Produktbild: Das weiße Haus

Das weiße Haus Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

09.08.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1016 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641226213

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

09.08.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1016 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641226213

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  • Astrid Wergen

    5/5

    15.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Überraschend gut

    Wie weit würdest du für die Liebe gehen? Wärst du bereit, Veränderungen an deinem Körper vornehmen zu lassen, um der perfekte Partner zu sein? Elisabeth lebt mit ihrem Freund Anton in Berlin. Längst ist der Putz abgebröckelt, die Luft ist raus aus der Beziehung. Bei einem gemeinsamen Buchprojekt zeigen sich die Spuren der gescheiterten Beziehung deutlich. Antons großer Fund des weissen Hauses stellt die Weiche für die weitere Zukunft des Paares. Elisabeth lässt sich vom Hauseigentümer, einem Schönheitschirurgen, einlullen, und merkt zu spät, welche Konsequenzen dies für ihr weiteres Leben hat. In die gleiche Falle tappt auch Anton, der eine Affäre mit der Frau des Chirurgen anfängt – und somit seine Karriere in einer Finanzbehörde riskiert. Das weisse Haus ist nicht nur der zentrale Anker in diesem Buch, sondern auch eine Metapher, die sich durchs ganze Buch zieht. Nach außen wirkt der Schein weiß und einnehmend, doch innen ist die Innenausstattung recht kalt und unpersönlich. Diese Metapher gilt für so vieles in diesem Buch: für die zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch die Menschen in diesem Buch. Der vereinnahmende Schönheitschirurg, der die Frauen reihenweise für seine Ziele mißbraucht, dabei wortwörtlich über Leichen geht. Oder der Chef der Finanzbehörde, der erst seine weiße Weste raushängen lässt, dann aber sich als widerwärtiger Mensch gebärdet. Es hat mir sehr gut gefallen, dass sich der Autor der Metapher „außen hui, innen pfui“ bedient hat. Es zieht sich wie ein roter Faden durchs komplette Buch. Auch ein hochwertiges Haus ist nicht vor dem Verfall gefeit, ebensowenig die Menschen. Das zeigt sich auch mit dem Umzug von Elisabeth nach London – wo sie dem Rätsel des originalen weißen Hauses auf die Spur kommt. Einen kleinen Abzug gibt es für den Klappentext: etwas irreführend ist die Angabe, dass Elisabeth ihre bürgerliche Existenz mit Mann und Tochter opfert. Weder ist Elisabeth mit Anton verheiratet, was oft genug betont wird von der Protagonistin selbst, noch scheint das Verhältnis von Tochter und Mutter seit langem das Beste zu sein, so dass die Tochter nur eine Randposition einnimmt. Dies tut der Handlung jedoch keinen Abbruch. Die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen, da es den harten Bruch zwischen Schein und Sein wiederspiegelt, der sich durch das ganze Buch zieht. Zugegeben, ich musste die Geschichte sacken lassen. Ein Schönheitschirurg, der knallhart seinen Weg geht, dafür Geldeintreiber, Finanzbehörden und seine vermeintlich Liebsten gegeneinander ausspielt und aufs Ganze geht. Eine Frau, die eigentlich alles hat, was sie zum Leben braucht und doch alles für den Schein aufgibt. Ein Handlungsverlauf, der allein durch den Anschlag in Ägypten fast abgefahren klingt. Und doch: hier trifft bürgerliche Spießigkeit auf vermeintliche Eleganz, und gerade diese Kontraste machen dieses Buch doch realistischer als es auf den ersten Blick wirkt (wo wir wieder bei der Metapher des weissen Hauses sind). „Das weisse Haus“ ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Auch wenn hier viel auf Äußerlichkeiten wie Architektur (die ja nicht nur für Häuser zu gelten scheint, sondern auch gewissermaßen in der Schönheitschirurgie) gelegt wird: es kommt auf die inneren Werte an. Und hier hat die Geschichte von Wolfgang Müller auf voller Linie gewonnen. Klare Leseempfehlung.

  • MissBookRead

    aus Hessen

    5/5

    27.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Haus in Brandenburg

    MEINE MEINUNG: Ich muss gestehen, das mich das Cover, der Titel und der Klappentext so erst einmal nicht umhauen konnten, aber man sollte sich nicht täuschen lassen, denn es ist wie im wahren Leben, nur der Inhalt zählt und so war es auch bei diesem Buch. Wolfgang Mueller versteht es als Mann, mir tiefe und dazu aber auch realistische Einblicke in das Gefühlsleben einer Frau, in diesem Falle Elisabeth Winterscheidt, zu gewähren. Normalerweise bin ich da immer etwas skeptisch, wenn sich Männer eine Frau als Hauptcharakter auswählen und dann "versuchen" in diese Rolle zu schlüpfen, aber hier muss ich sagen, ist es gelungen. Zuerst war ich mir nicht ganz klar über das Genre des Buches. Vorne ist Roman angegeben, aber für mich kam es schon einem Krimi sehr nahe, mit psychologischen Kniffen und Tricks. Elisabeth ist mit ihrem Privatleben nicht mehr zufrieden, ihr Freund Anton ist beruflich nicht glücklich. Dies spiegelt sich im Alltag wieder und es schaukelt sich dann alles immer hoch und höher, bis die Bombe platzt und jeder seines Weges geht. Doch bis dahin spielt das Ehepaar Leila und Hanif Amid eine große Rolle, denn die Beiden sind neben Elisabeth und Anton die Hauptpersonen, die alles in Frage stellen. Elisabeth lässt sich von Hanif um den Finger wickeln, aber so, das man als Außenstehende denkt, das kann doch nicht so einfach sein, diese Frau so zu blenden, das sie alles nur noch durch eine rosa Brille sieht. Und Anton ist Leila verfallen, die mit ihrem Aussehen und ihrer Naivität punkten kann. Diese neuen Paar-Konstellationen bergen ein großes Konfliktpotenzial und so strebt das ganze Tun einem explosiven Höhepunkt entgegen. Wolfgang Mueller hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr gefühlsmäßig nah an allen Personen dran, vor allem an Elisabeth, die ich als Leserin irgendwie immer warnen und beschützen wollte. MEIN FAZIT: Ein etwas anderer Roman, der mich aber trotzdem in seinen Bann ziehen konnte.

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    4/5

    15.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Tiefgründiges Psychogramm mit kleinen Startschwierigkeiten

    Nach den ersten Seiten des Romans „Das weiße Haus“ war ich hin- und hergerissen, ob mir die Geschichte gefällt oder nicht. Es fiel mir relativ schwer in den Erzählfluss einzutauchen. Doch wie aus dem Nichts entwickelte sich die Handlung sehr schnell zu einem eleganten, fein gesponnenen, tiefgründigen Psychogramm. Diese völlig unerwartete Wendung und die daraus resultierende unterschwellige Spannung waberte durch jede umgeblätterte Seite. Meine Anfangsschwierigkeiten mit diesem Buch waren in Sekundenschnelle wie weggeblasen. Vielmehr konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie weit Elisabeth für dieses Abenteuer in ihrem Leben gehen würde. Es war absolut eindrucksvoll und fesselnd zu lesen, wie sich ein Mensch einem anderen derart unterordnen kann, ohne auch nur etwas zu hinterfragen. Wolfgang Mueller lässt den Leser durch seine klare, präzise und einnehmende Erzählweise geschickt in Elisabeths Seele und ihre Gedanken blicken. So nimmt man die Dinge aus ihrer ganz persönlichen Sicht heraus wahr. Obwohl ich sie am liebsten manchmal ordentlich geschüttelt hätte, damit sie wieder zur Besinnung kommt, konnte ich ihre Entscheidungen nachvollziehen und wartete gespannt, auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Beeindruckend fand ich auch die gekonnt geschaffenen Figuren, die so lebendig wirkten, durch ihre innere Zerrissenheit, ihre Zweifel, ihren Ehrgeiz und starken Willen. Komplettiert wurde diese außergewöhnliche psychologisch hochinteressante Lektüre durch ein absolut realistisches und logisches Ende.

  • Jashrin

    aus Baesweiler

    3/5

    05.09.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend, aber nicht ganz mein Fall

    Schon seit über einem Jahr recherchiert Elisabeth über außergewöhnliche Privathäuser im Berliner Umland. Sie spricht mit den Eigentümern und lässt Fotos machen, um die Häuser später in Bild und Text in einem Buch vorzustellen. Ihr Lebensgefährte Anton unterstützt sie dabei, macht sie auf Bauwerke aufmerksam, begleitet sie zu Terminen. Seine neueste Entdeckung ist ein weißes Haus am Berliner Stadtrand. Während der Eigentümer Anton kaum eines Blickes würdigt, so scheint er von Beginn an ein seltsames Interesse an Elisabeth zu haben. Der ersten Begegnung folgen weitere und langsam strebt alles auf einen zunehmend explosiveren Höhepunkt zu. Wie konnte es zu diesen Entwicklungen kommen? Der Autor Wolfgang Mueller beginnt seinen Roman mit Elisabeth und Anton, die beide in ihrem Leben nicht mehr zufrieden sind. Antons Position als Beamter erfüllt ihn nicht, Elisabeth zweifelt, ob ihr Buchprojekt gelingen wird und ihre Beziehung füllt sie auch nicht mehr aus. Ständig muss Elisabeth Anton aufmuntern. Auch der Besitzer des weißen Hauses, Schönheitschirurg Hanif, sowie seine Frau Leila sind an einem Punkt angelangt, wo das tägliche Miteinander immer öfter in Streitereien ausartet und sie ihre Lebensweisen infrage stellen. Bereits nach ihrem ersten Besuch schickt Hanif Elisabeth eine fordernde und unmissverständliche Nachricht. Schnell zieht Hanif Elisabeth in seinen Bann, während sich umgekehrt Anton von der naiven Leila angezogen fühlt. Doch natürlich kommt es nicht so einfach zu einem ruhigen Partnertausch, Konflikte sind vorprogrammiert und es kommt letztlich zum großen Knall. Das Ende des Buches hat mich überrascht und da es stimmig ist, auch gut gefallen. Ansonsten habe ich eher mit dem Buch gehadert. Elisabeth – und eigentlich auch alle anderen – hätte ich gerne regelmäßig geschüttelt und gefragt, was sie sich eigentlich denken. Während Elisabeth sich viel zu schnell und einfach einwickeln lässt, ganz so, als ob sie nicht mehr richtig denken könnte, ist Anton erst zu passiv, lässt sich gehen, Leila definiert sich nur über ihr künstliches Äußeres und Hanifs Ansichten gehen teils gar nicht. Vielleicht hätte mir das Buch gefallen, wenn mir auch nur eine Person sympathisch gewesen wäre, aber ich bin mir nicht sicher. Insgesamt muss ich daher sagen, dass das Buch zwar zwischendurch durchaus spannend war und Wolfgang Mueller einen angenehmen Schreibstil hat, aber für mich war es dennoch nicht das richtige Buch.

  • Silke G.

    aus Halle

    2/5

    26.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Erst spannend zu lesen, dann enttäuschend

    Dieser Roman begann vielversprechend, liest sich flüssig, baut Spannung auf, lässt die Figuren realistisch erscheinen. Für mich erschien das Ende des Buches absolut unglaublich. Eine so taffe, selbstbewusste Frau lässt sich von einem Mann derart erniedrigen, manipulieren, verstümmeln. Das konnte ich nicht glauben. Zumal es immer wieder Andeutungen gab, wie dieser Herr tickt. Das Ende war sehr unstimmig zum gesamten Werk.

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