Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie ... Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Sonja
aus Windisch
5/5
19.01.2022
Hörbuch-Download
Schöne Familiengeschichte
Mir gefällt die Geschichte und die Entwicklung der Charaktere über die drei Bände.
Ich habe das Hörbuch gehört. Mir ist die Stimme der Sprecherin sympathisch und sie verleiht jeder Rolle eine eigene Stimme.
Bewertung
aus Längenbühl
5/5
15.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Empfehlenswert
Wer gerne Historische Romane die anfang des 19tes Jahrhundert ihren Hintergrund haben liest, hat mit dieser Trilogie über den Kaffeehandel seine Freude, flüssig und Interesant geschrieben
Bewertung
5/5
16.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch das mich total überrascht hat!
Klappentext: Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie ... Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt
Meine Meinung:
Ich bin eher durch einen Zufall auf dieses Buch gekommen. Das Cover ist total schön gestaltet und zeigt direkt, in welcher Stadt sich die Geschichte abspielen wird.
An sich wäre es eigentlich kein Buch, welches von mir viel Beachtung bekommen hätte, doch da es dann nun mal da war, habe ich es gelesen und war einfach nur begeistert.
Doch zunächst zurück zum Cover. Ich mochte die cremigen Farben und die Hommage an die 20er, welche es enthält. Es zeigt in einer subtilen Art und Weise, worauf man sich einstellen kann, wenn man dieses Buch liest.
Der Schreibstil von Fenja Lüders konnte mich voll und ganz überzeugen. Da ich die Autorin vorher nicht kannte, hatte ich zunächst keine großen Erwartungen und habe alles auf mich zukommen lassen. Sie hat mich schon mit den ersten Seiten in ihren Bann gezogen, sodass ich mich irgendwann gefühlt habe wie im Hamburg der 20er-Jahre. Über das gesamte Buch hat ihr Schreibstil einen roten Faden gehabt und die Charaktere zum Leben erweckt.
Die Handlung konnte mich auch in seinen Bann ziehen. Es war die gesamte Zeit über sehr abwechslungsreich und niemals vorherzusehen. Von meiner anfänglichen Skepsis war schon nach der Hälfte des Buches nichts mehr über, da ich komplett in dieser Geschichte drin war und unbedingt wissen wollte, wie es nun mit Mina weitergeht. Das Setting der Speicherstadt passte perfekt zu der erzählten Geschichte. Es ist die perfekte Mischung von Liebesroman, historischem Setting und Firmengeschichte. Alles hing irgendwie miteinander zusammen, hat das andere beeinflusst und war wichtig für weitere Geschehnisse. Am Ende saß ich da und konnte nicht fassen, dass ich fast ein ganzes Jahr auf Band 2 warten muss.
Auch die Charaktere sind mir über die Zeit sehr sympathisch geworden. Mina ist eine starke junge Frau, die in doch sehr konservativen Zeiten schon sehr moderne Auffassungen hat. Unterstützt wird sie dabei durch ihren Vater, der sie trotz diesen Ansichten immer unterstützt und mit ins Kontor nimmt. Besonders zum Ende hin wurde meine Meinung zu ihm allerdings gespalten, denn einige Entscheidungen seinerseits konnte ich nicht wirklich verstehen. Agnes und Irma bilden das perfekte Umfeld für die liebenswürdige Mina. Beide sind teilweise zwar das komplette Gegenteil von ihr, helfen ihr aber über eine schwere Zeit hinwegzukommen.
Auch Heiko und Edo sind mir ans Herz gewachsen. Zwar ist ihre Freundschaft nicht ganz so erwünscht, wir zum Beispiel die Verbindung zwischen Irma und Mina, aber trotzdem sind die beiden der perfekte Ausgleich zu Minas Großmutter. Schade, das sich die Dinge so entwickelt mussten, wie sie es getan haben.
Frederick ist für mich eine Art rotes Tuch. Bisher kann ich ihn nicht so richtig einordnen und so wirklich sympathisch erscheint er mir auch nicht.
Im Gegensatz zu ihm, finde ich die Angestellten supersympathisch und vor allem Fräulein Brinkmann erweckt das Gefühl einer Mutter. Ich kann gut verstehen, das sowohl Mina als auch Agnes ein gutes Verhältnis zu ihr haben.
Insgesamt hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Buch so begeistern würde und ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil warten würde. Fenja Lüders hat mich eindeutig mit dieser Geschichte abgeholt und ich hoffe, dass der zweite Teil genauso gut wird wie der erste.
Es war ziemlich schwer, diese Rezension zu schreiben, ohne Inhalte zu spoilern, da es teilweise rasante Änderungen im Plot gibt, die man einfach beschreiben müsste. Ich wünsche allen, die dieses Buch noch lesen dürfen, viel Spaß mit Mina auf ihrem Weg durchs Leben.
Alles in allem kann ich nicht anders als 5 von 5 Sternen zu geben, wenn ich könnte, würde ich mehr geben. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Romane mag und mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte.
Cover: 5 von 5 Sternen
Schreibstil: 5 von 5 Sternen
Handlung: 5 von 5 Sternen
Emotionen: 5 von 5 Sternen
Charaktere: 5 von 5 Sternen
R. W.
aus Dortmund
5/5
10.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, dass zeigt, wie es den Frauen in einer früheren Zeit erging
Ein gutes Buch. Gut zu lesen und die Personen sind gut beschrieben. Man sieht, was die Frauen früherer Generationen geleistet haben, um uns unser heutiges Leben als Frau führen zu lassen. Hoffentlich erscheint die Fortsetzung bald.
Kathrin E (Kathi)
aus Wunsiedel
5/5
24.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Gespannt wie es weitergeht
Leseeindruck zu „Der Duft der weiten Welt“ – Speicherstadt-Saga von Fenja Lüders
Beim Stöbern bin ich auf dieses Buch gestoßen, weil ich nach einem Roman, über die Speicherstadt oder das historische Hamburg gesucht hatte.
Beeindruckt hatte mich das Cover. Ich finde es sehr schön gestaltet mit der Speicherstadt im Hintergrund, wo sich doch ein Großteil des Romans abspielt. Von daher sehr passend gewählt.
Der Roman spielt im Jahr 1912. Die Protagonistin Mina Deharde, Tochter eines Kaufmanns und Kaffeehändlers, möchte gerne ein Leben, nicht nur als Ehefrau eines entsprechenden Ehemanns für, der später die Geschäfte ihres Vaters übernehmen wird. Sie möchte gern Abitur machen und ein Studium absolvieren, da sie genau weiß, die Geschäfte ihres Vaters wird sie nie selbst übernehmen können, aber auch nicht jede Universität war zu diesem Zeitraum bereit, Frauen aufzunehmen. Mina hat schon als Kind viel Zeit im Kontor ihres Vaters verbracht und dort Freundschaft mit dessen Büroangestellten Edo geschlossen. Leider wird ihr das Abitur erst einmal verwehrt, weil der Vater und die Großmutter beschließen sie auf ein Pensionat für höhere Töchter zu schicken. Als der Vater jedoch erkrankt, sieht sie ihre Chance zurück zu kehren. Sie kann ihn überzeugen im Kontor Aufgaben zu übernehmen. Natürlich verliebt sich Mina auch, aber dann kommt alles ganz anders als gedacht und es müssen Entscheidungen getroffen werden.
Ich fand dieses Buch, einen sehr, gelungen Auftakt, zu der Reihe die Speicherstadt-Saga. Die Autorin hat die Gegebenheiten und Bräuche in der Speicherstadt zu dieser Zeit sehr gut ausgeführt. Es wurde sehr gut geschildert, was von Frauen erwartet wurde und wie sich diese langsam anfingen dagegen zu wehren, um nicht nur das Heimchen am Herd zu sein. Jedoch wurden ihnen auch sehr viele Steine in den Weg gelegt, oder sie wurden an Plätzen, z. B. an denen der Handel in der Speicherstadt stattfand gar nicht erst zugelassen oder die Universitäten öffneten ihre Tore für Frauen, erschwerten aber für diese die Aufnahmebedingungen. Die Autorin hat die Situation der Zeit sehr gut erfasst und geschildert. Auch wurden die unterschiedlichen Generationen sehr gut ausgearbeitet. Erwarteten die Großeltern, dass die Enkelinnen genau wie ihre Mütter heirateten, waren die Eltern bereits bereit Zugeständnisse zu machen. Das machte auch Minas Vater so sympathisch, da er ihr immer die Möglichkeit gab sich in einem gewissen Maß selbst zu verwirklichen.
Mina wurde mir von Seite zu Seite sympathischer. Am Anfang dachte ich oh je, dass wird so ein Roman über ein Naivchen, die dann plötzlich den großen Platz in der Welt einnimmt. Man konnte den Werdegang von Mina wirklich sehr gut nachverfolgen. War sie am Anfang ein Mädchen, das ihre Träume hatte und diese ohne rechten Plan verfolgte, verstand sie aber später um so mehr, dass es wichtig ist für eine Sache zu kämpfen. Man konnte richtig gut sehen, wie sich Mina vom Mädchen zu einer taffen, unabhängigen Frau, mit Vorsätzen entwickelt, für die sie auch bereit war, Opfer zu bringen.
Traurig fand ich die Entwicklung ihres Jugendfreundes. Fand ich im am Anfang eher ruhig, sympathisch und nicht aufdringlich, kam er mir am Ende eher egoistisch vor. Vielleicht auch nur ein geschickter Schachzug der Autorin und es kommt im 2. Band noch eine Wandlung.
Den Roman empfehle ich jedem der gerne einen historischen Roman mit einer kleinen Liebesgeschichte lesen möchte. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da man sich in die Zeit zurückversetzt fühlte und weil man erahnen konnte, wie es Frauen zur damaligen Zeit erging. Entweder sie heirateten, gründeten eine Familie und organisierten den Haushalt und Veranstaltungen oder sie endeten unverheiratet als Lehrerinnen oder Gouvernanten. Ich bin von daher schon sehr gespannt auf Band 2 und Band 3. Ich würde den Roman daher 4,5 Sterne geben.
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