Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.11.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
20 (Printausgabe)
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783638442404
Es ist sehr wichtig, die drei zentralen Facetten dessen, was mit dem Begriff Prototypentheorie bezeichnet wird, zu differenzieren. Diese sind wie folgt 1) Prototypikalität: Kognitive Kategorien enthalten Mitglieder oder Gruppen von Mitgliedern, denen der Status des Prototypen zugeschrieben wird. Prototypen könnte man also als besonders typische und hervorstechenden Vertreter einer Kategorie bezeichnen.
2) Typikalität: Man kann die Mitglieder einer Kategorie im Hinblick darauf, wie typisch und repräsentativ sie für die jeweilige Kategorie sind graduell abstufen. Die Skala reicht hier vom Prototypen über gute/wenige gute Vertreter bis hin zu schlechten, peripheren oder sogar fraglichen Vertretern einer Kategorie.
3) Unschärfe: Die Grenzen von Kategorien sind nicht klar und eindeutig, sondern unscharf. Zwischen den Kategorien, die ähnlich sind, existieren fließende Übergänge. (vgl. Mangasser-Wahl 2000:33)
Die zweite Annahme ist hierbei die Grundlegendste, da sich Prototypikalität und Unschärfe als maximale bzw. minimale Grade der Typikalität auffassen lassen. Die Prototypentheorie besagt also, dass Kategorien einen Kern und unscharfe Ränder (fuzzy edges) haben.
Der Prototypentheorie liegt die empirisch getestet Hypothese zugrunde, dass die sprachlichen Verstehensprozessen im menschlichen Gehirn im entscheidenden Maße von unseren Erfahrungen und von unserer Kultur bestimmt werden. Das bedeutet, dass in jedem Land ein anderer Prototyp für dieselbe Kategorie festgelegt werden kann.
Ziel dieser Arbeit ist es einen Einblick in die Prototypensemantik zu geben und die oben genannten Facetten zu erfassen und zu erklären.
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