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Unerhörte Stimmen

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10840

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2020

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,4/11,5/3,1 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Wollweiß / Zitronengelb

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

10 Minutes 38 Seconds in this Strange World

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6109-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10840

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2020

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,4/11,5/3,1 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Wollweiß / Zitronengelb

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

10 Minutes 38 Seconds in this Strange World

Übersetzt von

Michaela Grabinger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6109-5

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • xxholidayxx

    5/5

    07.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte über Freundschaft, die bleibt.

    Was bleibt, wenn der Tod nur der Anfang ist? So beginnt dieser außergewöhnliche Roman – mit dem Ende. Denn Tequila Leila ist tot. Ermordet. Und während ihr Körper in einer Mülltonne liegt, rauschen die letzten Minuten ihrer Hirnaktivität durch ein ganzes Leben: Erinnerungen an Kindheit, Trauma, Gewürzduft und große Liebe. „So sehr Leila es auch dreht und wendet: Sie wurde ermordet.“ – Schon dieser Satz lässt ahnen, wie eindrucksvoll Elif Shafak sich dem Thema Feminizid nähert. Aber sie bleibt nicht bei der Gewalt stehen. Sie gibt Leila – und mit ihr all jenen, die in unserer Gesellschaft übersehen, vergessen, zum Schweigen gebracht werden – ihre Stimme zurück. In „Unerhörte Stimmen“ entfaltet sich eine zutiefst berührende, melancholisch-schöne und zugleich schmerzhafte Geschichte, die zwischen Istanbul, Kindheitserinnerungen, religiösen Riten und patriarchalen Systemen pendelt. Es geht um Freundschaft, Prostitution, Macht, Gewalt, Liebe, Geschlechterrollen – aber vor allem geht es darum, wie Menschen am Rande der Gesellschaft überleben. Und was es heißt, gesehen zu werden. „Sie konnte noch nicht wissen, dass das Ende der Kindheit nicht mit den körperlichen Veränderungen während der Pubertät einherging, sondern mit der plötzlich einsetzenden Fähigkeit, das eigene Leben mit den Augen eines Außenstehenden zu betrachten.“ (S. 69) Auch stilistisch ist der Roman ein Erlebnis: voller Sinnlichkeit, voller Kontraste. Der Geschmack von Ziegeneintopf, der Geruch von Kardamomkaffee, das Flirren zwischen Tod und Leben – Shafaks Sprache ist atmosphärisch dicht und poetisch, ohne je überladen zu wirken. Zugleich scheut sie sich nicht, Gewalt und Machtmissbrauch zu zeigen – aber nie voyeuristisch, nie sensationsheischend. Und immer mit Empathie. Für Leila. Für ihre Freund:innen. Für jene, die an den Rändern leben. „Ich bin oft mit dem Körper eines Mannes in Berührung gekommen. Oder ist der Onkel kein Mann?“ (S. 154) 5 Gründe, warum dieses Buch gelesen werden muss: Weil Elif Shafak es schafft, Marginalisierten eine Stimme zu geben – und das voller Würde. Weil die Freundschaft zwischen Leila und ihren Weggefährt:innen zeigt, dass Familie nicht immer Blutsverwandtschaft braucht. Weil die Geschichte Istanbul nicht als exotisches Klischee malt, sondern als pulsierenden Ort voller Widersprüche. Weil Literatur uns dazu bringen kann, anders hinzusehen – tiefer, mitfühlender. Weil es keine Stimme gibt, die „zu klein“ ist, um gehört zu werden. Fazit Unerhörte Stimmen ist mehr als ein Roman – es ist ein Mahnmal für jene, die zu früh gegangen sind, deren Leben ausgelöscht wurde, deren Geschichten verdrängt wurden. Und es ist ein zutiefst menschliches, eindrucksvolles Buch über das, was bleibt: Erinnerung. Liebe. Würde. Ein Buch, das wehtut – und genau deshalb gelesen werden sollte. Danke, Elif Shafak, für diese Stimme.

  • S.DK

    aus Wiesbaden

    5/5

    11.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    hinreißende, wahre Geschichte

    Ehrlich gesagt fand ich die ersten 3 kurze Kapiteln sehr irritierend und schwer zu verstehen. Jedoch hat sich das dann gelegt und die Geschichte nahm einen sehr emotionalen und spannenden Lauf. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen! Und konnte am Ende meine Tränen nicht unterdrücken! Kann ich nur empfehlen!!

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Öffnet Augen und Ohren für Elif Shafak!

    Was bedeutet es, anders zu sein in Istanbul? Die Autorin leiht Menschen, denen sonst niemand zuhört ihre Stimme. Sie erschafft eín beeindruckendes Bild einer pulsierenden Welt abseits der Normen der Öffentlichkeit!

  • Mimi

    4/5

    11.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauen am Rande der Gesellschaft

    Von welcher Seite man die Lage betrachtet, Leila wurde ermordet. Leila ist Prostituierte oder anders gesagt: “war”. Das Leben von Leila beginnt mit einer Lüge, viele Erwartungen und schlussendlich ein Neuanfang in Istanbul. Zehn Minuten und 38 Sekunden nach Eintreffen des Todes, ist das Gehirn noch aktiv, in dieser Zeit lässt sie ihr Leben Revue passieren. Anhand dieser Minuten sind die Kapitel aufgebaut - berührend und intensiv gibt Elif Shafak “Aussenseitern” eine Stimme. Ihre “Wasserfamilie” - ihre fünf Freunde erhalten ebenso eine Stimme, denn ihre “Blutsfamilie” hat sie auch verstossen. Eindringlich und die Missstände der Gesellschaft in der Türkei werden von der Autorin offen angeprangert. Klare Leseempfehlung!

  • Kaffeeelse

    4/5

    20.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick in eine Welt zwischen Tradition und Moderne

    Dieses Buch ist ein äußerst interessanter und auch erschreckender Blick in ein Land, welches einerseits versucht Nähe zu Europa aufzubauen, andererseits aber auch sehr weit davon entfernt ist. Dieser Roman ist ein absolut mutiger Blick einer Autorin/einer Frau auf ihre Heimat, auf den Staat Türkei. Ich kann nur sagen ich habe Achtung vor dieser Frau, denn dieses Buch wird den mächtigen reaktionären Kreisen in ihrer Heimat nicht gefallen und dieser Autorin weitere Feinde bescheren. Leider! Und den Lesern dieses Buches wird ein gewisser geschichtlicher Abriss geboten, ein Blick in die Politik der Türkei, ein Blick in die abgeschiedenen Gebiete Ostanatoliens und ebenso ein Blick in das Leben einer Familie der bildungsfernen und abergläubischen und ebenso streng gläubigen Schicht. Hier entsteht vor meinen etwas ungläubigen Augen eine Welt, die wirkt, als käme sie aus einer weit entfernten Zeit oder Gegend, dabei spielt dieser Teil des Buches zumeist in der 50ern und Anfang der 60er Jahre. Dann wandert die Protagonistin nach Istanbul, auf der Suche nach einem offeneren Leben und gelangt einerseits in eine etwas modernere Welt, andererseits gibt es aber auch hier reaktionäre Kreise. Es wird in diesem Buch auch über eine bunte Welt berichtet, eine bunte Welt, die ich so nicht erwartet hätte, eine bunte Welt, die von ihrer Umgebung aber nicht gesehen/gehört wird, eine bunte Welt, die zu den "Unerhörten Stimmen" wird, erschreckenderweise in einer stark moralisierenden Welt sogar im Tod verbannt wird. Traurig! Wenn man bedenkt, dass in unserem Leben Achtung vor unseren Mitmenschen im Vordergrund stehen sollte und dies auch Gesellschaften ausmacht, zeigt dieser interessante Blick auf die "Unerhörten Stimmen" auch, wie krank manches Denken in Bezug auf Unbekanntem/buntem Leben ist. Interessant finde ich auch den Aufbau des Buches. Die Hauptprotagonistin Leila wird ermordet, im ersten Teil des Buches werden nach dem Herztod des Opfers, die 10 Minuten und 38 Sekunden beschrieben, die das Hirn eines Herztoten noch aktiv sein kann. Die Ermordete Leila wirft in dieser Zeit einen Blick auf ihr Leben und ihre Lieben. Und dieser Blick zeigt auch den Menschen in seiner ganzen Pracht und auch in seiner Düsternis. Und ebenso erwähnen muss ich noch diese wunderschöne Sprache. Elif Shafak kann definitiv wunderbar und spannend schreiben und auch hier kann ich sagen, "Unerhörte Stimmen" war das erste Buch von dieser Autorin für mich, wird aber nicht das letzte gewesen sein. Ein kleines Manko in meinen Augen ist folgender Punkt, ich mag normalerweise in der Zeit und der Handlung hin- und herspringende Geschichten, denke aber, dass bei diesem Roman eine chronologische Erzählweise dem Buch/der Handlung mehr geholfen hätte, das Buch noch besser gemacht hätte.

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