Nationalsozialistische Nachkriegskonzeptionen für die eroberten Gebiete Osteuropas Vom Januar 1940 bis zum Januar 1943
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
05.11.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
98 (Printausgabe)
Dateigröße
595 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346050021
Als zeitliche Begrenzung wurden der Januar 1940 (erster Generalplan der SS) und der Januar 1943 (letzte AWI-Planung) gewählt. Wichtiger als die eben angedeutete und sicher auch nicht zufällige Quellenpräsenz ist für die Wahl des Zeitraumes die Tatsache, daß zwischen dem relativ problemlos gewonnenen Polenfeldzug und der offensichtlich unabänderlichen Kriegswende durch die militärische Niederlage von Stalingrad unter der Voraussetzung eines gewonnenen Krieges oder wenigstens mit mäßigem militärischem Aufwand haltbarer Gebietsgewinne geplant wurde. Die Quellen geben somit Auskunft über die wirklichen Zielprojektionen im Nationalsozialismus, und nicht über die unter dem Zwang der Ereignisse notgedrungen ventilierten Kompromisse. Dem möglichen Einwand, daß bereits vor Stalingrad ersichtlich gewesen sei, daß die Kriegsziele nicht mehr erreichbar waren, kann nur eingeschränkt zugestimmt werden, da sich dieser vor allem durch das heutige Wissen aus der Retrospektive ergibt. Notwendig erscheint eine entsprechende Beachtung bei der Betrachtung der Äußerungen Hitlers.
Wird von nationalsozialistischen Planungen für die besetzten Gebiete Osteuropas gesprochen, so findet fast automatisch der Begriff "Generalplan Ost" Verwendung. Abgesehen davon, daß es nicht einen GPO, sondern mehrere SS-Konzepte oder Planungsstufen mit dieser oder ähnlicher Bezeichnung gab, so daß man von Generalplänen oder Neuordnungsplänen sprechen sollte, sind diese nur die bekanntesten, meistgenannten bzw. als am wichtigsten erachteten Konzeptionen. Dies hängt sicher auch mit der starken Machtposition der SS zusammen. Neben der SS plante auch das AWI der DAF. Das Ministerium Rosenberg, weitere Institutionen sowie zahlreiche Einzelpersonen, welche Denkschriften veröffentlichten, hatten ebenfalls mehr oder weniger konkrete Vorstellungen. Der Begriff Planungseuphorie scheint hier nicht fehl am Platz zu sein.
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