Nach ihrer Ausbildung zur Konditorin hat Christina ihr eigenes Café eröffnet. Wunderschöne Aquarelle schmücken dort die Wände. Ihr Vater hat sie ihr geschenkt, doch seit er die Diagnose Alzheimer erhalten hat, malt er nicht mehr. Er verändert sich und verschwindet immer mehr in seiner eigenen Welt. Dass er trotzdem eines Tages nach seinen Malkreiden fragt, ist für Christina ein Lichtblick. Ohne Zögern macht sie sich in seinem Arbeitszimmer auf die Suche und findet dabei ein Ölgemälde, das nicht von ihrem Vater stammen kann. Trotzdem fühlt sie sich wie magisch angezogen von der lichtdurchfluteten Meerlandschaft und begibt sich bei der Suche nach dem Künstler auf eine Reise, die sie von Hanau nach Rügen und in die Vergangenheit ihrer Familie führt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
07.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein ganz wunderbares Buch
Die Besonderheit dieses Buches, wie ich meine eines der Besten von der Autorin, erschließt sich beim Lesen. Ich habe so ziemlich alles von Anne Barns gelesen und dieses Buch besitze ich auch schon seit Erscheinung.
Ich lese es gerade zum zweiten Male und bin sehr überrascht, wie viele unterschiedliche Gefühle es auslöst. Es ist ist fein geschrieben und ganz ohne tam tam, die Geschichte berührt das Innerste und man möchte es nicht aus der Hand legen, weil man sich so sehr damit verbunden fühlt.
Sehr gut !!
Bewertung
5/5
04.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Erzählung voller Gefühl und Wärme
Anne Barns erzählt eine berührende Geschichte die zu Herzen geht, aber niemals kitschig wird. Im Mittelpunkt steht zum einen ein Vater, dessen zunehmende Demenz ihn seiner Familie entfremdet. Mit unendlich viel Liebe und Verständnis versuchen Mutter und Tochter dieser Situation Herr zu werden. Zum anderen spielen Gemälde unbekannter Herkunft, die in den Sachen des Vaters auftauchen eine wichtige Rolle. Sie geben Aufschluss über eine bis dahin
unbekannte Malerin, deren Lebensgeschichte eine ganz neue Sicht auf die Familengeschichte wirft. Unbedingt lesenswert!!
claudi
aus Stuttgart
5/5
02.01.2023
Buch (Taschenbuch)
"Wahre Freunde sind wie ein…
"Wahre Freunde sind wie ein Leuchtturm. Er schenkt Geborgenheit, wenn man in seiner Nähe ist und in der Ferne ein Licht." (Nicole Oesterwind) Das Leben könnte so schön sein, denkt sich Christina. Mit ihrem Frankfurter Café, das mit Papas schönsten Bilder dekoriert ist, hat sie sich ihren Traum erfüllt. Wäre da nicht ihre baldige Scheidung und die stetig fortschreitende Alzheimererkrankung ihres Vaters, die ihm jede Lust zum Malen genommen hat. Außerdem belastet Christina und ihre Mutter sehr, dass er immer mehr in seine eigene Welt verschwindet. Als er eines Tages doch wieder nach seinen Malutensilien fragt, erscheint es ihnen wie ein Licht am Horizont. Bei der Suche entdeckt Christina einige alte Gemälde, die nicht von ihrem Vater stammen. Magisch angezogen von den malerischen Bildern Rügens, beschließt sie kurzfristig einen Urlaub dort zu verbringen, um auf die Suche nach der Künstlerin zu gehen. Wäre da nur nicht die Sehnsucht nach Lukas ihre ganz neu gewonnen Liebe. Jedoch auf der Suche nach der Vergangenheit findet sie nicht nur Neues über ihre Familie heraus und Antworten auf ihre Fragen, sondern jede Menge neue Freundschaften. --- Meine Meinung: Magisch angezogen von dem neuerlichen bezaubernden Cover, habe ich mich auf das neuste Buch von Anne Barns gefreut. Schon bei den ersten Seiten stellt sich bei mir wieder ein Wohlgefühl ein, das ich nur bei den Büchern dieser Autorin so erlebe. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr lebhaft, mitfühlend, emotional und unterhaltsam, sodass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen kann. Gerade jetzt in dieser Zeit hat es mich gefreut, dass ich mit dieser Geschichte ein bisschen Urlaub an der Ostsee machen konnte. Dazu verhilft natürlich wieder einmal ein Wiedersehen mit den bekannten Charakteren auf Rügen, die ich schon von anderen Büchern der Autorin kenne. Doch erst einmal zu Christina, den das Schicksal ihres Vaters mit der Alzheimer Erkrankung hat mich tief bewegt. Ich konnte mich förmlich in ihre belastende Situation hineinversetzen und bin gleichzeitig erstaunt, wie gut die Familie das Ganze meistert. Die guten Recherchen haben wieder einmal gezeigt, dass die Autorin hier ein sehr glaubwürdiges Krankheitsbild zu Papier gebracht hat. Und selbst die Einblicke auf Rügen und Hiddensee haben bei mir wieder Bilder von unserem damaligen Urlaub hervorgezaubert. Ich muss sagen, dass ausgerechnet ein Wasserrohrbruch Christinas Urlaubspläne schneller vorantreibt war wirklich eine gute Idee. Am meisten jedoch hat mich wieder einmal die herzliche Art gefreut, mit der sie von ihrer Tante Thea und ihren Freunden empfangen wird. Wie schon in den vorherigen Büchern wird Christina schnell im Kreis der Rügener Ludwig, Oma Annie, Pia, Katharina und Jana aufgenommen. Die traumhafte Landschaft mit Meer, Strand, Leuchttürme und Bernstein lässt sie sofort dahinschmelzen. Das ausgerechnet ein Abstecher zur malerischen Künstlerinsel Hiddensee dann ein Geheimnis lüftet, damit hatte nicht mal Christina gerechnet. Schön wäre es gewesen, wenn die Geschichte aus der Vergangenheit vielleicht noch ein bisschen ausführlicher und spektakulärer gewesen wäre. Natürlich kommt die Liebe zu Lukas, dem ehemaligen Auszubildenden ihres Vaters, den sie durch Zufall wieder gesehen hat, hier ebenfalls nicht zu kurz. Und wie in allen Büchern der Autorin dürfen natürlich hier nicht die besten Rezepte der Geschichte zum Nachbacken fehlen, die man am Ende des Buchs finden kann. Das dabei Theas sommerliche Christstollen schon auf ein weiteres Buch auf Rügen hinweist, freut mich umso mehr. Deshalb von mir 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Sehnsucht nach Urlaub, Liebe und Freundschaft haben.
Bewertung
aus Neuried
5/5
11.06.2021
Buch (Taschenbuch)
In einer Welt, in der du alles sein kannst: Sei freundlich!
Dieser Spruch sollte die Welt erobern!
Die Geschichte ist wie eine Umarmung - es ist Urlaub zwischen zwei Buchdeckeln.
Wer eine Portion Kraft braucht, um den eigenen Alltag besser zu bewältigen; wer erleben möchte, wie viel stärker man ist, wenn man zusammenhält - der wird das beim Lesen von Bernsteinsommer finden. Obendrauf gibt es eine gehörige Brise Meeresluft und Wellenrauschen und auch noch eine spannende Familiengeschichte. Für mich war es ein wundervolles Leseerlebnis, ich bleibe mit dem Gefühl zurück, neue Freunde gefunden zu haben. Danke, für diesen Zauber, liebe Anne Barns.
Bewertung
aus Herzogenrath
5/5
11.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsamer Sommerroman
„Der Wind hat aufgefrischt. Die Äste und Blätter der Buchen rascheln in den ersten Böen. Ich halte einen Moment inne, als ich Wasser plätschern höre, und schaue mich um. Ein schmales Bächlein fließt nicht weit von mir entfernt zwischen den Bäumen den Hügel hinab. Weit oben in einem Wipfel zwitschwert ein Vogel sein fröhliches Lied: twi-twi-twi-twi-dlü-twi-dlü-twi-dlü-dlü-dlü-dlü-dlü.“ (Auszug S. 249)
Anschaulich und fast ein wenig im Stil der früheren Schriftsteller schreibt Anne Barns in ihrem neusten Roman „Bernsteinsommer“ über Freundschaft, Familie, Alzheimer, berufliche Veränderungen und das Forschen in der Vergangenheit – und natürlich über eine neue Liebe. Das sind Zutaten, welche die Autorin gerne in ihren Inselromanen verwendet und die einen beim Lesen ein wenig mitnehmen in die Geschichte – einem die Seeluft um die Nase wehen lassen und gleichzeitig bekommt man Hunger auf ein leckeres Stück aus der Bäckerei ;) Eben die typischen Zutaten eines Barns-Romans ;)
Und wisst ihr was? Ich mag sie!
Ich mag die Protagonistin Christina, welche regelmäßig ihren an Alzheimer erkrankten Vater besucht. Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter und begibt sich durch ein altes Gemälde und des Vaters Leidenschaft zur Malerei auf den Weg nach Rügen, um dort in die Vergangenheit ihrer Familie einzutauchen. Parallel zu dieser Sicht zurück schaut sie auch nach vorne, denn sie plant einen beruflichen Umzug mit ihrer Freundin. Gleichzeitig bahnt sich als Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart eine neue Liebe an. Ja, Anne Barns spielt gekonnt mit den Zeiten.
Die Geschichte mag vorhersehbar sein, aber sie nimmt mich trotzdem aufgrund der bildhaften Sprache mit. Das Buch ist in einem Rutsch durchgelesen. Ich habe mich aber zu keinem Zeitpunkt gelangweilt oder war versucht, Passagen zu überspringen, sondern habe mich immer gut unterhalten gefühlt.
Bernsteinsommer ist ein gelungener Sommerroman für alle, die sich gerne romantisch unterhalten lassen möchten und dennoch auf etwas Tiefgang nicht verzichten wollen.
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