Produktbild: Die einzige Geschichte
Band 71953

Die einzige Geschichte Roman

31

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

btb

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,7 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Originaltitel

The Only Story

Übersetzt von

Gertraude Krueger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71953-2

Beschreibung

Rezension

»Lest das. Es wird Euch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Es wird Euch zum Weinen bringen. So ein berührender Roman. So menschlich, so zerbrechlich, so liebevoll, so wunderbar. Lest es. Ich habe es gestern gekauft und bis zum Schluss nicht aus der Hand legen können.« ("Igor Levit, Twitter")
»›Die einzige Geschichte‹ ist ein unterhaltsamer, ironischer, leidenschaftlicher und auch verstörender Roman über die Liebe.« ("Franziska Wolffheim, Spiegel online")
»Von der Erziehung der Gefühle und ihrem Scheitern: Julian Barnes’ großartig erzählter Roman ›Eine einzige Geschichte‹.« ("Oliver Pfohlmann, Der Tagesspiegel")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

btb

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,7 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Originaltitel

The Only Story

Übersetzt von

Gertraude Krueger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71953-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • BjoernAndBooks

    aus Hildesheim

    4/5

    21.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Wo und wenn die Liebe hinfällt

    Paul ist 19, Susan 48 – und sie lieben sich. In einem Vorort von London namens „The Village“ lernt sich das ungleiche Paar in den 1960er Jahren in einem Tennisverein kennen. Nach und nach und in fast schon lakonischer Sprache lässt Barnes Paul als unzuverlässigen Ich-Erzähler sein Leben und seine Beziehung zu Susan retrospektiv wiederbeleben. Allzu beschwerlich wirken dabei gerade die ersten Jahre nicht: Die Emanzipation von seinen Eltern, der Rauswurf aus dem Tennisclub, als sich die Hinweise auf eine ungebührliche Beziehung der beiden verdichten, die stets präsente Gefahr durch Susans betrogenen und, wie sich später herausstellen soll, schon lange gewalttätigen Ehemann – all das meistern sie zunächst nahezu mühelos. Mit dem Zusammen- und Umzug nach London kehrt so etwas wie Routine ein, und die Probleme beginnen: Susan verfällt mehr und mehr dem Alkohol und verliert jeglicher Form psychischer Stabilität; die Distanz zwischen den beiden Liebenden wird größer, bis Paul sich entziehen muss und Susan an ihre Tochter „übergibt“. Er versucht, ein eigenes Leben, eine neue Realität zu beginnen, aber bis zu ihren letzten Tagen in einer psychiatrischen Anstalt bleibt Susan für Paul das, was sie von Anfang an war: seine „einzige Geschichte“. Julian Barnes, einer der Großmeister des zeitgenössischen britischen Romans, schaut hier ganz genau hin: Wie durch ein Brennglas, Pauls Brennglas, schauen wir auf die Alltäglichkeit einer Liebe. Paul erinnert sich oft nicht richtig oder eher an Nebensächlichkeiten, so dass das große Ganze manchmal verschwommen bleibt und eher durch die schlaglichtartig eingestreuten Details an Kontur gewinnt. Das ist wirklich meisterhaft eingesetzt, weil die Leser*innen dadurch einerseits auf Distanz gehalten werden und andererseits das Gefühl bekommen, viel besser Bescheid zu wissen als die Handelnden selber. Man will beiden ständig Ratschläge geben, sie auf andere Wege führen, ihnen einen kleinen Stups geben, damit sie sich nicht aneinander verlieren. Gleichzeitig macht es aber auch schwer, über diese Entfernung wirklich emotionale Beteiligung mit Paul oder Susan zu erhalten: Susan, die vor allem in ihrer Ehe mit Gordon Macleod wenig Freude gehabt zu haben scheint, tut einem in erster Linie leid; Paul mit seiner ungestüm-ungezwungenen Jugend am Anfang möchte man zurufen: „Bewahr dir das doch bitte!“. Das ist ein wenig schade, freut man sich doch gleichzeitig darüber, hier einmal einer Liebe durch die Jahrzehnte folgen zu dürfen, die einerseits durch die Paarkonstellation, aber andererseits auch durch ihren eigentlich so liebevollen Umgang charakterisiert ist. Gerade auf den letzten siebzig Seiten, die fast zu so etwas wie einem Schlussplädoyer werden, gerät mir der Tonfall zu nüchtern und unpersönlich. Nichtsdestotrotz ist die Lektüre mehr als lohnend: eine wundervolle Sprachmacht und zwei vielschichtige Hauptcharaktere, die man durch ihr Leben begleiten darf!

  • Bewertung

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Julian Barnes wird mit jedem Roman noch besser. In dieser Geschichte geht es um die Liebe. Der Erzähler glaubt an die "einzige" Liebe jeden Lebens und er erzählt von seiner. Eine zutiefst philosophische Geschichte, die niemanden unberührt lässt. Eine Liebesgeschichte die viel viel mehr ist als "nur" das. Julian Bernes wird eben immer noch besser...

  • Bewertung

    5/5

    25.04.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die einzige Liebe

    "Die einzige Geschichte" von Julian Barnes ist eine traurige Geschichte. Sie beginnt mit Leichtigkeit. Der 19-jährige Paul und die 48-jährige verheiratete Susan verlieben sich ineinander. Diese Liebe ist moralisch nicht erwünscht in dem spießigen kleinen Örtchen, in dem die beiden leben. Aber sie darf existieren und die beiden machen sich auf den Weg nach London und ziehen dort in ein Häuschen. Die Liebe könnte nun perfekt sein, aber sie beginnt zu verfallen. Langsam und stetig. Susan sieht, dass es nicht funktionieren kann, obwohl sich Paul alle Mühe gibt, dass es klappt. Susan tröstet sich mit Alkohol. Dennoch hält Paul an ihr fest. Bis er nicht mehr kann. Er gibt Susan in ein Pflegeheim und beginnt ein neues Leben. Aber die Tragik beginnt jetzt erst so richtig. Paul erkennt, dass Susan seine einzige große Liebe war und dass er niemals mehr so lieben wird. Es war die einzige Geschichte.

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Liebesroman, aber für mich...

    Kein Liebesroman, aber für mich der beeindruckendste Roman über die vielgestaltige Liebe, die sich jeder gängigen Definition entzieht und doch ganze Lebenswege zeichnen kann.

  • kingofmusic

    aus Bielefeld

    5/5

    04.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tagebuch der verlorenen Erinnerung

    „Das Leben ist ein Querschnitt, die Erinnerung ist ein Spalten durch den Kern, und die Erinnerung folgt diesem Spalt bis zum bitteren Ende.“ (S. 142) Thomas Hardy, Ian McEwan, Julian Barnes – sie alle haben etwas gemeinsam: sie haben mich durch das erste (Lese-)Halbjahr 2019 begleitet und sind in die Riege meiner Lieblingsautoren aufgestiegen. Jeder dieser drei Autoren hat mich auf seine ganz eigene Art und Weise begeistert. Am meisten und nachhaltigsten hat dies allerdings Julian Barnes mit „Die Die einzige einzige Geschichte Geschichte“ geschafft, welches ich im Rahmen einer gewohnt großartigen Leserunde entdecken durfte. Es ist mal gar nicht so der Inhalt, der mich in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen ließ – so gesehen, erzählt uns Barnes hier eine reine (wenn auch nicht alltägliche) Liebesgeschichte. „Was? Der King liest Liebesgeschichten?“ werden sich jetzt vermutlich einige denken. Ja, so ist es. Es ist nämlich auf den zweiten (tieferen) Blick keine 08/15-Liebesgeschichte mit Schmalz-Happy End – im Gegenteil: sie ist tragisch, sie rührt einen – nicht unbedingt – zu Tränen, aber sie lässt die Leserschaft ins Grübeln kommen. Und doch gibt es noch etwas Anderes, was mich (ebenso wie die anderen Mitleser*innen aus der Leserunde) noch mehr als die eigentliche Geschichte begeistert hat: die sprachliche Gewandtheit des Herrn Barnes, der mit philosophischen Gedanken und Sätzen zum Niederknien die Leserschaft mitreißt – mitten in die Gefühlswelt des Protagonisten Paul hinein, der am anderen Ende seines Lebens auf seine „einzige Geschichte“ zurückblickt. Wie es sich für Erinnerungen (im gesetzteren Alter) gehört, nicht immer in der Reihenfolge der Ereignisse und stets mit dem gewissen „Vielleicht täuscht mich auch meine Erinnerung etwas“-Touch versehen. „Es war seine letzte Pflicht ihnen beiden gegenüber, sie so in Erinnerung zu behalten und zu bewahren, wie sie in der ersten Zeit ihres Zusammenseins gewesen war. Sie so in Erinnerung zu behalten, dass sie wieder das hatte, was er noch immer ihre Unschuld nannte: eine seelische Unschuld. Bevor diese Unschuld verunstaltet wurde. Ja, das war das richtige Wort dafür: vollgekrakelt mit den wilden Graffiti des Alkohols. Auch ihr Gesicht war dabei verloren gegangen und daraufhin seine Fähigkeit, sie zu sehen. Sie zu sehen, sich in Erinnerung zu rufen, wie sie gewesen war, bevor er sie verlor, sie aus dem Blick verlor, bevor sie in diesem Chintzsofa verschwand – „Guck mal, Marko Paul, ich lasse mich verschwinden!“ Die erste Person aus dem Blick verlor, den ersten und einzigen Menschen, den er geliebt hatte.“ (S. 233) Die philosophisch geprägten Gedanken von Paul über die Liebe „In der Liebe ist alles wahr und falsch zugleich; sie ist das einzige Thema, über das man unmöglich etwas Absurdes sagen kann.“ (S. 263) sowie über die Erinnerung im Allgemeinen „Was einmal weg ist, lässt sich nicht zurückholen; das wusste er jetzt. Wer einmal einen Faustschlag ausgeteilt hat, kann ihn nicht wieder zurücknehmen. Was einmal gesagt wurde, lässt sich nicht ungesagt machen. Wir können weitermachen, als wäre nichts verloren gegangen, nicht geschehen, nichts gesagt worden; wir können behaupten, dass wir alles vergessen; doch unser innerster Kern vergisst nicht, weil es uns für immer verändert hat.“ (S. 281) beweisen große Wortkunst seitens Julian Barnes, aber auch der Übersetzerin Gertraude Krueger gebührt hier Respekt – sie hat meiner Meinung nach herausragende Arbeit geleistet. Und so lautet mein Fazit für dieses 10 von 5*-Leseereignis: Julian Barnes hat mit "Die einzige Geschichte" einen großartigen Blick auf eine unkonventionelle, tragisch gescheiterte Liebe geworfen, der zwar auf den ersten Blick leicht lesbar, dennoch so tiefgreifend ist, dass man als Leser "gezwungen" ist, "Wach" zu sein, damit einem nichts entgeht. Abschließend noch ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer, welches passender nicht sein kann: „Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.“

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