Rezension
»Es ist das besondere Verdienst der Herausgeber*innen, mit diesem Buch ein noch immer wirksames Tabu in der akademischen Welt zu brechen, indem die darin zu Wort kommenden Professor*innen die eigene soziale Herkunft und Lebensgeschichte thematisieren und als wichtigen Ungleichheitsfaktor entlarven.« ("Angela Graf, H-Soz-u-Kult, 18.11.2020")
»Der Band erfüllt zwei Aufgaben. Er kann gewinnbringend von denen gelesen werden, die von Zweifeln geplagt sind, ob die akademische Karriere für sie der richtige Weg ist.
»Herausgeber*innen und Beteiligte an dem Band tragen dazu bei, das Thema der sozialen Herkunft in der Wissenschaft zu enttabuisieren und gegenüber einem leider noch weit verbreitetem Elitehabitus an Hochschulen und Universitäten zu immunisieren.
»In diesem Buch [sollten] sehr viele verschiedene Gruppen eine interessante Lektüre finden, angefangen von Professor*innen selbst, über Promovierende und Studierende, bis hin zu Politiker*innen, Journalist*innen und zur breiten Öffentlichkeit. Es warten spannende Einblicke in die Wege zur Professur, aber auch vielfältige Angebote zur kritischen Reflexion des hierarchischen Gesellschaftssystems.« ("Andreas Hadjar, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 3 (2020)")
»Was den soziologischen Wälzer [...] jenseits der Fachgemeinde interessant macht, ist sein umfangreicher Mittelteil: darin gehen 19 ProfessorInnen in autobiografischen Essays der Frage nach, wie sie – gegen alle Widerstände des Bildungssystems – ihren (im einschlägigen Fachjargon) soziokulturellen Extremaufstieg per sozialer Langstreckenmobilität geschafft haben.« ("Uwe Schütte, taz, 14.07.2020")
»Der aktuelle Diversity-Diskurs [legt] sein Augenmerk auf die Bedeutung der sozialen Herkunft für die Karriere in der Wissenschaft. Diese Bedeutung der sozialen Herkunft, und wie sie biographisch überwunden wird, hängt offensichtlich doch von der individuellen Kraft der Akteur*innen ab, sich unerschrocken des Verstandes zu bedienen.« ("Anne Schlüter, Jahrbuch erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung, 17 (2021)")
»Dies Sachbuch ist herzergreifend und macht Hoffnung.
Portrait
Julia Reuter (Dr.in phil.), geb. 1975, lehrt Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungs- und Kultursoziologie an der Universität zu Köln. In der Forschung beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit Fragen zu sozialer Ungleichheit, Karriereverläufen und Statuspassagen in der Wissenschaft..
Markus Gamper (PD Dr. phil.) ist akademischer Rat am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln. Er war Gastprofessor an der Universidad Autónoma de Aguascalientes (Mexiko) und Vertretungsprofessor für »Schulforschung mit dem Schwerpunkt Jugend« an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultursoziologie, Netzwerkforschung, empirische Sozialforschung, Bildungsforschung, (Trans-)Migrationsforschung und soziale Ungleichheit..
Prof. Dr. Christina Möller lehrt Soziologie an der Fachhochschule Dortmund..
Frerk Blome, geb. 1989, promoviert am Leibniz Institut für Wissenschaft und Gesellschaft. Seine Forschungsinteressen umfassen die Biographieforschung, die Ungleichheitssoziologie und die Vergleichssoziologie. In seiner Dissertation vergleicht er die Auswirkungen sozialer Hintergründe auf die Karrierewege von Professoren verschiedener Fachrichtungen.