Produktbild: Afropäisch

Afropäisch Eine Reise durch das schwarze Europa | Ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2021

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Abbildungen

39

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

461

Maße (L/B/H)

3,7/14,5/22,2 cm

Gewicht

618 g

Auflage

3

Originaltitel

Afropean. Notes From Black Europe

Übersetzt von

Helmut Dierlamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42941-9

Beschreibung

Rezension

»Pitts ist kritisch und stilsicher zugleich, ungeheuer belesen, intelligent und fleissig und sehr daran interessiert, wahre Geschichten hinter den Mythen aufzuspüren.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Der Autor beschreibt das alles in einer Mischung aus Reisereportage, Berichten, Porträts der Menschen, die er trifft, und Quellenstudium. Das Ergebnis ist spannend und lesenwert.« ("NZZ am Sonntag")
»... ein beeindruckendes, streckenweise brillantes Buch, das scharfsinnig und zugleich auf komplexe Weise ein subjektives Porträt Afroeuropas zeichnet.« ("DIE ZEIT")
»Diese Reisereportage macht die Perspektiven schwarzer Europäer*innen sichtbar. Im besten Fall befördert es eine Auseinandersetzung, die insbesondere dem weißen Europa immer noch schwerfällt: die mit der eigenen kolonialen Vergangenheit und deren Kontinuitäten.« ("Deutschlandfunk")
» Afropäisch ist ein glänzendes, unbedingt lesenswertes Buch. Geradezu gebannt folgt man den Reportagen von Pitts, gerade weil er sich selber immer wieder überraschen lässt und nicht weiß, was der nächste Ort, die nächste Begegnung ihm bringt.« ("Lesart")
»Johny Pitts’ Buch ist so etwas wie der Grundstein zu einem europäischen schwarzen Narrativ, das sich nicht am Vorbild der Afroamerikanerinnen orientiert und deren Identität übernimmt. ... Damit ragt das Buch heraus aus der Vielzahl wichtiger Bücher, die von strukturellem Rassismus im Alltag erzählen, von der Rassismuserfahrung in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Community.« ("Republik")
»Mit Afropäisch betritt ein leidenschaftlicher Autor die Bühne, der eine schwarze Welt sichtbar macht, die sonst vielen verborgen geblieben wäre.« ("The Guardian")
»Pitts beschreibt, er urteilt nicht. Er will nicht anprangern, sondern ein Stück Geschichteeinfangen, das breiter ist als die auf unseren Schulen und in unseren Medien vermittelte weiße Historie. ... Wer ihm auf seiner Reise folgt, erlebt ein anderes, ein lebendigeres und vielfältigeres Europa.« ("Buchkultur")
»... eine europäische Identität – oder besser: eine Verbundenheit der europäischen Bürger – [kann] nur wachsen, wenn die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven als Teil der großen Geschichte Europas anerkannt werden. Auch das lehrt uns dieses bereichernde Buch von Johny Pitts.« ("Blätter für deutsche und internationale Politik")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Abbildungen

39

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

461

Maße (L/B/H)

3,7/14,5/22,2 cm

Gewicht

618 g

Auflage

3

Originaltitel

Afropean. Notes From Black Europe

Übersetzt von

Helmut Dierlamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42941-9

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Sikal

    5/5

    09.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine besondere Reise durch Europa

    Der Autor Johny Pitts hat für seine Reise durch das schwarze Europa eine besondere Wortkreation als Titel gewählt: Afropäisch. Er macht sich auf die Suche nach den schwarzen Menschen Europas, spürt sie in Großstädten auf und trifft dort auf Menschen unterschiedlicher Herkunft. Grundverschiedene Persönlichkeiten, die seit Generationen in Europa leben und denen zumeist eines gemeinsam ist: die fehlende Perspektive. Sie leben mit uns in unseren Städten und sind doch wie ein Schatten, der irgendwie dazugehört, aber eben doch nicht so ganz ins Zentrum rücken. Sie arbeiten fleißig (wenn es die Möglichkeit für sie gibt), bekommen zumeist diese Jobs zugeteilt, die sonst keiner will. Johny Pitts reist nach Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Stockholm, Moskau, Marseille und Lissabon. Überall trifft er auf gleiche oder ähnliche Lebensentwürfe. Immer wieder schlägt er eine Brücke zu historischen Ereignissen, die oft bis in die heutige Zeit reicht und diese prägt. Pitts selbst stammt aus einer afropäischen Familie (schwarzer Vater, weiße Mutter) und wurde schon mehrfach mit Rassismus konfrontiert. Einige Beispiele zeichnet er in diesem Buch auf – und mehrere Situationen waren zum Fremdschämen. Es gibt – so scheint es – eine einfache Formel: Europa = weiß = gut. Alles andere gehört nicht hierher. Mauern müssen nicht immer sichtbar sein, viele tragen diese in sich. Dieses zeitgenössische Portrait ist eine wichtige Bestandsaufnahme der Situation im schwarzen Europa. Er zeigt die Toilettenfrau, Aktivisten, Künstler, Studenten, … Kolonial geprägte Leben, weit entfernt von Reichtum und Aufstiegsmöglichkeiten (mit einigen Ausnahmen). Pitts schreibt mit viel Empathie und Sachwissen, mit einem lockeren und leicht zu lesenden Stil – trotz der ernsten Themen. Und damit schafft er es auch, dass man den Blickwinkel ändert. Denn mit erhobenem Zeigefinger würde er wohl das Gegenteil erreichen. Ein sehr beeindruckendes Werk, dem ich viele Leser wünsche. Gerne vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. „Ich schaute noch einmal in den Nebel, der über dem Meer hing und Afrika verbarg, und schloss die Augen, um seine Präsenz zu spüren, während mir die Gischt der heftigen Brandung ins Gesicht spritzte. Dann drehte ich mich wieder zu dem stürmischen alten Kontinent herum, auf dem ich geboren und aufgewachsen war, und ging dahin zurück, wo ich herkam.“

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