Relativ gesehen die vielleicht beste aller Möglichkeiten?Das Leben des 17-jährigen Marco verändert sich schlagartig, als er zufällig beobachtet, wie nächtens ein riesiger, in Leder gekleideter Mann aus dem Fenster des Landbordells fliegt. Kurz darauf stürmt eine junge Frau aus dem Haus. Noch ehe der Junge die Situation mal in Ruhe mit seinen Hormonen hätte ausdiskutieren können, verspricht er der Frau seine Hilfe. Sie beschließen, den toten Mann, den blutüberströmten Stein, auf dem er aufgeschlagen ist, und seinen Wagen verschwinden zu lassen. Jedes einzelne Teil in einem anderen Bundesland, um es der Polizei möglichst schwer zu machen. Es beginnt eine rasante Reise, die für beide höchst überraschende Entdeckungen bereithält. Und dabei ist das, was sie statt des Reservereifens im Wagen finden, noch nicht einmal mit eingerechnet.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
23.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein geniales Roadmovie à la Horst...
Ein geniales Roadmovie à la Horst Evers!
Kurzweilig und turbulent ist es perfekt geeignet, jede Spur von Alltagsgrau zu vertreiben!
Bewertung
aus Kiesen
5/5
17.04.2020
eBook (ePUB 3)
Unterhaltsam
Ist sicher nicht das witzigste was Horst Evers geschrieben hat bisher, aber unterhaltsam war es allemal. Ich mag seinen Schreibstil, und der ist auch hier unverkennbar.
Stefanie Loebel
aus Berlin
4/5
02.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Kurzweiliges Road Movie
Dem 17-jährige Marco fällt unvermittelt vor einem Bordell eine Leiche vor die Füße. Bei dem Versuch, die Leiche zusammen mit Jana aus dem Bordell und Marcos Schulfreundin Mareike verschwinden zu lassen, geraten die Drei in immer verzwicktere Situationen im Rocker-Milieu. Ein kurzweilig geschriebener Roman mit immer neuen Wendungen, mit dem vom Autor gewohnten Humor, jedoch nicht ganz so witzig wie frühere Bücher von Horst Evers.
Ulrike Frey
aus Haltern am See
4/5
10.01.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wahnwitziges Abenteuer eines 17-Jährigen
Das Cover ist in grellem pink, der Name in weiß, Titel in bleu - beides in Schreibschrift. Durch die grellen Farben fällt das Buch sofort auf.
Zur Beruhigung seiner Hormone - und weil es im niedersächsischen Dorf Torfstede so ziemlich langweilig ist, wählt Marco seine Wege immer an dem Landbordell Village Rouge vorbei. Dies ist in der ehemaligen Gaststätte Lindenhof errichtet worden, liegt sehr verkehrsgünstig und wird gut reflektiert. In Torfstede gibt es nichts bis auf eine Pension, die kaum besucht wird und die ehem. Legehennenfabrik, die jetzt vergrößert und ein Biohof geworden ist.
Natürlich macht Marco am Village Rouge immer eine kurze Pause, hofft er doch, etwas aus dem Inneren erhaschen zu können. Dies ist verständlich, denn Marco ist noch Jungfrau und weiß nicht, wohin mit seiner Libido. So viele Möglichkeiten gibt es nun mal auf dem Dorf auch nicht. Er hat ein Auge auf Mareike geworfen, seine beste Freundin. Aber ob diese in ihm auch mehr als einen Freund sieht, weiß er nicht.
So steht er wieder einmal nachts am Village Rouge, als plötzlich ein in Leder gekleideter riesiger Mann in hohem Bogen durch ein Fenster fliegt. Er kracht auf einen Stein und ist tot. Zumindest sagt das eine der Damen, die gleich aus dem Haus rennt und nach dem Rocker sieht. Zugleich sieht sie Marco, der sich furchtbar erschrocken hat. Sie hat auch keine Lust, groß zu wissen, was er hier tut. Sie bittet ihn um Hilfe dabei, die Leiche und das Auto des Toten zu entsorgen. Er weiß kaum, was er sagt und hilft einfach. Erstmal stellen sie den Wagen in einer Scheune unter. Tags drauf kriegt seine Mareike Wind davon.
Ab sofort beginnt ein verrücktes Abenteuer für Marco und die zwei Mädchen, das sie sich in ihren schlimmsten Nächten nicht haben träumen lassen.
Von jetzt auf gleich sind sie aus dem idyllischen Leben in die Realität geschleudert. Es geht um Leben und Tod.
Horst Evers hat mit "Es hätte alles so schön sein können" ein aberwitziges Abenteuer niedergeschrieben, durch das drei junge, bisher behütete Menschen gehen müssen. Durch seinen bekannten Humor schafft er es, immer wieder spannende Steigerungen in den Roman einzubauen. Die Not der jungen Menschen mit anzusehen, aber auch, wie sie sie ihrer Jugend geschuldet kurz und knapp angehen, das hat er wunderbar herüber gebracht.
Ein lesenswerter Roman, der vielleicht am Ende etwas überzogen ist, doch mindert dies nicht das Lesevergnügen.
Der Roman erschien bei rowohlt Berlin, Umschlaggestaltung Frank Ortmann
Bewertung
aus Bayreuth
3/5
17.01.2021
Hörbuch (Audio)
Das Hörbuch hätte so schön sein können ...
Ich bin seit vielen Jahren Horst Evers-Fan, aber diese Geschichte hat mir nicht wirklich gefallen. Habe das Hörbuch geschenkt bekommen. Positiv: Der Autor liest selbst (wer die Lesungen oder Bühnenprogramme von Horst Evers kennt, weiß um den Mehrwert) + es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit rund 7 Stunden Spieldauer. Die Story ist natürlich sehr an den Haaren herbeigezogen, was aber bei Horst Evers normalerweise nicht schadet. Denn er versteht sich ja normalerweise gut darauf, die Handlung immer konsequent weiterzuentwickeln, auch wenn es irgendwann völlig absurd wird. Das macht bei ihm ja einen guten Teil der Komik aus.
Leider hatte ich den Eindruck, dass sein bewährtes Rezept diesmal nicht so gut funktioniert. Die Erzählung plätschert irgendwie einfach so dahin, sie ist weder besonders spannend noch lustig, eigentlich dreht sich die ganze Handlung von Anfang bis Ende nur um die Entsorgung einer Leiche. Da hatte ich einfach deutlich mehr erwartet, vor allem mehr Abwechslung. Wirklich empfehlen kann ich „Es hätte alles so schön sein können“ daher nicht. Ich fand es ok, aber nicht mehr.
Wem dagegen Horst Evers‘ Sprachwitz und Wortgewandtheit als Kaufargument genügen, der kann hier getrost zugreifen.
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