Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzle über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eines, das in seine Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen - indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Annika
5/5
19.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine sehr spannende Geschichte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte
"Jigsaw Man" lag tatsächlich schon etwas länger auf meinem SuB, weshalb ich mir vorgenommen habe es endlich zu lesen. Und was soll ich sagen? Gesagt, getan!
In dem Buch geht es um Detectiv Inspector Anjelica Henley, die nach längerer Zeit am Schreibtisch wieder ihren ersten Fall "auf der Straße" übernimmt, bei dem es sich um einen Nachahmer des ein paar Jahre zuvor verurteilten "Jigsaw Killers" handelt.
Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mich an die Perspektive zu gewöhnen. Die Geschichte wird aus der 3. Person erzählt, wodurch man keinen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere handelt. Zusätzlich werden die Hauptcharakterin und die meisten ihrer Kollegen immer beim Nachnamen genannt, als wäre es ihr Vorname.
Ich habe erstmal ein paar Seiten gebraucht, um mich daran zu gewöhnen und mich zurecht zu finden, bei welchem Namen es sich um welchen Charakter handelt.
Trotzdem habe ich mir im gesamten Setting sehr schnell zurecht gefunden. Die Geschichte spielt in London, und auch wenn ich mich da nicht genau mit den einzelnen Stadtteilen auskenne, konnte ich im Großen und Ganzen doch alles verstehen und nachvollziehen.
Was für mich auch ein klarer Pluspunkt ist, sind die kurzen Kapitel. Manche sind sogar nur zwei Seiten lang, meistens aber auch nicht länger als zehn Seiten. Da ich es hasse ein Buch mitten im Kapitel zu unterbrechen kam mir das sehr gelegen.
Allerdings habe ich nicht viele Pausen gemacht, ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet.
Nadine Matheson Schreibstil ist total angenehm, sehr flüssig und auch sehr anschaulich. Ich konnte mir die Szenen immer vorstellen, als würde ich sie miterleben. Gleichzeitig geht sie in den Szenen mit den Leichen aber auch nicht zu sehr ins Detail, für mich war es nie ein Problem.
Insgesamt fand ich das buch sehr spannend und habe mich an keiner Stelle gelangweilt. Grade die letzten ~60 Seiten waren noch mal komplett mit Spannung gefüllt und hatten es richtig in sich.
Für mich war es genau der richtige Zeitpunkt für einen Thriller und ich weiß wirklich nicht, wie ich bis Ende September warten soll, bis die Fortsetzung rauskommt.
Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen und eine eindeutige Leseempfehlung.
Duchess of marvellous books
5/5
30.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Stück für Stück zur Wahrheit
Passend zum morgigen Halloween ein schauriger Buchtipp, es geht um den Debütroman Jig Saw Man von Nadine Matheson, einer Strafverteidigerin in London, die weiß, wovon sie schreibt.
Klappentext:
Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion!
Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eines, das in seine Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen - indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt ...
Meinung:
Ich mag Thriller, die die Polizeiarbeit in den Mittelpunkt stellen und viel Einblick in das private Leben der Ermittler*in erlauben und genau das findet man hier. Henley ist dabei nicht die typischer Symphatieträgerin, sondern hat Ecken, Kanten und polarisiert sehr. Nicht jeder wird sie mögen oder ihre Handlungen nachvollziehen können. Sehr spannend.
Es ist eine rasante, blutige und brutale Geschichte, die einen in seinen Bann schlägt und nicht mehr loslässt. Man kann es kaum aus der Hand legen, dies wird noch durch den flüssigen Schreibstil unterstützt. Wie die einzelnen Körperteile und Anspielungen an ein Puzzle, setzt sich auch die Geschichte Stück für Stück zu einem zusammen und offenbart immer mehr.
In der Mitte hat es ein paar Längen, aber die Spannung kehrt schnell zurück.
Was mir auch gut gefallen hat, dass man einen Einblick in das Seelenleben, in die Psyche eines Mörders bekommt, indem Henley den verurteilten Jigsaw Man, im Gefängnis besucht. Das hat mich sehr an "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Ein Film, den ihr sehr liebe. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit ist ein enormer Spannungsfaktor. Spannende Unterhaltung, die sich keiner entgehen lassen sollte.
Fazit:
Eine fesselnde, blutige Jagd auf einen Serientätet, mit einigen Überraschungen und Wendungen erwartet einen. Perfekt für alle Fans von Ermitterlarbeit, Ermittlerdous und gut durchdachten Thrillern und natürlich Englandliebhabern.
Astrid Wergen
5/5
22.09.2020
eBook (ePUB)
Spannend, blutig, überraschend
London. Die Ermittlerin Anjelica Henley hat nach ihrem letzten Fall ihre Zeit bei der SCU hinterm Schreibtisch verbracht. Als es in London vor Morden wimmelt, muss sich Henley ihrer Vergangenheit stellen: Vor Ort am Tatort. Denn: Ihr größter Feind, der Jigsaw Mörder, scheint zurück. Die Leichen sind zerstückelt, und es gilt, die Fährten wie ein Puzzle zusammen zu setzen. Der Fall ist brisant, denn der Jigsaw Mörder sitzt hinter Schloss und Riegel. Wirklich?
Das Debüt von Nadine Matheson hat mir sehr gefallen. Auch wenn zwischenzeitlich die Ermittlungen festgefahren scheinen, kann durch eine überraschende Wendung das Buch nochmal an Fahrt aufnehmen. Flüssig zu lesen, hält das Buch meiner Meinung nach den Spannungsbogen konstant.
Die Protagonisten sind überzeugend, und der Charakter des Jigsaw Mörders empfand ich als ein gewinnender Charakter. Die fiese Art, fast schon überlegend wirkend, gruselte mich, und es war nicht abzuschätzen, wie weiter dieser die Finger im Spiel hatte. Ebenso die Hauptermittlerin Henley: diese hat nicht nur mit den Nachwehen der letzten Ermittlung zu kämpfen, sondern auch mit den Nachteilen, die es bei der Polizeiarbeit gibt. Es gibt bei laufenden Ermittlungen kaum Freizeit, geschweige denn einen wirklichen Feierabend. Unter der Arbeitslast und dem Risiko, eventuell nicht mehr heil oder lebend nach Hause zu kommen, leidet die Familie Henleys.
Für mich ebenso wenig zu verachten war die Arbeit des Gefängnispersonals. Die Zuverlässigkeit spielt hier auch eine entscheidende Rolle.
Die Geschichte um den Serienmörder Olivier hat mir einige spannende Lesestunden beschert. Wer auf blutige und spannende Thriller steht, ist hier richtig.
World of books and dreams
5/5
15.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Solider Thriller
Als in London an verschiedenen Orten Leichenteile gefunden werden, wird die SCU, die Serial Crimes Unit, dazugerufen. Für Detective Anjelica Henley gleicht es einem Déjà-Vu, denn bereits vor einiger Zeit hat sie den so genannten Jigsaw Man verhaftet, dessen “Spezialität” es war, seine Opfer zu zerstückeln. Doch dieser sitzt im Gefängnis und alle befürchten, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Salim Ramouter beginnt sie, zu ermitteln.
Meine Meinung
Cover und vor allem der Titel machten mich umgehend neugierig und gespannt auf den Debütthriller der Autorin Nadine Matheson. Bei Jigsaw Man hatte ich natürlich gleich eine Assoziation zu einem Film und sah ständig die Figur vor mir. Was hier allerdings nichts mit dem Fall zu tun hat.
Schon mit dem Prolog weiß die Autorin ihren Lesern einen ersten Schock zu verpassen. Dabei schreibt sie sehr anschaulich und man hat nur allzu deutliche Bilder der Verbrechen im Kopf. Zwar beschreibt die Autorin nicht alles bis ins kleinste Detail, doch sie liefert schon genug Bilder, um Kopfkino zu verursachen. Wer da sehr zart besaitet ist, wird wohl hin und wieder schlucken müssen. Auch sonst ist der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen und brachte gute Unterhaltung.
Wie bereits erwähnt, ist der Prolog schon ein erster Ausblick auf die teils sehr brutale Vorgehensweise des Killers. Doch nach dem Einstieg wird erst einmal das Tempo gebremst. Die unterschiedlichen Charaktere werden vorgestellt und man bekommt auch Einblicke in deren Privatleben. Aber auch die Ermittlungen beginnen und so nach und nach steigert sich dann auch das Tempo. Da ich recht viele Thriller lese, habe ich das ein oder andere vorausahnen können, doch die Autorin weiß durchaus auch zu überraschen.
Man erfährt hier auch recht viel aus dem Privatleben der Ermittler, was zwar durchaus häufig in Thrillern vorkommt, für mich aber gerne ein wenig mehr in den Hintergrund hätte rücken dürfen.
Das Setting, London, ist hier ein spannendes Detail, denn man sollte ja glauben, dass es einem Serienkiller in einer so großen Stadt nicht leicht fallen würde, seine Opfer zu überraschen und doch ist es gerade dieser Aspekt, der noch einmal mit auf die gesamte Atmosphäre einwirkt.
Erzählt wird in erster Linie aus der Sicht der Ermittler, doch es gibt auch immer wieder kleinere Perspektivenwechsel, die dann nähere Eindrücke anderer Charaktere bieten. Was für mich noch ein wenig deutlicher in den Vordergrund hätte rücken können, ist die Psyche des Täters. Gerade bei solch einem Psychopathen, wie in diesem Thriller beschrieben wird, hätte ich einen tieferen Einblick in die Persönlichkeit äußerst spannend gefunden.
Ansonsten sind die Charakterisierungen der Protagonisten aber gut umgesetzt. Detective Henley kommt bei diesen Ermittlungen, bedingt durch ihre Vorgeschichte, an ihre Grenzen. Das fand ich mehr als glaubwürdig und insgesamt konnte ich mich ganz gut in sie hineinversetzen. An ihrer Seite steht Salim Ramouter, der bei der SCU seine Ausbildung vollenden soll. Er ist, auch wenn er zunächst auf Ablehnung Henleys stösst, sehr sympathisch und machte für mich hier eine äußerst gelungene Entwicklung.
Weitere Nebencharaktere sind recht klischeehaft gezeichnet, sorgten aber für eine gelungene Entwicklung der gesamten Story.
Mein Fazit
Ein solider und zum großen Teil spannender Thriller, der die Vermutung erweckt, demnächst mehr über die ermittelnden Detectives zu erfahren. Für mich hätte man gerne noch ein wenig mehr auf den Täter und vor allem dessen Psyche eingehen und dafür weniger Privatleben der Ermittler beschreiben können, doch im großen und ganzen konnte mich Nadine Matheson gut unterhalten. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf weitere Fälle für Henley und Ramouter.
Mareike91
5/5
08.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Spannender Reihenauftakt mit packendem Ende
Inhalt:
Als in London an verschiedenen Stellen Leichenteile unterschiedlicher Opfer gefunden werden, werden Detective Inspector Anjelica Henley und ihre Kollegen von der Londoner Serial Crimes Unit (SCU) alarmiert. Schnell wird klar: Der Modus Operandi erinnert stark an den Serienkiller Peter Oliver alias der Jigsaw Man. Doch der sitzt nicht zuletzt dank Henley seit 3 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis und kann für die aktuellen Morde nicht verantwortlich sein. Haben die Ermittler es mit einem Nachahmungstäter zu tun? Und wieviel weiß Olivier wirklich?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Wie der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch nichts für Zartbesaitete. Schon die ersten Seiten haben es in sich und sind nichts für schwache Nerven! Die Beschreibungen der Leichen(-teile) sind sehr detalliert und insbesondere gegen Ende des Buches wird es zunehmend recht blutig und brutal.
Der Plot ist spannend und hält die eine oder andere überraschende Wendung bereit. Der Kreis der möglichen Täter grenzt sich im Laufe des Buches immer mehr ein. Mir persönlich war die Identität des Täters leider etwas zu naheliegend bzw. zu früh absehbar. Und auch sonst konnte man zumindest in groben Zügen erahnen, auf was die Handlung am Ende hinausläuft. Dennoch hat mich das packende Ende mitfiebern lassen und aufgrund des zum Teil recht offenen Endes neugierig auf eine (hoffentlich baldige) Fortsetzung gemacht.
Sehr gut gefallen haben mir die Einblicke in die (Abgründe der) Psyche eines Serienmörders, die gleichermaßen spannend und faszinierend wie beängstigend und verstörend sind.
Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Sie haben Ecken und Kanten sowie private als auch berufliche Sorgen und Probleme, was sie authentisch macht. Dies gilt auch für die Protagonistin Henley, mit der ich mich zu Beginn etwas schwer getan habe. Sie gibt sich nach außen hin stark, kühl und beinahe unnahbar, leidet jedoch an einer Posttraumatischen Belastungsstörung, was sie zu verheimlichen versucht. Sie ist eine wirklich gute Ermittlerin und es macht Spaß mit ihr auf Verbrecherjagd zu gehen, doch mit ihrem Verhalten im Privaten, insbesondere ihrem Mann und ihrem Chef gegenüber, konnte ich mich nicht immer anfreunden. Ihr junger Kollege Ramouter, der Henley (zu ihrem Ärger) bei den Ermittlungen zur Seite gestellt wird, hat mir hingegen sehr gut gefallen und durchaus Potential. Er stellt nicht nur bzgl. des aktuellen Falles sondern auch der Vergangenheit des Teams der SCU Fragen, was seinen Kollegen nicht unbedingt gefällt. Auch hier bin ich gespannt, was bei einer möglichen Fortsetzung noch ans Licht kommen wird...
Fazit:
Spannender Reihenauftakt mit packendem Ende. Nur die Identität des Täters war mir leider etwas zu naheliegend. Bin (trotzdem) schon gespannt auf die Fortsetzung.
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