Wie uns die Pille verändert
Die überraschenden Auswirkungen auf unser Denken und Fühlen, den Körper und unsere Beziehungen - Alles, was Frauen über die Anti-Baby-Pille wissen müssen
Das große Hörbuch über die Anti-Baby-Pille – zum 60. Jahrestag!Fast alle Frauen verhüten irgendwann in ihrem Leben mit der Pille. Doch die Hormone haben ungeahnte Auswirkungen: Die Pille erschafft eine andere Version von uns selbst, verändert unser Gehirn, lässt uns anders auf Stress reagieren und beeinflusst unsere Partnerwahl. Die erfahrene Psychologin Dr. Sarah E. Hill erklärt verständlich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Anti-Baby-Pille. Wer ihre bahnbrechenden Ergebnisse kennt, kann Vorteile und Risiken verstehen und abwägen, um so eine bessere Entscheidung zu treffen – für oder gegen die hormonelle Verhütung.Gekürzte Lesung mit Tessa Mittelstaedtca. 8h 20min
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Berlin
5/5
01.09.2020
Hörbuch-Download (MP3)
Sehr interessante Erkenntnisse
Das Buch "Wie uns die Pille verändert" von Dr. Sarah E. Hill soll Aufschluss geben über die Auswirkungen der Antibabypille auf die Frauen, die diese einnehmen. Die Autorin erzählt dabei auch von eigenen Erfahrungen mit der Pille und zieht zudem wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rate.
Ich bin eigentlich kein Fan von Hörbüchern, aber in diesem Fall habe ich mich dafür entschieden und kann es weiterempfehlen. Das Buch wird gelesen von Tessa Mittelstaedt und ich finde sie macht es sehr gut. Sie hat eine angenehme Stimme, die meiner Meinung nach sehr passend ist für ein Sachbuch. Außerdem betont sie an genau den richtigen Stellen die wichtigen oder besonders interessanten Fakten, so dass diese gut in Erinnerung bleiben und nicht überhört werden.
Das Buch an sich finde ich sehr aufschlussreich. Auch wenn ich selbst die Pille nehme und mir auch bewusst ist, dass sie mich verändert, so habe ich mir doch nie viele Gedanken darum gemacht. Ebenso, wie die Autorin das am Anfang auch beschreibt. Aus diesem Grund wollte ich mich nun mit dem Thema befassen und habe vieles in dem Buch darüber erfahren. Ich fand es toll, dass viele Beispiele genannt wurden und nicht nur reine Fakten aus Studien und das die Autorin auch auf sich selbst Rückschlüsse gezogen und von ihren persönlichen Erfahrungen berichtet hat.
Ich kann das (Hör-)Buch jedem weiterempfehlen, der mehr über die Vorgänge im Körper der Frau erfahren möchte und welche Auswirkungen Hormone darauf haben können.
Bewertung
aus Münster
5/5
21.08.2020
Hörbuch-Download (MP3)
Das sollte man wissen.
"Wie uns die Pille verändert" ist ein äußerst interessantes Werk mit vielen Informationen die ich persönlich gerne eher gehabt habe. Als ich den Titel auf der Random House Seite entdeckte wollte ich dieses Hörbuch unbedingt hören. Ich wurde ausgewählt und bei weitem nicht enttäuscht.
Zunächst möchte ich einige Worte über die Leserin Tessa Mittelstaedt verlieren, die das ganze Buch durch ihre wirklich sehr angenehme Stimme lebhaft und interessant vertont. Es macht Spaß ihr zuzuhören und gleichzeitig so viele neue Dinge zu erfahren.
Wussten Sie beispielsweise, dass auch weibliche Menschenaffen im Zpo mit der Anti-Baby-Pille verhüten?
Nun zum Werk selbst.
Als Jugendliche begann ich mit 15 Jahren die Pille zu nehmen und habe mir wie fast alle Mädchen damals keine Gedanken über mögliche Nebenwirkungen gemacht, denn schließlich konnte nichts schlimmer sein, als plötzlich Schwanger zu sein in einem solch jungen Alter. Irgendwann im Alter von 18 Jahren begann ich immer mehr Probleme zu bekommen. Sei es durch Wassereinlagerungen oder das berühmt berüchtigte PMS. Auch wurden meine Gedanken passend zu meinem Zyklus immer verfangener und ich rutschte in depressive Episoden. Wer hätte gedacht, dass all dies mit meiner Pille zusammenhängt.
Hill erläutert und erklärt auf eine sehr sympatische Art und Weise was die Pille alles mit dem Körper, dem Kopf und auch der Seele anstellen kann. Diese kleine Tablette ist sogar in der Lage eine ganze Persönlichkeit zu ändern.
Unterstützt durch diverse Experimente und Forschungen beweist Hill, wozu die Pille in der Lage sein kann. Hierbei ist anzumerken, dass es nicht bei jeder Frau zu Problemen oder Nebenwirkungen kommt. Manche haben halt Glück andere nicht.
Ich für meinen Teil bin wirklich begeistert von dem Werk, gerade weil es nicht darum geht die Pille schlecht darstehen zu lassen oder Werbung dafür zu machen, sondern, weil es einfach eine kritische Außereinandersetzung ist mit einem Medikament, welches heutzutage wirklich alltäglich verwendung findet.
Durch Frau Hill verstehe ich den weiblichen Zyklus und alles was dazu gehört mittlerweile viel besser.
Daher würde ich eine deutliche Empfehlung für alle Frauen, die das Thema interssiert oder die sich mit dem Thema auseinander setzen möchten aussprechen.
Ich für meinen Teil verwende nach meinen depressiven Episoden keine hormonellen Verhütungsmittel sondern bin auf hormonfreie Verhütungsmittel umgetsiegen, einfach damit ich wieder ich sein kann.
Birte H.
5/5
17.08.2020
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Wissenschaft verständlich Erklärt
In ihrem Buch: „Wie uns die Pille verändert“ erklärt die Psychologin Sarah E. Hill, welche Auswirkungen die Pille auf den Körper, aber vor allem auf die Psyche der Frau haben kann. Dabei bezieht sie sich vor allem auf Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Um diese genauer zu erläutern greift Sie auf anschauliche Beispiele, z.B. aus der Tierwelt zurück. Jedoch wird sie nicht Müde immer wieder darauf Hinzuweisen, dass die „Nebenwirkungen“ zwar möglich sind, aber dass diese nicht bei jedem Anwender zwangläufig auftreten müssen. Denn anders als in anderen Sachbüchern zu dem Thema versucht die Autorin nicht etwa dem Leser/ Hörer die Pille aus bzw. einzureden, sondern lediglich den Aktuellen Forschungsstand aus der Psychologischen Fachwelt für Jeden verständlich darzulegen. Was ihr meiner Meinung nach sehr gut gelingt und mir auch das eine oder andere Aha-Erlebnisse bescherte. Daher würde ich dieses Buch jederzeit weiterempfehlen.
Bewertung
aus Leinfelden-Echterdingen
5/5
03.08.2020
Hörbuch-Download (MP3)
Augenöffner
Wow - dieses Hörbuch hat mich echt vom Hocker geworfen.
Ich habe selbst Jahrelang die Pille genommen, ohne mir so recht Gedanken darum zu machen, was das eigentlich mit meinem Körper und meinem 'Ich' anstellt. Obwohl ich selbst Biotechnologin bin und somit eigentlich den erforderlichen sachlichen Background hätte, habe ich mir immer viel Mühe gegeben, meine Sorgen rund um die Pille in den Hintergrund zu schieben. Leider viel zu lange....
In ihrem Buch erklärt Sarah Hill zunächst verständlich und ausführlich, wie der weibliche Körper im 'Normalzustand' funktioniert. Damit legt sie ein gutes Fundament, damit alle Interessierten LeserInnen/ HörerInnen ihren folgenden Erklärungen zu den biologischen und psychologischen Auswirkungen der Pille auch folgen können.
Und diese sind weitaus weitreichender als ich mir jemals ausgemalt hätte. Es ist eigentlich ganz logisch, dass Hormone sich auf den gesamten Körper inklusive Gehirn auswirken und somit einfach alles beeinflussen. Dennoch ist es erschreckend, dass die Hormone der Pille auch so banale Dinge wie die Geruchsempfindung oder die Freude an Musik beeinflussen (könnten). Ganz zu schweigen von den weitaus drastischeren Auswirkungen wie der Partnerwahl, dem allgemeinen Interesse an Sex, der Fähigkeit Liebe zu empfinden, die Vorlieben für Hobbies oder den katastrophalen Auswirkungen auf die Stressreaktion des Körpers oder die Selbstmordrate.
Es gab unzählige Momente in diesem Buch, in denen ich nur da saß und mir dachte "Oh heilige Sch**e! Warum hat mir das denn keiner vorher gesagt?!".
Genau wie bei fast allen anderen Frauen bestand mein Gespräch mit dem Frauenarzt damals eigentlich nur aus "damit wird ihr Zyklus gleichmäßiger, die Menstruationsschmerzen nehmen ab und eventuell hat es kleinere Auswirkungen auf ihre Stimmung". Ein absoluter Witz, wenn man jetzt weiß, was die Pille tatsächlich so alles beeinflusst. Dieses Buch fasst ganz nüchtern zusammen, was bisher bekannt ist über die biologischen und psychologischen Auswirkungen der Pille bzw. allgemein von hormonellen Verhütungsmitteln. Meiner Meinung nach sollten alle Mädchen und Frauen, die sich überlegen hormonell zu verhüten, dies bereits tun oder es jemals getan haben, dieses Buch lesen oder anhören. Da man (zumindest momentan noch) von den Ärzten so furchtbar schlecht aufgeklärt wird, ist es ein absolutes Muss sich die Fakten zur Pille selbst genauer anzuschauen.
Sarah Hill ergreift in ihrem Buch keine Partei für oder gegen die Pille bzw hormonelle Verhütungsmittel, sondern legt einfach nur dar, was im Körper und Gehirn alles logetreten wird, wenn man die Pille einnimmt. Das gibt einem eine gute Basis, weitere Nachforschungen anzustellen und sich für eine Verhütungs-Methode zu entscheiden, die zu einem und der momentanen Lebenslage passt.
Absolut empfehlenswert für einfach alle Menschen, die ein Paar Eierstöcke ihr Eigen nennen.
Ashelia
4/5
12.08.2020
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Was ich gerne früher gewusst hätte...
In "Wie uns die Pille verändert" geht es um die Auswirkungen der Pille auf die Persönlichkeit und unsere Emotionen. Daher wollte ich es unbedingt lesen/hören! Und auch wenn nicht jede Person, die die Pille nimmt, gleichermaßen von den Auswirkungen betroffen ist, ist das Buch unglaublich aufschlussreich und interessant! Also, wer die Pille nimmt oder es vor hat: Lest/hört vorher dieses Buch! Es hat auch absolut nicht zum Ziel, die Pille schlecht zu reden, sondern klärt sachlich auf, welche Veränderungen im Körper durch die künstlichen Hormone möglich sind. Letztlich muss jeder für sich entscheiden, worauf er sich einlassen möchte und wo die persönlichen Prioritäten liegen. Die Autorin hat auch selbst 10 Jahre die Pille genommen, forscht aber beruflich auch zu dem Thema. Ich jedenfalls wäre froh gewesen, vorher zu wissen, was künstliche Hormone anstellen können und dass sie eben nicht nur den Eisprung verhindern...
Übrigens weist die Autorin auch darauf hin, dass sich auch Frauen* angesprochen fühlen sollen, wenn es um die Veränderungen durch die Pilleneinnahme geht. Denn natürlich nehmen nicht nur Frauen ein. Aber da es bisher noch wenige Forschungsergebnisse gibt, wie sich die Pille z.B. auf Transfrauen auswirkt, bezieht sie sich formal auf Frauen.
Die Autorin beginnt das Buch mit allgemeinen Fakten dazu, was während des Ovulations-/Menstruationszyklus passiert. Welche natürlichen Schwankungen vorkommen, wozu jeden Monat eine Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und abgestoßen wird, welche Hormone in welcher Phase dominieren und wozu sie gut sind. Und erklärt darüber auch, welche Verhaltensänderungen natürlicherweise bei Frauen dadurch ausgelöst werden bzw. ausgelöst werden können.
Dabei widerlegt sie gleichzeitig auch klassische Vorurteile gegenüber Frauen, z.B. dass Frauen angeblich durch ihren Zyklus launisch und unberechenbar seien.
In diesen Kapiteln zur allgemeinen weiblichen Biologie habe ich tatsächlich noch einiges über meinen eigenen Körper dazulernen können, obwohl ich mich eigentlich für gut informiert hielt.
Danach geht es konkret darum, warum es so unglaublich viele verschiedene Pillen-Präparate gibt und wo die Unterschiede liegen. Auch einige krasse Beispiele, was durch die Pille schief gehen kann, greift sie auf. Betont aber auch immer wieder, dass jede Frau anders reagiert und Pille eben nicht gleich Pille ist.
Besonders die Erklärungen zu den hormonellen Unterschiedenen zwischen Pilleneinnahme und ohne und wieso sich dadurch das eigene Verhalten und der Charakter ändern kann, fand ich sehr spannend und aufschlussreich. Besonders auch die Erklärungen dazu, warum man unter der Pilleneinnahme ein höheres Risiko für Depressionen hat. Und ich war überrascht, dass es zu dem Thema tatsächlich schon einige Studien gibt.
Zum Abschluss geht es auch noch darum, wie die Pille zur Emanzipation der Frau beigetragen hat und warum Frauen als Testpersonen in der Forschung nur selten untersucht werden und welche Folgen das z.B. für Frauen bei der Einnahme von Medikamenten haben kann.
Allerdings wird auch viel wiederholt, fast schon mantra-artig, was ich auf Dauer etwas anstrengend fand. Auch werden viele Hypothesen aufgestellt, die in dem Umfang noch nicht durch Studien belegt wurden. Hier hätte ich mir gewünscht, etwas mehr bei tatsächlichen, repräsentativen Ergebnissen aus Studien zu bleiben und nur knapp auf weitere Forschungsbereiche zu verweisen.
Und - das wird vermutlich nicht jede*r Leser*in gefallen - Sarah E. Hill bezieht die Verhaltensänderungen v.a. auf die biologisch-evolutionäre Ebene. Denn Mann und Frau sind nunmal biologisch betrachtet darauf ausgelegt, sich möglichst effektiv fortzupflanzen. Dabei greift sie ab und an auch Punkte auf, bei denen ich nicht unbedingt unterschreiben würde, dass das tatsächlich aus evolutionärer Sicht entstanden ist und die sie - zumindest im Hörbuch - nicht mit Quellen belegt.
Das Hörbuch habe ich in der ungekürzten Fassung gehört, daher kann ich nichts dazu sagen, inwiefern man mit der gekürzten Hörbuchfassung etwas verpasst. Die Sprecherin Tessa Mittelstaedt macht aber einen richtig guten Job. Ich fand ihre Stimme angenehm und für ein Sachbuch sehr passend. Sie schafft es, dass man gerne und aufmerksam zuhört und betont so unterschiedlich, je nach Bedeutsamkeit der Aussage, dass es einfach Spaß macht und man sich die Fakten gut merken kann!
Fazit: Ich habe aus diesem Buch unglaublich viel mitgenommen und verstehe endlich die biologischen Zusammenhänge, die dazu führten, dass ich mich nach dem Absetzen der Pille wie ein neuer Mensch fühlte. Die weibliche Biologie und die Rolle der Hormone im menschlichen Körper wird definitiv von vielen unterschätzt. Dieses Buch empfehle ich daher jeder Frau* weiter, die mehr über ihren Körper unter der Einnahme von künstlichen Hormonen erfahren möchte. Aber bitte immer bedenken, dass es bei dem Thema keine pauschalen Aussagen gibt, jeder Körper reagiert anders. Es gibt mehr als genug Frauen, die mit ihrer Pille absolut zufrieden sind.
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