Doro ist ein Unsterblicher, der seit der Zeit der Pharaonen auf unserer Welt ist. Er beherrscht die Fähigkeit, menschliche Körper zu übernehmen, so meisterhaft, dass er nicht getötet werden kann. Seit tausend Jahren greift Doro immer wieder in die Geschicke eines kleinen afrikanischen Dorfes ein. Er entscheidet, wer mit wem Kinder zeugen darf, um so einen perfekten Menschen zu züchten. Doch eines Tages verwüsten Sklavenhändler sein Dorf und nehmen Doros »Kinder« mit in die Neue Welt. Als der Unsterbliche ihnen hinterherreist, macht er eine unglaubliche Entdeckung: Anyanwu, eine Gestaltwandlerin und Heilerin und ebenso unsterblich wie er. Sie könnte der Schlüssel zu Doros Plänen sein - doch Anyanwu hat ihre eigenen Pläne, und so beginnt ein Kampf zwischen zwei Halbgöttern, der die Zukunft der gesamten Menschheit für immer verändern wird.
Kundinnen und Kunden meinen
2.0/5.0
rikereads
3/5
30.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Tolle Geschichte, aber mit einigen Schwächen
Als allererstes fällt das Cover auf: Ich hab mich sofort verliebt! Und auch die Geschichte hat super angefangen: Ich fand den Anfang von „Wilde Saat“ wirklich sehr gelungen. Octavia E. Butlers Schreibstil ist fantastisch und man wird sofort mitgerissen! Die Welt wird spannend aufgebaut und ist total interessant. Die erste Begegnung zwischen den beiden und die Erkenntnis, wer sie sind und was sie können.
Die beiden machen sich dann zusammen auf die Reise und ich finde leider, dass die Geschichte hier echt ein wenig langatmig geworden ist. Es gibt zwar viele Zwischenstationen auf der Reise, aber ich finde es wird nicht so richtig etwas aufgebaut, was über das anfängliche hinausgeht. Ich fand es war wenig Entwicklung da und das war sehr schade! Denn es war durchaus viel Potenzial da.
Fazit: Eine Geschichte mit viel Potenzial, die aber leider zwischendurch zu sehr auf der Stelle stehen bleibt. 3/5
Bewertung
2/5
24.07.2021
Buch (Taschenbuch)
<3
Ocativa E. Butler entführt uns in eine andere Welt, in eine andere Zeit. Fremde Kulturen und Bräuche. Andere Landschaften und Lebensstile. Zu aller erst muss ich betonen: Der Schreibstil ist unfassbar gut! Butler schafft es, einen am Ball zu halten. Denn obwohl die Geschichte mich nicht überzeugen konnte, war der Schreibstil wirklich gut. Auch der Einstig in das Leben von Doro und Anyanwu war interessant. Ganz besonders weil man sich gleich zu Beginn unzählige Fragen stellt. Und dann? Dann reißt man mit Doro und Anyanwu durch das Land. Trifft Sklavenhändler, spricht über Heirat und Saat. Über Tod, Verderben, Macken und Überlegenheit. An sich war das die ersten Kapitel auch völlig in Ordnung, doch der Moment, wo da einfach hätte „mehr“ kommen müssen, wurde absolut verpasst. Seitenlange Reiserei mit dem Ziel Kinder zu Zeugen. Ich weiß nicht. Meins war es nicht. Das Genre Science Fiction bietet unglaubliche Möglichkeiten. Unglaubliche Weiten und in „Wilde Saat“ wurde davon nicht viel genutzt. Der Fokus der Geschichte liegt darauf, dass man sich begegnet, Kinder zeugt, und irgendwann trennen sich die Wege wieder. Und das viele tausende Male. Mir hat das gewisse etwas gefehlt. Die Tiefe der Verbindungen war für mich nicht nachvollziehbar. Die Ereignisse waren sehr emotionslos und schlicht. Eine wirkliche Entwicklung hat mir gefehlt. Das große L im Raum. Das Gefühl. Schade eigentlich.
Zsadista
1/5
23.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Rezension zu "Wilde Saat - HB"
Anyanwu lebt als Heilerin in einem kleinen Dorf in Afrika. Eigentlich ist sie eine unsterbliche Gestaltwandlerin. Immer wieder heiratet sie neu und hofft, unsterbliche Kinder zu bekommen. Doch immer überlebt sie ihre Lieben.
Eines Tages fällt Doro, ebenfalls ein Unsterblicher jedoch um einiges älter als Anyanwu, in ihr Dorft ein. Da er Anyanwu verspricht, unsterbliche Kinder mit ihr zu haben, geht sie mit ihm in die Neue Welt und hofft, ihre Leute in Afrika in Ruhe zu lassen. Doro ist nämlich auf der Suche nach neuer Saat für seine Leute, die er produziert.
Sie denkt, sie wird Doros Frau, doch was Doro mit ihr vorhat, ahnt sie nicht.
Doch Anyanwu ist nicht so gehorsam, wie es Doro gerne hätte.
„Wilde Saat – HB“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder der Autorin Octavia E. Butler.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Gelesen wurde es von der Sprecherin Dela Dabulamanzi. Die Sprecherin hatte eine sehr schöne Stimme, keine Frage, doch für ein Hörbuch nicht gerade das passende. Jede Person hatte die gleiche Stimme. Es war manchmal anstrengend, wer jetzt gerade sprach, bzw. ab und an nervig, weil ständig gesagt werden musste, wer jetzt spricht. Ich mag es eher, wenn jede Person im Buch eine eigene Stimme bzw. Stimmlage hat.
Das Buch selbst ist echt schwierig. Ich habe es oft unterbrochen und erst Tage später weiter gehört. Am Ende habe ich einfach aufgegeben und es vorzeitig beendet. Was aber nichts mit der Sprecherin zu tun hatte.
Ich finde das Cover echt stark. Es zieht mit seinem Design direkt die Blicke auf sich. Die Inhaltsangabe hört sich spannend und geheimnisvoll an.
Ich versprach mir sehr viel von dem Hörbuch. Vor allen Dingen eine starke Frau, die nicht mit sich machen lässt, was der Mann gerne hätte.
Bekommen habe ich von meinen Vorstellungen so rein gar nichts. Lange geht es um Sklaverei, was ich mir bei der Inhaltsangabe so gar nicht denken konnte. Über Sklaverei zu lesen ist nicht meins. Und wenn doch, dann wüsste ich das gerne vorher.
Anyanwu kam mir am Anfang sehr stark vor. Mir hat der Charakter auch wirklich gut gefallen. Aber Doro macht echt alles zunichte. Er ist einfach zum Kotzen, sorry. Anders kann ich es nicht sagen. Die Frau muss gehorchen, die Frau muss Kinder produzieren, die Frau muss ihm zu Willen sein, egal wie jung sie noch ist, die Frau muss tun was er will. Nein, das ist mir auch für ein Science Fiction Buch viel zu altbacken.
Wobei wir dann auch gleich zu dem springenden Punkt kämen. Das Buch ist nicht neu. Die Erstauflage war bereits 1980. Und das merkt man gewaltig im Schreibstil, bzw. in den Vorstellungen von Anno Tuback, was die Frau so alles tun sollte, bzw. lassen sollte.
Es mag jetzt sein, dass Anyanwu am Ende zu der Persönlichkeit wird, die ich mir erhofft hatte und Doro in seinen Allerwertesten tritt. Aber ganz ehrlich? Ich hab keine Nerven, das Hörbuch bis dahin noch zu hören. Vielleicht springe ich irgendwann einmal zu den letzten Kapiteln und höre mir das Ende noch an. Im Moment habe ich dazu keine Muse.
Das Hörbuch war nicht mein Fall. Und bis auf das tolle Cover kann ich mir hier auch nichts schönreden. Vielleicht sollte auch mehr darauf hingewiesen werden, dass man uralte Bücher neu aufgelegt hat. Dann kann man sich vor dem Lesen oder Hören entscheiden, ob man so alte Bücher, die oft sehr alte Vorstellungen haben, lesen oder hören möchte oder eben nicht.
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