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Produktbild: Wir und die Russen

Wir und die Russen Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau im Herbst ´89

Aus der Reihe edition ost
5

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

10.07.2019

Verlag

Edition ost

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

9024 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783360510457

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

10.07.2019

Verlag

Edition ost

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

9024 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783360510457

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  • Bewertung

    aus Rabenau

    5/5

    02.01.2020

    eBook (ePUB)

    differenzierte Geschichtsschreibung

    Noch nie habe ich ein politisches Sachbuch – und eigentlich beschäftige ich mich ausschließlich mit solcher Literatur – zügiger gelesen. Auffallend ist neben dem schlichten, gut lesbaren Satzbau und einer verständlichen Wortwahl die Authentizität der Erzählerperspektive. Die mitunter sehr ambivalente Sicht eines verantwortlichen Politikers wird glaubhaft dargestellt und mit sehr vielen Quellenangaben untersetzt. Dabei mangelt es weder an Positionen noch Einsichten. Zum Repertoire gehören Reflektion und Selbstkritik genauso wie von Erfahrungen getragenes Verständnis und das rückwirkend kritische Analysieren und Bewerten eigenen Handelns. Ich glaube, dass das Buch „Wir und die Russen“ für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit ein wertvoller Beitrag ist und eigentlich eine breitere Aufmerksamkeit verdient. Aber leider hatte und hat das bis heute populäre politische Schwarz-Weiß-Denken nicht nur in der DDR einen propagandistischen Nährboden.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    03.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Hochspannendes Hintergrundwissen – Ein exklusives Sachbuch!

    Gelebte Geschichte: Zeitzeugenberichte, anschauliche politische Internas, niedergeschrieben von dem DDR-Spitzenpolitiker Egon Krenz, dem letzten Generalsekretär der SED. Mit Personenregister und Anmerkungen.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    23.07.2019

    Buch (Taschenbuch)

    WIR UND DIE RUSSEN - Egon Krenz zeitgeschichtlich interessante Background-Einblicke

    "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!" Dieser ebenso pathetische wie naive Slogan hat die DDR nicht nur während der Aufbaujahre begleitet. Doch schon bald nach dem Antritt Michail Gorbatschows als neuer erster Mann im Kreml verschwand die Losung. Angesichts von Glasnost und Perestroika wollte die DDR-Führung nun nichts mehr lernen und kreierte statt dessen das Bild des "Sozialismus in den Farben der DDR". Dem vorausgegangen war eine schon länger währende Entfremdung, über die einiges vermutet wurde - deren wahre Hintergründe jedoch nie tatsächlich erforscht wurden. Die offizielle Nachwende-Geschichtsschreibung gefiel sich darin, das Bild greiser DDR-Politbürokraten zu zeichnen, denen mit Gorbatschow eine fehlerfreie Lichtgestalt gegenüberstand. Doch dieses Bild wird den wahren Hintergründen absolut nicht gerecht. Egon Krenz (*1937), im Herbst 1989 für kurze Zeit Nachfolger Erich Honeckers, zeichnet in seinem Buch "Wir und die Russen" aus eigener Kenntnis das Bild einer über Jahre aufgebauten Entfremdung, die bereits vor dem Antritt Gorbatschows ihren Anfang nahm. Dabei wird der Untertitel "Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau im Herbst '89" dem Buch nur im Ansatz gerecht. Sicher nehmen der Besuch Gorbatschows zur Feier des 40. Jahrestages der DDR und die Reaktionen Moskaus auf die Grenzöffnung einen zentralen Bereich ein - doch das Buch greift deutlich weiter. Und gerade die Ereignisse in den Jahren 1985 bis 1988 sind für den Leser deutlich interessanter - da bisher kaum bekannt. Und die Ereignisse dieser Zeit - mit zahlreichen Quellenangaben belegt - lassen den gefeierten Gorbatschow mitunter reichlich zwielichtig erscheinen. "Nachdem ich mich seit vielen Jahren mit den inneren Ursachen des Niedergangs der DDR beschäftigt habe, versuche ich mit diesem Buch das Dreiecksverhältnis UdSSR, DDR und BRD in den Auseinandersetzungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu beleuchten, wie ich es in meinen Funktionen erlebt habe. Gerade weil ich vieles aus eigenem Erleben und nicht vom Hörensagen kenne, folge ich nicht jenen, die die DDR von Anfang an nur als Schacherobjekt zwischen der UdSSR und den USA sehen wollen. Was in der Endphase der DDR zweifellos so war, trifft keineswegs auf alle DDR-Jahre und jede sowjetische Führung zu." (S. 22) In 27 nicht chronologischen Kapiteln analysiert Egon Krenz die zunehmenden Spannungen im Verhältnis der DDR-Führung zu Moskau, wobei bis heute unbekannte Hintergründe beispielsweise zu Erich Honeckers mehrfach verschobenem BRD-Besuch oder zur Verbesserung der Beziehungen zu China einige Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lassen. Neben einem detaillierten Personenregister listen die letzten Seiten des Buches auch 243 im Text gesetzte Fussnoten auf, in denen Erläuterungen gegeben oder weiterführende Quellen genannt werden. Im Schlusskapitel bezieht Krenz auch deutlich Stellung zum aktuellen Verhältnis zwischen Deutschland und Russland: "Russland wehrt sich. Nicht nur Deutschland hat Interessen. Russland auch. Es will gleichberechtigt behandelt werden. Ohne Druck, ohne deutsche Überheblichkeit, ohne oberlehrerhafte Belehrung. In der Propagandasprache der NATO heißt das aber, Russland sei eine Bedrohung. Russland sei aggressiv. Es habe 'imperiale Ambitionen'. Doch bevor die Krim wieder zu Russland kam, hatten EU und NATO die Ukraine in antirussische Stellung gebracht. Haben grundlegende russische Sicherheitsinteressen verletzt. Die Rhetorik der NATO ist die gleiche, wie sie es vor 1990 war: Von Russland geht Gefahr aus! Der Westen hatte an Verhandlungen mit Gorbatschow und Jelzin Gefallen gefunden. Das waren bequeme Partner, die es mit russischen Interessen und mit Prinzipien nicht so genau nahmen. Gorbatschow war so vertrauensselig, dass er 'vergaß' , vereinbarte Absprachen auch vertraglich zu fixieren, was die NATO skrupellos ausnutzte und in Richtung russische Grenze marschieren ließ." (S. 283) Muss die Geschichte nun neu geschrieben werden? Sicher nicht - jedoch in einigen Facetten bedarf die Darstellung einer besseren Differenzierung als jene bequem-verlogene Schwarz-Weiß-Zeichnung, die von der "Aufarbeitungs-Maschinerie" verbreitet wird und deren Ziel einzig in der Dämonisierung der DDR zu liegen scheint. Und dazu liefert das in der edition ost (Eulenspiegelverlagsgruppe) erschienene neue Buch von Egon Krenz zahlreiche Diskussionsansätze!

  • Bewertung

    aus Münster

    5/5

    22.07.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Exklusiver Insiderbericht - noch immer hochaktuell

    In "Wir und die Russen" berichtet Egon Krenz ausführlich über das Verhältnis zwischen Ost und West, über die Hintergründe und Treffen der Staatsmänner in Berlin und Moskau sowie das zunehmende Spannungsverhältnis derer und gibt damit einen detaillierten Insiderbericht ab. Streitbar ist die Person Krenz sicherlich. Unstreitbar bleibt jedoch, dass Krenz als letzter Staatsratsvorsitzende der DDR das Machtgerangel an oberster Spitze selbst miterlebt hat und entsprechend davon berichten kann. "Wir und die Russen" ist somit zu sehen als ein exklusiver Zeitzeugenbericht, aufbereitet als politisches Sachbuch mit ausgesuchten Faksimiles und Personenregister. Ein Insiderbericht also, über ein Thema, das heute nicht nur nachwirkt, sondern noch immer hochaktuell ist.

  • Bewertung

    aus Eisenach

    4/5

    12.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Die Guten und die Bösen

    Egon Krenz packt aus, was damals hinter den Kulissen lief. Das macht natürlich neugierig, weswegen ich dieses Buch auch lesen wollte. Sehr schnell kam allerdings eine Ernüchterung. Schon im Vorwort („Zu diesem Buch und zum Titel“) stellt Krenz klar, dass er für beinahe alles, was zwischen 1945 und 1990 zwischen Ost und West schiefgelaufen ist, nach wie vor den Westen für schuldig hält. Und er bezeichnet Gorbatschow als Verräter. Beides senkte meine Erwartungen an das Buch erheblich. Gerade Egon Krenz, der zu Wendezeiten ja als aufgeschlossener gegenüber der Perestroika als Honecker galt, hat seine Ansichten in den letzten 30 Jahren wohl nicht sehr überdacht. Wenn dann im Hauptteil des Buches Diskussionen und Absprachen zwischen Berlin und Moskau seit dem Ende der Periode Breshnew geschildert werden, wird es aber doch interessant. In manchen Punkten scheint Krenz sogar mehr ein ‚Betonkopf‘ als Honecker gewesen zu sein. Das er das offen schreibt (natürlich ohne diesen Begriff zu verwenden), beweist allerdings zumindest, dass er kein Wendehals ist. Beispielsweise war er noch vor der Ära Gorbatschow Moskau-höriger als Honecker. Manches wirkt aus heutiger Sicht sogar kurios, beispielsweise wenn man liest, dass die DDR 1984 dagegen war, die Olympischen Spiele in Los Angeles zu boykottieren und für die Teilnahme am Boykott von Moskau mit Erdöllieferungen ‚bezahlt‘ wurde. Auch vieles andere ist höchst interessant. Um so näher die berichteten Ereignisse jedoch dem Herbst 1989 kommen, um so deutlicher wird, dass Krenzʼ Ansichten doch zumindest als einseitig anzusehen sind. Wenn er beispielsweise betont, dass der friedliche Verlauf der Umwälzungen nicht zuletzt Erich Mielke und der Stasi zu verdanken ist, kommen einem beim Lesen doch starke Zweifel an der Objektivität des Gelesenen. Trotz allem gewinnt man überraschende Einblicke in das, was in der 1980er Jahren hinter den Kulissen der Macht in Berlin und teilweise auch in Bonn ablief. Fazit: Hochinteressante, wenn auch nicht gerade objektive Einblicke hinter die Kulissen des DDR-Staats- und Parteiapparates.

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