Dreißig Jahre herrschten König Simon und Königin Miriamel über ihre Königreiche in Frieden. Aber nun ist die totgeglaubte Nornenkönigin Utuk’ku wiedererwacht, und ein neuer Krieg wirft seine Schatten voraus. In dem riesigen Panorama der Völker von Osten Ard wird es vor allem auf zwei Einzelne ankommen: Prinz Morgan, den unzuverlässigen Thronfolger, und Unver, einen stolzen und grausamen Wilden, vom Volk der Graslandbewohner.
In den weiten Ebenen des Graslandes mit ihren Nomadenclans hat eine Legende Gestalt angenommen: Dem geheimnisvollen Unver ist gelungen, was seit unzähligen Jahren niemand mehr geschafft hat. Er hat die wilden Kämpfer geeint. Von ihrem alten Hass auf alle Stadtbewohner getrieben, werden sie zur tödlichen Bedrohung für die Länder und Völker des Hochkönigtums. Aber die sind viel zu sehr mit kleinlichen Streitereien und Intrigen beschäftigt, als dass sie die Gefahr erkennen.
»Tad Williams entfaltet ein riesiges bewegendes Panorama und knüpft die Erzählstränge gekonnt zu einem Ganzen.«
Publishers Weekly
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Spannend!
Lerchie am 04.05.2022
Bewertungsnummer: 1706633
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In den Ebenen des Graslandes leben viele Nomadenclans. Dort hat Unver etwas geschafft, was lange niemandem gelungen ist: Er hat die Clans geeint. Ihr Hass auf die Stadtbewohner ist so groß, dass sie zur tödlichen Bedrohung für alle werden. Da diese viel zu sehr mit ihren kleinlichen Streitereien beschäftigt sind erkennen sie die Gefahr nicht…
Meine Meinung
Dies ist der zweite Band des zweiten Buches vom letzten König von Osten Ard. Das hört sich jetzt vielleicht etwas seltsam an, aber Die Reihe „Der letzte König von Osten Ard“ sollte ein Mehrteiler werden. Und das erste Buch davon „Die Hexenholzkrone“ wurde in zwei Bände aufgeteilt, so dass es jetzt davon bereits vier Bände gibt. Doch nach dem Ende zu urteilen ist es auch noch nicht der letzte. Aber zurück zu diesem Band. Er ist, wie gewohnt in einem unkomplizierten Schreibstil geschrieben, sieht man von den etwas komplizierten Namen, die darin vorkommen, ab. Aber das ist bei Fantasybüchern ja meistens so. Und das hat meinen Lesefluss nicht beeinträchtigt. Das Einzige, was mir bei diesem Autor passiert ist, dass ich zwischendurch mal kurz aussetzen muss um das Gelesene etwas sacken zu lassen. Ich war in der Geschichte schnell drinnen und konnte mich auch in die Protagonisten hineinversetzen. In die Sitha die mit Morgan, dem Erben des Hochkönigthrons, durch die Wälder reiste und immer wieder auf Verfolger achten musste. In MIriamel, die in Nabban auf eine Unterschrift auf einem Vertrag wartete. In viele andere Personen, die in Gefahr waren. Das Buch hat mich auf jeden Fall wieder begeistert, und ich habe das Lesen durchaus genossen. Es hat mir sehr gut gefallen, war spannend vom Anfang bis zum Ende und hat mich gut unterhalten. Wie gesagt ist das Ende so, dass es auf ein nächstes Buch hinweist. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird und empfehle es gern weiter. Von mir die volle Bewertungszahl.
4,5⭐️ Nach Herr der Ringe mit das Beste, das die Fantasy heute zu bieten hat
Sue aus Uelzen am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023887
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Niemand kann mich hören. Mein geliebter Gefährte ist nicht mehr, mein Volk ist für mich verloren. Meine Kinder und Kindeskinder sind für mich unerreichbar, und ich bin zwischen einer Welt und einer anderen gefangen, zwischen dem Leben und dem, was danach kommt. Warum wehklagen? Dies ist unser Los, der Weg des Volkes, zu spät zu erkennen, was wir von Geburt an in unseren Herzen hätten wissen sollen. Großmutter, es war falsch von mir, nicht auf dich zu hören. Die Stimmen lügen, bis die Lügen Wahrheit werden."
Auch in "Das Reich der Grasländer" hat mich Tad Williams wieder einmal davon überzeugt, was für ein großartiger Erzähler von epischen Geschichten er ist. Ich bin nun im zweiten Buch (im Deutschen Buch 3 und 4) der Reihe "Der letzte König von Osten Ard" angelangt und wieder sehr begeistert von dieser atmosphärischen Geschichte, mit ihrem grandiosen Worldbuilding und den wirklich gut ausgearbeiteten Charakteren. Eins steht fest: Tad Williams versteht sein Handwerk.
"Dein Blut ist ein einzelner, scharlachroter Faden, der sich durch das große Bild zieht, das wir weben. Die Toten lügen nicht, und ich sage dir eins - dein Geschlecht hat ein Schicksal, das nicht einmal ich vollständig sehen kann."
König Simon und Königin Miriamel müssen nun mit ihren Vertrauten und ihren Liebsten an allen Fronten kämpfen. Die Gefahr kommt von vielen Seiten und das Reich droht an allen Enden zu zerfallen. Aus dem Norden droht großes Unheil von den Nornen, doch zu allem Überfluss brodelt es auch in Nabban und Thrithingen, ganz abgesehen davon, dass der König von Hernystir den Verstand verloren zu haben scheint und sich mit Mächten einlässt, die Osten Ard dem Untergang weihen ...
"Aber solange ich mein Schwert und meinen Dolch habe, kann ich zumindest selbst bestimmen, wie ich sterbe."
In diesem Buch bekommen wir viele verschiedene Schauplätze geliefert, was eine tolle Abwechslung und auch Spannung bietet. So können wir aus verschiedenen Sichten erleben, wie sich die Situation im Reich zuspitzt. Dieses zweite Buch ist gespickt mit Verrat und Intrigen, die nicht immer leicht zu durchschauen sind und manche Dinge will oder wollte ich vielleicht auch nicht wahrhaben.
Was die Charaktere betrifft wiederhole ich mich wahrscheinlich, aber Williams hat hier wirklich sehr authentische und nahbare Figuren erschaffen. Figuren an deren Seite ich gerne reiste und Figuren, die ich nun von einer anderen Seite kennenlerne und sie mehr und mehr verstehe - ihr Inneres lerne zu sehen.
Auch Cornelia Holfelder-von der Tann und Wolfram Ströle möchten wir lobend für die Übersetzung erwähnen. Denn auch sie haben großartige Arbeit geleistet.
Wenn ihr epische High Fantasy liebt, können wir euch diese Reihe nur ans Herz legen.
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