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Kaiserdämmerung Berlin, London, Paris, St. Petersburg und der Weg in den Untergang

5

39,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2021

Abbildungen

17 Abbildungen und Karte

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

880

Maße (L/B/H)

23,5/16,8/6,3 cm

Gewicht

1351 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

3. DruckAuflage, 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98318-0

Beschreibung

Rezension

»Rainer F. Schmidt ist ein guter Erzähler, der auch bei einem Buch mit wissenschaftlichem Anspruch seine Leserinnen und Leser mitnimmt, ihr Interesse weckt, und sie mit vielen Einzelheiten und Anekdoten auch gut unterhält. […] Für historisch und politisch interessierte Leser eine echte Fundgrube - und dazu auch noch wirklich gut zu lesen.«Andreas Kurth, Sachbuch-Couch, März 2023 ("Sachbuch Couch")
»Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird.«Bernd Kielmann, Buch-Magazin, November 2021 ("Buch Magazin")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.09.2021

Abbildungen

17 Abbildungen und Karte

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

880

Maße (L/B/H)

23,5/16,8/6,3 cm

Gewicht

1351 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

3. DruckAuflage, 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98318-0

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • ws

    aus Markdorf

    5/5

    01.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die von Ludendorff in die…

    Die von Ludendorff in die Welt gesetzte und geschürte 'Dolchstoßlegende' wird gerade gerückt! Der Geschichtsunterricht an den Schulen hat nach meiner allerdings schon einige Jahrzehnte zurück liegenden Erfahrung einen riesigen Fehler: in der Unterstufe des Gymnasiums beginnt der Unterreicht mit der Antike, also Griechen und Römer, geht dann über einige Ereignisse des Mittelalters bis zum Ersten Weltkrieg, eventuell auch noch bis zum Niedergang der Weimarer Republik und den Anfängen der Nazi-Diktatur. Auf die Mittelstufe folgt bekanntlich die Oberstufe. Und da beginnt das Spiel von Neuem: Antike - Mittelalter - Anfänge des 'Dritten Reiches'. Kommt das Thema "Erster Weltkrieg" zur Sprache, geht das Husch Husch und endet mit dem Vertrag von Versailles. In welchem dem Deutschen Reich die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg angelastet wurde. Mit der Folge der ungeheuren Reparationszahlungen, der Besetzung des wirtschaftlich für Deutschland so wichtigen Rheinlandes, Gebietsverlusten etc. Der höchst intrigante Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff, der ab August 1914 mit Paul von Hindenburg ein 'erfolgreiches Feldherren-Duo' bildete, hatte bereits ab 1916 die Vorstellung einer Militärdiktatur in Deutschland. Als 'Blitzableiter' für seine eigenen Fehler und Unfähigkeit setzte er die Dolchstoß-Legende in die Welt und sorgte so auch dafür, dass die Weimarer Republik wenig bis gar keine Überlebenschancen hatte. Dass auf die Weimarer Republik das 'Dritte Reich', die Nazi-Diktatur folgte. So weit, so gut beziehungsweise schlecht. Was im Geschichtsunterricht jedoch völlig untergeht, das sind die Geheimansprachen, die Geheimverträge, der Revanche-Gedanken für die Niederlage Frankreichs am Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 mit dem Verlust Elsass-Lothringens an das Deutsche Kaiserreich. Von Raymond Poincaré bis zum Exzess vorangetrieben. Die Britten standen dabei in der Niederträchtigkeit mit der Absicht, ihr zusammengeraubtes Empire zu retten, in keiner Weise zurück. Gleiches gilt für das russische Zarenreich. Wobei es in dem Fall natürlich nicht um das Empire ging. Sondern um die Vormachtstellung auf dem Balkan mit dem zerfallenden Osmanischen Reich, die Verfügungsgewalt über den Bosporus und die Dardanellen. Wer mit wem warum 'mauschelte', welcher Staat mit welchem unter welchen Bedingungen, welchen Versprechungen und Zielsetzungen und welchen nicht vorstellbaren Grausamkeiten den ersten maschinell geführten Krieg führte, all das beschreibt Rainer F. Schmidt ausführlich. Es soll in keiner Weise eine Rechtfertigung für alle historischen Folgen sein. Aber die Zuweisung der 'alleinigen Kriegsschuld' an das Deutsche Reich war völlig unbegründet. Nochmals und ausdrücklich betont: es geht um den Begriff der 'alleinigen Kriegsschuld'! Die Friedenbemühungen des 28sten US-amerikanischen Präsidenten Thomas Woodrow Wilson mit seinem 14 Punkte Programm wurde mal von dieser, mal von jener und dann wieder von einer anderen Kriegspartei hintertrieben. Das Gemetzel ging weiter. Wie es überhaupt zu diesem vier Jahre andauernden Gemetzel kommen konnte, weswegen das Attentat am 28. Juni 1914 auf Österreich-Ungarns Erzherzog Franz Ferdinand fälschlicherweise als Ursache für den Ersten Weltkrieg gedeutet wird, das erfährt man in diesem absolut lesenswerten Buch, Die Vorgeschichte, Entwicklung und auch die Familienbande des deutschen Kaisers Wilhelm II, des britischen Königs George V. sowie des Zaren Nikolaus II, alle drei Vettern untereinander (Großmutter aller drei war Queen Victoria, Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland, ab Mai 1876 trug sie als erste britische Monarchin zusätzlich den Titel Kaiserin von Indien), das beleuchtet, begründet, erklärt Rainer F. Schmidt. Geschichte kann ja so interessant sein!!

  • Bewertung

    aus Moosburg

    5/5

    18.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr empfehlenswert

    Eine fulminante Gesamtdarstellung und Neudeutung des wilhelminischen Reichs, über die man lange diskutieren wird. Mit großem Weitblick erzählt und deutet Rainer F. Schmidt die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs im europäischen Zusammenhang: die längst überfällige, glänzend geschriebene Darstellung und Neuinterpretation des wilhelminischen Deutschlands auf seinem Weg – bis hin zu seinem Ende im Ersten Weltkrieg. Das wilhelminische Kaiserreich steht bis heute in keinem guten Ruf. Kryptoabsolutismus, Sonderweg und Weltmachtstreben – so lauten die Etiketten, die ihm angeklebt werden. Ein irrlichternder Kaiser, unfähige Kanzler, Welt- und Flottenpolitik nach außen und die zähe Verteidigung der Vorherrschaft der alten Eliten im Innern: All das führte auf den Weg, der im Ersten Weltkrieg endete und den eigenen Untergang besiegelte. Rainer Schmidts glänzend geschriebene Darstellung bietet eine alternative Sichtweise zu diesem gängigen Bild. Umfassend beschreibt er das wilhelminische Reich in seinen wichtigsten Strukturen, aber auch in seinen modernen Elementen. In einem grandiosen Panorama schildert und deutet der Autor die internationalen Beziehungen zwischen 1890 und 1918 nicht monokausal von Berlin her, sondern bettet sie in den gesamteuropäischen Kontext ein. Dabei ergibt sich der Befund einer komplexen Gemengelage, die 1914 in den Krieg mündete: eigene Fehleinschätzungen, die Berlin in die Isolation führten, aber auch eine gezielte Einkreisungs- und Erpressungsstrategie der anderen Mächte, womit die große Katastrophe fast unausweichlich wurde. Eine fulminante Gesamtdarstellung und brisante Neuinterpretation einer der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte, über die man lange diskutieren wird. (Klappentext) Es ist ein Buch, das man jedem an neuerer Geschichte interessierten Leser unbedingt empfehlen kann. Es ist gut strukturiert und trotz der Informationsfülle sehr gut „lesbar“; man kann es auch zur Seite legen, ohne den Anschluss zu verlieren. Es deckt von gesellschaftlich relevanten Kriterien und der Innenpolitik bis zur Außenpolitik und hin zum Weltkrieg und dem Ende der Monarchie die wesentlichen Aspekte auf gelungene Weise ab. Es unterscheidet sich auch in verschiedenen Punkten, wie zum Beispiel der Alleinschuld-These am Ausbruch des Weltkrieges (die immer noch bemüht wird), von den Werken anderer Autoren. 100 Jahre nach Abschluss des Versailler Vertrages ist es Zeit, sich mit dieser Thematik aus einer globalen Sicht heraus neu zu befassen. Das Buch von Rainer Schmidt bildet hierzu eine beachtliche Grundlage und sollte eine breite Leserschaft finden. Hilfreich und interessant dürfte hierbei auch das Werk von Gerry Docherty & Jim Macgregor „Verborgene Geschichte“ sein.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    05.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz hervrragendes Werk

    Es widerlegt nicht nur die deutsche Alleinschuld. Es zeigt auch, dass die Entente nicht wie Schlafwandler in den Krieg schlitterte, sondern ihn, getrieben von Frankreichs Rachegelüsten für 1870/71, schon lange vorbereitet hatte. Deutschland hat nach Bismarcks Abschied einen Fehler nach dem anderen gemacht. Frankreich hat mit riesigen Devisenzahlungen an Russland dessen Aufrüstung gefördert, und die aggressive Bündnispolitik der Grossmächte führte dann dazu, dass das Kaiserreich irgendwann in Panik geriet und nicht abwarten wollte, bis es gänzlich unterlegen war. Man erkennt, dass der Weg zum WK II und zu den heutigen Machtverhältnissen bereits ab 1890 vorgezeichnet war. Ein hervorragendes Werk, das für jeden Geschichtsinteressierten und Geschichtslehrer ein absolutes Muss ist.

  • Dunja Droske

    4/5

    30.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein flüssig zu lesendes…

    Ein flüssig zu lesendes historisches Werk mit gut gegliederten Kapiteln, in denen die Zusammenhänge der Weltpolitik erklärt werden. Die Geschichte vom Aufstieg bis zum Untergang des deutschen Kaiserreiches wird nachvollziehbar und es wird mit vielen alten Stereotypen und Unwahrheiten aufgeräumt. Dies Buch ist nicht nur etwas für Historiker, sondern für jeden Geschichtsinteressierten, denn der Autor schreibt gut verständlich und nachprüfbar. Sehr interessant dargestellt auch die ganzen familiären Verbindungen und Verwicklungen der damaligen Herrscherhäuser, die trotz allem den Ersten Weltkrieg nicht verhindern konnten oder auch wollten. Mir hat es gut gefallen und ich kann das Buch sehr gerne weiter empfehlen.

  • Gertie G.

    aus Wien

    3/5

    27.11.2021

    eBook (ePUB 3)

    Hat mich nicht überzeugt

    Zunächst fällt einmal auf, dass im Titel eine wichtige Hauptstadt fehlt: Wien, immerhin die Hauptstadt der Donaumonarchie Österreich-Ungarn. Das missfällt mir als Österreicherin sehr. 1871 also vor 150 Jahren wurde das deutsche Kaiserreich gegründet. Zu diesem Jubiläum sind etliche Sachbücher erschienen wie auch zum Erbe dieser Zeit. Der Historiker Rainer F. Schmidt beschreibt das Wilhelminische Reich vom Abgang Bismarcks als Reichskanzler bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In acht Kapiteln, die jeweils noch in Unterabschnitte gegliedert sind, versucht Rainer F. Schmidt die Geschichte vom Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs im großen europäischen Kontext darzustellen. Die „Urkatastrophe“ und die Frage nach der Verantwortung Zur Signatur der Epoche um die Jahrhundertwende Zur Anatomie des Wilhelminischen Reiches - Strukturen und Kräfte zwischen 1890 und 1914 Die Innenpolitik der Wilhelminischen Ära (1890-1914) Die Außenpolitik der Wilhelminischen Ära (1890-1914) Der Kriegsausbruch Der Weltkrieg (1914-1918) Epilog Meine Meinung: Sehr detailliert geht Rainer F. Schmidt auf die Regierungszeit von Wilhelm II. und seine Persönlichkeit ein. Eine Persönlichkeit, die mit seiner erzkonservativen Auffassung eines Herrschers einer konstitutionellen Monarchie mit Argwohn begegnet. Auch wenn ein Parlament den Anschein erwecken soll, dass der Kaiser nicht autokratisch regiert, tut er das indirekt. Kein Regierungsamt, sei es auch noch so klein und unbedeutend, das nicht das Placet des Kaisers benötigt. Nach dem Hinauswurf von Bismarck, (dessen erklärter Fan Schmidt ist) üben einige mehr oder weniger fähige Kanzler dieses Amt aus. Während seiner dreißigjährigen Regierungszeit versucht er Deutschland zu einem Global Player aufzurüsten und scheitert 1918 grandios. Seine auf Expansion gerichtete Außenpolitik und seine auf Bewahrung der herrschenden Eliten im Inneren, konnten nur scheitern. Hier wurde der Kaiser (absichtlich?) schlecht beraten und hat die wenigen Mahner aus seinem Umkreis entfernt. Diese katastrophale Negierung der Verhältnisse führen u.a. in den Ersten Weltkrieg. In weiterer Folge verliert sich der Autor stellenweise in zahlreichen Details, die den Leser manchmal ermüden. So erfahren wir auf rund 100 Seiten über die Erotomanie von Gortschakow, die jetzt meiner Meinung nach mit den ursächlichen Thema wenig zu haben, aber vermutlich den trockenen Stoff ebenso auflockern sollen wie andere Anekdoten. Fazit: Das Buch lässt mich in wenig zwiegespalten zurück. Vor allem deswegen, weil Österreich-Ungarn genauso wie das Zarenreich gefühlsmäßig nur als Randnotiz vorkommt und so ein Ungleichgewicht zugunsten Deutschlands entsteht. Ich habe eine etwas andere Erwartung an das Buch gehabt. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.

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