Produktbild: Die Laternenträger

Die Laternenträger

1

35,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Illustriert von

Daniel Seex

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

310

Maße (L/B/H)

22,1/14,9/3,7 cm

Gewicht

527 g

Auflage

Limitierte und von 1 bis 1111 nummerierte bibliophile Neuausgabe zum 100. Geburtstag der Autorin

Originaltitel

The Lantern Bearers

Übersetzt von

Astrid dem Borne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-1412-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Illustriert von

Daniel Seex

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

310

Maße (L/B/H)

22,1/14,9/3,7 cm

Gewicht

527 g

Auflage

Limitierte und von 1 bis 1111 nummerierte bibliophile Neuausgabe zum 100. Geburtstag der Autorin

Originaltitel

The Lantern Bearers

Übersetzt von

Astrid dem Borne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-1412-8

Herstelleradresse

Freies Geistesleben GmbH
Landhausstr. 82
70190 Stuttgart
DE

Email: info@geistesleben.com

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Sutcliffs tiefgründigstes Buch

bookish poetry am 24.08.2021

Bewertungsnummer: 1554903

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Britannien um das Jahr 440 nach Christus: 400 Jahre lang haben die Römer das Land besetzt und sich im Lauf der Zeit mit den meisten Bewohnern verbunden. Die Hauptfigur des Buches, der 18jährige Legionär Aquila, ist keltischer Christ und dient in der römischen Armee. Zu Beginn des Romans lernen wir ihn, seine Schwester Flavia und den Vater Flavian, die er beide sehr liebt, auf ihrem Hofgut kennen. Der alte, erblindete Vater ahnt bereits, dass der innere Friede im Land enden wird, denn sächsische Angreifer, Picten und Sklavenaufstände sorgen für Unruhe. Seine Hoffnung ruht auf dem britannischen Prinzen Ambrosius, der im Untergrund lebt. Da jedoch auch Rom selbst durch Barbarenangriffe bedroht ist, werden die römischen Truppen auch dort gebraucht und aus Britannien nach Rom zurückbeordert. Aquila kann es nicht ertragen, seinen alten Vater und seine jüngere Schwester zu verlassen, und so desertiert er von den «Adlern» und schleicht sich heimlich zum Gut seiner Familie, wobei er sich der Schuld gegenüber seinen Kameraden schmerzlich bewusst ist. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr wird die Familie von einer sächsischen Truppe im Auftrag des Sachsenführers Hengest brutal angegriffen. Der Vater und alle Bediensteten werden ermordet, die Farm wird niedergebrannt und Aquilas Schwester verschleppt. Er selber kann einen Anführer töten, wird jedoch überwältigt und an einen Baum gebunden zurückgelassen, damit die Wölfe ihn fressen sollen. Ehe es dazu kommt, taucht eine Gruppe jütländischer Angreifer auf Beutezug auf. Sie befreien Aquila und nehmen ihn als Sklaven mit nach Jütland, wo er drei Jahre lang dienen muss. Missernten zwingen die Jütländer schliesslich dazu, nach Britannien auszuwandern. So kehrt Aquila als Gefangener in seine Heimat zurück. Das Schicksal führt Aquila noch einmal mit seiner Schwester Flavia zusammen. Sie lebt nun als Frau eines Sachsen im Dorf und hat mit ihm ein Kind. Aquila drängt sie, mit ihm in die Wälder zu fliehen, doch Flavia kann und will ihr Kind und ihren Mann nicht verlassen. Sie verhilft jedoch ihrem zutiefst von ihr enttäuschten und verbitterten Bruder zur Flucht. Aquila irrt tagelang durch die Wälder, ehe er dem gutmütigen Einsiedlermönch Ninnias begegnet. Dieser befreit ihn von seinem Sklavenhalsring und versucht gleichzeitig, den Hass und die Rachegedanken aus seinem Herzen zu vertreiben. Auf Ninnias’ Rat hin begibt sich Aquila in die walisischen Berge, um Ambrosius seinen Dienst anzubieten. Schon bald verbindet die beiden Männer eine gute Freundschaft, auch wenn Aquila ansonsten verschlossen und verbittert bleibt. Die von seinem Herrn für ihn arrangierte Hochzeit mit der Keltin Ness ist für ihn daher mehr Last als Grund zur Freude. Erst die Geburt des gemeinsamen Sohnes lässt Aquila ein wenig warmherziger werden. Als es zum Aufstand der Kelten gegen Aquila kommt, ist es Ness, die sich ebenso wie einst Aquilas Schwester Flavia gegen ihr Volk und für ihr Kind und ihren Mann entscheidet, und damit zum ersten Mal so etwas wie Verständnis in Aquila wecken kann. Die weiteren Jahre sind geprägt vom Wechsel zwischen Kämpfen gegen die Sachsen und unruhigen Zeiten des Waffenstillstands. Erst mit Hilfe seines Neffen Artos gelingt es Ambrosius schliesslich, die Sachsen vorläufig für längere Zeit zu besiegen. Aquila begegnet derweil seinem eigenen Neffen, der auf Seiten der Sachsen kämpft und schwer verwundet wird. Es gelingt Aquila, den Jungen zu versorgen, zu verstecken und schliesslich mit einer Botschaft zu Flavia zurückzuschicken. Als er diese Tat schliesslich seinem neuen britannischen Hochkönig Ambrosius beichtet, vergibt dieser ihm und verhilft ihm so endlich zu innerer Freiheit und Zufriedenheit. MEINE MEINUNG: Dies ist kein fröhliches Buch. Und trotzdem ist es zugleich ein sehr hoffnungsvolles. Die wenigen wirklich unbeschwert fröhlichen Kapitel befinden sich ganz am Anfang des Buches. Doch schnell werden wir Zeugen der Zerstörung von Aquilas Freude und allem, was er liebt. Rosemary Sutcliff wäre nicht die grossartige Schriftstellerin, als die ich sie schätze und verehre, wenn sie Aquila einfach seinem Schicksal überlassen würde. Es gelingt ihr, dass die Leser sich einfühlen in seinen Schmerz. Wir können seinen persönlichen Verlust spüren – und die Zerrissenheit der Menschen und Völker um ihn herum, deren Welt sich im Wandel und Untergang befindet. Doch Sutcliff bleibt dabei nicht stehen. Mehr als in jedem anderen Buch von ihr sind bei «Die Laternenträger» der Titel, die verschiedenen Charaktere, welche uns begegnen, die Themen und Symbole, die sich durch das ganze Buch ziehen, tief bedeutsam und verweisen auf etwas Höheres, Gutes. Sie illustrieren, was es bedeutet, inmitten der Dunkelheit ein Licht hochzuhalten. Und so ist dieser Roman gerade und besonders auch eine Geschichte darüber, wie man inmitten von Unterdrückung an der Menschlichkeit festhalten kann. Es ist eine Geschichte darüber, wie jedes Mal, wenn die Welt unterzugehen scheint und alles Leben und allen Lebenssinn mit sich zieht, das Leben und das Licht immer noch weiterleuchten kann. Dreimal begegnet Aquila dem Imkermönch Ninnias. Er ist jedes Mal der ruhende Pol und die moralische Instanz in einer unruhigen, unmoralischen Zeit des Kämpfens und Tötens. Seine handwerklichen Heilerfähigkeiten korrelieren mit seiner Fähigkeit, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln. Aquilas unstete Reisen gleichen hingegen seiner inneren Zerrissenheit und bilden den Gegenpol zu Ninnias. Aquila ist äusserlich gefangen als Sklave, und er ist es innerlich in seiner Leere und seiner Unfähigkeit, sich nach dem Verlust seiner Schwester um die Menschen zu kümmern, die ihm nahe sein wollen. Ein weiterer Heiler ist der Arzt Eugenus. Auch er weiss um die Bedeutsamkeit von Hoffnung und Licht für die Seele des Menschen. Ihn lässt Sutcliff am Ende des Romans die bedeutsamen Worte sprechen: «Es mag sein, dass es am Ende Nacht um uns wird, aber ich glaube, dass wieder ein Morgen kommt. Der Morgen wächst immer wieder aus der Nacht, wenn auch vielleicht nicht für die Menschen, die die Sonne untergehen sahen. Wir sind die Laternenträger, mein Freund; es ist an uns, danach zu sehen, dass das Feuer nicht erlischt, dass wir das Licht, möge es auch noch so klein sein, in die Dunkelheit und den Sturm hineintragen.» Es sind die Schönheit der Sprache, für die Rosemary Sutcliff bekannt ist, die ergreifenden Naturbeschreibungen und die vielfältigen symbolischen Anspielungen, welche dieses Buch für mich zu etwas ganz Besonderem machen.

Sutcliffs tiefgründigstes Buch

bookish poetry am 24.08.2021
Bewertungsnummer: 1554903
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Britannien um das Jahr 440 nach Christus: 400 Jahre lang haben die Römer das Land besetzt und sich im Lauf der Zeit mit den meisten Bewohnern verbunden. Die Hauptfigur des Buches, der 18jährige Legionär Aquila, ist keltischer Christ und dient in der römischen Armee. Zu Beginn des Romans lernen wir ihn, seine Schwester Flavia und den Vater Flavian, die er beide sehr liebt, auf ihrem Hofgut kennen. Der alte, erblindete Vater ahnt bereits, dass der innere Friede im Land enden wird, denn sächsische Angreifer, Picten und Sklavenaufstände sorgen für Unruhe. Seine Hoffnung ruht auf dem britannischen Prinzen Ambrosius, der im Untergrund lebt. Da jedoch auch Rom selbst durch Barbarenangriffe bedroht ist, werden die römischen Truppen auch dort gebraucht und aus Britannien nach Rom zurückbeordert. Aquila kann es nicht ertragen, seinen alten Vater und seine jüngere Schwester zu verlassen, und so desertiert er von den «Adlern» und schleicht sich heimlich zum Gut seiner Familie, wobei er sich der Schuld gegenüber seinen Kameraden schmerzlich bewusst ist. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr wird die Familie von einer sächsischen Truppe im Auftrag des Sachsenführers Hengest brutal angegriffen. Der Vater und alle Bediensteten werden ermordet, die Farm wird niedergebrannt und Aquilas Schwester verschleppt. Er selber kann einen Anführer töten, wird jedoch überwältigt und an einen Baum gebunden zurückgelassen, damit die Wölfe ihn fressen sollen. Ehe es dazu kommt, taucht eine Gruppe jütländischer Angreifer auf Beutezug auf. Sie befreien Aquila und nehmen ihn als Sklaven mit nach Jütland, wo er drei Jahre lang dienen muss. Missernten zwingen die Jütländer schliesslich dazu, nach Britannien auszuwandern. So kehrt Aquila als Gefangener in seine Heimat zurück. Das Schicksal führt Aquila noch einmal mit seiner Schwester Flavia zusammen. Sie lebt nun als Frau eines Sachsen im Dorf und hat mit ihm ein Kind. Aquila drängt sie, mit ihm in die Wälder zu fliehen, doch Flavia kann und will ihr Kind und ihren Mann nicht verlassen. Sie verhilft jedoch ihrem zutiefst von ihr enttäuschten und verbitterten Bruder zur Flucht. Aquila irrt tagelang durch die Wälder, ehe er dem gutmütigen Einsiedlermönch Ninnias begegnet. Dieser befreit ihn von seinem Sklavenhalsring und versucht gleichzeitig, den Hass und die Rachegedanken aus seinem Herzen zu vertreiben. Auf Ninnias’ Rat hin begibt sich Aquila in die walisischen Berge, um Ambrosius seinen Dienst anzubieten. Schon bald verbindet die beiden Männer eine gute Freundschaft, auch wenn Aquila ansonsten verschlossen und verbittert bleibt. Die von seinem Herrn für ihn arrangierte Hochzeit mit der Keltin Ness ist für ihn daher mehr Last als Grund zur Freude. Erst die Geburt des gemeinsamen Sohnes lässt Aquila ein wenig warmherziger werden. Als es zum Aufstand der Kelten gegen Aquila kommt, ist es Ness, die sich ebenso wie einst Aquilas Schwester Flavia gegen ihr Volk und für ihr Kind und ihren Mann entscheidet, und damit zum ersten Mal so etwas wie Verständnis in Aquila wecken kann. Die weiteren Jahre sind geprägt vom Wechsel zwischen Kämpfen gegen die Sachsen und unruhigen Zeiten des Waffenstillstands. Erst mit Hilfe seines Neffen Artos gelingt es Ambrosius schliesslich, die Sachsen vorläufig für längere Zeit zu besiegen. Aquila begegnet derweil seinem eigenen Neffen, der auf Seiten der Sachsen kämpft und schwer verwundet wird. Es gelingt Aquila, den Jungen zu versorgen, zu verstecken und schliesslich mit einer Botschaft zu Flavia zurückzuschicken. Als er diese Tat schliesslich seinem neuen britannischen Hochkönig Ambrosius beichtet, vergibt dieser ihm und verhilft ihm so endlich zu innerer Freiheit und Zufriedenheit. MEINE MEINUNG: Dies ist kein fröhliches Buch. Und trotzdem ist es zugleich ein sehr hoffnungsvolles. Die wenigen wirklich unbeschwert fröhlichen Kapitel befinden sich ganz am Anfang des Buches. Doch schnell werden wir Zeugen der Zerstörung von Aquilas Freude und allem, was er liebt. Rosemary Sutcliff wäre nicht die grossartige Schriftstellerin, als die ich sie schätze und verehre, wenn sie Aquila einfach seinem Schicksal überlassen würde. Es gelingt ihr, dass die Leser sich einfühlen in seinen Schmerz. Wir können seinen persönlichen Verlust spüren – und die Zerrissenheit der Menschen und Völker um ihn herum, deren Welt sich im Wandel und Untergang befindet. Doch Sutcliff bleibt dabei nicht stehen. Mehr als in jedem anderen Buch von ihr sind bei «Die Laternenträger» der Titel, die verschiedenen Charaktere, welche uns begegnen, die Themen und Symbole, die sich durch das ganze Buch ziehen, tief bedeutsam und verweisen auf etwas Höheres, Gutes. Sie illustrieren, was es bedeutet, inmitten der Dunkelheit ein Licht hochzuhalten. Und so ist dieser Roman gerade und besonders auch eine Geschichte darüber, wie man inmitten von Unterdrückung an der Menschlichkeit festhalten kann. Es ist eine Geschichte darüber, wie jedes Mal, wenn die Welt unterzugehen scheint und alles Leben und allen Lebenssinn mit sich zieht, das Leben und das Licht immer noch weiterleuchten kann. Dreimal begegnet Aquila dem Imkermönch Ninnias. Er ist jedes Mal der ruhende Pol und die moralische Instanz in einer unruhigen, unmoralischen Zeit des Kämpfens und Tötens. Seine handwerklichen Heilerfähigkeiten korrelieren mit seiner Fähigkeit, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln. Aquilas unstete Reisen gleichen hingegen seiner inneren Zerrissenheit und bilden den Gegenpol zu Ninnias. Aquila ist äusserlich gefangen als Sklave, und er ist es innerlich in seiner Leere und seiner Unfähigkeit, sich nach dem Verlust seiner Schwester um die Menschen zu kümmern, die ihm nahe sein wollen. Ein weiterer Heiler ist der Arzt Eugenus. Auch er weiss um die Bedeutsamkeit von Hoffnung und Licht für die Seele des Menschen. Ihn lässt Sutcliff am Ende des Romans die bedeutsamen Worte sprechen: «Es mag sein, dass es am Ende Nacht um uns wird, aber ich glaube, dass wieder ein Morgen kommt. Der Morgen wächst immer wieder aus der Nacht, wenn auch vielleicht nicht für die Menschen, die die Sonne untergehen sahen. Wir sind die Laternenträger, mein Freund; es ist an uns, danach zu sehen, dass das Feuer nicht erlischt, dass wir das Licht, möge es auch noch so klein sein, in die Dunkelheit und den Sturm hineintragen.» Es sind die Schönheit der Sprache, für die Rosemary Sutcliff bekannt ist, die ergreifenden Naturbeschreibungen und die vielfältigen symbolischen Anspielungen, welche dieses Buch für mich zu etwas ganz Besonderem machen.

Kundinnen und Kunden meinen

Die Laternenträger

von Rosemary Sutcliff

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Laternenträger