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Atlas der verlorenen Sprachen

Aus der Reihe Sprach-Infotainment
4

29,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Illustriert von

Hanna Zeckau

Verlag

Duden ein Imprint von Cornelsen Verlag GmbH

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

17,6/24,4/2,7 cm

Gewicht

600 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-411-70984-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.10.2020

Illustriert von

Hanna Zeckau

Verlag

Duden ein Imprint von Cornelsen Verlag GmbH

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

17,6/24,4/2,7 cm

Gewicht

600 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-411-70984-7

Herstelleradresse

Bibliograph. Instit. GmbH
Mecklenburgische Straße 53
14197 Berlin
DE

Email: info@cvk.de

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  • Bewertung

    5/5

    23.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bisschen Geschichte und Kultur...

    Ein bisschen Geschichte und Kultur verpackt in Bildern und hochinteressanten Fakten. Das Buch lässt sich nur schwer aus der Hand legen und gibt, für die recht kurzenTexte, einen tiefen Einblick in fast schon vergessene oder unbekannte Welten. Der Titel hält was er verspricht.

  • Meggie

    aus Mertesheim

    5/5

    13.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine sprachliche Reise um die Welt

    Auf unserer Erde gibt es sehr viele Sprachen. Bedenkt man das Lied von Mark Forster, dann sind es knapp 6.500. Allerdings sind davon einige vom Aussterben bedroht. Viele sind sogar schon ausgestorben. Das Buch des Duden Verlages "Atlas der verlorenen Sprachen" beschäftigt sich genau damit und stellt uns 50 Sprachen rund um den Globus vor, die nur noch von wenigen oder gar keinem mehr gesprochen werden. Wir starten in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Leider gibt es hier aber auch eine Begrenzung, denn es gibt dort Sprachen, die nur noch von wenigen gesprochen werden. So z. B. auf Vancouver Island, wo es gerade noch 130 SprecherInnen der Sprache Nuu-cha-Nulth gibt. Oder im Südwesten von Kanada, wo weniger als 1000 SprecherInnen noch wissen, wie MIchif gestochen wird. In Feuerland gibt es gerade mal noch eine Sprecherin der Sprache Yámana (Stand März 2020). Sogar in Deutschland gibt es eine Sprache, die kurz vor Aussterben steht. Mit 1.500 bis 2.500 Sprecherinnen gibt es dort die Sprache Saterfriesisch, die noch in Norddeutschland in drei "gallischen" Dörfer gesprochen wird. Sie gehört den indogermanischen Sprachen an, und wird auch Saterländisch oder Seeltersk genannt. Eine Schriftsprache gibt es erst seit jüngster Zeit. Wir begeben uns sprachlich auch noch auf die anderen Kontinente der Erde. Das Buch zeigt nicht nur auf, welche Sprachen es gibt, sondern auch wie sie entstanden, welche wichtigen Wörter es darum gibt, ebenso warum - wenn bekannt - eine Auslöschung droht. Diese Hintergrundinfos waren allesamt sehr interessant. Die Lebens- und Denkweise der einzelnen Völker wurde ebenfalls etwas angerissen. Kleine Illustrationen runden das Gesamtbild des Buches ab. Die Aufmachung des Buches finde ich sehr toll. Die Haptik ist einzigartig und erinnert an ein Buch, welches schon mindestens 100 Jahre alt ist. Ich halte es gerne in Händen. Die Texte waren sehr informativ und ich weiß, dass ich auch in ein paar Jahren bestimmt nochmal gerne danach greifen werde, um sprachlich um die Welt zu reisen. Meggies Fussnote: Eine sprachliche Reise um die Welt.

  • Sani Hachidori

    5/5

    07.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Liebeserklärung an unsere Vielfältigkeit!

    Das Buch "Atlas der verlorenen Sprachen" habe ich gesehen und war sofort Feuer und Flamme, es zu lesen. Der Duden Verlag hat eine Menge interessanter und liebevoll gestalteter Bücher über Sprache und alles, was es darüber zu erzählen gibt. Ob und wie mir nun der Atlas gefallen hat, berichte ich euch im Folgenden. INHALT: Der Atlas der verlorenen Sprachen untergliedert sich in Kontinente. Für jeden Kontinent werden zwischen 9-11 Sprachen vorgestellt, die ausgestorben oder vom Aussterben bedroht sind. Dabei wird auch viel Wissen über die Völker vermittelt, die diese Sprachen lebten und jetzt noch sprechen. Denn - und das lernt der Leser ganz eindrücklich in diesem Buch - die Sprache ist eng mit unserer Kultur, unserem Denken und unserer Sicht auf die Welt verknüpft. Natürlich sind diese Sprachen nicht die einzigen, die hier aufgeführt werden müssten, aber der DUDEN Verlag hat mich dahingehend informiert, dass die Auswahl der Sprachen für dieses Buch ennorm schwer fiel, weil jede Sprache etwas Besonderes hat. Zwischen all den Kapitel gibt es immer mal wieder Zusammenfassungen, die allgemein Wissenswertes zu Sprachen vermitteln. Die einzelnen Kapitel werden immer durch eine Karte eingeleitet, die das Verbreitungsgebiet auf dem Globus darstellt. Manchmal sind es winzig kleine Inseln bis hin zu riesigen Gebieten. Das Buch berichtet mir Charme und Witz, aber auch viel Feingefühl und Tiefgründigkeit von der Vielfalt unserer bedrohten Sprachen. Da gibt es Sprachen von Völkern, deren Urtier und somit Erschaffer der Welt eine Ente ist. Oder Sprachen, die nur von einer einzigen Person auf dem Planeten gesprochen werden. Sprachen, die Völker sprachen, die die Grundlage für die Geschichte Jim Knopfs waren. Oder viele Sprachen, die durch die Kolonialisierung zerstört oder neu erschaffen wurden. Sprachen von vermeintlich Wilden in denen der Eigenname des Volkes schlichtweg "Mensch" bedeutet. Sprachen, die keine Farben oder Richtungen kennen. Sprachen, die über 60 verschiedene Verwandschaftsverhältnisse kennen. Sprachen, die viel komplexer als unsere eigene sind und von unseren Vorfahren trotzdem als minderwertig angesehen wurden. Sprachen, die nur mündlich oder schriftlich existieren. Geheimsprachen, die bspw. Frauen ohne Zugang zu Bildung eine Möglichkeit zum Ausdruck gaben. Und vor allem Sprachen, die kein "Danke" kennen, weil sowieso alles geteilt wird, in denen die Wörter "Krieg" und "Mord" nicht existieren. Die vielen farbigen Illustrationen aus der Feder von Hanna Zeckau runden das Gesamtbild ab und setzen dem Lesevergnügen das Krönchen auf. SCHREIBSTIL: Rita Mielke schreibt mit einer Leichtigkeit über die Völker und ihre Sprachen, die mich oft vergessen ließ, dass ich ein Sachbuch lese. Für Laien ist es genau so verständlich, wie für Sprachinteressierte - und ich denke, dass selbst Experten dem Buch etwas abgewinnen werden. Die Autorin bringt das Wichtigste auf den Punkt, ohne dabei langweilig zu werden. Einige Kapitel haben mich so neugierig gemacht, dass ich mich tiefer belesen habe. Der Humor und die liebevolle Note, mit der das Wissen vermittelt wird, geben dem Buch den letzten Schliff. So geht unterhaltsame Aufbereitung von Informationen! FAZIT: Der DUDEN Verlag hat hier ein brandaktuelles Thema wunderbar charmant und liebevoll verpackt. Die einzelnen Kapitel lesen sich auch schnell mal Zwischendurch oder nebenbei und vermitteln neben dem Wissen über die vielen Sprache auch eine wahnsinnig wichtige Botschaft. Ich war so fasziniert von den Sprachen und Völkern dieser Welty dass ich es nicht aus der Hand legen wollte. So konnte sich der Atlas zu einem absoluten Highlight mausern. Ein Buch wie eine Liebeserklärung an unsere Welt, an uns selbst, unsere Vielfältigkeit und an unsere Sprachen, die es sich zu erhalten lohnt. Ein Weckruf gegen das Sprachensterben und ein so gar nicht langweiliges Lexikon, welches mich oft zum Staunen brachte.

  • ws

    aus Markdorf

    4/5

    19.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unter anderem die Folgen der…

    Unter anderem die Folgen der Überheblichkeit des Kolonialismus und Imperialismus Europas & der USA Dass dieses Buch durchaus lesenswert ist, sei an Hawaiianisch verdeutlicht. Einer Sprache, die heutzutage schätzungsweise gerade noch von 2.000 Menschen gesprochen wird. Das Kapitel trägt zu Recht für den einleitenden Abschnitt den Titel "Zu Gast bei den »Kindern der Freude«". Der deutsche Naturforscher Adelbert von Chamisso, kam auf einer seiner Reisen im Jahr 1816 nach Hawaii. Eigentlich, um die dortige Botanik zu erforschen. "Er hatte solchen Gefallen an der Sprache der Inselbewohner gefunden, dass er sich mit König Kamehameha I. sogar auf hawaiianisch unterhalten konnte. Überhaupt war Adelbert von Chamisso weit entfernt von der kolonialen Hybris, als er 1815 als Teil der russisch-europäischen Rurik-Expedition zu einer dreijährigen Weltumsegelung aufbrach: »Feierlichen Protest« erhob er gegen die Unsitte, Menschen fremder Kulturen als »Wilde« abzuwerten oder deren Sprache als »kindisch« zu verunglimpfen. Gerade die Erlebnisse auf Hawaii, wo er nicht zuletzt an heiligen Zeremonien der Inselbewohner teilnehmen durfte, belehrten ihn eines Besseren: »Gegen die Lustigkeit, mit der sie vollzogen wurden, könnte die Lustbarkeit eines unserer Maskenbälle für ein Leichenbegängnis angesehen werden«, schrieb er später in seinen Reiseaufzeichnungen. "Wie Kolonialisierung und Missionierung bedenkenlos fremde Sprachen und Kulturen verdrängten und dem Vergessenwerden aussetzten, empörte ihn zutiefst: »Es wird nun schon zu spät. Auf O-Taheiti, auf O-Waihi verhüllen Missionshemden die schönen Leiber, alles Kunstspiel verstummt, und der Tabu des Sabbaths senkt sich still und traurig über die Kinder der Freude.« (Seite 195) Alleine schon die Bezeichnung "Humuhumunukunukuāpua'a" ist ein Beweis für die Schönheit des Hawaiianischen, in dem nur zwölf Buchstaben zur Verfügung stehen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Und nur an einem Beispiel, eben Hawaiianisch verdeutlicht. Die weiteren in dem Atlas beschriebenen verlorenen Sprachen sind nicht minder interessant. Und geben wieder, was die angeblich 'zivilisierte Welt‘ der Europäer dem Rest der Welt angetan hat.

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