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Produktbild: Sweetest Fruits

Sweetest Fruits Roman (Eine Koproduktion mit hr2-kultur)

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Rebecca Madita Hundt + weitere

Spieldauer

10 Stunden und 9 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

04.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

BONNEVOICE Hörbuchverlag

Übersetzt von

Claudia Wenner

Sprache

Deutsch

EAN

4064066256104

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

10 Stunden und 9 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

04.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

123

Verlag

BONNEVOICE Hörbuchverlag

Übersetzt von

Claudia Wenner

Sprache

Deutsch

EAN

4064066256104

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  • Bewertung

    5/5

    29.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lafcadio Hearn, historischer Journalist...

    Lafcadio Hearn, historischer Journalist und Reiseschriftsteller wird aus der Sicht seiner drei wichtigsten Frauen geschildert! Das ist großartig, weltumspannend und abenteuerlich, besonders der japanische Teil! Er selbst bleibt allerdings eine suchende und fremde Randfigur!

  • Anne Kaffeekanne

    3/5

    04.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessante Idee, hat mich aber emotional nicht berührt.

    Drei sehr unterschiedliche Frauen, die ihn auf ihre Weise liebten, erzählen aus Lafcadio Hearns Leben. Lafcadio war (laut wikipedia) ein Schriftsteller, "dessen Werke das westliche Bild von Japan im beginnenden 20. Jahrhundert entscheidend geprägt haben." Hearns Mutter ist Griechin, die sich mit ihrer Liebe zu seinem Vater, einem irischen Offizier, gegen ihre Familie stellt. Seine erste Frau ist eine afroamerikanische ehemalige Sklavin, seine zweite Frau Japanerin, die ihm die Geschichten erzählt, deren Niederschrift ihn berühmt machen sollen. Die drei Frauen lernen ihn zu unterschiedlichen Zeiten seines Lebens kennen und interpretieren sein Verhalten und seine Persönlichkeit ganz unterschiedlich. Es ergibt sich das vielschichtige Bild eines Mannes zwischen den Kulturen. Das ist an sich eine schöne Idee, aber es konnte mich emotional kaum berühren. Ich konnte kaum eine Verbindung zu den Personen aufbauen. Vielleicht, weil so unpersönlich erzählt wird oder weil mir Hearn vorher nicht bekannt war. Interessant ist es auf jeden Fall mehr über die Hintergrundgeschichte eines berühmten Schriftstellers zu erfahren und wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ihn sind.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    30.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heimatloser Literat In ihrer…

    Heimatloser Literat In ihrer literarischen Biografie «Sweetest Fruits» erzählt die in den USA lebende Schriftstellerin Monique Truong vom wechselvollen Leben des irisch-griechischen Reiseschriftstellers Lafcadio Hearn. Die erste Biografie über ihn erschien schon 1906, zwei Jahre nach dem Tod des 54jährigen Journalisten, geschrieben von Elisabeth Bisland, die damals insbesondere durch ihr spektakuläres Wettrennen auf den Spuren von Jules Vernes rund um die Welt bekannt war. Aus dem zweibändigen Werk dieser amerikanischen Journalistin über ihren Freund und Kollegen Hearn werden, als Zwischenberichte quasi, den drei fiktionalen Teilen des Romans jeweils einige Seiten mit Zitaten beigefügt, wodurch ein authentisches Erzählgerüst entsteht. Monique Truong erzählt aus den Perspektiven dreier Frauen vom Leben ihres Helden, beginnend auf einer griechischen Insel, wo Rosa ihrem bedrückenden Leben durch die Ehe mit einem dort stationierten irischen Stabsarzt zu entkommen sucht und mit ihm nach Dublin geht. Als die Ehe scheitert, lässt sie notgedrungen ihren kleinen Sohn Patricio in der Obhut der Familie und kehrt mittellos auf ihre Insel zurück. Im zweiten Teil erzählt Alethea, eine ehemalige Sklavin, die in einer billigen Pension als Köchin arbeitet, wie sie Patricio Hearn als Gast kennenlernt. Er war nach seiner Schulzeit in Irland von den Verwandten, die ihn großgezogen hatten, mittellos nach New York geschickt worden, hat sich mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen und später in Cincinnati eine schlechtbezahlte Stelle als Journalist gefunden, der Anfang seiner literarischen Karriere. Alethea heiratet Pat, wie sie ihn nennt, aber die Ehe hält nur drei Jahre, ehe Hearn sich schließlich in Richtung New Orleans absetzt und sich scheiden lässt. Das Paar hat nur noch sporadisch Briefkontakt, zuletzt kommt ein Brief aus Martinique, wo der Weltenbummler inzwischen wohnt. Setsu, die Tochter eines Samurai, erzählt im dritten Teil schließlich, wie sie in der japanischen Hafenstadt Matsue den Englischlehrer Patrick Hearn kennenlernt, der sie heiratet, japanischer Staatsbürger wird und den Namen Yakumo annimmt. Sie haben vier Kinder miteinander, Hearn schreibt mehrere Bücher und wird Professor an der Universität von Tokio. Es sind ganz unterschiedlichen Frauen, die diesen Globetrotter und Literaten porträtieren, wobei Monique Truong ihnen eine stilistisch jeweils ganz eigene Stimme verleiht. Rosa, die Mutter Hearns, diktiert auf dem Schiff einer Mitreisenden ihre Geschichte von der frühen Kindheit ihres Sohnes. Alethea, die gutgläubige Analphabetin, erzählt im Interview der Biografin naiv von ihrer Ehe, die letztlich scheiterte, als ihr Mann seine Stellung verlor, weil er mit einer Farbigen verheiratet war. Setsu schließlich rekapituliert nach dem Tod ihres Mannes sprachlich blumig in Du-Form das unstete Leben mit Hearn. Die auf drei Kontinenten lebenden Frauen offenbaren dabei mehr über sich selbst als über den Romanhelden. Sie hatten in der zweiten Hälfte des Neunzehnten Jahrhunderts mit vielerlei Anfeindungen zu kämpfen, die nicht nur sexistischer Art waren, auch gesellschaftliche Unterdrückung, Standesdünkel und Rassenhass trübten ihr Leben. Hearn selbst bleibt als Figur seltsam farblos, er war nach einem Unfall als Kind auf einem Auge fast blind, liebte die Natur über alles und verabscheute das hektische, moderne Leben, dessen dunkle Seiten er als Journalist bestens kannte, über das er immer wieder seine Reportagen schrieb. Die fraktionelle Erzählweise des Romans eröffnet einerseits interessante Perspektiven, erfordert aber auch die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Der sieht sich zudem vielen fremdsprachigen Begriffen gegenüber, mit denen er mangels Register allein zurechtkommen muss. Es sind drei liebende Frauen, die diesen Roman prägen, die Kinder aber sind es letztendlich, die als «Süßeste Früchte» den Lebensbaum veredeln. Sie stehen auch für Beständigkeit als Gegenpol zum unsteten Leben eines heimatlosen Literaten.

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