Vier Frauen und das Alte Land Nach einer erfolgreichen internationalen Karriere als Jazzsängerin zieht Lisa gemeinsam mit ihrem Mann zurück in ihre Heimat, ins Alte Land. Mehr als 40 Jahre ist sie nicht hier gewesen, war die Erinnerung an das, was sie verloren hat, zu schmerzvoll. Als Jugendliche wurde sie schwanger, aber ihre kleine Ella starb bei der Geburt. Jetzt kehrt sie zurück, um der Trauer um ihre Tochter einen Raum zu geben und sich mit der Vergangenheit aussöhnen. Sie lernt ihre Nichten kennen und die vier einander fremden Frauen versuchen das zu werden, wonach Lisa sich all die Jahre gesehnt hat: Eine Familie.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Mareike Kollenbrandt
aus Jülich
5/5
28.09.2020
eBook (ePUB 3)
Das wunderbare Alte Land…
Ella ist der Name von Lisas kleiner Tochter, die leider bei der Geburt gestorben ist. Kurz darauf verließ sie Deutschland, um ihrem Traum vom einer Musikkarriere zu folgen. Doch nun, 40 Jahre später ist sie bereit sich der Vergangenheit zu stellen. Zusammen mit ihrem Mann kehrt sie nach Deutschland zurück und zieht in ein Haus im Alten Land. Nach einigen Nachforschungen findet sie zwar nicht ihre Schwester, dafür aber den Rest ihrer Familie.
Schöner Familienroman mit einer überraschenden Handlung.
Bewertung
4/5
27.06.2020
eBook (ePUB 3)
Berührender Familienroman
Die berühmte Jazzsängerin Lisa Winwood kehrt nach vielen Jahren in Kanada mit ihrem Mann John nach Deutschland zurück. Hier richten sie sich in einem gemütlichen Land-häuschen mit einem prächtigen Garten ein und genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit des Landlebens. Lisa hatte in jungen Jahren ihre Tochter Ella bei der Geburt verloren. Zu ihrem Andenken legt sie liebevoll " Ellas Garten " an. liusa hatte 40 Jahre lang keinen Kontakt zu ihrer Schwester Margret. Als sie nach ihr forscht, stellt sie fest, dass ihre Schwester bereits verstorben ist, jedoch zwei Töchter und eine Enkelin hinterlässt. Vorsichtig nimmt Lisa Kontakt zu ihren Nichten auf.....
Das Buch ist in leisen, nachdenklichen Tönen geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Die Personen sind allesamt gut ausgearbeitet und sympathisch. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Besonders sympathisch ist Lisas Mann John, der sie vorbehaltlos in allem unterstützt. Das innige Verhältnis zwischen den beiden ist sehr berührend.
Schon bald steht der vage Verdacht im Raum, dass es in der Familie ein Geheimnis gibt. Die Autorin hat es sehr sensibel dargestellt, wie die einzelnen Familienmitglieder damit umgehen.
Insgesamt hat mich das Buch sehr mitgerissen, da es sehr berührend ist. Ein kleiner Wermutstropfen und daher leider nur 4 statt 5 Sterne: Das Familiengeheimnis wird schließlich gelüftet, jedoch fehlt mir eine Auseinandersetzung mit den Motiven, die dazu geführt haben, was passiert ist. Das Buch ließ mich deshalb mit einem Fragezeichen im Kopf zurück.
Trotzdem empfehle ich es gerne weiter, da es mir schöne Lesestunden bereitet hat.
Dreamworx
aus Berlin
2/5
21.05.2020
eBook (ePUB 3)
Farblose Geschichte Die…
Farblose Geschichte Die bekannte Jazzsängerin Lisa Winwood hat sich mit ihrem Pianisten und Ehemann John einen Traum erfüllt und sich ein Haus im Alten Land gekauft, nachdem sie ihre Karrieren in Kanada gemeinsam beendet haben, um dort ihren letzten Lebensabschnitt zu verbringen. Für Lisa ist es nach 40 Jahren auch eine Konfrontation mit ihrer Vergangenheit, denn in all den Jahren ist sie nicht in ihre deutsche Heimat zurückgekehrt und hat den Kontakt zu ihrer Familie die gesamte Zeit vermieden. Nun gestaltet sie mit ihrem Mann nicht nur einen Garten für ihre vor 40 Jahren geborene und verstorbene Tochter Ella, sondern versucht auch, den Graben zu ihrer Familie wieder zuzuschütten, indem sie nach ihrer Schwester sucht, um sich mit ihr auszusöhnen. Wird es Lisa gelingen, ihre Schwester und andere Verwandtschaft zu finden? Susanne Lieder hat mit „Ellas Garten“ einen Roman vorgelegt, der sich mit Themen wie Trauerbewältigung und dem Bruch innerhalb Familien auseinandersetzt. Der flüssige, leise und eindringliche Erzählstil nimmt den Leser schnell mit in die Geschichte hinein, wo er als Beobachtungsposten Lisa und ihren Mann John dabei begleitet, wie sie sich in ihrem neugewählten Wohnsitz einleben und ihr Leben, das immer und ausschließlich von Musik geprägt war, neu ausrichten, wobei der Garten eine besondere Stellung einnimmt. Neue Bekanntschaften erleichtern ihnen den Einstieg, wobei auch die Musik nicht zu kurz kommt. Vier Jahrzehnte lang hat es Lisa nicht geschafft, die Konfrontation mit der Familie zu suchen und so manches aufs Tablett zu bringen. Leider ist die Auflösung nicht gut gelungen, denn da die Handlung schon eher unaufgeregt erzählt wird, hätte hier ein gut durchdachter Spannungsbogen notgetan, um den Lesefluss konstant und interessant zu gestalten. So wirkt die Geschichte leider sehr langatmig, zäh und pathetisch, was dazu führt, dass schon bald Langeweile aufkommt und der Leser die Seite nur noch überfliegt. Ein wenig mehr Pep steht auch älteren Semestern gut zu Gesicht und hätte hier Wunder bewirkt. Die Charaktere sind zwar liebevoll gestaltet, wirken jedoch zu glatt poliert und durchgeplant. Ihnen fehlt neben etwas Impulsivität auch das gewisses Etwas, dass sie auszeichnet und unverkennbar macht, was den Leser anzieht und ihn dazu bringt, mit ihnen zu fiebern. Lisa ist eine freundliche und patente Frau, die mit ihrem Mann John eine Einheit bildet, zwischen die kein Blatt Papier passt. John liest seiner Frau jeden Wunsch von den Augen ab, seine eigenen Wünsche bleiben allerdings im Dunkeln. Freundin Harriet ist ein kleiner Lichtblick, da sie unkonventionell ist, leider aber nur kurz Unruhe in das Leben der beiden bringt. Auch die liebe neue Verwandtschaft zeichnet sich nicht durch besondere Charaktereigenschaften aus, wodurch sie austauschbar wirken. „Ellas Garten“ ist ein Roman über alte Narben und Lebensbrüche, der ein wenig mehr an Spannung und überraschenden Wendungen durchaus vertragen könnte. Die Erwartungen an eine interessante Geschichte werden hier leider nicht erfüllt. Schade!
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