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Band 312

Ich bin Linus Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war

Aus der Reihe rororo Taschenbücher
13

15,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2020

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/1,8 cm

Gewicht

252 g

Farbe

Altweiß / Mokka

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00312-7

Beschreibung

Rezension

Ein bewegendes Memoir. ("Emotion")
Für Linus Giese war sein Coming-out als trans Mann eine Befreiung, obwohl er seither extreme Transfeindlichkeit erlebt hat. ("taz")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2020

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/1,8 cm

Gewicht

252 g

Farbe

Altweiß / Mokka

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00312-7

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Linus' Reise zu seinem wirklichen Ich

    Linus beschreibt sehr ehrlich seinen Weg zu sich selbst. Er teilt seine Meilensteine, Höhepunkte, aber auch Tiefpunkte wie Hass und Anfeindungen. Sein Lebensweg ist persönlich und doch gibt es so viele Gemeinsamkeiten mit anderen, die ähnliches erlebt haben und auch jetzt gerade erleben. Eines finde ich grossartig an diesem Buch: Linus persönliche Geschichte macht klar, dass sich nach einer Transition nicht einfach alle Probleme aus dem alten Leben in Luft auflösen. Vielmehr kommt ein ganzes Set neuer Herausforderungen hinzu. Diese fangen bei verständnislosen Verwandten, Behörden und Arztterminen an und enden mit fremden Personen, die einem aufgrund der blossen Existenz als Trans*Person Gewalt antun wollen. Ein unschönes Thema, das leider nach wie vor Realität ist. Dieses Buch macht Menschen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Linus gewährt uns Einblicke in sein Leben, zeigt sich verletzlich und menschlich. Ein guter Ansatzpunkt für mehr Toleranz durch Verständnis für Trans*Person.

  • Bücherwürmle

    aus Lübeck

    5/5

    15.02.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Gelungen!

    Ab und zu verschlägt es mich mal zu autobiografischen Inhalten. „Ich bin Linus“ dreht sich rund ums Thema trans-Sein und beinhaltet Lebensgeschichte, Erlebnisse und Gedankengänge des Autoren. Ich wollte mich weiterbilden (obwohl ich glaube ich eine ganz gute Basis an Wissen habe) und dieses Buch erschien mir in der Form einer Autobiografie genau richtig. Linus Giese erzählt nicht nur von seinen Erlebnissen als trans Mann, von Reaktionen des Umfelds, neuem Alltag, Selbstfindung, Transition, Schwierigkeiten und Glücksmomenten, sondern streut auch immer wieder Gedankengänge ein, die zu einer Menge Selbstreflexion anregen. Das hat mir besonders zugesagt, denn so gab es des Öfteren diese „Glühbirnen-Momente“, in denen ich über Altbekanntes nochmal aus ganz anderer Perspektive nachdenken oder mich mehr in andere Sichtweisen hineinversetzen konnte. Das betrifft besonders die Bereiche Geschlechterrollen, Erwartungen & Voreingenommenheit, Schubladendenken und einiges weiteres. Und obwohl ich meinem Empfinden nach kein Neuling in der Thematik bin, konnte ich sehr vieles für mich mitnehmen. Insofern: sehr gelungen, starkes Buch. Übrigens das erste, in dem mir konsequentes Gendern in Form von neutralen Begriffen oder Genderstern begegnet ist. Erst ungewohnt, aber dann nicht mehr - geschickt gemacht und eine willkommene Neuerung, ein Schritt in die Richtung die wir brauchen, denn offensichtlich wird sich vor Gendern in Büchern derzeit aus Angst vor Kritik noch sehr gescheut.

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ich dachte immer: "Transidentität,Queer-Sein...

    Ich dachte immer: "Transidentität,Queer-Sein et cetera, da kenne ich mich aus!" "Ich bin Linus" hat mich da aber eines besseren belehrt und ich konnte vieles neues aus Linus' persönlichen Geschichte mitnehmen, und das auf eine ganz emotionalen, nahbaren Weise. Einfach toll!

  • Sue

    5/5

    16.02.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr informativ!

    Das Lesen des Buches hat mir trotz des ernsten Themas Spaß gemacht. Es ist keine einfache Lektüre und auch nichts, das ich als Urlaubslektüre bezeichnen würde, aber es war trotzdem interessant und unterhaltsam von Linus und seiner Geschichte zu erfahren. Ich habe in einigen Rezensionen, die ich mir vor und nach dem Lesen durchgelesen habe, gelesen, dass sich einige eine Triggerwarnung gewünscht hätten und den Wunsch kann ich verstehen, da es in diesem Buch auch um Stalking und Sex geht. Mich persönlich triggert das nicht, da ich bisher nicht davon betroffen war, aber ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen Personen anders ist. Der Schreibtstil hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt, obwohl ich am Anfang etwas Bedenken hatte, ob mir das Buch so gut gefallen kann aufgrund des Themas. Aber Linus erzählt in einem entspannten Ton von seiner Geschichte und man fühlt sich mehr, als würde man mit ihm in einem Café sitzen und er erzählt seine Geschichte. Das war sehr angenehm und hat den Lesefluss auch verstärkt. Hätte ich das Buch nicht ab und zu zur Seite legen müssen wegen meinem Reallife, hätte ich es wohl in einem Rutsch durchgelesen. Neben seiner Geschichte gibt es auch ein Kapitel über Sprache. Dort findet man Hinweise zum Deadname oder auch zu Begriffen wie cis.

  • Der Medienblogger

    5/5

    22.11.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Einmal Selbstliebe im Kaffeebecher, bitte!

    Ein Kaffeebecher mutiert zu einem Symbol der Selbstfindung, des sich Loslösens von Ängsten, der erste wichtige Schritt auf einem langen Weg. Die Floskel «sich auf den Weg zu sich selbst zu begeben» könnte auf einem schmalzigen Jahreskalender mit Mutmachern für jeden Tag prangern. Sie beschreibt gleichzeitig ziemlich genau den mutigen Prozess, den Autor Linus Giese in seiner Autobiographie erzählt. Rau, ehrlich – und wütend Sein Ton ist ehrlich, rau und in Teilen wutentbrannt; zwischen Autor und Leser:innen gibt es so gut wie keine Distanz. Es ist ein persönliches, intimes Buch, das einen Blick in die tiefsten Abgründe, Ängste, Sorgen und Hoffnungen des Protagonisten ermöglicht. Linus Giese erklärt und hinterfragt sich und seine Vergangenheit: Er hinterfragt seine eigene Persönlichkeit, die Reaktionen seiner Umwelt, er hinterfragt zur Gewohnheit gewordene Denk- und Sprachstrukturen, bürokratisch festgefahrene Abläufe, seine Mitmenschen und er hinterfragt immer, immer wieder sich selbst. Ist es ihm nicht erlaubt, zu lieben und geliebt zu werden? Öffentlich auszuleben, wer man selbst ist? Sich tagtäglich auf dem Geschlechterspektrum zu bewegen, anstatt sich konventionellen Vorstellungen zu beugen? «Ich bin Linus» spricht den Wert von alltäglicher Zwischenmenschlichkeit an. Zusammenhalt, gegenseitige Solidarität und Toleranz sind es, die uns zusammenschweißen und eine gleichberechtigte Gesellschaft möglicher machen. Ich fieberte mit dem Protagonisten mit – in den vielen bedrückenden Szenen, in denen man sich nichts sehnlicher wünschte, als ihm eine warme Umarmung und ein entlastendes Gespräch zu spenden, aber auch in den kleinen, glücklichen Alltagssituationen, die mir ein Lächeln ins Gesicht trieben und mich ermutigten. Marginalisierte Gruppen in Sprache eingliedern Ich bin dem Autoren für dieses Buch in vielerlei Hinsicht dankbar. Dafür, dass es so inspirierend ist. Noch nie habe ich so viele Post-It-Sticker aufgebraucht, um die Zitate zu markieren, die mich im Inneren bewegen. Während des achtundzwanzigsten Kapitels «Sprache» fühlte ich mich mehrfach ertappt: Altbackene, eher unwillkürlich von mir verwendete Floskeln ohne böse Absicht dahinter verletzen und empören Menschen. Mit meinen Online-Inhalten möchte ich für eine inklusive Sprache stehen, die jedem Individuum Raum zur Entfaltung lässt. Insgesamt ist hier noch einiges an Arbeit zu tun, um marginalisierten Gruppen einzugliedern in unser aller Bewusstsein. Und das Buch versucht, die gesellschaftlich antrainierten sozialen Rollen aufzubrechen und Geschlechter weniger als Entscheidungsfrage, sondern als buntes Spektrum anzusehen. In zweifacher Hinsicht etabliert sich Linus zu einer echten Vorbildfigur, ohne es zu wollen. Er spricht aufgeschlossen und reflektiert über die eigenen Selbstzweifel: weshalb es so lange dauerte, bis er sich selbst eingestand, wer er ist, und dass es ein langer Weg zur Selbstakzeptanz ist, der bis zum heutigen Tag andauert. Ich fühlte mich aufgefangen und verstanden durch seine Worte, die mir mit ihrer puren Ehrlichkeit durch Mark und Bein gingen. Er präsentiert sich als liebenswürdiger, feinfühliger und individueller Mensch, mit dem ich mich gut identifizieren kann. Jede:r, der eigene Kämpfe mit sich auszufechten hat, stößt hier auf interessante Anregungen, sich mit dem eigenen Charakter auseinanderzusetzen und womöglich sogar anzufreunden. Linus Giese ist eine Vorbildfigur Zudem ist «Ich bin Linus» ein großer Mutmacher für andere trans Personen. Weil die Lektüre ein ermutigendes Vorbild bietet, das der Autor selbst sehnlichst vermisste. Weil sie jedem normabweichenden Gefühl eine Legitimation gibt, wie eine warme Umarmung, die sagt: "Du bist okay und liebenswürdig, so wie du bist." Dadurch, dass das Buch so intime Eindrücke verschriftlicht und wenig Distanz zwischen Autor und den Leser:innen lässt, erzielt es eine eindrückliche Wirkung, die mich lange nicht mehr losließ. Trotz einer Buchlänge von "nur" zweihundert Seiten finden sich einige Formulierungsschwächen: Einige Ausdrücke werden wörtlich wiederholt und erwecken einen monotonen Eindruck, der einen faden Beigeschmack hat. Einige Passagen textlich etwas zu straffen, hätte der Lektüre sicherlich gut getan. Wer sich selbst weiter informieren möchte, findet vor allem in den letzten Kapiteln einige interessante Quellen zur eigenen Recherche. Das vorliegende Buch kann ich uneingeschränkt jede:m ans Herz legen. «Ich bin Linus: Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war» trifft einen so ehrlichen und ungefilterten Ton, dass mich dieses Buch wirklich umgehauen hat. Die autobiografischen Berichte sind mutig und ermutigen Leser:innen im gleichen Atemzug.

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