Die packende Fortsetzung von Margaret Atwoods »Der Report der Magd«»Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.« – Als am Ende vom Report der Magd die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds »Report« zuschlug, blieb ihr Schicksal für die Leser und Hörer ungewiss. Was erwartete sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Das Warten hat ein Ende! Mit Die Zeuginnen nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead.Margaret Atwood haben vor allem zwei Dinge inspiriert, diesen Roman zu schreiben: Die Fragen des Publikums zum Staat Gilead und dessen Beschaffenheit sowie die Welt, in der wir leben.Der Titel wurde mit dem Booker Prize 2019 ausgezeichnet.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
einbisschenbuecherei
aus Siegen
5/5
10.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Grandiose Fortsetzung
Die Fortsetzung von „Der Report der Magd“ bietet eine fesselnde Erzählung aus drei Perspektiven: Tante Lydia, Agnes und Daisy. Obwohl sich das Buch vom ersten Band unterscheidet, ist es dennoch außergewöhnlich gut geschrieben.
Es liefert reichlich Hintergrundinformationen zu Gilead, seinen Machtstrukturen und den dortigen Gräueltaten. Einige offene Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet.
Die Geschichte wird durch die Akten der Zeuginnen und vorhandene Zeugenberichte erzählt. Der Schreibstil ist klar und verständlich und zieht den Leser in die Geschichte hinein.
Margaret Atwood hat mit ihrer Reihe eine erschreckende und widerwärtige Welt geschaffen, die nichts für schwache Nerven ist. Auch der zweite Teil ist ein unglaublich spannendes Buch, das den Leser glauben lässt, dass es nicht noch schlimmer werden kann.
Wer den ersten Teil mochte, sollte unbedingt auch Teil Zwei lesen.
Bewertung
5/5
09.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Wirklich gute Fortsetzung von Report der Magd
Ich finde, es ist eine sehr gelungene Fortsetzung, in denen weitere Perspektiven von Frauen aus dieser dystopischen Realität aufgezeigt werden. Es wird aus der Perspektive der Tante eines Mädchen, das dort aufwächst und eines Mädchen, das außerhalb des Landes aufwächst. Es ist wieder sehr gut geschrieben und formuliert.
Wie den ersten Teil würde ich dieses Buch jedem ans Herzen legen. Es hat einen guten Plot und ist ein wenig ereignisreicher als der erste Teil
Dark Rose
aus Troisdorf
5/5
20.01.2021
eBook (ePUB)
Ich bin absolut begeistert! So hätte ich mir "Der Report der Magd" gewünscht!
Ich habe ja keinen Hehl daraus gemacht, dass ich von „Der Report der Magd“ enttäuscht war. Dennoch konnte ich jetzt Band 2 „Die Zeuginnen“ nicht widerstehen und ich bin sehr froh darüber!
Im Buch erzählen drei Frauen ihre jeweilige Geschichte und inwiefern sie mit Gilead verbunden waren.
Tante Lydia, die vorher Richterin am Familiengericht war.
Agnes, die in Gilead aufgewachsen war und später erfuhr, dass sie nicht die Tochter ihrer Eltern war, sondern ihre leibliche Mutter bei der Flucht aus Gilead gefasst worden war und nun vermutlich eine Magd ist.
Daisy, die in Freiheit aufwuchs, aber ebenfalls nicht die Tochter ihrer Eltern ist, die obendrein noch zum Widerstandsnetzwerk Mayday gehörten.
Diese drei erzählen abwechseln über ihr Leben.
Ich war direkt von Beginn an gefesselt von diesem Buch. Ich konnte mich in alle drei Protagonistinnen und die Nebencharaktere hineinversetzen. Die Atmosphäre Gileads wurde sehr überzeugend eingefangen und durch die drei verschiedenen Erzählerinnen bekam man deutlich mehr zu sehen, als bei nur einer Sichtweise. Dieses Buch hat alles, was ich bei „Der Report der Magd“ vermisst habe. Man hat endlich mehr über Gilead erfahren, wie das Leben dort so ist, wie der Staat funktioniert, wie es überhaupt so weit kommen konnte und wie es nach „Der Report der Magd“ weiterging. Das Buch erinnert stark an die Serie, die auf dem ersten Buch basiert und das ist meiner Meinung nach genau das Richtige.
Was mir am besten gefiel kann ich nicht sagen, da ich sonst spoilern würde, aber ich denke meine Begeisterung reicht, um zu zeigen, wie gut dieses Buch ist, vor allem wenn man bedenkt, wie sehr ich mich über den Roman aus den 1980er Jahren aufgeregt habe. Denn das, was ich dort meisten kritisiert habe, findet sich hier eben nicht.
Ich habe das Buch verschlungen, ich bin wirklich begeistert und bin so froh, dass ich mich getraut habe es zu lesen. Es war total spannend, faszinierend und erschreckend, aber auf außergewöhnliche Weise. So habe ich mir damals „Der Report der Magd“ vorgestellt, als ich das Buch das erste Mal las.
Fazit: Ich kann das Buch nur loben. Es hat meine Erwartungen nicht nur um Welten übertroffen, sondern mir wirklich richtig gut gefallen. Ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen und habe an den Seiten gehangen. Es wirkte auf mich glaubwürdig und die Charaktere waren mir sympathisch und wirkten „echt“ auf mich. Die Schilderungen Gileads fand ich richtig beeindruckend. Dieses Regime aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wirkt einschüchternder und bedrückender aber gleichzeitig so unglaublich gruselig, dass man sich wirklich wünscht, dass es niemals dazu kommen wird. Ich bin zutiefst beeindruckt und einfach nur glücklich, dass ich mich getraut habe dem Buch eine Chance zu geben.
An alle die von „Der Report der Magd“ wie ich enttäuscht waren: „Die Zeuginnen“ ist um Welten besser! Traut euch!
PMelittaM
aus Köln
5/5
24.04.2020
eBook (ePUB)
Hat nicht ganz die eindringliche Wucht des Vorgängers, ist aber ebenso lesenswert!
Mehr als 30 Jahre nach „Der Report der Magd“ ist 2019 eine Fortsetzung erschienen, in der, das soll bereits verraten sein, auch Desfreds Geschichte noch einmal erwähnt wird. In der Erzählung selbst sind 15 Jahre vergangen, und auch hier gibt es wieder Ich-Erzählerinnen, dieses Mal sind es drei, neben Tante Lydia, die man schon aus dem Vorgänger kennt, zwei junge Frauen, eine davon in Gilead, die andere in Kanada aufgewachsen.
Auch hier ist die Geschichte wieder sehr eindringlich, aber die Wucht des Reports der Magd erreicht diese Erzählung bei weitem nicht, was möglicherweise auch darin liegt, dass die Perspektive immer wieder gewechselt wird. Bei Desfreds Bericht wurde die ganze Dramatik wesentlich deutlicher, weil man so eng bei ihr war – und natürlich kennt man die Zustände in Gilead bereits aus dem Vorgängerband. Dennoch sind auch diese Zeuginnenaussagen sehr eindringlich und machen das Dilemma deutlich, das Frausein in Gilead bedeutet. Besonders Tante Lydias Bericht hat eine ganz eigene Aussagekraft – hier wird sie einem sogar fast sympathisch, erstaunlich, war sie doch im ersten Band noch jemand, der regelrecht Hass hervorrufen konnte.
Unbedingt sollte man Desfreds Geschichte bereits kennen, um die Fortsetzung überhaupt komplett zu verstehen und sie würdigen zu können. Ich selbst habe beide Romane hintereinander gelesen und war erst ein wenig enttäuscht, dass Desfred selbst keine Stimme mehr bekommen hat, aber am Ende hat es schon gepasst und ich habe einen Eindruck bekommen, was nach den letzten Sätzen ihres Reports geschehen ist.
Auch hier gibt es übrigens wieder im Anhang eine wissenschaftliche Tagung, die ca. 200 Jahre später stattfindet und die (ähnlich wie im ersten Band Desfreds Report) die Zeuginnenaussagen analysiert – und hier erfährt man ganz am Schluss noch einmal etwas über Desfreds Schicksal, das für mich ein gelungener Abschluss der Geschichte ist. Also unbedingt diesen „historischen Anmerkungen“ genannten Abschnitt lesen!
„Die Zeuginnen“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Der Report der Magd“, die offene Fragen des Vorgängers beantwortet, aber nicht dessen eindringliche Wucht erreicht. Wer jedoch den ersten Band gut fand, sollte hier unbedingt zugreifen, ansonsten gilt: Erst Band 1, dann Band 2 lesen, was ich ausdrücklich empfehle.
Bewertung
aus Neu-Ulm
5/5
15.02.2020
eBook (ePUB)
Die Zeugingen
"krasse" Geschichte einer Gesellschaft, die durchaus möglich wäre und vor der man sich fürchtet vor allem weil man Tendenzen in der heutigen Zeit erkennt. Am Anfang etwas schwer rein zukommen wenn man den Report der Magd nicht kennt, dann aber spannend.
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