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Band 1

Der Libanese Kriminalroman

Aus der Reihe Frank-Bosman
10

17,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Heyne

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/4,2 cm

Gewicht

561 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27283-5

Beschreibung

Rezension

»Eines der vielversprechendsten Krimidebüts seit Jahren.« ("Marcus Müntefering, spiegel online")
»Die Handlung hat mehr Speed, als innerorts erlaubt ist. Ein echter Hardboiled-Krimi!« ("MDR Kultur, Stefan Maelck")
»Als Autor von Drehbüchern kann Clemens Murath die Geschichte wunderbar filmisch in einzelne Szenen aufteilen. Die verschiedenen Stränge der Handlung sind geschickt miteinander verknüpft.« ("dpa, Dan von Medem")
»Der Libanese zeigt, wie man mit authentischer Sprache und einem guten Schuss Pulp auch deutschsprachige Gangster-Action zur Höchstform bringt. Dank Clemens Murath ist Berlin jetzt Hardboiled-Hauptstadt.« ("Kulturnews, Platz eins der Krimis des Monats März, Nils Heuner")
»Cooler Sound, Hammerbuch!« ("Bernhard Aichner")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Heyne

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/4,2 cm

Gewicht

561 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27283-5

Herstelleradresse

Heyne Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    07.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Berlin. Verschiedene Clans führen...

    Berlin. Verschiedene Clans führen einen gnadenlosen Krieg um die Vorherrschaft im Drogengeschäft. Mittendrin die Ermittler des LKA auf legalem Weg immer einen Schritt zu spät, einen Tick zu langsam. Krimi mit schnellen Schnitten, derber Sprache. Realistisch? ich befürchte es....

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    09.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Reihenauftakt nach Maß

    Clan-Kriminalität ist ein Thema, das in der deutschen Spannungsliteratur deutlich unterrepräsentiert ist, obwohl diese Form der organisierten Kriminalität mittlerweile auch im deutschen Alltag angekommen ist. Zentren dieser hierarchisch organisierten und ethnisch abgeschotteten Parallelgesellschaften sind aktuell Berlin und Bremen, die Wurzeln der Clanfamilien sind überwiegend im Nahen Osten zu finden. Clemens Muraths „Libanese“ ist Arslan Aziz, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich auch auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher bewegt und die richtigen Verbindungen hat. Mit seinem Bruder Tarik und zahlreichen Helfern kontrolliert er nicht nur die Berliner Drogenszene, sondern mehrt auch mit Schutzgelderpressung und Prostitution das Vermögen der Familie. Gewaschen wird das Geld in seiner Immobiliengesellschaft, deren neuestes Projekt der Bau einer großen Shopping Mall ist. Er ist der Denker und Stratege, der Kopf des Clans. Sein Bruder hingegen ist ein impulsiver Gewalttäter, dessen unüberlegtes Verhalten immer wieder Probleme schafft und der auch vor der Ermordung eines Konkurrenten in aller Öffentlichkeit nicht zurückschreckt. Auf Seiten des Berliner LKA steht „Shooter“ Frank Bosman, der seine Truppe eher unkonventionell führt, seit er mit seinem Kollegen Schuster im Kosovo als Polizeiausbilder für die EULEX tätig war und seither einen etwas anderen Blick auf seine Arbeit hat. Er tut, was getan werden muss, hat keine Skrupel, im Kiez kommt man mit Samthandschuhen nicht weit. Sein moralischer Kompass scheint außer Betrieb. Informanten werden bezahlt, mit Cash oder Drogen, die im Einsatz beschlagnahmt wurden. Aber er weiß auch, wer in seinem Revier auf Hilfe angewiesen ist, steckt schonmal einer alleinerziehenden Mutter Geld für die Klassenfahrt ihres Sohnes zu und unterstützt eine private Tafel mit großzügigen Geldspenden. Sein Vorgesetzter? Nicht ahnungslos, aber hält die Füße still, könnte ja hinderlich für seine Ambitionen sein. Und letztendlich zählt nur der Erfolg, nicht der Weg dorthin. Und der gibt dem Shooter recht. Clemens Murath ist Drehbuchschreiber, weiß also, wie man eine spannende Geschichte plottet. Seine Milieuschilderungen sind großartig, aber auch das Personal hat einiges zu bieten. Der Filme machende Schwager, der mit 200.000 Euro bei Tarik in der Kreide steht, der korrupte Banker, der Arslans Konten frisiert, die junge Augenzeugin, die ihre devoten Neigungen entdeckt und noch einige mehr. Daraus ergeben sich zahlreiche Nebenhandlungen, die jede für sich einen Blick wert und für das hohe Tempo verantwortlich sind. Ein rauer Thriller, der nicht mit Gewaltdarstellungen geizt, die Sprache oft rotzig und deshalb dem Milieu angemessen, die Dialoge geprägt von schwarzem Humor. Hat etwas von Pulp Fiction, und könnte locker verfilmt werden. Ein Reihenauftakt nach Maß, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    09.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    DER LIBANESE – Hardboiled in Berlin

    Frank Bosman, Mitte Vierzig, ist Ermittler beim Berliner LKA. Schon seit längerem führt er einen schier hoffnungslosen Kampf gegen Arslan Aziz, das Oberhaupt einer libanesischen Großfamilie, die mit mafiosen Clan-Strukturen einen Großteil des Berliner Drogenhandels bestimmt. Doch auch die albanische Mafia drängt in den Markt – und der Mord an einem Clan-Mitglied könnte neue Ansatzpunkte bringen … Clemens Murath, seit über 20 Jahren erfolgreicher Autor zahlreicher TV-Krimiproduktionen, legt mit DER LIBANESE seinen ersten Roman vor. Der im Mittelpunkt stehende Berliner Cop Frank Bosman lernte vor seiner Tätigkeit bei der Polizei auch die andere Seite des Gesetzes kennen. Und seine polizeilichen Ermittlungen bewegen sich sehr nah den Grenzen der Rechtsstaatlichkeit – und teils auch jenseits davon, Selbstjustiz eingeschlossen. Doch mit den Mitteln des Rechtsstaates ist den erfahrenen Tätern, deren Ziel durchaus im Aufstieg in die oberen Gesellschaftsschichten besteht, eben auch nicht beizukommen. Ein Zwiespalt, der sich seit Jahren stetig verschärft – wie auch zahlreiche aktuelle Berichte der letzten Zeit zeigen. Und dabei muss es nicht einmal um schwere Kriminalität gehen – siehe die mangelnden Zugriffsmöglichkeiten auf Chaoten im Wald oder "querdenkende" Demonstranten. Der in sehr zupackendem Ton geschriebene Roman fesselt den Leser mit teils nahezu filmischen Schilderungen bis zur letzten Seite. Dabei ist der Leser selten parteiisch, da eigentlich keine der handelnden Personen als Sympathieträger angelegt ist. Der unter dem Titel stehende Vermerk EIN FRANK-BOSMAN-ROMAN wirkt für das Romandebüt zunächst etwas vermessen. Doch nach den 470 Seiten fiebert der Leser schon der bereits in Arbeit befindlichen Fortsetzung entgegen, in der im Rahmen einer neuen Story die Geschichte einiger Figuren weitergeführt wird. Der in der HEYNE-HARDCORE-Reihe erschienene Kriminalroman ist stilistisch für einen deutschen Autor außergewöhnlich und Fans härterer Krimikost uneingeschränkt zu empfehlen.

  • Jasminh86

    aus Wuppertal

    5/5

    10.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Drogenhandel, Prostitution,…

    Drogenhandel, Prostitution, eine Geiselnahme und wer die größte Macht über Berlin hat, bieten in einem rasanten und krassen Krimi mit einem geschickten und gut durchdachten Plot auf jeden Fall unterhaltsame Lesestunden. Wer auf rassistische Anfeindungen sensibel reagiert, der sollte lieber einen großen Bogen um das Buch mit aktuellen Themen machen. Auch sollte man bei der Clan und Gossensprache nicht kleinlich sein. Auf jeden Fall ist hier immer wieder ein interessanter Wortschatz eingebaut, besonders der von den Libanesen. Ich fand ihn oft sehr amüsant, gelacht habe ich auf jeden Fall oft. Das "Alter" und "Du Opfer, ich weiß, wo Du wohnst oder aussiehst" ist bei einigen ja auch im normalen Leben der gängige Wortschatz. Das macht den Krimi sehr authentisch, im Gegensatz zu einigen Handlungen. Der Schreibstil gefällt mir richtig gut, denn er ist unheimlich flüssig, locker und vor allem modern. Die Protagonisten kommen alle zu Wort, so konnte ich dessen Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen. Clan-Kriminalität wird ausführlich und realistisch beschrieben, der Autor hat hier leider die harte Realität aufgegriffen. Die Libanesen nehmen hier viel Raum ein, während die Albaner sich im Hintergrund halten. Jedoch merkt man deutlich die Bedrohung, die von ihnen ausgeht.  Verschiedene, brutale und spannende Handlungsstränge, die alle auf eine gewisse Weise zusammengehören, gehen auf die Konten von Arslan und Tarik Aziz. Der knallharte LKA-Ermittler Frank Bosman aus Berlin Jagd diesen mächtigen Gangsterclan, dabei ist ihm jedes, aber auch wirklich jedes Mittel recht. Mit seiner dicken illegalen Geldrolle pellt er im Stundentakt Scheine ab, um an Informationen zu gelangen und Bedürftigen unter die Arme zu greifen. Wenn Haustüren gewaltsam mit der Ramme geöffnet werden, dann hat das LKA wieder einmal Überraschungsbesuche unternommen. Interne Polizei-Wettbewerbe, wer jeden Monat am geilsten und brutalsten mit der Tür ins Haus fällt, sind mittlerweile Kult bei Bosman und seinen Kollegen. Mit seinem Kollegen Schuster hat er den perfekten Partner gefunden, denn er schreckt genauso wenig von illegaler Ermittlungsarbeit ab. Nachdem ihm Aziz wieder einmal durch die Lappen gegangen ist stellt Bosman klar, das er noch deutlicher zeigen muss, wer in Berlin das Sagen hat. Dabei begegnet ihn ein Pack nach dem anderen.  Die Protagonisten sind bunt gemischt und dessen Charaktere sind gut ausgearbeitet, im Gegensatz zu Bosman. Obwohl er der Hauptprotagonist ist, wurde ich mit ihm nie ganz warm. Seine distanzierte und sture Art konnte mich oft nicht überzeugen. Er ist teilweise emotionslos und egoistisch. Die Aziz-Brüder sind aggressiv, beide wollen Ihr Revier beherrschen. Während Tarik ganz gerne vollen Körpereinsatz zeigt, seine Fäuste sprechen lässt und gelegentlich ein Messer zückt, ist Arslan eher der hinterhältige Typ, der Probleme auf seine ganz spezielle Art löst. Swingerkönig Rainer Butt und korrupte Banker kommen hier ebenfalls vor. Harry, Bosmans’ Schwager und erfolgloser Filmproduzent lässt sich auf ein heikles Geschäft mit Tarik ein. Nachdem er sein Geld gewaschen hat, kann er es ihm nicht mehr zurückzahlen. Zwei Messerstiche dank Tarik sind nur der Anfang. Während er zu flüchten versucht wird er dann schließlich auch noch entführt, Waterboardingaktionen haben ihn besonders zugesetzt. Am allerbesten gefällt mir Nikki, die Augenzeugin der Schießerei wo Bosman den Drogendealer auf offener Straße abknallt. Sie ist TV-Praktikantin und anstatt Bosman zu erpressen, entdeckt sie dank ihm Ihre neue devote Seite, die sie in Ihren Sexblogs teilt. Es werden mehrere Plots überkreuzt, die für rasante Action sorgen. Langeweile? Gibt es hier zu keiner Zeit. Denn der Autor, der ein erfolgreicher Drehbuchautor ist weiß, wann er zur richtigen Zeit das Tempo erhöhen muss, damit er seine Leser/innen komplett in den Bann zieht. Bei mir hat es auf jeden Fall geklappt und ich freue mich wahnsinnig auf den nächsten Band.

  • Havers

    5/5

    28.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Clan-Kriminalität ist ein…

    Clan-Kriminalität ist ein Thema, das in der deutschen Spannungsliteratur deutlich unterrepräsentiert ist, obwohl diese Form der organisierten Kriminalität mittlerweile auch im deutschen Alltag angekommen ist. Zentren dieser hierarchisch organisierten und ethnisch abgeschotteten Parallelgesellschaften sind aktuell Berlin und Bremen, die Wurzeln der Clanfamilien sind überwiegend im Nahen Osten zu finden. Clemens Muraths „Libanese“ ist Arslan Aziz, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich auch auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher bewegt und die richtigen Verbindungen hat. Mit seinem Bruder Tarik und zahlreichen Helfern kontrolliert er nicht nur die Berliner Drogenszene, sondern mehrt auch mit Schutzgelderpressung und Prostitution das Vermögen der Familie. Gewaschen wird das Geld in seiner Immobiliengesellschaft, deren neuestes Projekt der Bau einer großen Shopping Mall ist. Er ist der Denker und Stratege, der Kopf des Clans. Sein Bruder hingegen ist ein impulsiver Gewalttäter, dessen unüberlegtes Verhalten immer wieder Probleme schafft und der auch vor der Ermordung eines Konkurrenten in aller Öffentlichkeit nicht zurückschreckt. Auf Seiten des Berliner LKA steht „Shooter“ Frank Bosman, der seine Truppe eher unkonventionell führt, seit er mit seinem Kollegen Schuster im Kosovo als Polizeiausbilder für die EULEX tätig war und seither einen etwas anderen Blick auf seine Arbeit hat. Er tut, was getan werden muss, hat keine Skrupel, im Kiez kommt man mit Samthandschuhen nicht weit. Sein moralischer Kompass scheint außer Betrieb. Informanten werden bezahlt, mit Cash oder Drogen, die im Einsatz beschlagnahmt wurden. Aber er weiß auch, wer in seinem Revier auf Hilfe angewiesen ist, steckt schonmal einer alleinerziehenden Mutter Geld für die Klassenfahrt ihres Sohnes zu und unterstützt eine private Tafel mit großzügigen Geldspenden. Sein Vorgesetzter? Nicht ahnungslos, aber hält die Füße still, könnte ja hinderlich für seine Ambitionen sein. Und letztendlich zählt nur der Erfolg, nicht der Weg dorthin. Und der gibt dem Shooter recht. Clemens Murath ist Drehbuchschreiber, weiß also, wie man eine spannende Geschichte plottet. Seine Milieuschilderungen sind großartig, aber auch das Personal hat einiges zu bieten. Der Filme machende Schwager, der mit 200.000 Euro bei Tarik in der Kreide steht, der korrupte Banker, der Arslans Konten frisiert, die junge Augenzeugin, die ihre devoten Neigungen entdeckt und noch einige mehr. Daraus ergeben sich zahlreiche Nebenhandlungen, die jede für sich einen Blick wert und für das hohe Tempo verantwortlich sind. Ein rauer Thriller, der nicht mit Gewaltdarstellungen geizt, die Sprache oft rotzig und deshalb dem Milieu angemessen, die Dialoge geprägt von schwarzem Humor. Hat etwas von Pulp Fiction, und könnte locker verfilmt werden. Ein Reihenauftakt nach Maß, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.

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