Drei Narben zieren meinen Körper. Die eine verpasst mir ein halbes Jokergrinsen und war mein Willkommensgeschenk im Knast. Die andere ist eine Erinnerung an jene Nacht, in der mein Zellengenosse versucht hat, mir die Kehle durchzuschneiden. Die dritte ist eine Erinnerung an den Schraubendreher, mit dem ein Mithäftling in der Gefängniswerkstatt mir das Herz entfernen wollte. Ich habe sie alle überlebt. Meine Angreifer nicht. Aber ich hatte auch einen Grund. Rache. An jenem Mann, der mich in den Knast geschickt hat. Er kann nicht verhindern, dass ich wieder rauskomme. Er kann nicht verhindern, dass alles, was er besitzt, bald mir gehört. Inklusive seiner Tochter. The Darker Stories Helden sind immer gut. Helden sind immer nett. Sie würden nie jemandem absichtlich wehtun. Im Ernst? Menschliche Abgründe, schwierige Situationen und ein nicht immer ganz lupenreines Verhalten der Protagonisten. Willkommen in den »Darker Stories«. Echte Helden haben keine weiße Weste. Einzelbände. Keine Cliffhanger. Eindeutige Szenen. Das Taschenbuch umfasst 300 gedruckte Seiten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sternenruferin
5/5
15.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch ist nicht zärtlich. Es ist roh. Schmerzhaft. Intensiv.
Ich wurde von der Autorin vorgewarnt – sinngemäß, dass dies eines ihrer härtesten Bücher sei und viele Leserinnen es abgebrochen hätten. Mich hat das nur noch neugieriger gemacht. Und bereits nach wenigen Seiten war klar: Das hier ist kein Buch für Menschen ohne Lebenserfahrung. Ohne das Wissen, dass Liebe manchmal seltsame Wege geht, um sich zu zeigen.
Es ist ein Buch über eine besondere Art von Liebe.
Juliet begibt sich freiwillig in eine emotionale und sexuelle Abhängigkeit zu Sage. Nicht aus Schwäche – sondern weil sie ihn liebt. Weil sie es will. Dieses fragile Konstrukt wird oft nicht verstanden. Doch genau das macht sie genauso mächtig wie ihn.
Das vorweg – denn ich finde es wichtig zu betonen: Dieses Buch basiert auf beiderseitigem Einverständnis, auf Consent. Auch wenn das nicht auf jeder Seite offensichtlich ist. Wer genau liest, erkennt es. Vor allem in den Kapitelzitaten, die oft mehr sagen, als es auf den ersten Blick scheint.
Dieses Buch ist nicht zärtlich. Es ist roh. So roh wie Sage selbst, der männliche Protagonist. Die Sexszenen? Reiner BDSM. Wer damit nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen. Ich hingegen mag es – und ich mag, wie Miss Baines diese Szenen beschreibt: intensiv, direkt, aber niemals platt.
Entgegen gängiger Klischees braucht BDSM nicht zwingend ein Safeword. Auch hier fehlt es. Und ja, Sage treibt Juliet an ihre Grenzen – manchmal darüber hinaus. Doch immer mit einem Gespür dafür, wie weit er wirklich gehen darf. Und das spürt man als Leserin.
Das gesamte Buch kratzt an Grenzen. Es schmerzt. Und es ist gleichzeitig lustvoll. Unter all dem Schmerz, der sich zwischen den Seiten sammelt, liegt etwas Tieferes: Liebe. Tief verborgen – bei beiden. Auch wenn Sage es nie zugeben würde. Juliet dagegen schon.
Der Aufbau unterscheidet sich von anderen Büchern der Autorin: Die Beziehung ist zu Beginn bereits in vollem Gange, und der Nebenplot nimmt schon zur Hälfte ordentlich Fahrt auf. Und das ist gut so – denn dieser Nebenplot ist zwar genau das: eine Nebenhandlung. Aber er bildet auch den Kern der inneren Konflikte, die die Protagonisten antreiben.
Fast beiläufig kommt es dann zum vermeintlichen Finale – das alles in den Abgrund reißt. Und damit den Weg frei macht für die eigentliche Geschichte.
Sarah Baines hat es wieder geschafft, mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt zu schicken. Mich einzufangen. Mich herauszufordern – wie Sage Juliet.
Dark Romance hat viele Schattierungen – und dieses Buch gehört eindeutig zu den dunkelsten.
Doch auch hier gibt es ein Happy End. Und alles basiert auf gegenseitigem Einverständnis.
Das Happy End nimmt dem Schmerz nicht die Kraft, aber es zeigt, was dahintersteckt: tiefe Liebe, echte Hingabe, kompromisslose Authentizität. Schmerz, Lust, Abhängigkeit – all das wird hier zum Ausdruck einer tiefen Verbindung. Und – was ich an Sarah Baines so liebe – es gibt kein „Heilungswunder“, keine rosarote Verklärung. Der MMC bleibt, wie er ist: roh, brutal, und gleichzeitig zutiefst menschlich in seinem inneren Kampf. Seine Gefühle werden nicht schöngefärbt, sondern offengelegt – in einem finalen Kapitel, das alles auf den Punkt bringt.
Wieder einmal bin ich begeistert.
Für alle, die BDSM und Dark Romance mögen – roh, intensiv, ehrlich – eine klare Empfehlung.
Für alle anderen: lieber nicht.
Bewertung
4/5
05.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Interessantes Buch
Für BDSM Liebhaber ein gutes Buch. Es zeigt eine nicht immer rosarote Welt. Mit fehlte hier und da die Spannung und so richtig reinfinden konnte ich mich in das Buch nicht. Die Charaktere fühlten sich so unnahbar an.
Mir fehlte das gewisse Extra.
Der Schreibstil und die Geschichte ist super
Bewertung
3/5
02.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Achtung
Als ich die Beschreibung gelesen habe dachte ich, ach eine Art Enemies-to-Lover geschichte. Nein, sie waren von anfang an Lover, auf eine Fifty shades of grey art. Rein theoretisch hätte es gut sein können doch ich finde es eher kritisch. Doch wenn man Dark Romance szenen mag dann go for it. Doch sonst eher sein lassen.
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