Das Kaffeehaus - Geheime Wünsche

Roman - Die Kaffeehaus-Saga 3

Die Kaffeehaus-Saga Band 3

Marie Lacrosse

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Beschreibung

Nach dem Tod ihres Onkels leitet Sophie das Kaffeehaus Prinzess mit großem Erfolg. Sie erweitert das Angebot und setzt neue Ideen um, zum Beispiel eine spektakuläre Schaufensterdekoration. Das Café wird schon bald zum Treffpunkt der Wiener Kulturbohème. Privat ist Sophie in großer Sorge um ihre Schwester Milli. Und dann gefährdet auch noch ein unbekannter Saboteur das Kaffeehaus. Derweil ist Sophies große Liebe Richard sehr unglücklich in seiner Standesehe mit Amalie. Und sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, Sophie wieder nahe zu kommen ...

Produktdetails

Verkaufsrang 266
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Erscheinungsdatum 11.10.2021
Verlag Penguin Random House
Seitenzahl 752 (Printausgabe)
Dateigröße 4801 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783641266097

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7 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

5/5

Gelungener Abschluss einer wunderschönen Trilogie

Eine Kundin/ein Kunde aus Remse am 22.10.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Kaffeehaus, geheime Wünsche, ist der 3. Teil und Abschluss einer wunderbaren Trilogie der Autorin Marie Lacrosse. Wiedereinmal ist es ihr gelungen mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Wenn ich auch am Anfang wieder meine Probleme mit den vielen Namen und Titeln hatte, war es auch gut und richtig, nochmal an die wichtigsten Personen erinnert zu werden. Dies geschah zu Anfang der Geschichte die nahtlos ans Ende des 2. Teils anschloß. Es beginnt mit der Beerdigung des viel zu früh verstorbenen Stephan Danzer, Sophie's Onkel. Wie ich schon erwartet hatte, ist Sophie, zu der Danzer ein ganz besonderes Verhältnis hatte, als Haupterbin eingesetzt. Damit hat wiederum Toni Schleiderer, ein langjähriger Mitarbeiter Danzer's, nicht gerechnet und ist zutiefst verstimmt. Er hat sich als Haupterben gesehen. Er fühlt sich hintergangen und zeigt seinen Unmut darüber recht offensichtlich. Er soll mit Sophie in Zukunft zusammenarbeiten und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das letzte Wort bei Entscheidungen jedoch hat Sophie. 5 Jahre soll das gehen und dann kann Sophie entscheiden ob sie Toni behält oder das Arbeitsverhältnis beendet. Im Laufe der Jahre spitzt sich die Situation enorm zu, bis Sophie ein Machtwort spricht. Und plötzlich glaubt man, Toni könnte doch noch ein guter Freund werden. Die Geschäfte laufen gut,Sophie bringt gute Ideen in ihr Cafe ein und die Kunden strömen nur so zu ihr. Sie könnte zufriedener nicht sein. Doch dann häufen sich merkwürdige Ereignisse in ihrem Cafe, die fast zum Ruin führen. Auch in der Beziehung zu Richard kommt es zu einer Wende. Es sieht so aus als könnte es doch noch eine gemeinsame Zukunft für beide geben. Aber das wird nicht von heute auf morgen gehen. Die Zeiten damals waren eben anders, da konnte man sich nicht einfach mal so scheiden lassen. Zumal nicht in diesen Kreisen. Als Sophie 's Mutter erfährt was ihr Mann ihrer Tochter Milli angetan hat, setzt sie alles daran auch ihrem Leben eine Wende zu geben. Natürliche ist auch das nicht unproblematisch. Es gäbe noch so einiges zu erwähnen, aber ich will euch nicht zu viel vom Inhalt verraten. Nur das wichtigste noch. Da es in diesem Band meistens um das Kaffeehaus geht, mehr als in den beiden Teilen zuvor, ist das für mich der beste Band dieser Trilogie. Es hat sich leicht und flüssig lesen lassen und war zu keinem Zeitpunkt langatmig. Mit dem Ende kann ich gut leben, hätte aber nichts gegen einen Band 4. Diese Trilogie hat mir viele schöne und interessante Lesemomente bescheert und ich hoffe bald wieder etwas in dieser Art von Marie Lacrosse lesen zu dürfen. Ich habe allergrößten Respekt vor soviel guter Recherchearbeit, 752 Seiten pures lesevergnügen. Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mich sofort angesprochen. Zu Anfang des Buches gibt es eine Auflistung der wichtigsten Personen und am Ende noch eine Erklärung was wahr und was Fiktion ist. Auch dieser Teil war für mich interessant. Ich gebe wohlverdiente 5* weil mich das Buch wieder zu 100% überzeugt hat und mich auf eine wunderbare Reise in eine vergangene Zeit mitgenommen hat

5/5

Gelungener Abschluss einer wunderschönen Trilogie

Eine Kundin/ein Kunde aus Remse am 22.10.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Kaffeehaus, geheime Wünsche, ist der 3. Teil und Abschluss einer wunderbaren Trilogie der Autorin Marie Lacrosse. Wiedereinmal ist es ihr gelungen mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Wenn ich auch am Anfang wieder meine Probleme mit den vielen Namen und Titeln hatte, war es auch gut und richtig, nochmal an die wichtigsten Personen erinnert zu werden. Dies geschah zu Anfang der Geschichte die nahtlos ans Ende des 2. Teils anschloß. Es beginnt mit der Beerdigung des viel zu früh verstorbenen Stephan Danzer, Sophie's Onkel. Wie ich schon erwartet hatte, ist Sophie, zu der Danzer ein ganz besonderes Verhältnis hatte, als Haupterbin eingesetzt. Damit hat wiederum Toni Schleiderer, ein langjähriger Mitarbeiter Danzer's, nicht gerechnet und ist zutiefst verstimmt. Er hat sich als Haupterben gesehen. Er fühlt sich hintergangen und zeigt seinen Unmut darüber recht offensichtlich. Er soll mit Sophie in Zukunft zusammenarbeiten und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das letzte Wort bei Entscheidungen jedoch hat Sophie. 5 Jahre soll das gehen und dann kann Sophie entscheiden ob sie Toni behält oder das Arbeitsverhältnis beendet. Im Laufe der Jahre spitzt sich die Situation enorm zu, bis Sophie ein Machtwort spricht. Und plötzlich glaubt man, Toni könnte doch noch ein guter Freund werden. Die Geschäfte laufen gut,Sophie bringt gute Ideen in ihr Cafe ein und die Kunden strömen nur so zu ihr. Sie könnte zufriedener nicht sein. Doch dann häufen sich merkwürdige Ereignisse in ihrem Cafe, die fast zum Ruin führen. Auch in der Beziehung zu Richard kommt es zu einer Wende. Es sieht so aus als könnte es doch noch eine gemeinsame Zukunft für beide geben. Aber das wird nicht von heute auf morgen gehen. Die Zeiten damals waren eben anders, da konnte man sich nicht einfach mal so scheiden lassen. Zumal nicht in diesen Kreisen. Als Sophie 's Mutter erfährt was ihr Mann ihrer Tochter Milli angetan hat, setzt sie alles daran auch ihrem Leben eine Wende zu geben. Natürliche ist auch das nicht unproblematisch. Es gäbe noch so einiges zu erwähnen, aber ich will euch nicht zu viel vom Inhalt verraten. Nur das wichtigste noch. Da es in diesem Band meistens um das Kaffeehaus geht, mehr als in den beiden Teilen zuvor, ist das für mich der beste Band dieser Trilogie. Es hat sich leicht und flüssig lesen lassen und war zu keinem Zeitpunkt langatmig. Mit dem Ende kann ich gut leben, hätte aber nichts gegen einen Band 4. Diese Trilogie hat mir viele schöne und interessante Lesemomente bescheert und ich hoffe bald wieder etwas in dieser Art von Marie Lacrosse lesen zu dürfen. Ich habe allergrößten Respekt vor soviel guter Recherchearbeit, 752 Seiten pures lesevergnügen. Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mich sofort angesprochen. Zu Anfang des Buches gibt es eine Auflistung der wichtigsten Personen und am Ende noch eine Erklärung was wahr und was Fiktion ist. Auch dieser Teil war für mich interessant. Ich gebe wohlverdiente 5* weil mich das Buch wieder zu 100% überzeugt hat und mich auf eine wunderbare Reise in eine vergangene Zeit mitgenommen hat

5/5

Der unterhaltsamste, aber auch intensivste Teil einer grandiosen Reihe

Christina B. am 22.10.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Das Kaffeehaus – Geheime Wünsche“ ist der dritte und letzte Teil der Reihe um die junge Sophie von Werdenfels und bietet Einblicke in die Wiener Kaffeehauskultur des 19. Jahrhunderts. Stephan Danzer, Sophies geliebter und geachteter Onkel, wird zu Grabe getragen. Sophie übernimmt das Kaffeehaus und verhilft ihm zu neuen Glanz. Mit neuen Torten und spektakuläreren Schaufensterdekorationen schafft sie für die Wiener Kulturbohème und namhaften Persönlichkeiten einen beliebten Treffpunkt. Doch ein Unbekannter meint es nicht gut mit Sophie und ihrem Kaffeehaus und sabotiert neue Kreationen. Sophie muss um ihre Existenz bangen. Auch in ihrem Privatleben geht es drunter und drüber: Ihre jüngere Schwester Milli befindet sich einem psychischen Ausnahmezustand, ihre Mutter flieht vor ihrem Ehemann und auch Richard möchte Sophie endlich wieder nahe sein. Mit großer Begeisterung habe ich im Oktober 2020 den ersten Teil „Das Kaffeehaus – Bewegte Jahre“ und im April 2021 den zweiten Teil „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ gelesen und freute mich seit dem auf den dritten Teil dieser wunderbaren Reihe. Zum einen finde ich die Zeit, in der diese Reihe spielt unglaublich spannend, aber auch die Charaktere sind mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen und ihrer Geschichte weitergeht. Die Hauptfigur des Buches ist die fiktive Sophie von Werdenfels, welche die zentrale Figur des Buches und der gesamten Reihe ist. Im ersten Teil stand ihre beste Freundin Mary Vetsera neben ihr, welche eine historische Persönlichkeit ist. Im zweiten Teil ist Sophie alleine, ihre Freundin ist tot und für Sophie beginnt ein neues Leben am Kaiserhof. Ein Leben, welches sie sich so nicht vorgestellt hat und hinter sich lässt. Im vorliegenden dritten Teil lebt Sophie nun ihr Leben für das Kaffeehaus. Auch wenn sie mitunter überfordert ist, sie manchmal nicht weiß, wo ihr der Kopf steht, bleibt Sophie sich und ihren Idealen immer treu und ist auch immer für andere Menschen da. Doch Sophie braucht auch ab und zu die Hilfe von ihrer Familie und ihren Freunden und Freundinnen, welche sie auch stets dankbar annimmt. Sophies authentische Entwicklung von einem jungen Mädchen zu einer Geschäftsfrau hat Marie Lacrosse wunderbar beschrieben. Sie ist ein Charakter geworden, welcher mir sehr ans Herz gewachsen ist und ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Richard von Löwenstein, Sophies große Liebe, nimmt in diesem Teil auch wieder eine tragische Rolle ein. Mit viel Fingerspitzengefühl und Autorität deckt er nach wie vor Morde und Missstände in der Armee auf. Privat ist er in eine unglückliche und erzwungenen Ehe gefangen. Doch nun nimmt er sein Leben in die Hand, dabei muss er auch immer wieder Rückschläge verkraften. Doch er gibt sich und seine Liebe zu Sophie niemals auf. Nach Ende des zweiten Teils fragte ich mich, wie es mit Milli, Sophies jüngerer Schwester, weitergeht. Sie nimmt in der ersten Hälfte des dritten Teils ein große Rolle ein. Da sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet, kommt sie zu Sigmund Freud in Behandlung, nach und nach erfährt der Leser/ die Leserin dann, was ihr zugestoßen ist. Millis dramatische Geschichte lies mich teilweise frösteln und ich hätte sie gerne in den Arm genommen. Doch Milli hat mit ihrer Schwester Sophie den richtigen Menschen an ihrer Seite, sie wird ernst genommen und ihr wird geholfen. Henriette, Sophies Mutter, ist anfangs ein sehr trauriger Charakter. Auch wenn sie endlich ihrem cholerischen Ehemann Arthur entkommt, muss sie erst im Nachgang feststellen, dass sie damit zu lange gewartet hat. Doch Henriette entwickelt sich weiter, sieht ihre Fehler ein und ändert sich und findet ihren Mut und Zuversicht für ihr weiteres Leben. Marie Lacrosse hat neben zahlreichen fiktiven Figuren auch eine Menge historischer Persönlichkeiten in ihren Roman eingebaut und damit wunderbar Fiktion und Geschichte verbunden. Sigmund Freud, der zum Karten spielen das Kaffeehaus besucht und von Sophie um Hilfe für ihre Schwester gefragt wird, der Maler Gustav Klimt, der Arzt und Schriftsteller Dr. Arthur Schnitzler und noch viele andere historische Persönlichkeiten treten in Erscheinung und werden wunderbar in die Geschichte eingebunden. Jede Figur, egal ob fiktiv oder historisch, hat Marie Lacrosse sehr authentisch und tiefgängig beschrieben. Sie alle geben ein glaubwürdiges Bild der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ab: Eine Gesellschaft zwischen starren Konventionen und Aufbruch und Streiks, Glanz und Gloria und bitterer Armut. Marie Lacrosse hat eine sehr lebendige, authentische und detaillierte Sprache, die niemals langatmig ist. Ich war schnell wieder in der Geschichte angekommen und wollte das Buch ungern aus den Händen legen. Die Autorin hat akribisch und intensiv recherchiert und zeichnet ein farbenfrohes und lebendiges Bild einer längst vergangenen Epoche. Ein ausführliches Nachwort der Autorin rundet das Buch perfekt ab. Marie Lacrosse hat viele historische Begebenheiten und Ereignisse in ihren Roman eingebaut: Die ersten Frauenstreiks im Jahre 1893, die von der Frauenrechtlerin Adelheid Popp angeführt wurden eine tägliche Arbeitszeit von 13 Stunden auf 10 Stunden forderten. Sie zeigt aber auch, wie sehr die Frauen damals noch von den Männern abhängig waren und auch eine Scheidung damals alles andere als leicht war. Außerdem zeigt sie den Beginn der Psychoanalyse durch Sigmund Freud, welcher mit seinen Thesen lange Zeit Ausgrenzung erlebte. Außerdem beschreibt Marie Lacrosse den beginnenden Antisemitismus in Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts, welcher durch den Bürgermeister Karl Lueger angetrieben wurde. Spannend fand ich, dass die Autorin ein fiktives Duell nach einen historisch überlieferten Duell beschrieben hat. Es zeigt, wie sehr die damalige Gesellschaft, hier der Adel, noch in starren Konventionen gefangen war. Zu guter Letzt gibt Marie Lacrosse einen spannenden Einblick in die Wiener Kaffeehauskultur. Die Besonderheit dieser Kultur besteht darin, dass oft stundenlang in den Kaffeehäusern verweilt wurde, dabei Zeitungen gelesen und Gespräche über das gesellschaftliche Leben geführt wurden. Fazit: Marie Lacrosse hat mit diesem dritten ein Teil ein grandioses Finale vorgelegt. Auf keiner Seite kam Langeweile auf und ich habe eine Menge dazugelernt. Meiner Meinung nach ist es der unterhaltsamste, aber auch intensivste Teil der Reihe. Eine Buchreihe, die immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen wird und auch die Charaktere werde ich nie vergessen. Danke liebe Marie Lacrosse für die spannenden, emotionalen und unvergesslichen Lesestunden.

5/5

Der unterhaltsamste, aber auch intensivste Teil einer grandiosen Reihe

Christina B. am 22.10.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Das Kaffeehaus – Geheime Wünsche“ ist der dritte und letzte Teil der Reihe um die junge Sophie von Werdenfels und bietet Einblicke in die Wiener Kaffeehauskultur des 19. Jahrhunderts. Stephan Danzer, Sophies geliebter und geachteter Onkel, wird zu Grabe getragen. Sophie übernimmt das Kaffeehaus und verhilft ihm zu neuen Glanz. Mit neuen Torten und spektakuläreren Schaufensterdekorationen schafft sie für die Wiener Kulturbohème und namhaften Persönlichkeiten einen beliebten Treffpunkt. Doch ein Unbekannter meint es nicht gut mit Sophie und ihrem Kaffeehaus und sabotiert neue Kreationen. Sophie muss um ihre Existenz bangen. Auch in ihrem Privatleben geht es drunter und drüber: Ihre jüngere Schwester Milli befindet sich einem psychischen Ausnahmezustand, ihre Mutter flieht vor ihrem Ehemann und auch Richard möchte Sophie endlich wieder nahe sein. Mit großer Begeisterung habe ich im Oktober 2020 den ersten Teil „Das Kaffeehaus – Bewegte Jahre“ und im April 2021 den zweiten Teil „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ gelesen und freute mich seit dem auf den dritten Teil dieser wunderbaren Reihe. Zum einen finde ich die Zeit, in der diese Reihe spielt unglaublich spannend, aber auch die Charaktere sind mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen und ihrer Geschichte weitergeht. Die Hauptfigur des Buches ist die fiktive Sophie von Werdenfels, welche die zentrale Figur des Buches und der gesamten Reihe ist. Im ersten Teil stand ihre beste Freundin Mary Vetsera neben ihr, welche eine historische Persönlichkeit ist. Im zweiten Teil ist Sophie alleine, ihre Freundin ist tot und für Sophie beginnt ein neues Leben am Kaiserhof. Ein Leben, welches sie sich so nicht vorgestellt hat und hinter sich lässt. Im vorliegenden dritten Teil lebt Sophie nun ihr Leben für das Kaffeehaus. Auch wenn sie mitunter überfordert ist, sie manchmal nicht weiß, wo ihr der Kopf steht, bleibt Sophie sich und ihren Idealen immer treu und ist auch immer für andere Menschen da. Doch Sophie braucht auch ab und zu die Hilfe von ihrer Familie und ihren Freunden und Freundinnen, welche sie auch stets dankbar annimmt. Sophies authentische Entwicklung von einem jungen Mädchen zu einer Geschäftsfrau hat Marie Lacrosse wunderbar beschrieben. Sie ist ein Charakter geworden, welcher mir sehr ans Herz gewachsen ist und ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Richard von Löwenstein, Sophies große Liebe, nimmt in diesem Teil auch wieder eine tragische Rolle ein. Mit viel Fingerspitzengefühl und Autorität deckt er nach wie vor Morde und Missstände in der Armee auf. Privat ist er in eine unglückliche und erzwungenen Ehe gefangen. Doch nun nimmt er sein Leben in die Hand, dabei muss er auch immer wieder Rückschläge verkraften. Doch er gibt sich und seine Liebe zu Sophie niemals auf. Nach Ende des zweiten Teils fragte ich mich, wie es mit Milli, Sophies jüngerer Schwester, weitergeht. Sie nimmt in der ersten Hälfte des dritten Teils ein große Rolle ein. Da sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet, kommt sie zu Sigmund Freud in Behandlung, nach und nach erfährt der Leser/ die Leserin dann, was ihr zugestoßen ist. Millis dramatische Geschichte lies mich teilweise frösteln und ich hätte sie gerne in den Arm genommen. Doch Milli hat mit ihrer Schwester Sophie den richtigen Menschen an ihrer Seite, sie wird ernst genommen und ihr wird geholfen. Henriette, Sophies Mutter, ist anfangs ein sehr trauriger Charakter. Auch wenn sie endlich ihrem cholerischen Ehemann Arthur entkommt, muss sie erst im Nachgang feststellen, dass sie damit zu lange gewartet hat. Doch Henriette entwickelt sich weiter, sieht ihre Fehler ein und ändert sich und findet ihren Mut und Zuversicht für ihr weiteres Leben. Marie Lacrosse hat neben zahlreichen fiktiven Figuren auch eine Menge historischer Persönlichkeiten in ihren Roman eingebaut und damit wunderbar Fiktion und Geschichte verbunden. Sigmund Freud, der zum Karten spielen das Kaffeehaus besucht und von Sophie um Hilfe für ihre Schwester gefragt wird, der Maler Gustav Klimt, der Arzt und Schriftsteller Dr. Arthur Schnitzler und noch viele andere historische Persönlichkeiten treten in Erscheinung und werden wunderbar in die Geschichte eingebunden. Jede Figur, egal ob fiktiv oder historisch, hat Marie Lacrosse sehr authentisch und tiefgängig beschrieben. Sie alle geben ein glaubwürdiges Bild der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ab: Eine Gesellschaft zwischen starren Konventionen und Aufbruch und Streiks, Glanz und Gloria und bitterer Armut. Marie Lacrosse hat eine sehr lebendige, authentische und detaillierte Sprache, die niemals langatmig ist. Ich war schnell wieder in der Geschichte angekommen und wollte das Buch ungern aus den Händen legen. Die Autorin hat akribisch und intensiv recherchiert und zeichnet ein farbenfrohes und lebendiges Bild einer längst vergangenen Epoche. Ein ausführliches Nachwort der Autorin rundet das Buch perfekt ab. Marie Lacrosse hat viele historische Begebenheiten und Ereignisse in ihren Roman eingebaut: Die ersten Frauenstreiks im Jahre 1893, die von der Frauenrechtlerin Adelheid Popp angeführt wurden eine tägliche Arbeitszeit von 13 Stunden auf 10 Stunden forderten. Sie zeigt aber auch, wie sehr die Frauen damals noch von den Männern abhängig waren und auch eine Scheidung damals alles andere als leicht war. Außerdem zeigt sie den Beginn der Psychoanalyse durch Sigmund Freud, welcher mit seinen Thesen lange Zeit Ausgrenzung erlebte. Außerdem beschreibt Marie Lacrosse den beginnenden Antisemitismus in Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts, welcher durch den Bürgermeister Karl Lueger angetrieben wurde. Spannend fand ich, dass die Autorin ein fiktives Duell nach einen historisch überlieferten Duell beschrieben hat. Es zeigt, wie sehr die damalige Gesellschaft, hier der Adel, noch in starren Konventionen gefangen war. Zu guter Letzt gibt Marie Lacrosse einen spannenden Einblick in die Wiener Kaffeehauskultur. Die Besonderheit dieser Kultur besteht darin, dass oft stundenlang in den Kaffeehäusern verweilt wurde, dabei Zeitungen gelesen und Gespräche über das gesellschaftliche Leben geführt wurden. Fazit: Marie Lacrosse hat mit diesem dritten ein Teil ein grandioses Finale vorgelegt. Auf keiner Seite kam Langeweile auf und ich habe eine Menge dazugelernt. Meiner Meinung nach ist es der unterhaltsamste, aber auch intensivste Teil der Reihe. Eine Buchreihe, die immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen wird und auch die Charaktere werde ich nie vergessen. Danke liebe Marie Lacrosse für die spannenden, emotionalen und unvergesslichen Lesestunden.

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