Erst einmal Google fragen! Die Suchmaschine ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken - und sie ist völlig kostenlos. Nicht ganz, meint George Gilder. Denn: Der Google-Kunde ist gläsern, er bezahlt mit seinen Daten, wird mit Werbung überschwemmt. Und zu allem Überfluss hebeln Bots und Malware die Internetsicherheit aus. Genau aus diesen Gründen steht das Geschäftsmodell von Google, aufgebaut auf Big Data und finanziert durch Werbeeinnahmen, vor dem Aus. An seine Stelle tritt die Blockchain-Technologie, die das Internet revolutionieren und damit die großen Internetfirmen unserer Zeit in Bedrängnis bringen wird. Gilder beschreibt diesen fundamentalen Umbruch und zeigt auf, wie die Welt nach Google aussehen wird: sicherer, werbefrei und kostenpflichtig.
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Meinung aus der Buchhandlung
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Stellt man heutzutage in Österreich eine Online-Suchanfrage, so würden die meisten von uns automatisch an die Suchmaschine Google denken. Nur wenige können sich noch daran erinnern, dass in der Anfangszeit der weltweiten Suche und Recherche zu Informationen aller Art auch eine ganze Reihe an anderen Suchmaschinen existiert hat. Immer häufiger hört man aber in letzter Zeit von der allumspannenden Macht von Google und dem dazugehörigen Firmenimperium. Vom Sitz in Mountain View, im US-amerikanischen Kalifornien, wird dieser Weltkonzern gesteuert. Doch wie lange noch?
Der renommierte Wirtschafts- und Technologieexperte George Gilder glaubt, dass hier der Punkt bereits überschritten ist, an dem alle Welt von den Suchergebnissen von Google abhängt. Mehr als 90 Prozent der suchenden Menschen klickt lediglich die ersten drei Suchergebnisse an, die restlichen Millionen Möglichkeiten verschwinden erneut in den Weiten des Internets. Doch immer mehr alternative Suchmaschinen rücken der Allmacht von Google auf die Pelle. Die alleinige Weltherrschaft von Google ist bald vorbei, ist sich Gilder sicher.
Und er geht in seinem neuen Buch sogar noch einen Schritt weiter: Er ist der festen Überzeugung, dass Google in weniger als 15 Jahren (!) bereits in vielen Ländern der Erde nur noch eine Randnotiz für Internet-Historiker ist. Seiner Meinung nach ist bereits jetzt die große Zeit der „Big Data“, also der Speicherung von großen Datenmengen über jeden von uns Menschen, vorbei. Zu viele Länder und deren regionale Gerichte bereiten Gesetze vor, um Google hier Einhalt zu gebieten. Auch wenn hier noch eine ganze Menge an Arbeit vor den Justizbehörden liegt, so zeichnet sich, seiner Meinung nach, hier ein erster gewaltiger Umbruch an.
Dem Niedergang von Google sind jedoch nur die ersten beiden Kapitel seines sehr informativen Buches gewidmet. Der Großteil beschäftigt sich mit dem kometenhaften Aufstieg der Blockchain, also des bargeldlosen, alternativen Zahlungsverkehrs. Auch wenn große Konzerne wie Google und andere Tech-Giganten dies immer noch leugnen, so gehört laut Gilder ihnen die Zukunft. Sehr umfangreich und detailliert beschreibt er die ersten Gehversuche dieser neuen Technologiestufe und wo wir heute bereits stehen.
Sehr interessant fand ich etwa in seinem Buch, dass man den eigentlichen Erfinder der Bitcoins und seiner diversen Abarten bis heute als reale Person nicht greifen kann. Er ist ein vermutlich japanischer Technologieexperte, welcher nur durch verschlüsselte Kanäle mit seinen Anhängern kommuniziert. Auch das tut er nur zu sehr unregelmäßigen Zeiten und daher kam Ende 2010 das Gerücht auf, er sei verstorben oder gar von einem Geheimdienst eliminiert worden. Als jedoch ein australischer Milliardär von sich selbst behauptete der unbekannte Erfinder der Blockchain zu sein, rief dies den ursprünglichen Erfinder wieder auf den Plan. In einem direkten Gespräch mit Gilder, über einen mehrfach verschlüsselten Kanal, nahm er mit ihm Kontakt auf.
Sehr informativ, wenn man sich, so wie ich, fragt, wie das mit Google so weitergehen kann. Sollten Sie Interesse am aktuellen Stand zu den verschiedenen Blockchain-Formen und seinen Möglichkeiten haben, sind Sie hier ebenfalls richtig.
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