Wenn die größte Bedrohung für dein Leben dort lauert, wo du dich am sichersten fühlen solltest - in deinem Zuhause
Tausende Krähen belagern die Kleinstadt Auburn, Pennsylvania, und es werden immer mehr. Alle Einwohner empfinden dies als Bedrohung - alle außer der 17-jährigen Leighton und ihren beiden jüngeren Schwestern. Denn die größte Gefahr lebt in ihrem Zuhause: ihr Vater, der immer wieder gewalttätig wird - und ihre Mutter, die schweigt und ihn nicht verlässt. Und die Nachbarn, die konsequent wegschauen. Leighton würde nichts lieber tun, als der Stadt den Rücken zu kehren, aber sie kann und will ihre Schwestern nicht zurücklassen. Denn eins ist klar: Irgendwann wird die Situation eskalieren...
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
3/5
23.06.2025
eBook (ePUB 3)
Wenn Schweigen gefährlich wird
In „You Are (Not) Safe Here“ erzählt Kyrie McCauley eine tief bewegende Geschichte über häusliche Gewalt, das Schweigen in toxischen Familienstrukturen und die stille Rebellion dreier Schwestern, die sich nach Freiheit sehnen.
Ich habe das Buch gekauft, weil ich zuvor „Jetzt ist alles, was wir haben“ von Amy Giles gelesen hatte – ein Buch mit sehr ähnlicher Thematik, das mich tief bewegt hat. Deshalb wollte ich ein weiteres Werk lesen, das sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzt.
Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise aus der Ich-Perspektive. Sie lässt einen sehr nah an die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptfigur heran, was die emotionale Wirkung noch verstärkt. Auch die romantische Nebenhandlung mit dem Trope „He falls first“ fand ich sehr schön und stimmig eingebaut – sie bringt Licht in eine sonst sehr düstere Geschichte.
Ein Kritikpunkt, der mich persönlich gestört hat, war jedoch die metaphorische Darstellung mit den Krähen. Zwar ist sie kreativ und symbolisch gemeint, aber ich hätte mir gewünscht, dass dieser Aspekt realistischer eingebunden worden wäre. Für mich hat er die ansonsten glaubwürdige und ernste Thematik etwas geschwächt.
Das Buch ist emotional, ehrlich und thematisch sehr wichtig – besonders für jugendliche Leser. Im Vergleich zu „Jetzt ist alles, was wir haben“ von Amy Giles hat mich das Ende allerdings nicht ganz überzeugt. Es war okay, aber nicht so stark und rund wie bei Giles.
ACHTUNG, kleiner Spoiler:
Was mir gefehlt hat, war eine klare Auflösung darüber, was mit dem Vater am Ende passiert – ob er gestorben ist oder noch lebt. Diese Unklarheit hat für mich den Abschluss der Geschichte etwas offen gelassen.
Trotz der genannten Kritikpunkte ist „You Are (Not) Safe Here“ ein starkes Buch, das wichtige Themen behandelt.
3.5/ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
NiWa
3/5
13.04.2020
eBook (ePUB 3)
Wichtiger Jugendroman
Der Ort, der deine Zuflucht sein sollte, ist für dich die größte Gefahr! Leighton und ihre Schwestern leben in ständiger Angst. Ihr Vater ist gewalttätig und ihre Mutter wehrt sich nicht. Die Bewohner der Kleinstadt Auburn schauen weg. Selbst die direkten Nachbarn überlassen die Familie ihrem Schicksal und mischen sich nicht ein. Gleichzeitig wird die Stadt von einer Krähenplage heimgesucht. Mit jedem Tag werden es mehr.
Im Mittelpunkt steht häusliche Gewalt. Anhand Leightons Familie zeigt die Autorin, wie Opfer gegen eine Wand aus stummer Teilnahmslosigkeit ankämpfen, weil der Täter vom Umfeld gedeckt wird. Ihre Mutter weigert sich, den Vater zu verlassen oder ihn in die Schranken zu weisen. Obwohl das Brodeln in der Familie, aggressive Gesten oder sogar ein nächtlicher Hilfeschrei offensichtlich sind, schauen Anwohner, Freunde und Bekannte weg. Keiner fragt nach, niemand sieht genauer hin, sei es nur, um den äußerlichen Frieden nicht auf’s Spiel zu setzen.
Protagonistin Leighton ist im letzten Jahr auf der Highschool. Sie träumt von einem Stipendium an der Universität von New York, wo sie Journalismus studieren will. Tatkräftig arbeitet sie an ihrem Ziel, indem sie unter anderen für die hiesige Schülerzeitung schreibt. Ansonsten ist sie eine unauffällige Person, wahrscheinlich weil sie zuhause gelernt hat, nicht aufzufallen.
Die Autorin beleuchtet die Kleinstadt Auburn, und hebt besonders hervor, wie geübt Menschen im Wegschauen sind. Zusätzlich streut sie einen sachten Mystery-Effekt ein, weil das Haus anscheinend auf der Seite von Leightons Vater steht. Diesen Aspekt hätte ich in der Erzählung nicht gebraucht, dennoch sehe ich ihn als Sinnbild für Gewalt, die - wie ein Haus - über Generationen hinweg weitergegeben wird. Richtig interessant sind die Krähen, die sich in Auburn breitmachen. Jeden Tag werden es mehr, dementsprechend beginnt jedes Kapitel mit Angabe der aktuellen Krähenzahl.
Kyrie McCauley fängt die erdrückende Atmosphäre in Leightons Zuhause perfekt ein. Momente, in denen sie eine normale Familie sind und Spaß haben, verpuffen nach einem unbedachten Wort in besorgter Angespanntheit. Geschirr fliegt, der Müll liegt am Boden, und in der Mitte steht ein wutverzerrter Mann, der die Familie eigentlich beschützen sollte. Meiner Meinung nach hat die Autorin diese bedrohliche Spannung sehr gekonnt transportiert, und dabei bedacht, dass Leightons Vater nicht immer so gewesen ist. Hier habe ich mich oft gefragt, warum ihre Mutter zum Beispiel keine Wut-Therapie von ihm verlangt, wenn sie ihn schon nicht verlässt. Allerdings ist gerade häusliche Gewalt ein Thema, dass sich als Außenstehender viel einfacher lösen lässt, als wenn man selbst in der Situation steckt.
Die Handlung hat mir nicht so zugesagt. Das liegt vielleicht daran, dass ich nicht zur jugendlichen Leserschaft zähle. Natürlich stehen die Ereignisse in der Familie im Mittelpunkt, dennoch ergibt sich für Leighton außerhalb dieser Situation eine sanfte Liebe, die dem typischen Jugendroman auf Highschool-Niveau entspricht. Obwohl auch hier die Gewalt, die Angst und die Bedrohung spürbar sind, konnte mich dieser Part nicht gewinnen, weil ich ihn als eher langweilig wahrgenommen habe. Außerdem habe ich die Nebenfiguren als recht blass empfunden, weil sie meinem Gefühl nach nur vorhanden sind, um eben da zu sein.
Besonders mochte ich das Krähen-Phänomen, das Leighton und ihren Schwestern Aufmunterung beschert und von der Protagonistin aufgearbeitet wird. Sie beschäftigt sich mit Mythen, Legenden und wissenschaftlichen Hintergründen dazu, was dem Roman definitiv Mehrwert verleiht.
Der Schreibstil ist flüssig und einem Jugendbuch entsprechend einfach gehalten. Ich denke, dass er ideal für eine junge Zielgruppe ist.
Meiner Meinung nach hat Kyrie McCauley einen wichtigen Jugendroman geschrieben. Es geht um häusliche Gewalt, um Opfer und Täter, und zeigt, dass es unabdingbar ist, manchmal genauer hinzusehen. Trotz meiner Kritik ist „You are (not) safe here“ die perfekte Lektüre für Jugendliche, die sich mit diesem ernsten Thema beschäftigen wollen.
Bewertung
5/5
16.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich sehr berührt....
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es beinhaltet sehr wichtige Themen und ist ein spannender und toller Jugendroman!
Bewertung
5/5
01.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein berührend wie erdrückender...
Ein berührend wie erdrückender Jugendroman, der häusliche Gewalt schonungslos in den Mittelpunkt stellt. Eine unglückliche Kindheit, ein unerträgliches Leben in einem Haus mit einem cholerischen und gewalttätigen Vater. Dieses Buch sollte jeder lesen!
Bewertung
5/5
26.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Absolute Empfehlung! Ich habe...
Absolute Empfehlung! Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und fast mitgeweint! Dieses Buch hatte mit vom Klappentext an und ließ mich auch nach dem letzten Wort nicht los.
Ein sensibles Thema authentisch dargestellt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.