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Ein neues Blau Roman | Der neue Roman vom Bestsellerautor von WENN MARTHA TANZT

10

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2021

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06351-5

Beschreibung

Rezension

»Ein Roman, für den man sich Zeit nimmt – und danach sein Porzellan mit ganz anderen Augen betrachtet.« ("Berlin-Journal Fräulein Julia")
»Die Geduld, die es mit Pinsel und Porzellan braucht, nimmt sich also auch der Autor mit seinen Figuren. Eine eigentümliche Ruhe legt sich über den Roman, die den hektischen Zeiten des angehenden Nationalsozialismus gegenübersteht. Wie in seinem Debüt Wenn Martha tanzt verzichtet Saller auf Floskeln oder blumige Ausschmückungen, seine Sprache ist von einer angenehmen Einfachheit, die dem schlichten Design des Bauhaus-Porzellans ähnelt.« ("Berlin-Journal Fräulein Julia")
»Ein fesselnder Roman, der Farben und Gefühle mischt." ("Märkische Oderzeitung")
»Tom Saller ist mit diesem Roman wieder ein Volltreffer gelungen. „Ein neues Blau“ ist eine einfühlsam erzählte Lebensgeschichte, die sich durch ihre Sprache und ihre Vielschichtigkeit, gepaart mit historischen Hintergrund, wohltuend von anderen Romanen dieser Art abhebt.« ("belletristik-couch.de")
»Spannende Zeitgeschichte.« ("Für Sie")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2021

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3 cm

Gewicht

299 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06351-5

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    22.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Roman wie Porzellan: fein, bunt, geerdet, zeitlos

    Ein Roman wie Porzellan: fein, bunt, geerdet, zeitlos „Ich verändere lediglich die Form ein wenig und versuche Schönheit darin zu finden; mir zu verdeutlichen, dass sie zwar anders sind, aber dennoch Sinn, sprich eine Daseinsberechtigung haben. Einen eigenen Sinn und ein eigenes Dasein.“ (Zitat Seite 239) Inhalt 1919 – 1935 spiel die Geschichte Lili Kuhn fühlt sich schon als Kind „halb“. Sie wächst ohne Mutter auf und ist Halbjüdin. Takeshi, der chinesisch-japanische Geschäftsfreund ihres Vaters, versteht es, sich „halb“ zu fühlen. Er versteht auch die kleine, phantasievolle Lili, die ihre Gefühle als Farben sieht und von ihrem Vater und nun auch Takeshi in liebevoller Geborgenheit aufgezogen wird. Heute, beinahe am Ende eines langen Lebens, in dem Porzellan, Malerei und Farben immer eine große Rolle gespielt haben, lebt sie zurückgezogen in Berlin. Auch Anja Hermann, gerade 18 Jahre alt, lebt in Berlin. Kritisch und dem Alter entsprechend unangepasst erlebt sie gerade die Scheidungsdiskussionen ihrer Eltern mit. Ausgerechnet sie wird von dem Direktor ihrer Schule gefragt, ob sie nicht manchmal nachmittags einer alten Dame Gesellschaft leisten möchte. Zusätzliches Taschengeld findet Anja immer gut und neugierig ist sie auch. Auch Lili interessiert diese eigensinnige, widersprüchliche junge Frau und sie beginnt, Anja ihr abwechslungsreiches Leben zu erzählen. Thema und Genre Im Mittelpunkt dieses zeitgeschichtlichen Familienromans stehen die Kunst der Porzellanerzeugung und die KPM, ab 1918 Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin, das Bauhaus und die japanische Kultur mit ihrer Garten- und Teetradition. Es geht auch um unterschiedliche Religionen, was besonders mit dem Beginn des Nationalsozialismus eine wichtige Rolle spielt. Werte wie Familie, Freundschaft, Liebe, aber auch Trauer Psychologie verbinden diese Komponenten zu einer Geschichte. Charaktere Zwei unterschiedliche Frauen, Lili und Anja, beide eigenwillig, neugierig auf das Leben. Zuerst auf der Suche, weiß Lili bald, was sie will und auch Anja findet in Lilis Geschichte neue Ideen für ihre eigene Zukunft. Handlung und Schreibstil Der Autor erzählt seinen Roman in zwei unterschiedlichen Geschichten und Zeitebenen. Lilis Geschichte zwischen 1919 und 1935 wird in der dritten Person erzählt, dazwischen abwechselnd Anjas Geschichte 1985 in der Ich-Form. Das Jahr 1985 verbindet beide Geschichten. Zusätzliche Rückblenden ergänzen beide Erzählstränge. Zwischen einigen Kapiteln, über das gesamte Buch verteilt, finden sich Auszüge aus „Handwerkskunst KPM Berlin“. Darin wird die Porzellanherstellung geschildert und die Texte sind durchaus auch metaphorisch zu verstehen. Die Sprache ist bildhaft und poetisch, mit bunten Schilderungen und vielen interessanten Informationen. Poesie findet sich auch in den Kapitelüberschriften, während sich die Spannung aus dem ereignisreichen Leben Lilis ergibt. Fazit Ein Familienroman, ein Frauenroman, ein realer geschichtlicher Hintergrund mit bekannten Künstlern und Persönlichkeiten vermittelt Wissen über die aufwändige Porzellanherstellung, über den Bauhaus-Gedanken, über jüdische und japanische Traditionen. Eine Geschichte von engagierten, mutigen Frauen, die sich liest wie Porzellan: geerdet, zeitlos elegant, fein und robust, bunt und poetisch.

  • Lesemone

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Die Porzellanmalerin

    Das Buch hat sich etwas anders entwickelt, als ich gedacht habe, aber trotzdem fand ich die Geschichte sehr toll geschrieben. Sie beruht auf wahren Personen und Ereignissen und man spürt, dass der Autor gut recherchiert hat. Abwechselnd wird aus der Gegenwart und Vergangenheit erzählt, wobei die Vergangenheitserzählungen überwiegen, da es hauptsächlich um Lilis Lebensgeschichte geht. Jedoch fand ich die Gegenwartsbeschreibungen nicht weniger spannend. Mir hat die Sprache im Buch sehr gut gefallen. Der Autor hat eine sehr warmherzige, niveauvolle Erzählweise und ich habe mich bei lesen gut in die Personen hinein versetzen können. Die beschriebene Zeit war sehr schwierig und es werden dadurch mehrere interessante Themen angeschnitten. Ich habe die Geschichte von Lili gerne verfolgt und fand das Buch sehr gelungen!

  • MarionHH

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Wunderbare Geschichte von Freundschaft und vielem mehr

    Berlin, 1985: Schülerin Anja, bei der zurzeit einiges im Argen liegt, wird von ihrem Vertrauenslehrer angehalten, sich bei der alten Dame Lili Kuhn zu melden und sich als deren Gesellschafterin zu bewerben. Die ist einigermaßen überrascht, lässt sich aber darauf ein. Lili erzählt aus ihrem bewegten Leben, ihren jüdischen Wurzeln, weiht Anja in die Geheimnisse der Porzellanherstellung und in die japanische Teezeremonie ein. Die beiden ungleichen Frauen beginnen sich behutsam aneinander anzunähern, und nach anfänglichem Widerwillen werden für beide die Besuche immer wichtiger und helfen jeder von ihnen, ihren inneren Frieden zu finden. Lustig, traurig, berührend, packend, erschütternd – es gibt fast keine Emotion, die dieses Buch nicht auslöst. Obwohl der Erzählstil des Autors teilweise eher sachlich und reduziert wirkt und er sich keinerlei überflüssiger Bemerkungen schuldig macht, so trifft er doch immer den richtigen Ton, ohne schwülstig oder verkrampft zu werden. Gekonnt wechselt er die Perspektive und erzählt im Wechsel aus der Sicht Anjas, in der Ich-Form, die Geschehnisse in der Gegenwart und als allwissender Erzähler aus der Sicht Lilis deren Leben von 1919 bis 1932. Dies tut er im Falle der Anja-Perspektive eher flapsig-jugendlich und im Falle der Lili-Perspektive gehoben-literarisch. Der Leser erhält zudem in dem Maße, in dem Anja von Dritten mehr aus Lilis Leben erfährt, ebenfalls weitere Informationen über diese Zeit hinaus. Mitunter meint man geradezu, dass der allwissende Erzähler das Geschehen ironisch kommentiert. Jedenfalls entsteht so nach und nach das Bild einer außergewöhnlichen Frau und ihres ungewöhnlichen Lebens, in welchem Porzellan eine große Rolle spielt und die Farbe Blau sich wie ein roter Faden durchzieht. Es geht jedoch nicht um eine lückenlose Biografie oder eine nüchterne Schilderung von Ereignissen. Es geht um Liebe und Freundschaft, Familienbande, Treue über den Tod hinaus, Mut und Stärke, sein Leben in die Hand zu nehmen und nicht zuletzt um die Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln und Vergebung. Obwohl die Geschichte eine der leisen Töne ist und ohne große Action daherkommt, fesselt sie doch ungemein und besticht durch ihre außergewöhnlichen Charaktere. Lili ist eine unglaubliche Persönlichkeit, und ihr Leben und ihre Erlebnisse machen einmal mehr die Schrecken des Nationalsozialismus deutlich. Für eine Frau in jener Zeit macht sie ungewöhnliche Dinge und hat dabei nicht wenige Schicksalsschläge zu ertragen. Dabei steht ihr zu jeder Zeit ein ebenso faszinierender Mensch zur Seite: ihr lebenslanger Beschützer und Vaterersatz Takeshi, von dem man gerne mehr erfahren hätte. Diese absolute Verbundenheit berührt sehr und macht einen Großteil des Reizes dieser wunderbaren Geschichte aus. Mich berührte aber noch mehr, wie Anja sich entwickelt, wie sie nach anfänglichem Missmut immer mehr in die Welt Lilis eintaucht, sich ihrer eigenen Wurzeln bewusst wird, ihre Gegenwart und Verhalten hinterfragt und schließlich lebenswichtige Entscheidungen trifft. Sie wird vom verstörten, sich schuldig fühlenden Kind zur verantwortungsbewussten jungen Frau, die ihren Weg geht. Fazit: Ein wunderbares Buch und jedem zur Lektüre wärmstens ans Herz gelegt. Berührt einen im tiefsten Innern und hallt lange nach. Wer starke und vielschichtige Frauenfiguren liebt und sich für Bindungen interessiert, wird dieses Buch lieben!

  • Sikal

    5/5

    09.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Scherben bringen Glück

    Als die 18-jährige Anja sich bei einer alten Dame (Lili) als Gesellschafterin vorstellt, scheint sie nicht willkommen zu sein. Doch so nach und nach beginnt sich Lili zu öffnen und erzählt aus ihrem Leben. Lilis Mutter stirbt früh und ihr Vater vergöttert das kleine Mädchen und versucht ihr ein wunderbares Leben zu bieten. Durch die vielen Reisen des Vaters kümmert sich der Halb-Japaner Takeshi um Lili, der für sie zu einem väterlichen Freund und Lehrer wird. Als Lili die Familie von Pechmann kennenlernt, wird ihr eine andere Welt als die ihr bekannte eröffnet und sie taucht in die Kunst des Porzellans ein, versucht sich als Töpferin, Porzellanmalerin, nahe an der Seite dieser einzigartigen Kunst, die ihre Neugierde auf das Leben weckt. Doch als die Nazis an die Macht kommen, ändert sich einiges für Lili und sie – die von der jüdischen Gemeinde nicht als Jüdin anerkannt wurde, weil die Linie nicht von der Mutter weitergegeben wurde – wird plötzlich als Jüdin gesehen und muss fliehen. Wieder sind die von Pechmanns zur Stelle und lassen Lili wissen wie es um Menschlichkeit und Mut bestellt ist. Nicht nur die Geschichte rund um Lili steht im Mittelpunkt des Buches. Sie wird eingeflochten in historische Begebenheiten, ergänzt durch das Porzellanhandwerk, den Zugang zur Kunst der Nazis, Bücherverbrennung, Bauhaus, japanische Teetradition und einiges mehr. Doch während man Lilis Geschichte verfolgt, merkt man, dass auch Anja ein Geheimnis mit sich trägt und mit ihrem Leben kämpft. Der Autor Tom Saller hat mit dem Roman „Ein neues Blau“ eine faszinierende Geschichte über Generationen geschrieben. Mit viel Empathie erzählt er die Stationen des Lebens der Protagonistin Lili und bereichert durch den zweiten Erzählstrang vom Leben Anjas. Während Lili mit schweren Schicksalsschlägen und Selbstvorwürfen kämpft, fühlt sich Anja in ihrer Familie nicht wahrgenommen. Der Schreibstil fasziniert mit einer Sprache, die sich den jeweiligen Situationen anpasst. Während Anjas Part mit frechem Ton und zum Teil unverschämten Aussagen daherkommt, zeichnet sich Lilis Sprache durch Besonnenheit und gepflegter Wortwahl aus. Eine sehr bewegende Geschichte, die ich gerne gelesen habe und die noch etwas nachhallt. 5 Sterne

  • Lerchie

    4/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Eine berührende Geschichte

    Lili ist die Tochter eines Juden, der jedoch seine Religion nicht gelebt hat und mit einer Christin verheiratet war. Die Mutter starb als Lili noch klein war. Hier wird von einer ungewöhnlichen Kindheit erzählt mit einer Jugend in Berlin, dann ausgewandert in die USA und wieder zurückgekommen. In den Dreißigerjahren lernt Lili durch Zufall en Direktor der Königlichen Porzellan-Manufaktur kennen und seine frau kennen. Und sie will unbedingt die Welt des Porzellans näher kennen lernen. Doch dann muss Lili aus Deutschland fliehen. Nach dem Krieg kommt sie zurück und lebt zurückgezogen in Charlottenburg in ihrem alten Haus, das durch den Freund ihres Vaters Takeshi einen japanischen Garten und ein Teehaus bekommen hat. Als die 18-jährige Anja sie auf Bitte ihres Sohnes besucht, fängt sie an zu erzählen. Und es enthüllt sich eine bewegende Geschichte. Doch auch Anja hat ein Geheimnis. Und was hat es mit dieser Porzellanschale, die Lili als ihren Schatz betrachtet, auf sich? Meine Meinung Das Buch ließ sich relativ flüssig lesen. Ins Stocken geriet ich manchmal, wenn es dann ganz plötzlich wieder um Lilis Vergangenheit ging. Doch das war jedes Mal schnell überwunden. Es ist eine berührende Geschichte über eine Halbjüdin, die eigentlich gar keine war, denn der Vater hat diese Religion nie gelebt und sie ihr auch nicht nahe gebracht. Und doch brachte er sie zu einem Rabbi, der Lili von dem jüdischen Glauben überzeugen wollte. Ob er es geschafft hat, mag der Leser selbst herausfinden. Lili, die durch Zufall Frau Pechmann, die Ehefrau des Direktors der Königlichen Porzellan-Manufaktur kennen lernt, wird von ihm zunächst in der Familie engagiert. Eine Führung durch die Manufaktur macht Lili deutlich, dass Porzellan ihre Berufung ist. Mit Hilfe Pechmanns kann sie eine entsprechende Schule besuchen. Doch hier erfährt sie erst großes Glück, dann tiefes Leid, auch durch einen Unfall. Wie es Lili dann weiter ergeht, soll der geneigte Leser bitte selbst herausfinden, denn das werde ich hier nicht verraten. Dies ist ein historischer Roman über die Jahre vor und während der Nazizeit. Was ich bemängeln muss ist, dass fast nie eine Zeitangabe vorhanden ist. Es wäre schön gewesen, wenn der Autor das genauer benannt hätte z.B. bei den Kapitelüberschriften. Außerdem fehlt mir ein Personenverzeichnis mit historischen Angaben (wen gab es wirklich). Da hätte ein einfaches Sternchen hinter dem Namen gereicht. Ich Nachwort erwähnt er lediglich die Familie von Pechmann. Vielleicht sind es ja auch die einzigen Personen, die historisch sind. Doch wegen dieses fehlenden Verzeichnisses muss ich leider einen Stern abziehen. Ansonsten hat mich dieser Roman durchaus gefesselt und sehr gut unterhalten. Und ich hoffe sehr, dass eine solche Zeit bei uns in Deutschland nie wieder kommt. Von mir für dieses schöne Buch vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten und natürlich eine Leseempfehlung.

Kundinnen und Kunden meinen

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