Produktbild: Erzähl mir was Schönes

Erzähl mir was Schönes Roman

Aus der Reihe Piper Schicksalsvoll
26

14,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,5/20,5 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50303-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,5/20,5 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50303-7

Herstelleradresse

Piper
Georgenstraße 4
80799 München
DE
info@piper.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Erzähl mir was Schönes

    "Erzähl mir was Schönes" ist mein erstes Buch von Lioba Werrelmann, ich hatte bisher auch noch nichts von der Autorin gehört. Das gräulich-düstere Titelbild, welches zwei Frauen auf dem Steg eines Sees zeigt, passt zeitweise auch zur Geschichte. Ich kam recht schwer in das Buch rein, musste mich erstmal zurechtfinden. Julia wird als schüchterne Frau, Typ "graue Maus", mit wenig Selbstbewusstsein, dargestellt. Als sie Isabelle kennenlernt, überfährt diese Julia praktisch mit ihrer forschen Art, sie ist immer und überall präsent und trifft meiner Meinung nach die Entscheidungen für beide Frauen, egal ob gewollt oder ungewollt. Julia hatte es in ihrer Kindheit, Jugend und auch als junge Frau nicht leicht, da ihr die Nähe und Beziehung zur Mutter fehlte. Isabelle ist wohlbehütet aufgewachsen, erst als junge Frau bröckelt die Fassade: Die Mutter erkrankt, der Vater distanziert sich von der Familie, die Mutter geht eine neue Beziehung ein ...Isabelle hat Julia, über die sie bestimmen kann, Isabelle lebt ihr Leben, ohne Rücksicht auf andere und deren Gefühle. Sie nimmt sie, wen oder was sie will, nimmt sich die Männer, die Julia gerne hätte, spielt mit ihnen. Als es zum Knall kommt, Isabelle hat keine Chance mehr gegen den Krebs, verbringen die beiden nochmal Zeit miteinander. Julia vergöttert Isabelle und deren Tochter, die sie selbst nie haben durfte. Nach Isabelles Tod dämmert Julia, was wirklich alles passiert ist im (gemeinsamen) Leben der besten Freundinnen und dass Isabelle doch gar nicht nur die tolle Frau und beste Freundin war, für die sie sie immer gehalten hat. Das Buch spielt zunächst in der Gegenwart, es gibt jedoch immer wieder Rückblicke, 25 Jahre zuvor, 10 Jahre zuvor; so lernt der Leser die beiden Frauen besser kennen. Ich fand es ganz ungeheuerlich von Isabelle, wie sie Julia immer wieder an der Nase herumgeführt hat, ohne dass diese es merkte, weil sie Isabelle auf einen hohen Sockel stellte. Hatte Isabelle kein schlechtes Gewissen? Nun ist sie tot und Julia muss sich (fast) alleine mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen. Isabelles Mutter und deren Partnerin können Hilfe anbieten, aber ganz passt das doch nicht. Die Geschichte hat mich nicht sofort gefesselt, dafür hat es einige Kapitel gebraucht; dann hatte mich Lioba Werrelmanns Schreibstil doch gepackt und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist kein typischer Friede-Freude-Freundinnen-Roman, er regt ganz stark zum Nachdenken an: was wäre, wenn? Wie schnell kann das Leben vorbei sein? Was würde ich den anderen noch gerne sagen, wenn ich nicht mehr viel Zeit habe bzw. was würden die anderen gerne von mir hören? Warum wird immer alles beschönigt? Darf man auch mal die ungeschminkte Wahrheit sagen? Ich gebe "Erzähl mir was Schönes" 4 Sterne, auch wenn - oder gerade weil - es keine "schöne Geschichte", sondern die bittere Realität sein kann.

  • Bewertung

    5/5

    29.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein sehr bewegender Roman um eine...

    Ein sehr bewegender Roman um eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Frauen, die schließlich auf dramatische Weise der Tod trennt. Doch auch vorher gab es verpasste Möglichkeiten, Verrat und Zweifel aneinander. Der Hoffnung auf Glück stehen Stolz und Selbstzweifel im Weg.Lesenswert

  • Thala

    4/5

    16.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Eine starke Frauenfreundschaft

    Zum Inhalt: Julia und Isabelle kennen sich seit Studientagen. Charakterlich könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Isabelle ist lebensfroh, radikal optimistisch, spontan und selbstbewusst. Julia dagegen ist ernst, etwas verkniffen und weltfremd. Kein Wunder, wenn man mit einer manisch-depressiven Mutter mit starkem Kontrollzwang aufwächst und ohne Vater. Doch trotz oder gerade durch die starken Unterschiede finden Julia und Isabelle zueinander und ergänzen sich in vielen Lebensbereichen. Von Anfang an ist klar, dass Isabelle nun mit Mitte Vierzig an Krebs erkrankt ist und daran sterben wird. Während Isabelle den Ernst der Lage fortwährend verdrängt, malt sich Julia stets den worst case aus. Die Geschichte springt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Als Isabelle schließlich stirbt, droht Julia fast daran zu zerbrechen. Meine Meinung: Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich fand es schön, so viel von der Freundschaft zwischen Julia und Isabelle zu erfahren. Es tat nur etwas weh zu erfahren, dass beide nicht miteinander ehrlich waren. Hätte man mehr miteinander gesprochen, wäre Klarheit auf beiden Seiten vorhanden. So fühlt sich Julia von Isabelle hintergangen. Es ist schade, dass die Missverständnisse stets durch Männer oder das Verlangen nach Ihnen verursacht wurden. So finde ich es am Ende auch schade, dass Julia sich wieder an einen Mann bindet. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich selbst findet und einen Weg, mit der Trauer um Isabelle umzugehen. Punkt. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, den einen Punkt ziehe ich wegen dem Ende ab. Ich mochte es sehr, wie die Autorin die Dynamik und Stärke einer Freundschaft zwischen besten Freundinnen beschriebt, die zusammen durch dick und dünn gehen. Außerdem fand ich es gut, dass die beiden Protagonistinnen Fehler begehen und einfach nicht perfekt sind, wie im echten Leben.

  • Bewertung

    4/5

    29.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Was macht Freundschaft aus?

    Als ich dieses Buch in der Piper Verlagsvorschau entdeckt habe, hat mich zuerst der Titel angesprochen. Und der Klappentext hörte sich dann auch noch so schön an, dass ich dieses Buch lesen musste. Die Autorin Lioba Werrelmann kannte ich bis dahin noch nicht, obwohl sie bereits vorher zwei Bücher geschrieben hatte. Nachdem ich dieses Buch nun ausgelesen habe, musste ich einmal mehr feststellen, dass ich teilweise Bücher ganz anders empfinde, als die Verlage sie beschreiben und andere Leserinnen sie empfinden. Im Nachhinein ist der Klappentext für mich nicht stimmig. Lioba Werrelmann erzählt die Geschichte der zwei Freundinnen Julia und Isabelle, die beide in der Gegenwart um die Mitte Vierzig sind. Die beiden Frauen haben sich in der Redaktion einer kleinen, linken Zeitschrift kennengelernt und mochten sich am Anfang überhaupt nicht. Julia ist allein mit ihrer Mutter aufgewachsen, die bipolar ist und ihrer Tochter nicht wirklich Liebe geben konnte. Dadurch ist Julia sehr zurückhaltend, fast durchscheinend und versucht es möglichst jedem recht zu machen. Isabelle ist das Gegenteil davon. Sie ist in wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen mit einer sehr liebevollen Mutter und einem Vater, der meistens beruflich unterwegs war. Um Geld musste sie sich nie Gedanken machen. Sie genießt das Leben genauso, wie sie es sich vorstellt. Nach und nach werden aus den beiden Frauen beste Freundinnen, die fast alles zusammen machen, wobei Isabelle den Ton angibt. Doch es gibt mehrere Geheimnisse in der Freundschaft. Beide Frauen verstecken etwas, was die jeweils andere niemals wissen darf. Nach einem Prolog beginnt das Buch in der Gegenwart im Frühling. Julia hat ein Haus und ein Boot an der Havel organisiert, um mit Isabelle, deren neunjähriger Tochter Matilda und deren gleichaltriger Freundin Charlotte eine gemeinsame Zeit zu verbringen. Julia weiß, dass Isabelle schwer an Krebs erkrankt ist. Aber sie weiß nicht, wie schlimm es wirklich um Isabelle steht. Das Buch endet im Winter, aber da ist Isabelle leider schon gestorben und Julia muss sehen, wie sie ihr Leben ohne die beste Freundin weiterleben soll. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit vor 25 Jahren, als die beiden Freundinnen sich kennengelernt haben und später Rückblicke in die Zeit vor 10 Jahren, wo plötzlich völlig überraschen Matilda geboren wird. Ich weiß nicht, ob ich ein völlig anderes, idealistisches Bild von Freundschaften, speziell von besten Freundinnen habe. Für mich war dies keine wirkliche Freundschaft. Isabelle ist egoistisch und zieht ihr Ding durch. Dinge, die sie nicht mag, blendet sie aus. Und Julia ist extremst ängstlich. Nie sagt sie Isabelle ihre wahre Meinung. Immer versucht sie ihrer Freundin alles recht zu machen. Und doch schlummern da diese zwei Geheimnisse, die erst am Ende offenbart werden. Man ahnt nur schon beim Lesen, dass beide Frauen etwas zurückhalten. Trotzdem las sich das Buch sehr gut. Gerade den psychologischen Hintergrund fand ich sehr interessant. Aber ich wurde mit keiner der beiden Frauen wirklich warm. Ich hätte sie beide immer wieder einmal schütteln mögen. So eine Freundschaft, wie die beiden sie hatten, möchte ich nicht haben. Ich empfand diese Freundschaft einfach als unehrlich. Nun stehen Sie vor der Wahl, lesen oder nicht lesen. Sind Sie neugierig geworden, ob sie die Geschichte auch so empfinden wie ich oder eher so, wie die anderen Leserinnen, die eine ganz andere Meinung zu dem Buch hatten? Schade, dass ich hier von Ihnen keine Reaktionen darauf bekommen kann. Sprachlich bekommt der Text etwas eindringliches, weil die Autorin mit sehr kurzen Sätzen arbeitet, die aneinandergereiht sind. Eine sehr intensive Geschichte über zwei beste Freundinnen, die der Tod trennt. Eine Geschichte über Liebe und Verrat. Und eine Geschichte über Freundschaft.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    02.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Freundinnen

    Lioba Werrelmanns Roman „Erzähl mir was schönes“ ist besonders gut geschrieben. Sie beschreibt die wunderbare Freundschaft von Isabella und Julia mit. Sie sind sehr verschieden. Julias Mutter war krank, sie konnte mit ihrer Tochter keine Nähe aufbauen. Isabellas Familie war da viel besser. Die Beiden lernen sich als Studentinnen kennen. Dummer Weise verlieben sie sich oft in die gleichem Männer. Der Leser erfährt von der Zeit des Studiums. Mit 45 Jahren stirbt Isabella an Krebs. Julia ist erschüttert. Irgendwie werde ich mit ihr nicht richtig warm werden. Die Autorin lässt die Geschichte mit vielen Erinnerungen einflechten. Der Roman unterhält gut.

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