Über den Palast der Republik in der deutschen Politik Vom Asbest (1990) zum Abriss (2006)
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
575 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668938281
In der Tat dauerte dieser Streit rund sechzehn Jahre (1990-2006), doch hatte er weniger mit Architektur als mit dem Umgang der DDR-Vergangenheit in der jungen gesamtdeutschen Bundesrepublik zu tun. Sollte der für viele Ostdeutsche als positives Symbol geltende Palast, in dem zu über 90 Prozent kulturelle Veranstaltungen für die Bürger der DDR stattgefunden haben und 70 Millionen Besucher gezählt wurden, einfach abgerissen werden? Konnte ein Nachbau des Schlosses womöglich die deutsche Geschichte seit dem Nationalsozialismus wieder heilen, in dem er eine identitätsstiftende Rolle übernehmen könnte? Oder sollte ein Neubau geschaffen werden, der mit der Geschichte bricht und in die Zukunft blickt? Relativ schnell setzte sich in den Jahren nach der Wiedervereinigung der Konsens durch, dass der Palast der Republik, unter anderem aufgrund von Asbest, saniert werden musste, doch was danach kommen sollte, darüber war man sich nicht einig.
Akteure dieser öffentlich-gesellschaftlichen Debatte waren Architekten, Künstler, Historiker, Privatpersonen, diverse Bündnisse, Gruppierungen und Aktivisten. Doch einer der zentralen und wichtigsten Akteure waren und blieben Politiker und Parteien. Diese hatten letztendlich die Entscheidungsbefugnis über den Palastabriss. In der Literatur zum Thema Schlossplatzdebatte wurde bisher viel über Akteure, Inhalte und Bedeutung geschrieben. Im Vordergrund standen dabei ausschließlich drei Debatten: die intellektuell-fachliche, die medial-gesellschaftliche und die ost-westliche. Dass es darüber hinaus aber auch eine rein (partei-)politische Debatte gegeben hat, wurde zwar auch erwähnt, aber meist nur am Rande.
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