Produktbild: Prekäre Arbeit, prekäre Liebe

Prekäre Arbeit, prekäre Liebe Über Anerkennung und unsichere Lebensverhältnisse

30,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.04.2020

Verlag

Campus

Seitenzahl

420

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,2 cm

Gewicht

528 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51240-2

Beschreibung

Rezension

»Den beiden Berliner Soziologinnen gelingt es, das sozialtheoretische Konzept der ›Anerkennung‹ als zentrale Kategorie sozialer Ungleichheitsforschung zu plausibilisieren. Darüber hinaus dient ihre empirisch fundierte Analyse allerdings nicht nur einer Illustration der Anerkennungstheorie, sondern ermöglicht es den beiden Forscherinnen ebenso, diese kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.« Charlotte Nell, Soziopolis, 09.04.2020
»Wimbauer/Motakef leisten mit dem vorliegenden Buch einen wichtigen und dringend notwendigen Beitrag zur empirisch fundierten Kritik an der gegenwärtigen Verfasstheit unserer Arbeitsgesellschaft.« Laura Sturzeis, Socialnet, 10.09.2020

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.04.2020

Verlag

Campus

Seitenzahl

420

Maße (L/B/H)

21,3/14,2/3,2 cm

Gewicht

528 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51240-2

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Prekäre Arbeit, prekäre Liebe
  • Inhalt
    Vorwort 13
    1. Einleitung 17
    2. Prekäre Erwerbsarbeit – prekäre Lebenszusammenhänge – prekäre Anerkennung 27
    2.1 Prekarisierung von Erwerbsarbeit 30
    2.1.1 Wandel der Erwerbssphäre 30
    2.1.2 Prekäre Beschäftigung im Aktivierungsregime 34
    2.1.3 Soziale Folgen und subjektive Bewältigung prekärer Erwerbsarbeit 40
    2.2 Geschlechtersoziologische Erweiterungen: Prekarität im Lebenszusammenhang 45
    2.2.1 Prekarität im Lebenszusammenhang betrachtet 47
    2.2.2 Sorge für andere und Sorge für sich selbst 50
    2.2.3 Heteronormativität und Paarnormativität 52
    2.2.4 Paarbeziehungen und Männlichkeiten 53
    2.3 Theorien der Anerkennung 56
    2.3.1 Axel Honneth: Ein Dreistufenmodell intersubjektiver Anerkennung 57
    2.3.2 Judith Butler: Von »Precariousness« und ambivalenter Anerkennung 59
    2.3.3 Zwischenfazit zur anerkennungstheoretischen Fundierung 61
    2.4 Anerkennung im Lebenszusammenhang 62
    2.5 Forschungskonzepte und Fragen 66
    2.5.1 Prekarität im Lebenszusammenhang – um Anerkennung erweitert 66
    2.5.2 Forschungsfragen 70
    3. Die empirische Studie 75
    3.1 Methodologie 75
    3.2 Sampling und Akquise 76
    3.3 Die Erhebung: Paar- und Einzelinterviews 78
    3.3.1 Interviewdurchführung 78
    3.3.2 Zum Erkenntnispotential von Paarinterviews 79
    3.4 Auswertung und theoretische Generalisierung 81
    3.5 Kurzdarstellung der Befragten 82
    4. Erwerbsarbeit und Anerkennungsdefizite in der Erwerbssphäre 91
    4.1 Der (Irr-)Glaube an Meritokratie: Von Mühen und Leistungen ohne Lohn 95
    4.1.1 »Das find ich so bitter«: Oliver Oswald 97
    4.1.2 »Und dann alles, alles für die Katz!?«: Ulrike Urban 101
    4.2 Vom Ringen um Respektabilität 105
    4.2.1 »Im Prinzip lief es immer irgendwie auf drei Jobs raus«: Die alleinerziehende Petra Podan 105
    4.2.2 »Mein Mann geht arbeiten«: Patricia Poturica 110
    4.3 »Gute Arbeit« als Ausdruck des Selbst: Veronika Vetter 112
    4.4 Erwerbsarbeit zur Sicherung der Existenz und der Unabhängigkeit 116
    4.4.1 Arbeiten, um zu (Über-)Leben 117
    4.4.2 Unabhängigkeit vom Staat und vom Mann 119
    4.5 Weitere soziale Funktionen von Erwerbsarbeit 122
    4.6 Exkurs: Prekarisierungsprozesse in der Erwerbsarbeit und einige Ursachen 125
    4.6.1 Verschlechterung der persönlichen Arbeitssituation 128
    4.6.2 Gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen 138
    4.6.3 Von Geburt, Alter, Krankheit und Tod – Veränderungen im Lebenszusammenhang 142
    4.7 Erwerbsarbeit als notwendiges Übel, Heteronomie und Ausbeutung 149
    4.7.1 Erwerbsarbeit als existenziell notwendiges Übel 150
    4.7.2 Erwerbsarbeit als Zwang und Fremdbestimmung 151
    4.7.3 Erwerbsarbeit als Ausbeutung 154
    4.8 Von den Pathologien selbst- und sozialdestruktiver Erwerbsarbeit 155
    4.8.1 Pathologien der Arbeit I: Wenn Arbeit krank macht 156
    4.8.2 Pathologien der Arbeit II: Erwerbsarbeit und Entfremdung 159
    4.9 Zwischenfazit: Von Selbstausdruck über Heteronomie zur Destruktivität von Erwerbsarbeit 167
    5. Verhältnisse von Anerkennung/sdefiziten: Ein Überblick 169
    6. Paarbeziehungen als Anerkennungsressource oder -verhinderung 173
    6.1 Paare mit starkem Paarzusammenhalt 174
    6.1.1 Die Gesellschaft sieht nicht ihre Leistungen: Lara Laubenthal und Lars Löbner 174
    6.1.2 Arbeit als Dienst an der Liebe: Dana und Daniela Daub 179
    6.2 Paare mit ambivalentem Paarzusammenhalt 184
    6.2.1 Besser als vorher, aber nicht »rosarot«: Birthe Bruhns und Ben Borg 184
    6.2.2 Nach innen stabil, nach außen brüchig: Patricia und Pepo Poturica 188
    6.3 Paare mit schwachem Paarzusammenhalt 194
    6.3.2 Seine »berufliche Nichtanerkennungsresistenz« versus ihre Alleinverantwortung: Clemens Caspar und Caroline Christiansen 194
    6.3.2 Ungleiche Arbeitsteilung und Belastungen: Maria und Markus Melchior 198
    7. Menschen ohne Paarbeziehungen 205
    7.1 Abmilderung beruflicher Nichtanerkennung 205
    7.1.1 Das Wohl der Kinder und Anerkennung in Nahbeziehungen: Petra Podan 205
    7.1.2 Vererträglichung durch alternative Sinnorientierung: Veronika Vetter 209
    7.1.3 Vom autonomen Subjekt, das sich selbstbefreundet: Walter Wenke 213
    7.2 Ambivalente Nicht-/Anerkennung: Widersprüchliche Relationierungen 218
    7.2.1 Ambivalente Anerkennung in einer symbiotischen Pflegebeziehung: Ulrike Urban 218
    7.2.2 Ambivalenzen der subkulturellen Vergemeinschaftung: Rolf Radler 223
    7.3 Kumulation von multiplen Anerkennungsdefiziten 227
    7.3.1 Keine Anerkennung in Erwerbsarbeit und Paarbeziehung: Oliver Oswald 227
    7.3.2 »So viel Pech in einem Leben ist nicht normal«: Sabine Schomann 231
    7.3.3 »Unter Menschen, die wie Bäume sind« – Theo Tettler 235
    8. Männlichkeit/en zwischen prekärer Erwerbsarbeit und Sorgeorientierung 241
    8.1 Festhalten an der Ernährermännlichkeit 242
    8.1.1 Zur Fragilität des männlichen Alleinverdienermodells: Pepo (und Patricia) Poturica 243
    8.1.2 Männlichkeit und Erwerbsarbeit als Exitoption von Zuhause: Markus Melchior 245
    8.2 Prekäre Ernährermännlichkeit ohne Elternschaft – Umdeutungen und Rechtfertigungen 246
    8.2.1 Männlicher Ernährer seiner selbst: Anton Alsdorf 247
    8.2.2 Kaum Geld, aber ehrlich: Ben Borg 249
    8.2.3 Kein Geld, keine Partnerin, große Bitterkeit: Oliver Oswald 251
    8.3 Prekäre Ernährermännlichkeit und (verhinderte) Hinwendung zu Sorge 253
    8.4 Jenseits von Erwerbsarbeit – jenseits von Männlichkeit? 258
    8.4.1 Sorgeorientierung jenseits von Männlichkeit: Theo Tettler 259
    8.4.2 Der (nicht-)männliche »Einsiedler«: Walter Wenke 260
    8.4.3 Eine alternative »Eigenbrötler«-Männlichkeit: Clemens Caspar 261
    9. Sozialstaatliche und gesellschaftliche Nicht-/Anerkennung 265
    9.1 Sozialstaatliche Anerkennung und positive Einschätzung des Sozialstaates 266
    9.2 Ambivalente Kämpfe um Anerkennung 268
    9.2.1 Legitime Ansprüche und ambivalente Erfahrungen 269
    9.2.2 Abgrenzung von der Figur des »faulen Arbeitslosen« 273
    9.3 Vergebliche Kämpfe um Anerkennung und sozialstaatliche Nichtanerkennung 275
    9.3.1 Wie ein »Mensch zweiter Klasse«: Rolf Radler 276
    9.3.2 Sozialstaatliche Nichtanerkennung von Familie/n 277
    9.3.3 Die Missachtung der alleinerziehenden Multijobberin: Petra Podan 279
    9.3.4 Die »absolute Demütigung« und das Stigma Hartz IV: Ulrike Urban 281
    9.3.5 Sorgeblinder Sozialstaat und Unsichtbarkeit des alleinerziehenden Theo Tettler 282
    10. Prekäre Sorge: Fehlende Anerkennung und Unvereinbarkeit mit Erwerbsarbeit 287
    10.1 Vereinbarkeitsprobleme in der Sorge für Andere 287
    10.1.1 Sorge für Kinder: Sinnstiftung und Hürde für berufliche Anerkennung 288
    10.1.2 Sorge-Konflikte und Heteronormativität: Dana und Daniela Daub 290
    10.1.3 Sorge für Angehörige: Zwischen Selbstverständlichkeit und Unvereinbarkeit 292
    10.2 Zur mangelnden Legitimität von Selbstsorge 295
    10.2.1 Ermöglichung von Selbstsorge durch Umdeutung normativer Rahmen 296
    10.2.2 Einschränkung von Selbstsorge durch illegitime Nichterwerbstätigkeit 299
    10.2.3 Verhinderung von Selbstsorge durch Belastungen und Zeitmangel 299
    11. Prekäre Zukünfte 303
    11.1 Wünsche, Perspektiven und Forderungen 303
    11.1.1 Auf sich selbst und das Nahumfeld bezogene Wünsche 303
    11.1.2 Gesellschaftliche Wünsche und kollektive Forderungen 310
    11.2 Zukunftsvisionen und Zukunftsängste 314
    11.2.1 Selbst- und nahbezogene Szenarien 314
    11.2.2 Kollektive Visionen und Dystopien 317
    12. Zusammenfassung und Weiterentwicklungen 323
    12.1 Ein Blick zurück: Unsere Forschungsfragen 323
    12.2 Anerkennungswünsche und Anerkennungsdefizite in der Erwerbssphäre 325
    12.3 Verhältnis der Anerkennungssphären 329
    12.3.1 Prekäre Erwerbsarbeit, prekäre Paare? 330
    12.3.2 Prekär Beschäftigte ohne Paarbeziehung 331
    12.3.3 Sinn jenseits von Erwerbsarbeit 333
    12.4 Geschlecht und Sorge: Vergeschlechtlichte Ungleichheiten 336
    12.4.1 Der Verdeckungszusammenhang von Sorge und Erwerbsarbeit 336
    12.4.2 Für-/Sorge und Männlichkeit 339
    12.4.3 Zur Wirksamkeit von Hetero- und Paarnormativität 341
    12.5 Zu den »Anerkennungsfallen« prekärer Arbeit und Liebe 342
    12.6 Eine um Anerkennung erweiterte Heuristik für prekäre Lebenszusammenhänge 344
    12.7 Zum ideologischen Potential von Erwerbsarbeit 348
    13. Fazit und Ausblick 353
    13.1 Perspektivenerweiterungen der Prekarisierungsforschung 353
    13.1.1 Jenseits der Erwerbsarbeitszentrierung 353
    13.1.2 Anerkennung und Prekarisierung 355
    13.1.3 Prekarität im Lebenszusammenhang 357
    13.2 Anregungen für die Anerkennungsforschung 358
    13.2.1 Anerkennung in Verletzbarkeit fundieren 359
    13.2.2 Anerkennung jenseits der Dreieinigkeit 360
    13.2.3 Ambivalenzen und Ideologien der Anerkennung 362
    13.2.4 Von Selbstanerkennung und transzendierter Anerkennung 365
    13.3 Grenzen und offene Forschungsfragen 366
    13.4 Was tun? Politiken der Ent_Prekarisierung 372
    13.4.1 Politiken der Entprekarisierung 376
    13.4.2 Politiken der Prekarisierung 383
    13.4.3 »Nichtanerkennungsresistenz« entwickeln und ideologische Anerkennung transzendieren 394
    Literatur 397
    Erklärung zu bereits vorliegenden Publikationen 419