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Ich fühl’s nicht

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12205

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2020

Verlag

Avant-verlag GmbH

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

25,1/18/1,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Katharina Erben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96445-028-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12205

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2020

Verlag

Avant-verlag GmbH

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

25,1/18/1,5 cm

Gewicht

511 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Katharina Erben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96445-028-9

Herstelleradresse

avant-Verlag, Berlin
Weichselplatz 3-4 HH
12045 Berlin
DE

Email: info@avant-verlag.de

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  • mari_liest

    5/5

    24.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    ... was zum Nachdenken ...

    In dieser Graphic Novel befasst sich Strömquist mit der Frage, ob wir in der heutigen Zeit der „Konsumgesellschaft“ überhaupt noch fähig sind zu lieben und eine andauernde Liebesbeziehung eingehen können. Kann man doch in Zeiten wie diesen die Partner*innen-Suche der Auswahl eines Konsumguts gleichsetzen. Wir haben Ansprüche an andere Menschen, differenzieren die Auswahl anhand von Kriterien (sportlich, belesen, kinderlieb, tierlieb, (Nicht-)Raucher*in, vegetarische Ernähung, etc.). Das „Werben“ umeinander hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert. Galt es vor ca. 100 Jahre noch als männlich, starke Gefühle zu zeigen, hat sich dies kulturell stark „modifiziert“. Um dieser Aussage tiefen Eindruck zu verleihen wird hier exemplarisch Leonardo DiCaprio in die Zange genommen. Ein Mann, der regelmäßig seine Beziehungen zu Frauen (meist Models) tauscht, wie andere ihre Unterhosen. Strömquist beschreibt, wie sich der Fokus in unserer heutigen Gesellschaft nur auf uns selbst richtet und so die Möglichkeit eine andere Person zu lieben eingeschränkt wird. Unterstrichen werden ihre Aussagen von Fachleuten. Strömquist zeigt auf, dass Leistung und Liebe nicht zusammenpassen und präsentiert uns Männer die sagen „Ich fühl’s nicht“. Mit Zeichnungen und satirischen Aussagen herangezogener Personen, wie bspw. Beyonce oder Sokrates, baut Strömquist die Brücke zur griechischen oder indischen Mythologie (Liebesgeschichte zwischen Shiva und Parvati). Entwickeln wir uns kontinuierlich zu Narzissten, die gar nicht mehr fähig sind zu lieben? Wann haben wir verlernt die Ecken und Kanten einer anderen Person zu mögen und begonnen zu glauben, dass Beziehungen perfekt sind? Sollten wir unser Konsumverhalten in diesem Kontext doch mal überdenken, ohne einen „gefühlten Rückschritt unseres Frauseins“ zu empfinden? ;-) Leseempfehlung!

  • Bewertung

    4/5

    14.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Liv Strömquist ist die Meisterin...

    Liv Strömquist ist die Meisterin des feministischen Comics! Ihr neues Buch zeigt, wie sich Liebe und Beziehungen in unserer Konsumgesellschaft verändert haben. Dabei stellt sie wichtige gesellschaftskritische Themen sachlich, mit starken Zeichnungen und sehr humorvoll dar.

  • leniisbooks

    3/5

    21.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ich fühl’s nicht

    3,5 ★ Mit Ich fühl’s nicht verbindet Liv Strömquist Gesellschaftskritik, Satire und Comicstil zu einer Analyse moderner Beziehungen und Liebesvorstellungen. Die Grundidee wirkt dabei interessant und stellenweise auch durchaus treffend, schwankt jedoch zwischen ironischer Überspitzung und fast essayartiger Theorie. Besonders die zahlreichen Zitate und philosophischen Einschübe sorgen dafür, dass das Buch teilweise eher wie ein Aufsatz als wie ein klassischer Comic wirkt. Gerade dadurch geht die Leichtigkeit, die man mit dem Medium verbindet, an einigen Stellen verloren. Gleichzeitig bleibt der Ton bewusst überspitzt und ironisch, wodurch die gesellschaftskritische Richtung deutlich wird. Die Beispiele aus der Popkultur wirken stark überzeichnet, passen aber zum satirischen Stil des Buches. Inhaltlich beschäftigt sich die Geschichte vor allem mit dem Gefühl, sich ständig anpassen zu müssen, um geliebt zu werden, sowie mit der Angst, etwas zu verpassen. Diese Gedanken wirken teilweise nachvollziehbar, werden stellenweise aber auch recht pauschal dargestellt. Der Zeichenstil bleibt schlicht, unterstützt aber den analytischen Charakter des Comics. Philosophische und psychologische Ansätze werden zwar eingebaut, wirken jedoch teilweise etwas abstrakt und nicht immer leicht greifbar. Emotional hinterlässt das Buch weniger ein starkes Gefühl als vielmehr Denkanstöße. Der Ton bewegt sich konstant zwischen Satire und Ernst, wodurch der Comic weniger wie reine Unterhaltung, sondern vielmehr wie eine gesellschaftliche Analyse im Comicstil wirkt. Fazit: Ich fühl’s nicht ist ein ungewöhnlicher Comic, der moderne Liebe und gesellschaftliche Erwartungen kritisch betrachtet. Die Mischung aus Ironie, Theorie und Gesellschaftsanalyse funktioniert nicht immer gleich gut, bietet aber einige interessante Gedankenanstöße über Beziehungen, Selbstoptimierung und emotionale Unsicherheit.

  • lesepassion

    3/5

    30.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Warum fällt es uns in der…

    Warum fällt es uns in der aktuellen Gesellschaft so schwer zu lieben? Wie beeinflusst uns dabei das Streben nach Autonomie und Unabhängigkeit? Und was macht es mit uns, dass uns gefühlt 1000 Optionen offen stehen? Passt Liebe in das Schema der Selbstoptimierung oder verhindert diese die Möglichkeit sich zu verlieben? Ist Verliebtsein eine Minireligion? Und warum hört man manchmal einfach auf zu lieben? All das sind Fragen, die in diesem Buch angegangen werden. Leider werden sie oft nur mit vielen "vielleichts" beantwortet. Als Ursachen werden allerdings zumeist eine kapitalistische und neben maximierende Weltsicht - aber nur vielleicht - ausgemacht, angetrieben von übermäßiger Individualisierung, Autonomiestreben und Selbstoptimierung. Der erste Comic konnte mich tatsächlich nicht überzeugen. Der zweite und dritte haben mir viele Denkimpulse geliefert. Alles in allem ein interessanter Comicband, allerdings fehlte mir dieses Mal ein wenig die Leichtigkeit und Ironie, wie ich sie aus anderen Werken der Autorin kenne.

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