz neu im Filmgeschäft und möchte einen Dokumentarfilm über Silvertjärn drehen, das Dorf, aus dem ihre Großmutter stammte, wo vor 60 Jahren aus ungeklärten Gründen alle Einwohner verschwunden sind.
Das Dorf liegt mitten im Wald fernab der schwedischen Zivilisation. Es scheint tatsächlich überstürzt verlassen worden zu sein. Was ist da passiert?
Sie fangen an, systematisch die Gegend zu erkunden, werden aber schon bald durch merkwürdige Vorkommnisse gestört.
Elegant wird man hier ins Geschehen gezogen, das lange die Balance hält zwischen Abenteuerlichem und Mysteriösem. Rückblenden in die Vergangenheit erzählen von den verschwundenen Dorfbewohnern.
Es ist wirklich spannend und wird sogar gefährlich, nicht jeder überlebt. Die ganze Zeit über fragt man sich, ob es wohl doch noch eine reelle Geistergeschichte wird oder ob es eine vernünftige Erklärung für die Geschehnisse gibt.
So weit ist die Geschichte gut komponiert, leider bleiben die Figuren ein bisschen auf der Strecke. Die einzelnen Mitglieder des Filmteams bekommen zwar eine ordentliche Portion Background aus Drama, Liebe, Wahnsinn, nur ein Gesicht bekommen sie nicht so recht. Die Dialoge sind hölzern, niemand ist wirklich echt. Die Dorfbewohner aus der Vergangenheit wirken lebendiger als die Filmleute.
Auch an die Sprecherin des Hörbuchs muss man sich gewöhnen. Sie liest engagiert, legt aber oft die Betonung etwas unglücklich an.
Dieses Hörbuch bietet 10 Stunden und 15 Minuten gute Unterhaltung mit einigem mysteriösem Thrill, ein Geniestreich ist es nicht, aber durchaus hörenswert.
NiWa
2/5
20.04.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Gruselige Kulisse, schwacher Thriller
Alice wagt sich an ihr erstes großes Filmprojekt. Als Absolventin der Filmhochschule Stockholm dreht sie einen Dokumentarfilm über Silvertjärn. Das abgelegene Dorf steht seit Jahrzehnten leer, weil von einem auf den anderen Tag sämtliche Einwohner verschwunden sind. Bis heute ist das Geheimnis um Silvertjärn ungeklärt, was Alice als Aufhänger für ihre Doku verwenden will.
"Das Dorf der toten Seelen" ist ein Psychothriller der schwedischen Autorin Camilla Sten, der sich der gruseligen Kulisse eines Geisterorts bedient, und à la Blair-Witch-Project zu punkten versucht.
Die Ankunft im Dorf ist gemächlich, das Filmteam richtet sich ein, die Mitarbeiter beschnuppern sich und es kommt zu ersten Merkwürdigkeiten. Die Handys funktionieren nicht, krächzendes Lachen erklingt, es passieren Unfälle und schon verschwindet jemand aus dem Team.
Die Kulisse des leerstehenden Dorfes hat mich bei diesem Thriller sofort angesprochen. Meiner Meinung nach ist es faszinierend, wenn Menschen an einem Ort leben, ihren Alltag verrichten, und Jahrzehnte später die Spuren dieser Personen unangetastet zu finden sind. Das hat etwas von einem Blick in die Vergangenheit, eine Verbindung, die man zu längst gegangenen Menschen und ihrem Leben erhält.
Camilla Sten nimmt sich dieses Lost-Place-Phämonens an und bedient damit eine schaurige Atmosphäre, die sie souverän in ihrem Psychothriller umsetzt. Protagonistin Alice und ihr Team erkunden das leerstehende Dorf. Sie betreten verstaubte Wohnstuben, öffnen knarzende Türen, steigen morsche Treppen hoch und setzen sich mit den Theorien über das Verschwinden der Einwohner auseinander. Niemand weiß, was damals geschehen ist.
Als Leser oder Hörer ist man dem Filmteam einen halben Schritt voraus. In einem zweiten Erzählstrang taucht man im damaligen Silvertjärn ab. Lernt Alices Großmutter - eine gestandene Einwohnerin des Orts - kennen, und beobachtet nach und nach das Treiben, welches eben zum mysteriösen Verschwinden führt.
Ich wollte diesen Thriller unbedingt mögen, weil ich die Kulisse großartig finde. Sie ist für Spannungsromane prädestiniert. Leider hat die Autorin mit Handlung und Figuren nicht die Kurve gekriegt.
Die merkwürdigen Ereignisse im Filmteam sind spannend aber rar, zwischenmenschliche Konflikte von früher treten auf, und manchmal wird es leicht gruselig. Leider kommt die Story von der Spannungskurve her nicht in Fahrt. Einerseits wird die Schaueratmosphäre - meinem Empfinden nach - viel zu gemäßigt transportiert. Ein Knacksen hier, ein Räuspern dort, oder ein heiseres Lachen macht keinen fesselnden Thriller aus. Andrerseits war das Filmteam zu sehr von emotionalen Spannungen innerhalb der Gruppe überladen. Alice und ihr Team kennen sich. Sie waren früher befreundet und ziehen vergangenen Ballast in die aktuelle Situation rein. Meiner Ansicht nach haben diese Aspekte viel zu sehr von den mysteriösen Begebenheiten abgelenkt.
Den Handlungsstrang als Silvertjärn noch ein bewohnter Grubenort war, fand ich ebenfalls kümmerlich umgesetzt. Es gibt hier einen Antagonisten, der relativ viel im Dorf mitzureden hat. Das war mir zu glatt, zu simpel und seine Machtposition war für mich nicht nachvollziehbar.
Die Aufklärung des Mysteriums am Ende hat mich gleichfalls nicht überzeugt. Da spielen etliche Zufälle rein, und ich mag die eingeschlagene Richtung - genauso in anderen Romanen - nicht.
Alles in allem hat mich "Das Dorf der toten Seelen" bis auf die schaurige Szenerie nicht überzeugt. Die Spannung grummelt vor sich hin, der Vergangenheitspart verstaubt, und die Auflösung ist gar nicht nach meinem Geschmack. Trotzdem denke ich, dass man mit den richtigen Erwartungen das sanfte Schauerambiente spürt und sich bei Interesse auf die Suche nach Silvertjärn begeben kann.
Saskia
5/5
02.01.2025
eBook (ePUB)
Ein Buch was viel mehr Anerkennung verdient
“Das Dorf der toten Seelen” ist ein düsterer und atmosphärisch dichter Roman, der Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte entfaltet sich in einem abgelegenen Dorf, das von Geheimnissen, düsteren Mythen und einer allgegenwärtigen Bedrohung durchzogen ist.
Die Stärke des Buches liegt in der meisterhaften Beschreibung der Umgebung: Das Dorf wirkt wie eine Figur für sich, mit seinen verfallenen Häusern, nebligen Straßen und unheimlichen Bewohnern. Die Atmosphäre ist so intensiv, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Schatten zu wandern.
Die Charaktere sind tiefgründig und gut ausgearbeitet. Besonders der Protagonist – geplagt von seiner Vergangenheit – wird mit psychologischer Raffinesse gezeichnet. Seine Entwicklung und die Entdeckung der grausamen Wahrheit über das Dorf halten die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht.
Auch der Schreibstil verdient Anerkennung: Der Autor schafft es, mit präzisen und bildhaften Worten eine beklemmende Stimmung zu erzeugen, die sich durch das gesamte Werk zieht. Die Handlung ist durchzogen von Wendungen und Überraschungen, die bis zum packenden Finale keinen Raum für Langeweile lassen.
“Das Dorf der toten Seelen” ist eine gelungene Mischung aus Horror, Psychothriller und Mystery, die Fans von düsteren Geschichten begeistern wird.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.