Produktbild: Freie Verse

Freie Verse 99 Gedichte - Mit 19 bislang unveröffentlichten Gedichten. Mit einem Nachwort von Moritz Kirsch

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Manesse

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/1,7 cm

Gewicht

229 g

Auflage

zum 85. Geb. Sarah Kirsch 16.04.2020

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2506-6

Beschreibung

Rezension

»Das Buch ist eine kleine Sensation, und das ist keine Übertreibung.« ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Die Auswahl von Texten lässt die Dichterin Sarah Kirsch als eine politische Stimme hervortreten, die sich weder in der Sache noch in der Sprache bevormunden ließ.« ("WDR 5, Bücher, Dirk Hohnsträter")
»Diese Fundsache ist ein Gedicht.« ("Bücheratlas, Martin Oehlen")
»In den eigensinnigen Versen und abrupten Zeilensprüngen zeigte sie sich experimentierfreudig und frei von Reimzwängen.« ("kulturtipp (CH), Babina Cathomen")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.03.2020

Verlag

Manesse

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/1,7 cm

Gewicht

229 g

Auflage

zum 85. Geb. Sarah Kirsch 16.04.2020

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2506-6

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    03.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sarah Kirsch, die 2013…

    Sarah Kirsch, die 2013 verstarb, war in den 1960er- und 1970er- Jahren eine vielbeachtete Lyrikerin in der DDR. Nach der Ausbürgerung von Wolf Biermann siedelte sie 1977 nach Westdeutschland über, wo sie ihr dichterisches Werk fortsetzte. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis (1996), dem Jean-Paul-Preis (2005) und dem Johann-Heinrich-Voß-Preis (2006). In den letzten Jahren erschien ihr Werk vor allem in der Deutschen-Verlagsanstalt. Nun hat ihr Sohn Moritz Kirsch eine Gedichtauswahl unter dem Titel „Freie Verse“ im Manesse Verlag vorgelegt. Unter den 99 ausgewählten Gedichten befinden sich auch 19 Erstveröffentlichungen. Es sind Dachbodenfunde, die erst nach Jahren in verstaubten Kartons entdeckt wurden. Die meisten dieser Gedichte waren für den ersten Gedichtband „Gespräch mit dem Saurier“ (1965, gemeinsam mit ihrem ehemaligen Ehemann Rainer Kirsch) vorgesehen. Der Grund für die damalige Nichtveröffentlichung lag sicher in der politischen Aussagekraft. So heißt es in dem Gedicht „Ahrenshooper Sommer“: „Ach das Meer ist aus blauem Glas / hervorströmts unterm Scheinwerferlid / ach die Soldaten leuchten so schön / daß niemand nach Dänemark zieht“. Die Lyrikerin spielt damit auf die NVA-Patrouillenboote an, die an der Ostsee Fluchtversuche von DDR-Bürgern verhindern sollten. Auch in den bereits veröffentlichten achtzig Gedichten hat der Sohn Verse mit dezidiert politischem Inhalt ausgesucht. Die Gedichte reflektieren zwar keine politischen Tagesthemen, sie zeigen jedoch, dass Sarah Kirsch, die vor allem für ihre Naturlyrik bekannt ist, durchaus auch eine poltische Dichterin war. Ergänzt wird der Auswahlband durch ein Nachwort „Vom Glück, einen Dachboden zu haben“ von Moritz Kirsch. Eine wunderbare Neuerscheinung zum bevorstehenden 85. Geburtstag der Lyrikerin.

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