»Als Kinder wurden wir in den Himmel geschickt - und sind zurückgekehrt in ein Leben, das wir jetzt mit ganz neuen Augen sehen«: Wenn Menschen in früher Kindheit oder sogar bereits im Mutterleib eine Nahtoderfahrung gemacht haben, spüren sie die Auswirkungen meist ein Leben lang. Manche verfügen über bemerkenswerte psychische Fähigkeiten, andere sind gesundheitlich labil oder fühlen sich verloren in ihrer irdischen Existenz. Das zeigen Hunderte Erfahrungsberichte, die die bekannte Nahtodforscherin P.M.H. Atwater ausgewertet hat. Diese Berichte eröffnen vollkommen neue, unverstellte Einblicke in die Jenseitswelt, wie Kinder sie erleben - und führen auf berührende Weise vor Augen: Das menschliche Bewusstsein überdauert selbst den Tod.
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Grenzen im Himmel?
Michael Sterzik aus Wallenhorst am 14.09.2020
Bewertungsnummer: 1376033
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ist das Leben mit unserem Tod für immer beendet, oder gibt es wirklich ein jenseitiges Paradies, eine andere Dimension, eine andere Welt!? Paranormale Forschungen und Wissenschaft deuten darauf hin, dass wir in welcher Art auch immer fortbestehen. Als Geist, als Energieform, als intelligente und fühlende Seele, die ggf. frei entscheiden kann, ob sie eine weitere körperliche inkarnierung eingehen möchte, oder auch nicht!? Es gibt tausende Dokumentationen von Nahtoderfahrungen, die auch von Wissenschaftlern und Ärzten durchgeführt worden und analysiert worden sind. Dr. Raymond A. Moody und Elisabeth Kübler-Ross waren Pioniere in dieser Thematik. Fakt ist, dass sich die Beschreibungen über den Verlauf einer Nahtoderfahrung mehr oder weniger gleichen. Egal, aus welcher Kultur, Religion, oder welchem Land der „sterbende“ Mensch kommt.
Doch warum gibt es überhaupt diesen Tunnel, ein helles, warmes Licht, die Begegnung mit verstorbenen Freunden, Verwandten, Haustieren, die Botschaft, dass man wieder zurück muss, weil eine Aufgabe noch nicht erfüllt worden ist!? Ist dies wirklich der Übergang unserer Seele ins Jenseits – oder gaukelt uns unser Körper und unserer Geist mit biophysischen Komponenten etwas vor, um uns den Tod zu erleichtern, wie kritische Wissenschaftler immer wieder betonen!?
Die Perspektiven von Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen unterscheiden sich selbstverständlich enorm. In dem vorliegenden Titel: „Wir waren im Himmel – Nahtoderfahrungen in der Kindheit und wie sie das weitere Leben prägten“ erzählt die Autorin Atwater von ihren Forschungsergebnisse mit Kindern – die Tod waren und diesen doch überlebt haben.
Ohne Vorkenntnisse ähnlicher Titel, die sich mit dem Thema „Nahtodforschung“ beschäftigen, kann man diese Thesen und Ergebnisse schwerlich begreifen. Die Autorin, die ihren Worten nach selbst drei Nahtoderfahrungen hatte, kombiniert viele Themen miteinander: Reinkarnation, Leben nach dem Tod, Erinnerungen an die Zukunft, Jenseitsformen und Dimensionen usw. Ein bunter Blumenstrauß voller Grenzwissenschaftlichen Themen, die man weder belegen, noch widerlegen kann.
Diese Kinder sollen außergewöhnliche Menschen sein mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, bemerkenswerte psychische und intuitive Fähigkeiten, oder sind auch noch überdurchschnittlich intelligent. Natürlich gibt es auch Kindern, die ihren Tod überlebt haben und jetzt eine wahnsinnige Sehnsucht nach der jenseitigen Welt haben, oder depressiv sind, oder, oder, oder!
Wie wirken sich diese Erlebnisse auf die Entwicklung des jungen Menschen aus!? Auch hier eine Menge an individuellen Antworten. Die Botschaften, die die Autorin in Ihrem Buch hinterlässt sind für sie selbst ein Beweis für das Leben nach dem Tode. Alles in allem ist das Buch interessant aufgearbeitet – ein Sachbuch, das allerdings die Themen teilweise sehr, sehr überzogen transportiert und mir einfach zu eindimensional ist.
Soll das Buch uns Hoffnung geben, dass wir diese kaputte Welt überleben und wir zukünftig in einem Land voll von Milch und Honig leben!? Dankeschön. Überzeugt mich allerdings nicht.
Es gibt Wissenschaftler und Ärzte, die dieses Thema weitaus gekonnter, intelligenter und glaubhafter transportieren können. Der Stil von Frau Atwater ist nüchtern, still und leise. Um es schlicht zu sagen: Ihm fehlt die Seele.
„Wir waren im Himmel“ von P.M.H. Atwater überzeugt mich nicht. Ja die Perspektiven von Kindern sind originell, aber erzählen uns auch nicht viel Neues. Und einige Ihrer Theorien und ihren Ausführungen, was die Kinder erlebt, gesehen und gefühlt haben, kann ich nur schwerlich glauben. Aber so ist das halt mit Grenzwissenschaften – Beweise gibt es erst nach dem Tod.
Fazit
„Wir waren im Himmel“ – ein Titel unter vielen. Ohne Vorkenntnisse in dieser Thematik nicht zu empfehlen. Mit Vorkenntnissen wird man viele ihrer Ergebnisse in Frage stellen müssen. Dieser Titel motiviert leider auch nicht, sich mehr mit dem Thema beschäftigen zu wollen. Insgesamt – schwach und überflüssig.
Michael Sterzik
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