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Produktbild: Comedy Queen

Comedy Queen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 11 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Verlag Urachhaus

Seitenzahl

247 (Printausgabe)

Dateigröße

2319 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgitta Kicherer

Sprache

Deutsch

EAN

9783825162085

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Altersempfehlung

ab 11 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Verlag Urachhaus

Seitenzahl

247 (Printausgabe)

Dateigröße

2319 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgitta Kicherer

Sprache

Deutsch

EAN

9783825162085

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Von komischen Knochen, Liebe, Verlust und Trauer zum Weinen und Lachen

Elke Seifried aus Gundelfingen am 01.11.2020

Bewertungsnummer: 1396978

Bewertet: eBook (ePUB 3)

„Mama ist mit ihrem Leben gescheitert. Und gestorben. Dafür gibt es eine Menge Gründe. Mein Leben soll gelingen, das habe ich mir vorgenommen. Eine Möglichkeit, damit es gelingt, muss sein, nicht dieselben Sachen wie Mama zu machen. Aus ihren Irrtümern zu lernen und das Gegenteil zu machen. Darum habe ich eine Liste mit sieben wichtigen Punkten zusammengestellt, Lösungen für meine Probleme.“ Sasha hat verständlicherweise schwer damit zu kämpfen, dass ihre Mutter sie und ihren Vater einfach allein gelassen hat. Ein Versuch damit klarzukommen, die Trauer zu verdrängen soll diese Liste sein, an die sie sich ab sofort akribisch hält und die man als Leser mit ihr abarbeiten darf. Man erlebt das Mädchen, teilweise auch ihren Vater in ihrer Trauer, man erfährt von teils verletzenden, teils unterstützenden Reaktionen des Umfelds und natürlich gilt es auch dem Titel entsprechend zur Stand up Komikerin zu werden. Der locker, leichte und humorvolle Sprachstil der Autorin liest sich super flüssig und man kann so richtig in der Geschichte versinken und erst am Ende wieder daraus auftauchen. Die Mischung aus lustigen Pannen, wie z.B. wenn sich das mit Punkt eins der Liste, der neuen Frisur, nicht ganz so einfach gestaltet, wie erhofft und das Ergebnis sehr einer „skalpierten Barbie“ gleicht, berührend, traurigen Momenten, wenn ihr ihre Mama so abgrundtief fehlt und es heißt, „öffnet sich das Dunkel in meiner Brust. Das Dunkel, das wie ein Loch ohne Boden ist und sich endlos in alle Richtungen ausdehnt. Es ist, als würden Stücke meines Herzens in das Loch fallen. Sie fallen runter und verschwinden. Ich weiß nicht, ob ich sie jemals wiederfinden werde. Ob das Herz jemals wieder ganz werden kann.“, aber eben auch solch schönen, herzerwärmenden Szenen, wie „Und da ist es, als würden in meiner Brust lauter bunt schimmernde Kohlensäurebläschen hochwirbeln und auf dem Weg zu meinem Herzen aufplatzen, eins nach dem andern, mit leichtem, leisem Knacken. Und in den Bläschen befindet sich Liebe. Nichts als Liebe in ihrer wärmsten, reinsten Form.“, ist perfekt gelungen. Ein zwölfjähriges Mädl hat ihre Mutter verloren. Trotz allem darf man in diesem Roman auch ganz viel schmunzeln und grinsen, denn hier wird oft mit einem humorvollen Kommentar oder einer witzigen Äußerung viel der Schwere des Themas genommen. »Tränen sind die sauberste aller Körperflüssigkeiten«, sagt sie. »Echt?« »Ja, überleg mal: Schweiß, Blut, Urin, Rotz. Da sind die Tränen doch am saubersten, oder?« »Na, dann ist es ja ein Glück, dass ich nicht auf deine Schulter gepieselt hab, wie ich zuerst vorhatte«, kann es da schon mal heißen und auch sonst sind unheimlich viele witzige Beschreibungen oder Dialoge zu finden. »Dein Trimmer ist Schrott. Den solltest du zurückgeben.« »Tja, das könnte inzwischen nicht ganz einfach werden«, bemerkt Papa erschöpft. »Nachdem du daran festhängst.«, ist nur ein Beispiel dafür. Hier hat die Autorin die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor perfekt gefunden, nichts wird lächerlich gemacht, aber eben auch nicht so erzählt, dass man das Buch am liebsten wieder aus der Hand legen möchte, weil es die Stimmung nach unten zieht. Mit einigen wenigen Besuchen bei Linn nimmt die Autorin auch dem Begriff Therapie ein wenig den Schrecken, was mir unheimlich gut gefallen hat. Denn zum einen gilt, dass die gar nicht so schräg sind, wie gedacht, „Ich hab mir ja nicht direkt vorgestellt, meine Psychologin müsse Gunhilda heißen, graue Haare haben und hundert Jahre alt sein, aber trotzdem, eine so junge Psychologin, mit einem so schrägen T-Shirt? Ist so was überhaupt erlaubt? Ist das nicht irgendwie kränkend, wenn jemand depressiv ist? Aber weil ich ja keinerlei Depris habe, hab ich natürlich null Probleme mit diesem T-Shirt.“, und auch wenn Sasha sich beim ersten Gespräch noch mit Google Weisheiten, was denn normal sei, behilft, „Ich denke, ich bin wohl ganz normal. Ich bin fröhlich und normal. Ich mache gern normale Sachen, wie zum Beispiel Chorsingen. Das macht mich froh.« Papa sieht erstaunt aus. »Äh… du singst doch gar nicht im Chor?« »Nein, aber ich hab’s vor!«, bekommt Linn zum Glück noch eine Chance hinter die Fassade blicken zu dürfen. Die Autorin beschreibt mit vielen, teils auch sehr originellen Vergleichen und so kann man sich alles ganz genau vorstellen und sich natürlich auch noch viel besser in Sasha hineinversetzen. Ich habe mir Sasha gelebt und gefühlt, wie sehr konnte ich z.B. ihre Wut nachvollziehen, wenn ein so fieser Kommentar wie »Als ob man nicht wüsste, dass du ganz schön Probleme hast«, sagt Tyra. »Hängst ja in der KJP herum und so«, ergänzt Martina. »Aber dass du SO gestört bist? Das hast du natürlich geerbt. Pass lieber auf, dass es dir nicht genauso den Sender raushaut wie deiner Mutter!« zu hören ist, oder habe mit ihr gelitten, wenn sie mit sich, ihrer Liste und ihren Gefühlen ringt. Sasha ist äußert authentisch dargestellt. Das liebenswerte Mädl muss man als Leser einfach ins Herz schließen und mit ihr diese Geschichte durchleben. Ihr Papa versucht stark zu sein, ist einer zum Mögen und ist ebenfalls sehr realistisch gezeichnet. Sicher hat der Autorin hier ihre Erfahrung als Therapeutin gute Dienste geleistet. Aber auch die anderen Mitspieler sind originell und gelungen entworfen. Für einige Lacher sorgt so z.B. Onkel Ossi, der mit ADHS und Rechtschreibproblem, der zwar Geschenke nicht rechtzeitig gebacken bekommt, aber doch ein Organisationstalent ist. Richtig toll ist auch Martä, die sich zum Glück nicht hat abwimmeln lassen und Sasha so eine tolle Freundin ist. „Einer der Gründe, warum ich dieses Buch geschrieben habe, war, dass ich es ein wenig leichter machen wollte, über Selbstmord und psychische Krankheit zu reden. Dass wir das tun, ist nämlich von lebenswichtiger Bedeutung.“, schreibt die Autorin in ihrem Nachwort, und das ist ihr mit der Geschichte, die sie um Sasha herum gestrickt auch ganz wunderbar gelungen. Da gibt es von mir auf jeden Fall auch noch fünf Sterne dafür.

Von komischen Knochen, Liebe, Verlust und Trauer zum Weinen und Lachen

Elke Seifried aus Gundelfingen am 01.11.2020
Bewertungsnummer: 1396978
Bewertet: eBook (ePUB 3)

„Mama ist mit ihrem Leben gescheitert. Und gestorben. Dafür gibt es eine Menge Gründe. Mein Leben soll gelingen, das habe ich mir vorgenommen. Eine Möglichkeit, damit es gelingt, muss sein, nicht dieselben Sachen wie Mama zu machen. Aus ihren Irrtümern zu lernen und das Gegenteil zu machen. Darum habe ich eine Liste mit sieben wichtigen Punkten zusammengestellt, Lösungen für meine Probleme.“ Sasha hat verständlicherweise schwer damit zu kämpfen, dass ihre Mutter sie und ihren Vater einfach allein gelassen hat. Ein Versuch damit klarzukommen, die Trauer zu verdrängen soll diese Liste sein, an die sie sich ab sofort akribisch hält und die man als Leser mit ihr abarbeiten darf. Man erlebt das Mädchen, teilweise auch ihren Vater in ihrer Trauer, man erfährt von teils verletzenden, teils unterstützenden Reaktionen des Umfelds und natürlich gilt es auch dem Titel entsprechend zur Stand up Komikerin zu werden. Der locker, leichte und humorvolle Sprachstil der Autorin liest sich super flüssig und man kann so richtig in der Geschichte versinken und erst am Ende wieder daraus auftauchen. Die Mischung aus lustigen Pannen, wie z.B. wenn sich das mit Punkt eins der Liste, der neuen Frisur, nicht ganz so einfach gestaltet, wie erhofft und das Ergebnis sehr einer „skalpierten Barbie“ gleicht, berührend, traurigen Momenten, wenn ihr ihre Mama so abgrundtief fehlt und es heißt, „öffnet sich das Dunkel in meiner Brust. Das Dunkel, das wie ein Loch ohne Boden ist und sich endlos in alle Richtungen ausdehnt. Es ist, als würden Stücke meines Herzens in das Loch fallen. Sie fallen runter und verschwinden. Ich weiß nicht, ob ich sie jemals wiederfinden werde. Ob das Herz jemals wieder ganz werden kann.“, aber eben auch solch schönen, herzerwärmenden Szenen, wie „Und da ist es, als würden in meiner Brust lauter bunt schimmernde Kohlensäurebläschen hochwirbeln und auf dem Weg zu meinem Herzen aufplatzen, eins nach dem andern, mit leichtem, leisem Knacken. Und in den Bläschen befindet sich Liebe. Nichts als Liebe in ihrer wärmsten, reinsten Form.“, ist perfekt gelungen. Ein zwölfjähriges Mädl hat ihre Mutter verloren. Trotz allem darf man in diesem Roman auch ganz viel schmunzeln und grinsen, denn hier wird oft mit einem humorvollen Kommentar oder einer witzigen Äußerung viel der Schwere des Themas genommen. »Tränen sind die sauberste aller Körperflüssigkeiten«, sagt sie. »Echt?« »Ja, überleg mal: Schweiß, Blut, Urin, Rotz. Da sind die Tränen doch am saubersten, oder?« »Na, dann ist es ja ein Glück, dass ich nicht auf deine Schulter gepieselt hab, wie ich zuerst vorhatte«, kann es da schon mal heißen und auch sonst sind unheimlich viele witzige Beschreibungen oder Dialoge zu finden. »Dein Trimmer ist Schrott. Den solltest du zurückgeben.« »Tja, das könnte inzwischen nicht ganz einfach werden«, bemerkt Papa erschöpft. »Nachdem du daran festhängst.«, ist nur ein Beispiel dafür. Hier hat die Autorin die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor perfekt gefunden, nichts wird lächerlich gemacht, aber eben auch nicht so erzählt, dass man das Buch am liebsten wieder aus der Hand legen möchte, weil es die Stimmung nach unten zieht. Mit einigen wenigen Besuchen bei Linn nimmt die Autorin auch dem Begriff Therapie ein wenig den Schrecken, was mir unheimlich gut gefallen hat. Denn zum einen gilt, dass die gar nicht so schräg sind, wie gedacht, „Ich hab mir ja nicht direkt vorgestellt, meine Psychologin müsse Gunhilda heißen, graue Haare haben und hundert Jahre alt sein, aber trotzdem, eine so junge Psychologin, mit einem so schrägen T-Shirt? Ist so was überhaupt erlaubt? Ist das nicht irgendwie kränkend, wenn jemand depressiv ist? Aber weil ich ja keinerlei Depris habe, hab ich natürlich null Probleme mit diesem T-Shirt.“, und auch wenn Sasha sich beim ersten Gespräch noch mit Google Weisheiten, was denn normal sei, behilft, „Ich denke, ich bin wohl ganz normal. Ich bin fröhlich und normal. Ich mache gern normale Sachen, wie zum Beispiel Chorsingen. Das macht mich froh.« Papa sieht erstaunt aus. »Äh… du singst doch gar nicht im Chor?« »Nein, aber ich hab’s vor!«, bekommt Linn zum Glück noch eine Chance hinter die Fassade blicken zu dürfen. Die Autorin beschreibt mit vielen, teils auch sehr originellen Vergleichen und so kann man sich alles ganz genau vorstellen und sich natürlich auch noch viel besser in Sasha hineinversetzen. Ich habe mir Sasha gelebt und gefühlt, wie sehr konnte ich z.B. ihre Wut nachvollziehen, wenn ein so fieser Kommentar wie »Als ob man nicht wüsste, dass du ganz schön Probleme hast«, sagt Tyra. »Hängst ja in der KJP herum und so«, ergänzt Martina. »Aber dass du SO gestört bist? Das hast du natürlich geerbt. Pass lieber auf, dass es dir nicht genauso den Sender raushaut wie deiner Mutter!« zu hören ist, oder habe mit ihr gelitten, wenn sie mit sich, ihrer Liste und ihren Gefühlen ringt. Sasha ist äußert authentisch dargestellt. Das liebenswerte Mädl muss man als Leser einfach ins Herz schließen und mit ihr diese Geschichte durchleben. Ihr Papa versucht stark zu sein, ist einer zum Mögen und ist ebenfalls sehr realistisch gezeichnet. Sicher hat der Autorin hier ihre Erfahrung als Therapeutin gute Dienste geleistet. Aber auch die anderen Mitspieler sind originell und gelungen entworfen. Für einige Lacher sorgt so z.B. Onkel Ossi, der mit ADHS und Rechtschreibproblem, der zwar Geschenke nicht rechtzeitig gebacken bekommt, aber doch ein Organisationstalent ist. Richtig toll ist auch Martä, die sich zum Glück nicht hat abwimmeln lassen und Sasha so eine tolle Freundin ist. „Einer der Gründe, warum ich dieses Buch geschrieben habe, war, dass ich es ein wenig leichter machen wollte, über Selbstmord und psychische Krankheit zu reden. Dass wir das tun, ist nämlich von lebenswichtiger Bedeutung.“, schreibt die Autorin in ihrem Nachwort, und das ist ihr mit der Geschichte, die sie um Sasha herum gestrickt auch ganz wunderbar gelungen. Da gibt es von mir auf jeden Fall auch noch fünf Sterne dafür.

Vom Umgang mit Trauer und dem Suizid eines geliebten Menschen

Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 03.04.2021

Bewertungsnummer: 1462971

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sasha möchte nicht weinen und nicht trauern, auch wenn das keiner verstehen kann. Ihre Mutter litt unter Depressionen und hat sich das Leben genommen. Deshalb will Sasha alles anders machen als sie, denn, davon ist sie überzeugt, nur so kann sie überleben. Doch Sasha spricht mit niemandem über ihren Plan und ihre Liste und so trifft sie auf Unverständnis und muss gegen die Bemühungen ihrer Mitmenschen ankämpfen, ihr zu helfen … Es ist immer schlimm, die Mutter zu verlieren. Ob als Kind oder als Erwachsener – man kommt mit dieser Situation ganz schlecht klar. Für alle Hinterbliebenen ist es noch dazu besonders schwer, den Freitod eines geliebten Menschen zu verstehen und akzeptieren. Sasha ist an der Schwelle zum Teenager, sie steht kurz vor der Pubertät. Das ist noch mal eine besondere Zeit für Kinder, besonders für Mädchen. Insgesamt ist also von Anfang an klar, dass Sasha alles sein kann, aber nicht glücklich. Ich weiß nicht, wie die Zielgruppe darauf reagiert, mich hat Sasha sofort für sich gewonnen und ihre Situation hat mich sehr bewegt. Auf Anhieb sprang bei mir der Beschützerinstinkt an. Dass Sasha niemandem sagt, was in ihr vorgeht, macht mich sehr betroffen. Dennoch kann ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Mit Traurigkeit fing bei ihrer Mutter alles an und Sasha weiß nicht, wo Traurigkeit aufhört und Depression beginnt. Sasha will leben, Sasha will glücklich werden und Sasha möchte niemanden so traurig machen, wie ihre Mutter das getan hat. Für sie ist die logische Konsequenz, so zu handeln, wie sie es tut. Die Idee, Comedy Queen zu werden, um dieses Ziel zu erreichen, ist naheliegend. Jenny Jägerfeld erzählt eine sehr traurige Geschichte auf sehr humorvolle Weise. Das mag zunächst seltsam klingen, doch zeigt es gerade der Zielgruppe, wie nah beide Gefühle beieinander liegen. Auch lernen die Kids, wie wichtig es ist, sich auszutauschen. Ob nun mit einem Elternteil, Freunden oder Vertrauenspersonen – andere Personen können einem die Denkfehler zeigen oder auch ganz einfach helfen. Mich hat das Buch sehr bewegt und am Ende habe ich tatsächlich heftig weinen müssen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter mir nach fast 8 Jahren noch immer übel fehlt (sie starb allerdings an einer Krankheit, hat sich nicht das Leben genommen). Aber ganz viel liegt es auch daran, dass Jenny Jägerfeld exakt die richtigen Worte gefunden hat, die sie Sasha hat sagen lassen. Man merkt einfach, dass sie Fachwissen besitzt! Schade finde ich, dass auf der Buchrückseite/im Klappentext meiner Meinung nach viel zu viel vom Buchinhalt vorweggenommen wird! Dafür kann die Autorin allerdings nichts, nur der Verlag. Deshalb gebe ich der Story, der Autorin und der Übersetzerin die vollen fünf Sterne.

Vom Umgang mit Trauer und dem Suizid eines geliebten Menschen

Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 03.04.2021
Bewertungsnummer: 1462971
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sasha möchte nicht weinen und nicht trauern, auch wenn das keiner verstehen kann. Ihre Mutter litt unter Depressionen und hat sich das Leben genommen. Deshalb will Sasha alles anders machen als sie, denn, davon ist sie überzeugt, nur so kann sie überleben. Doch Sasha spricht mit niemandem über ihren Plan und ihre Liste und so trifft sie auf Unverständnis und muss gegen die Bemühungen ihrer Mitmenschen ankämpfen, ihr zu helfen … Es ist immer schlimm, die Mutter zu verlieren. Ob als Kind oder als Erwachsener – man kommt mit dieser Situation ganz schlecht klar. Für alle Hinterbliebenen ist es noch dazu besonders schwer, den Freitod eines geliebten Menschen zu verstehen und akzeptieren. Sasha ist an der Schwelle zum Teenager, sie steht kurz vor der Pubertät. Das ist noch mal eine besondere Zeit für Kinder, besonders für Mädchen. Insgesamt ist also von Anfang an klar, dass Sasha alles sein kann, aber nicht glücklich. Ich weiß nicht, wie die Zielgruppe darauf reagiert, mich hat Sasha sofort für sich gewonnen und ihre Situation hat mich sehr bewegt. Auf Anhieb sprang bei mir der Beschützerinstinkt an. Dass Sasha niemandem sagt, was in ihr vorgeht, macht mich sehr betroffen. Dennoch kann ich ihre Beweggründe nachvollziehen. Mit Traurigkeit fing bei ihrer Mutter alles an und Sasha weiß nicht, wo Traurigkeit aufhört und Depression beginnt. Sasha will leben, Sasha will glücklich werden und Sasha möchte niemanden so traurig machen, wie ihre Mutter das getan hat. Für sie ist die logische Konsequenz, so zu handeln, wie sie es tut. Die Idee, Comedy Queen zu werden, um dieses Ziel zu erreichen, ist naheliegend. Jenny Jägerfeld erzählt eine sehr traurige Geschichte auf sehr humorvolle Weise. Das mag zunächst seltsam klingen, doch zeigt es gerade der Zielgruppe, wie nah beide Gefühle beieinander liegen. Auch lernen die Kids, wie wichtig es ist, sich auszutauschen. Ob nun mit einem Elternteil, Freunden oder Vertrauenspersonen – andere Personen können einem die Denkfehler zeigen oder auch ganz einfach helfen. Mich hat das Buch sehr bewegt und am Ende habe ich tatsächlich heftig weinen müssen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter mir nach fast 8 Jahren noch immer übel fehlt (sie starb allerdings an einer Krankheit, hat sich nicht das Leben genommen). Aber ganz viel liegt es auch daran, dass Jenny Jägerfeld exakt die richtigen Worte gefunden hat, die sie Sasha hat sagen lassen. Man merkt einfach, dass sie Fachwissen besitzt! Schade finde ich, dass auf der Buchrückseite/im Klappentext meiner Meinung nach viel zu viel vom Buchinhalt vorweggenommen wird! Dafür kann die Autorin allerdings nichts, nur der Verlag. Deshalb gebe ich der Story, der Autorin und der Übersetzerin die vollen fünf Sterne.

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Comedy Queen

von Jenny Jägerfeld

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