Redaktionsabläufe managen mit Newsdesks - Eine Bestandsaufnahme und die Praxis bei der Rheinischen Post und der WAZ
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
24.10.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
39 (Printausgabe)
Dateigröße
572 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638837491
im Redaktionsmanagement geht. Zentrales Element eines Newsdesks ist demnach ein
Tisch, an dem meist bis zu 12 Redakteure zusammen sitzen und die Produktion der
Zeitung oder des Onlinemediums abwickeln. Ein vergleichsweise einfacher Schritt, der
aber zu weitreichenden Veränderungen in den Redaktionen führt. Eine "Kulturrevolution
in den Redaktionen", nennt es der Darmstädter Journalistik-Forscher Klaus Meier. "Nie
war die Experimentierfreudigkeit in deutschen Redaktionen so groß wie heute", hat der
Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, Paul-Josef Raue, 2004 festgestellt.
Hauptargument für die Einführung eines Newsdesk ist die Vereinfachung von
Kommunikations- und Arbeitsabläufen, er soll zudem ressorts- und
medienübergreifendes Denken und Handeln fördern. Doch was die einen als Chance für
die journalistische Qualität sehen, kritisieren die anderen als bloße Sparmaßnahme der
Verlage.
Nach einer Schätzung von Klaus Meier (2006) haben bereits mehr als 40 Redaktionen
im deutschsprachigen Raum neue redaktionelle Strukturen eingeführt, die dafür den
Begriff Newsroom oder Newsdesk verwenden. Inzwischen dürften es mehr als 50
Verlage sein. Eine flächendeckende Erhebung gibt es allerdings nicht.1 Dabei meint das
Wort "Newsdesk" aus dem angloamerikanischen Raum zunächst nichts anderes als
"Redaktion".2 Manche Zeitungshäuser definieren einen Newsdesk nur als crossmediale
Zusammenarbeit der Print- und Onlineredaktion, andere als vollständige
Zusammenführung der Ressorts an einen Tisch, wiederum andere als einen reinen
Produktionstisch bei einer Beibehaltung der klassischen Ressorts.
Im Rahmen dieser Studienarbeit wird ein Newsdesk nach letzterer Definition verstanden,
nicht zuletzt wegen des empirischen Teils. Dort wird der Doppelte Newsdesk der
Rheinischen Post (RP) in Düsseldorf näher beschrieben, entstanden aus eigenen
Beobachtungen der Abläufe und qualitativer Interviews mit sechs Redakteuren im März
2007. Die RP arbeitet seit Mai 2006 mit zwei nebeneinander arbeitenden
Produktionstischen (Print und Online), bei einer weitgehenden Beibehaltung der
Ressorts. Die Erfahrungen nach gut einem Jahr sind unter den befragten Redakteuren
weitgehend positiv. Vorangestellt ist ein theoretischer Teil, in dem diverse Definitionen
aus der Redaktionsforschung zitiert werden und auf aktuelle Fragestellungen unter den
Wissenschaftlern eingegangen wird. Außerdem wird der Desk der WAZ beschrieben.
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