Wozu sind Menschen fähig, denen man alles nimmt? München in Aufruhr! Nach zwei Morden an jungen Joggerinnen an der Isar, nimmt Kommissar Waechter mit seinem Team die Ermittlungen auf. Er glaubt nicht an einen Zufallstäter, und forscht weiter nach. Er findet heraus, dass der Exmann des einen Opfers Mitglied eines Vätervereins war, der sich die Rechte geschiedener Männer auf die Fahnen geschrieben hat, ein Abgrund aus Frauenhass und Aggression. Liegt hier die Lösung des Falls? Kommissar Hannes Brandl hat ein ganz anderes Problem: Ein Fremder holt seinen Sohn vom Kindergarten ab. Jemand bricht in den Garten ein und verwüstet den Hühnerstall. Er beschließt, die Aufmerksamkeit des Stalkers auf sich zu lenken, um ihn aus dem Dunkel zu locken ...
Mord in München - Kommissar Waechter ermittelt: Band 1: Kellerkind Band 2: Moorfeuer Band 3: Scherbennacht Band 4: Opferstunde Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.
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Tod unter der Brücke
Bewertung aus Marsberg am 12.08.2022
Bewertungsnummer: 1765980
Bewertet: eBook (ePUB)
Der vierte Krimi von Nicole Neubauer hat mir wieder sehr gut gefallen. Unter einer Brücke in München wird eine tote Joggerin gefunden. Die Augenzeugen: Obdachlose, die sich dort provisorische Unterkünfte eingerichtet haben. Niemand ist bereit, mit der Polizei zu sprechen.
Doch es gibt noch eine weitere Tote und einen offensichtlichen Zusammenhang. Ein Serienmörder?
Doch warum tötet er? Kommissar Wächter und seine Kollegen Hannes und Elli stoßen auf eine Internetgruppe: Die Trennungsväter. Hannes beschließt, dort verdeckt zu ermitteln. Er ist selbst halber Trennungsvater, außerdem mit Polizeiberuf und drei kleinen Kindern ständig überfordert.
Doch auch in Hannes` Umfeld kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen. Der Leser ahnt früh: Jemand hat es auf ihn abgesehen.
Ich fand den Krimi sehr gelungen, da er gut durchdacht ist und viele überraschende Wendungen nimmt. Die Lösung ist schlüssig, und man ahnt sie erst spät.
Leider haben Elli und Wächter in diesem Buch nur die zweite Geige gespielt. Viele mögen Hannes, ich finde ihn eher nervig. Bitte mehr von Elli im nächsten Buch :)
Wenn man alles verloren hat...
gaby2707 aus München am 03.11.2020
Bewertungsnummer: 1397895
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Ein unbekannter Täter ist schlimm genug, ein Serientäter ein Albtraum“ Zitat S. 35
Hat München wieder einen Serientäter? Müssen nun alle jungen Frauen in München, die gerne an der Isar joggen Angst haben. Das fragen sich die Mitarbeiter der Münchner Kripo, als in den Isarauen eine junge Frau, Nadine Ritter, erstochen aufgefunden wird. Genau so, wie vor einem Jahr Sara Prager, die man am Steg am Auer Mühlbach fand. Was verbindet die beiden jungen Frauen? Und wie passt die Obdachlose Margot Zielsch, die ebenfalls erstochen wurde, in dieses Bild?
Die einzigen Zeugen für die beiden neuen Taten wären die Obdachlosen unter der Wittelsbacher Brücke. Doch die sollen in den nächsten Tagen ausquartiert werden, da der Winter vor der Tür steht und mit Überschwemmungen zu rechnen ist.
Die Hauptkommissare Waechter und Brandl mit ihrem Team müssen sich also ran halten um einer neuen Tat mit einem weiteren Opfer zuvor zu kommen.
Da ich den beiden charakterlich so unterschiedlichen Kommissaren schon bei ihren vorherigen Fällen über die Schulter geschaut habe, freue ich mich jedes Mal, wenn ich sie wieder bei ihren Ermittlungen begleiten darf. Ich mag die Beiden einfach. Egal ob den chaotischen, etwas eigenbrötlerischen Waechter oder den mit seiner neuen Familie mit Baby total überforderten Brandl. Beides Männer, die ich mir sehr gut vorstellen kann. Genau so geht es mir mit Lily, der nun schon 16-jährigen Tochter von Brandl, die sich, wenn sie es zuhause bei ihrer Mutter, die mal wieder einen Neuen hat, nicht aushält, zu Waechter flüchtet. Schön, dass auch Elli und der Wächter des Schweigens wieder mit von der Partie sind.
Die Obdachlosen unter der Wittelsbacher Brücke spielen in diesem Fall fast eine kleine Hauptrolle. Nicole Neubauer beschreibt ihr Leben sehr eindrucksvoll und macht sie mit ihren Problemen und Ängsten sichtbar. Genau so beeindruckend beschreibt sie das zweite zentrale Thema in diesem Fall: geschiedene Männer, die das Sorgerecht für ihre Kinder verloren haben und darum kämpfen, Kontakt mit ihren Kindern haben zu dürfen. Auch hier bekommt man einen guten Einblick, da ja auch Brandl in gewisser Weise durch Lily dazu gehört.
Gut gefallen haben mir auch die Sprüche aus dem Drachenzählerlied vor jeden neuen Kapitel. Da werde ich in der nächsten Zeit mal schauen, wo in der Stadt ich sie finde.
Ein psychologisch angehauchter Krimi mit einem hohen Spannungsfaktor, fesselnden Szenen, interessanten, vielschichtigen Charakteren und einigen Wendungen, bei denen ich mich auf falsche Fährten habe führen lassen. Obwohl ich zwischendurch mal einen schwerwiegenden Verdacht hatte, der sich dann auch als richtig heraus gestellt hat, habe ich mich davon weglocken lassen. Naja, das Ende war da noch nicht ganz ausgegoren. Das Ende, ja, das lässt ein paar lose Fäden zurück, aus denen ich schließe, dass es auf alle Fälle mit dem Team Waechter / Brandl weitergehen wird. Und ich freue mich heute schon drauf.
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