Produktbild: Wuhan Diary

Wuhan Diary Tagebuch aus einer gesperrten Stadt

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3,4 cm

Gewicht

540 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01039-8

Beschreibung

Rezension

»Ihr Buch ist einzigartig. Es bringt uns die Chinesen nahe, öffnet ein Fenster zu einer privaten Welt, die wir nicht kennen. Es ist tragisch und paradox, dass ausgerechnet diese zutiefst menschliche, auf ihre Art patriotische Stimme zum Schweigen gebracht werden soll.« ("ttt - titel thesen temperamente")
»Dieses Tagebuch lehrt uns, die Chinesen – nicht ihre Regierung! – zu schätzen: ihren Mut, ihren Erfindungsreichtung, ihren häufig anarchistischen Humor.« ("Literarische Welt")
»Überzeugend sind die Klarheit der Beobachtung und die Aufrichtigkeit der Haltung.« ("NZZ")
»Mit Erscheinen ihres Corona-Tagebuchs auf Deutsch und in dieser Liste kann die Autorin sicher sein: Es wird gelesen.« ("Stern")
»Es ist schon jetzt ein Standardwerk, das dank der flinken Übersetzungsarbeit auch Menschen, die kein Chinesisch sprechen, nicht mehr verwehrt bleibt.« ("ORF/FM4")
»Ihre Beobachtungen aus Wuhan sind detailreich, nachdenklich, einfühlsam und vor allem jederzeit ganz nah dran.« ("RBB Inforadio")
»Trotz deutlicher Kritik an den Behörden, Fang Fangs Einträge folgen keinem simplen schwarz-weiß Muster. Stattdessen beschreibt sie die Lage in Wuhan stets differenziert.« ("Deutschlandfunk")
»Ihr Buch bringt uns China nahe.« ("ORF Fernsehen Zib2")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2020

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,6/14,7/3,4 cm

Gewicht

540 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-01039-8

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

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  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    16.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Isolationshaft durch Corona

    Seit Anfang des Jahres hat die Pandemie des Corona-Virus die Welt fest in ihren Klauen. Der noch unbekannte Virus mit dem Namen SARS-COV-2, der vom chinesischen Wuhan aus die Welt eröbert, stellt die Bevölkerung vor neue Herausforderungen, denn niemand weiß wirklich, in wie weit dieser sich auf den Körper längerfristig auswirken und wieviele Todesopfer er hinterlassen wird. Die chinesische Schriftstellerin Fang Fang hat bereits ab dem 25. Januar 2020, als die Millionenstadt Wuhan von der Außenwelt abgeriegelt wurde, mit ihrem Online-Tagebuchbericht begonnen, um die Weltbevölkerung von dem Verlauf und den Auswirkungen des Virus auf das tägliche Leben zu berichten. Allein und allein in ihrer Wohnung eingeschlossen, um einer Ansteckung zu entgehen, lässt sie ihre Leser teilhaben an den Folgen, die diese noch unerforschte Krankheit mit sich bringt, ohne sich um die eventuellen Sanktionen seitens der chinesischen Regierung zu kümmern. Sie berichtet nicht nur von dem großen Gefühl der Einsamkeit, das sie durch ihren Internet-Blog zu kompensieren sucht, sondern auch von der Solidarität unter Nachbarn, die sich gegenseitig mit dem Nötigsten aushelfen. Sie schreibt mit Hilfe ihres Netzwerkes, das sie mit Informationen versorgt, auch ungehemmt über die Vertuschungsmanöver der Regierung, die den Tod zweier bekannter Ärzte, die schon früh vor dem Ausbruch gewarnt haben, sowie über das völlig überlastete Gesundheitssystem, dass nicht allen Erkrankten Hilfe bieten konnte. Gerade ihre Veröffentlichungen über das Internet, welche sogar zeitweilig der Zensur unterlagen, öffneten ihr das Tor zu anderen Mitleidenden und Mitstreitern und durch den regen Austausch kamen immer mehr Informationen ans Licht. Mit ihrem „Wuhan Diary“ hat Fang Fang den Startschuss für die Offenlegung des Virus uns seine Folgen für die Weltbevölkerung gelegt, denn seither versuchen sämtliche Staaten der Welt, die Pandemie in den Griff zu bekommen und ihre Bewohner vor einer Ansteckung zu schützen. Auch meine Kollegen und ich haben 8 Wochen im Home Office zugebracht, waren nur über Internet miteinander verbunden und ansonsten mit unseren Familien oder allein auf uns gestellt. Das Haus wurde nur vermummt zum Einkaufen verlassen, immer in der Angst, auch den gefürchteten Virus mit in die Wohnung zu schleppen, während die Nachrichten täglich neue Hiobsbotschaften und neue Todeszahlen meldeten. Fang Fang übt mit angenehmem Schreibstil offen Kritik an der viel zu späten Information an die Bevölkerung. Auch hierzulande hat man sich viel Zeit gelassen und den Virus erst einmal nicht ernst genommen. Die stetig ansteigenden Fallzahlen zwangen unsere Regierung dann dazu, endlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die allen von uns einiges abverlangt haben, vor allem aber den Älteren und Vorerkrankten, die besonders gefährdet sind. Unterschiedliche Sichtweise sowie orakelnde Besserwisser haben innerhalb der Bevölkerung einigen Zweifel gesät, der regelrecht Blüten trieb und Maskengegner hervorrief. All jenen sei gesagt, wenn sie schon nicht sich selbst schützen wollen, stehen sie doch in der Pflicht, andere zu schützen. Ein eindrucksvoller und ungeschönter Bericht, wie der Virus in Wuhan seine Reise um die Welt antrat und wie Wuhan und seine Bewohner die entbehrungsreiche und leidige Zeit der Isolation erlebt haben. Absolut empfehlens- und lesenswert!!!

  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    16.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Isolationshaft durch Corona…

    Isolationshaft durch Corona Seit Anfang des Jahres hat die Pandemie des Corona-Virus die Welt fest in ihren Klauen. Der noch unbekannte Virus mit dem Namen SARS-COV-2, der vom chinesischen Wuhan aus die Welt eröbert, stellt die Bevölkerung vor neue Herausforderungen, denn niemand weiß wirklich, in wie weit dieser sich auf den Körper längerfristig auswirken und wieviele Todesopfer er hinterlassen wird. Die chinesische Schriftstellerin Fang Fang hat bereits ab dem 25. Januar 2020, als die Millionenstadt Wuhan von der Außenwelt abgeriegelt wurde, mit ihrem Online-Tagebuchbericht begonnen, um die Weltbevölkerung von dem Verlauf und den Auswirkungen des Virus auf das tägliche Leben zu berichten. Allein und allein in ihrer Wohnung eingeschlossen, um einer Ansteckung zu entgehen, lässt sie ihre Leser teilhaben an den Folgen, die diese noch unerforschte Krankheit mit sich bringt, ohne sich um die eventuellen Sanktionen seitens der chinesischen Regierung zu kümmern. Sie berichtet nicht nur von dem großen Gefühl der Einsamkeit, das sie durch ihren Internet-Blog zu kompensieren sucht, sondern auch von der Solidarität unter Nachbarn, die sich gegenseitig mit dem Nötigsten aushelfen. Sie schreibt mit Hilfe ihres Netzwerkes, das sie mit Informationen versorgt, auch ungehemmt über die Vertuschungsmanöver der Regierung, die den Tod zweier bekannter Ärzte, die schon früh vor dem Ausbruch gewarnt haben, sowie über das völlig überlastete Gesundheitssystem, dass nicht allen Erkrankten Hilfe bieten konnte. Gerade ihre Veröffentlichungen über das Internet, welche sogar zeitweilig der Zensur unterlagen, öffneten ihr das Tor zu anderen Mitleidenden und Mitstreitern und durch den regen Austausch kamen immer mehr Informationen ans Licht. Mit ihrem „Wuhan Diary“ hat Fang Fang den Startschuss für die Offenlegung des Virus uns seine Folgen für die Weltbevölkerung gelegt, denn seither versuchen sämtliche Staaten der Welt, die Pandemie in den Griff zu bekommen und ihre Bewohner vor einer Ansteckung zu schützen. Auch meine Kollegen und ich haben 8 Wochen im Home Office zugebracht, waren nur über Internet miteinander verbunden und ansonsten mit unseren Familien oder allein auf uns gestellt. Das Haus wurde nur vermummt zum Einkaufen verlassen, immer in der Angst, auch den gefürchteten Virus mit in die Wohnung zu schleppen, während die Nachrichten täglich neue Hiobsbotschaften und neue Todeszahlen meldeten. Fang Fang übt mit angenehmem Schreibstil offen Kritik an der viel zu späten Information an die Bevölkerung. Auch hierzulande hat man sich viel Zeit gelassen und den Virus erst einmal nicht ernst genommen. Die stetig ansteigenden Fallzahlen zwangen unsere Regierung dann dazu, endlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die allen von uns einiges abverlangt haben, vor allem aber den Älteren und Vorerkrankten, die besonders gefährdet sind. Unterschiedliche Sichtweise sowie orakelnde Besserwisser haben innerhalb der Bevölkerung einigen Zweifel gesät, der regelrecht Blüten trieb und Maskengegner hervorrief. All jenen sei gesagt, wenn sie schon nicht sich selbst schützen wollen, stehen sie doch in der Pflicht, andere zu schützen. Ein eindrucksvoller und ungeschönter Bericht, wie der Virus in Wuhan seine Reise um die Welt antrat und wie Wuhan und seine Bewohner die entbehrungsreiche und leidige Zeit der Isolation erlebt haben. Absolut empfehlens- und lesenswert!!!

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    24.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die 9 Millionen Stadt Wuhan…

    Die 9 Millionen Stadt Wuhan wurde vom 25. Januar bis 24 März 2020 komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Auch wenn man von Covid 19 schon total genervt ist, sollte man dieses Tagebuch gelesen haben. Es zeigt einmal mehr, dass Verschwörungstheoretiker kein Verantwortungsgefühl haben. Jeder Mensch hat so seine eigenen Theorien im Kopf. Dennoch sollte man sie nicht wahllos ins Netz stellen. Für mich sind genau diese Menschen ängstlich. Sie können sich nicht mit der Wahrheit auseinandersetzen, ohne in Panik zu geraten. Panik ist fehl am Platz. Nur ein Miteinander hilft uns aus dieser weltweiten Krise. Das Buch war leicht und flüssig zu lesen. Die Autorin gewährt dem Leser Einblick in die Ängste der Wuhaner. Interessant sind auch die Fußnoten. Die Autorin hat ehrlich ihre Meinung geäußert. Sie wurde oftmals dafür von Menschen angegriffen, die selbst im Epizentrum leben. Guten Journalismus weiß sie besonders zu schätzen. Der ist ja auf der ganzen Welt nicht selbstverständlich. In China ist er ein ganz besonders große Herausforderung. Die Autorin lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. Ihre Liebe zu dieser Stadt kommt in diesem Zeitdokument groß zu tragen.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    24.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schützt Euch selbst! Damit helft ihr allen!

    Schützt Euch selbst! Damit helft ihr allen! Das wahre Gesicht einer Gesellschaft zeigt sich in ihrer Haltung gegenüber den Schwachen. (Seite 151) Die Bestsellerautorin Fang Fang hat hier ein sehr ehrliches Buch geschrieben. Aus einem Tagebuch auf ihrem Blog wurde die Idee zu einem Buch geboren. In China ist es nicht einfach, seine Meinung im Netz kundzutun. So verwundert es nicht, dass ihr Blog mehrere male gesperrt wurde. Dies war für Fang Fang nicht immer erkennbar. Ihr hat es immer angezeigt: Post versendet. Aber viele treue Leser haben ihr immer Bescheid gegeben, wenn ein Artikel mal wieder nicht erschienen ist. Nachdem am 25. Januar die 9 Millionen Stadt Wuhan komplett von der Außenwelt abgeriegelt wurde, begann für die Wuhaner ein wahrer Albtraum. Doch nicht nur Negatives kam zum Vorschein. Die Krise hat viele positive Seiten der Menschen zum Vorschein gebracht. So wurde ein richtiges Netzwerk errichtet, um Lebensmittel vor die Haustüren zu bringen. Nachbarn haben sich gegenseitig mit gekochtem Essen versorgt. Dennoch! Die Depressionen der Wuhaner sind zwischen den Zeilen spürbar. Negative Nachrichten nahmen lange Zeit kein Ende. Qualifiziertes Krankenhauspersonal fiel dem Virus zum Opfer. Ärzte mit großem Fachwissen, deren Tod ein großes Loch in das Gesundheitssystem gerissen hat. Am Virus erkrankte Menschen mussten lange Fußwege in Kauf nehmen, um in ein Krankenhaus zu kommen. Oftmals gab es keine freie Betten. Viele haben ihren langen Marsch nicht überlebt. Die Autorin hat nur Fachwissen in ihren Beiträgen verfasst. Ärzte und ehemalige Kommilitonen von ihr haben sie immer mit seriösen Neuigkeiten versorgt. Fang Fang hatte ja jeden Tag Kontakt mit vielen Menschen, die die Tragödie hautnah miterlebt haben. Wenn sie mal nicht wusste, ob ein Beitrag zu 100 % stimmt, hat sie das auch erwähnt. Für mich war dieses Buch sehr interessant. In Deutschland hatten viele Menschen schon massive Probleme mit einer Ausgangsbeschränkung. Man durfte trotzdem spazieren und einkaufen gehen. Einen systemrelevanten Job weiterhin wie gewohnt ausführen. Viele Menschen hatten Homeoffice. Andere leider Kurzarbeit. Weiter brauche ich gar nichts erzählen. Wir wissen alle Bescheid. Können wir uns eigentlich vorstellen was es heißt, die Wohnung viele Wochen überhaupt nicht mehr zu verlassen? Natürlich mussten wir in Deutschland auch tragische Schicksalsschläge hinnehmen. So manch einer musste alleine im Krankenhaus oder Altenheim sterben. Die Angehörigen hatten keine Gelegenheit sich zu verabschieden. Bei uns waren das Einzelfälle. In Wuhan an der Tagesordnung! Und dann das Drama mit einer Mundschutzmaske. Keiner hat so ein Ding gerne im Gesicht. Wir jammern, weil wir eine tragen müssen und Abstand halten sollen. In Wuhan waren sie glücklich, wenn sie Masken ergattern konnten. Fang Fang findet es auch nicht richtig, dass der Virus in Wuhan zu lange verheimlicht wurde. Ich gebe ihr vollkommen Recht mit der Aussage, dass wir in Deutschland lange genug vorgewarnt waren. Auch unsere Politiker haben zu spät wirkungsvolle Maßnahmen eingeleitet. (Meiner Meinung nach!) Fang Fang schildert sehr viele Schicksale, die wir uns in Deutschland gar nicht ausmalen können. Mir gefällt der Speiseplan in China auch nicht ausnahmslos. Aber was Bakterien und Viren betrifft, ist die Tierhaltung und Schlachtung in Deutschland auch nicht ohne. Wir müssen uns wirklich selber an die Nase fassen! Die 9 Millionen Stadt Wuhan wurde vom 25. Januar bis 24 März 2020 komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Auch wenn man von Covid 19 schon total genervt ist, sollte man dieses Tagebuch gelesen haben. Es zeigt einmal mehr, dass Verschwörungstheoretiker kein Verantwortungsgefühl haben. Jeder Mensch hat so seine eigenen Theorien im Kopf. Dennoch sollte man sie nicht wahllos ins Netz stellen. Für mich sind genau diese Menschen ängstlich. Sie können sich nicht mit der Wahrheit auseinandersetzen, ohne in Panik zu geraten. Panik ist fehl am Platz. Nur ein Miteinander hilft uns aus dieser weltweiten Krise. Das Buch war leicht und flüssig zu lesen. Die Autorin gewährt dem Leser Einblick in die Ängste der Wuhaner. Interessant sind auch die Fußnoten. Die Autorin hat ehrlich ihre Meinung geäußert. Sie wurde oftmals dafür von Menschen angegriffen, die selbst im Epizentrum leben. Guten Journalismus weiß sie besonders zu schätzen. Der ist ja auf der ganzen Welt nicht selbstverständlich. In China ist er ein ganz besonders große Herausforderung. Die Autorin lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. Ihre Liebe zu dieser Stadt kommt in diesem Zeitdokument groß zu tragen. Danke Fang Fang, für dieses wertvolle Buch. Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.

  • annlu

    4/5

    21.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    persönlicher Blick einer Schriftstellerin auf die Zustände in der Quarantäne - schockierender Zeugenbericht

    Mehr als zwei Monate ist die 9-Millionen-Stadt Wuhan abgeriegelt. Die Schriftstellerin Fang Fang schreibt täglich Blogbeiträge um über die Angst vor dem Virus, die Isolation, die alltäglichen Einschränkungen aber auch die Trauer um die Toten und die Maßnahmen der Regierung zu berichten. Wuhan Diary ist das Tagebuch der Schriftstellerin Fang Fang. Im ersten Teil fasst sie die Ereignisse im Jänner zusammen, als nicht nur sie selbst, sondern ihre Stadt und ganz China erkennen muss, dass die Vorhersagen des Expertenteams alles andere als richtig waren. Das neuartige Covid-Virus ist eben nicht ungefährlich, da eine von-Mensch-zu-Mensch-Übertragung auszuschließen sei. Die Folge davon ist eine rasche Ausbreitung der Infektion, die durch Quarantäneregelungen eingedämmt werden soll. Ihr Tagebuch startet Fang Fang am 25. Jänner und führt es bis zum 24. März fort. In den Beiträgen vermischt sie Kommentare über sich selbst mit dem, was sie von der Außenwelt mitbekommt. Zum einen fühlt sich das – für all diejenigen, die selbst eine Quarantänephase durchgemacht haben – sehr bekannt an: Die anfängliche Panik, die Gewöhnung an die neue Situation, das neue Augenmerk, das auf das Internet und soziale Medien gerichtet wird – mit all den positiven und den negativen Seiten daran - , die Fake News und lustigen Videos, die übers Netz getauscht wurden, das Posten von selbstgemachtem Essen, die mitunter aufkommenden gelangweilten gar depressiven Phasen... eine Vielzahl an Kleinigkeiten fällt hier ins Auge, die sich so auch auf Millionen anderer Menschen übertragen lassen, die ihre Häuser/Wohnungen nicht mehr verlassen durften. Zum anderen sieht die Situation aber ganz anders aus. Wuhan ist nicht irgendeine Stadt, die von der Krankheit befallen wurde. Es ist die Stadt, in der das Virus das erste Mal (zumindest nachweislich) auftrat. Die Bewohner haben selbst mitbekommen, wie die Gefahr von Expertenteams abgewimmelt wurde – was immer wieder zum Thema der Kritik von Fang Fang wird. Nicht nur hier übt sie Kritik an den Beamten des Staates. Liest man die Beschreibungen der ersten Tage, so ist diese auch berechtigt. Die Krankenhäuser waren bald schon überlastet, viele Kranke irrten durch die Kälte und bekamen keine Hilfe. Die Todesnachrichten, die Fang Fang dokumentiert, sind einerseits statistische Werte, anderseits solche erschreckenden Nachrichten, die über das Internet verbreitet wurden, aber auch sehr persönliche Nachrufe. In einigen ihrer Beiträge lesen sich die besonderen Verhältnisse in China heraus. Nicht nur was die Stellung der Beamten angeht, sondern auch einiges an der Organisation lässt die andere politische Realität erahnen. Die Tatsache, dass ihr Blog immer wieder gesperrt oder Beiträge gelöscht werden, zeigen, wie ihre Kritik ankommt. Seltsam empfand ich auch, dass sie vieles anspricht, nie aber die Ausbreitung der Pandemie abseits von China. Bei all ihrer Kritik ist sie eine Unterstützerin all jener Maßnahmen, die der Eindämmung des Virus dienen. Im Kontakt mit einem befreundeten Arzt nimmt sie sich auch der medizinischen Situation der Stadt an. Fang Fangs Ziel ist es nicht einen vollständigen Bericht der Situation zu geben. Sie schreibt über das, was ihr im Kopf herumgeht. Das kann ihre persönliche Situation sein, ebenso wie das, was sie von anderen hört. Dabei kritisiert sie, lobt aber auch die Hilfsbereitschaft und den Einfallsreichtum der Wuhaner. Zum Thema werden immer mal wieder jene Anfeindungen, denen sie sich durch ihre Blogbeiträge ausgesetzt fühlt, die sie als politisch motiviert entlarven möchte. Dieser Teil ihrer Ausführungen war für mich etwas langatmig – ich konnte aber nachvollziehen, wie sehr er der politischen Diskussion in China entspricht. An schockierenden Nachrichten mangelt es dem Tagebuch nicht. So wie Fang Fang es gemacht hat, könnte ich hier eine Reihe an Missständen nennen, die durch die Katastrophe ausgelöst wurden. Immer wieder waren es in dieser Hinsicht die scheinbaren Kleinigkeiten, die Einzelszenen oder -momente, die mein Interesse geweckt haben, da sie sich von den weltweiten Auswirkungen der Pandemie unterschieden. Fazit: Wuhan Diary ist ein Zeitzeugenbericht, der eine persönliche Seite der Quarantänephase zeigt. Kam mir manches an der Situation bekannt vor, so war ich doch immer wieder schockiert von den vielen Todesnachrichten – Zahlen und Statistiken werden hier zu Personen mit Familien, sodass die Verluste deutlicher wurden. Vielleicht sollten das Buch alle lesen, die die Gefahr von Covid-19 herunterspielen.

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  • Produktbild: Wuhan Diary
  • Cover
    Titelseite
    Das Virus ist der gemeinsame Feind der Menschheit
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    Wuhan, diese Stadt
    Verlauf der Coronapandemie
    Fußnoten
    Biographien
    Impressum