Frau Göpel beeindruckt nicht nur durch umfassenden wissenschaftlichen Analysen von Gegenwart und Zukunft, sondern auch durch ihren Schreibstil, der das Lesen leicht und spannend macht. Ein herausragendes Buch.
Bewertung
5/5
06.12.2022
eBook (ePUB 3)
Tolles Buch, das ausspricht, was ausgesprochen werden muss.
Das Buch ist verständlich und inhaltlich sehr bereichernd. Die Gedanken, die ja auf Wissen und Erfahrung beruhen, laden zum Umdenken ein. Eine schönere Welt ist möglich. Die Ansätze dazu finden Sie in diesem Buch.
Bewertung
aus St-Blaise
5/5
21.06.2021
eBook (ePUB 3)
Wunschdenken
Ein sehr interessantes Buch, welches sich insbesondere für die heutige Zeit eignet. Ob aber die Weltbürger bereit sind den notwendigen Effort zu leisten, ist sehr zu bezweifeln. Ist die Menschheit nicht schon soweit, sich selbst zu vernichten? Lesen sie das Buch und beurteilen sie selber!
SternchenBlau
5/5
21.06.2021
eBook (ePUB 3)
Viele Passagen sollten wir Politik und Wirtschaft ins Poesiealbum kleben – wie auch uns selbst. Und dann vor allem: Handeln! Bitte lesen!
„Was aber, wenn wir Hebel fänden, mit denen wir mehrere Probleme gleichzeitig angehen könnten? Hebel, die zwar viele Gewissheiten infrage stellen, es uns aber erlauben, statt reaktiv eine schlechte Zukunft abzuwehren, proaktiv eine wünschenswerte Zukunft zu gestalten?“
Mit solchen Fragen am Anfang und einem eleganten, verständlichem und eingängigem Stil bin ich innerhalb nur eines Tages durch Maja Göpels Buch geflogen. Solche Visionen brauchen wir und Göpel appelliert an jede:n von uns, selbst etwas zu tun. Sie plädiert aber zudem für politische Lösungen jenseits einer rein individuellen Verantwortung. Auch, wenn hier noch ganz viel zu tun bleibt, damit wir die Klimakatastrophe noch abwenden können, und politische Entscheidungsprozesse bereits viel zu lange dauern, bleibe ich am Ende von „Unsere Welt neu denken“ doch hoffnungsfroh zurück. Und gerade damit wir uns engagieren, brauchen diese Hoffnung.
Göpel arbeitet als Politökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, zudem ist sie Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. Größere Bekanntheit erlangte die Wissenschaftlerin, als sie Anfang 2019 den Aufruf der „Scientist for Future“ mitgestartet hat, den knapp 27.000 Wissenschaftler:innen als Unterstützung für „Fridays for Future“ unterzeichnet haben. In diesem Buch geht es aber nicht nur um die Klimakrise. Es geht gegen das Höher, Schneller, Weiter unserer Gesellschaften im Allgemeinen.
„Die weltweiten Krisen in Umwelt und Gesellschaft sind kein Zufall. Sie offenbaren, wie wir mit uns und dem Planeten umgehen, auf dem wir leben. Wenn wir diese Krisen meistern wollen, müssen wir uns die Regeln bewusst machen, nach denen wir unser Wirtschaftssystem aufgebaut haben. Erst wenn wir sie erkennen, können wir sie auch verändern – und unsere Freiheit zurückgewinnen.“
Göpel schreibt absolut schlüssig, so schlüssig, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie jemand ihrer Argumentation nicht folgen kann. Schon die Kapitel sind klar aufgebaut, an ein elektrisierendes Zitat schließt sie jeweils ihre Ausführungen zum Thema an und fasst es am Ende in einem prägnanten Absatz zusammen. Diese Zusammenfassungen sollten wir Politik und Wirtschaft ins Poesiealbum kleben – aber auch uns selbst.
Göpel zerlegt die Mär vom Markt, der angeblich alles regeln können soll, was ja selbst schon in der Theorie der Ökonomie nie so ganz funktioniert hat. Sie kritisiert die sogenannten „Philanthropen“, die ihre Milliarden ganz nach Gutdünken einsetzen. Aber auch wir im globalen Westen leben über die Verhältnisse der anderen:
„Diejenigen, die aufgrund ihrer ressourcenintensiven Entwicklung in der Vergangenheit heute das Vermögen haben – auch im Sinne der Befähigung –, mehr zu tun, müssen es auch tun. Denn den anderen steht diese einfache Entwicklung durch massive Extraktion nicht mehr offen. Das ist Gerechtigkeit anstatt Großzügigkeit.“
Die Wahrheiten, die Göpel ausspricht, sind umbequem. Viele möchten das lieber nicht sehen oder es wird gleich versucht, Göpels ökonomische Analysen in eine bestimmte Richtung zu schieben.
Am Tag, an dem ich ihr Buch lesen, veröffentliche die FAZ einem Artikel, in dem Göpel stark in den Bereich „linksradikal“, „Kapitalismus-Kritik“, „für CDU rotes Tuch“ gerahmt wird. „Als Politökonomin nenne ich Trends & mögliche Lösungen“, antwortet Göpel darauf. Daher möchte ich betonen: Es geht nicht um Ideologie, wenn Göpel feststellt, dass die Menschheit über ihre Verhältnisse lebt. Wir müssen dieser Tatsache ins Auge sehen, wenn wir eine Zukunft haben wollen.
Göpel bringt viele Ansätze zusammen und ihr umfassender Blick hat mir richtig gut gefallen. Für Menschen, die sich schon länger mit Thema beschäftigt, gibt es inhaltlich nicht so viel Neues. Aber Göpel verbindet viele Aspekte und ihre Argumention liest sich so elektrisierend wie elegant. Und sie gibt immer wieder Gründe, warum es sich zu kämpfen lohnt. Daher empfehle ich „Unsere Welt neu denken“ dringend weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.
Bewertung
4/5
22.09.2022
eBook (ePUB 3)
Denkanstöße
Prof. Dr. Maja Göpel arbeitet als Politökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin.
Gut lesbar und dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger schreibt sie in ihrem Buch über die negativen Auswirkungen unseres Wirtschaftssystems auf das Klima und auf die soziale Gerechtigkeit.
Sie analysiert und liefert wichtige Fakten. Schließlich bietet sie als Fazit einen Weg zu mehr Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
Jeder kann etwas beitragen, wenn die Bereitschaft zu Veränderung und Verzicht entsteht.
Ein sachliches, eindringliches und erschreckendes Buch.
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5/5
16.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Plädoyer für zukunftsorientiertes Denken - absolut empfehlenswert!
Auf das klar und verständlich geschriebene Buch von Maja Göpel aufmerksam geworden bin ich durch eine TV-Diskussion im ARD, bezugnehmend auf den Spielfilm "ÖKOZID" (den ich übrigens auch sehr empfehlen kann). Die wahrscheinlich einflussreichste Ökonomin Deutschlands fasst in ihrem Buch drohende Folgeszenarien unseres bisherigen Wirtschaftens sehr aufschlussreich zusammen. Sie ermutigt, unser Wertesystem zu überdenken und fordert, die ökologischen Schäden zukünftig in die Produkte einzupreisen.
In einer Zeit, in der die Folgen des Klimawandels ebenso unübersehbar sind wie die Reformunwilligkeit vieler Politiker*innen und Wirtschaftsverbände, macht sie uns mit diesem Buch bewußt, dass es ohne Verzicht nicht gehen wird und stellt Handlungsalternativen vor.
"Das Soziale und Ökologische miteinander zu versöhnen würde uns nicht nur beim Klima helfen. Es ist die Grundlage dafür, dass die Menschheit überhaupt weiter in Frieden auf dem Planeten leben kann."
Eine Einladung an alle, der Realität ins Auge zu sehen und Eigeninitiative zu zeigen - die hoffentlich von vielen angenommen wird!
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