Was hat Luna dazu veranlasst, aus dem Fenster zu springen? War das ein gewöhnlicher Suizid, die Handlung eines unausgeglichenen Teenagers oder war Luna Opfer eines Verbrechens?
Thomas kann den Tod seiner Schwester nicht akzeptieren und fühlt sich als älterer Bruder verpflichtet herauszufinden, was ihr gefehlt und was sie zu ihrer Tat bewogen hat. Nach und nach entdeckt er in ihrem Profil bei einem sozialen Netzwerk merkwürdige Beiträge und geht dem nach. Schon bald muss er feststellen, dass er, wenn er alles über Lunas letzte Tage erfahren will, diese auch genauso durchleben muss, wie sie es getan hat, und steigt somit in ein tödliches Spiel ein. Um die Wahrheit herauszufinden, ist er sogar bereit, sein Leben zu opfern.
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Packend!
Elisabeth S. aus Wien am 14.07.2019
Bewertungsnummer: 1228319
Bewertet: eBook (ePUB)
Dieses Buch fesselt von der ersten Seite weg. Ich konnte mich der Geschichte einfach nicht mehr entziehen. Die guten Bewertungen sind absolut gerechtfertigt!!!
Hier merkt man, dass diese Geschichte auch nicht rein erfunden ist, denn es sind so viele feine Details und Gefühle beschrieben, als wären sie von der Autorin selbst erlebt. Mich fasziniert auch der Schreibstil. Gleich zu beginn sind die Sätze sehr kurz, manchmal meint man sie seien im Stenogrammstil geschrieben. Doch es braucht nicht vieler Worte um Eindrücke und Gefühle so poientiert wiederzugeben. Ganz im Gegenteil; ich finde es geradezu perfekt. Es ist schon sehr bedenklich, wenn man sich vorstellt, dass es im Netz solche gestörten Personen gibt, die andere derart manipulieren und in den Selbstmord treiben können. Und gerade Jugendliche sind da die perfekten Opfer. Dieses Buch ist erschütternd, traurig und dennoch voll Liebe und Hoffnung. Das ist für mich definitiv nicht das letzte Buch von Christine Eder.
Das Blaue vom Himmel
Bewertung aus St. Georgen am 28.06.2019
Bewertungsnummer: 1224060
Bewertet: eBook (ePUB)
Eine ganze Reihe von Büchern habe ich schon gelesen, aber dieses hier – „Promissed Heaven“ von Christine Eder – ist ein ganz besonderes. Es erzählt eine spannende und nervenaufreibende Geschichte über einen Teenager, der ein Spiel spielt, aber kein gewöhnliches.
Vorab gleich dies: Die Handlung ist so spannend, dass ich es beim Lesen kaum mehr ausgehalten habe. Gleichzeitig muss aber auch gesagt sein, dass das Buch Suizidgefährdete triggern kann. Wer in diesem Bereich vorbelastet ist, sollte bitte nicht weiterlesen.
Thomas lebt zusammen mit seinen zwei Schwestern und dem alleinerziehenden Vater. Luna, das ältere der beiden Mädchen, macht eine schwere Phase durch, doch Thomas ahnt nicht, wie schlimm es wirklich ist, bis er eines Tages nach Hause kommt und Luna nicht mehr da ist. Sie hat sich aus dem Fenster gestürzt. Thomas kann es nicht fassen. Es ist ihm unbegreiflich, wie es so weit hat kommen können. Da er nicht zur Ruhe kommt, stellt er Nachforschungen an. Er besucht Lunas Profile in den sozialen Medien und findet Beunruhigendes: Anscheinend ist Luna Teilnehmerin eines dubiosen Spiels gewesen, das zum Ziel hat, Jugendliche auf ihren Selbstmord vorzubereiten. Thomas will zur Polizei gehen, doch er hat zu wenig Konkretes in der Hand. Also kommt er auf eine folgenschwere Idee: Er selbst will an dem Spiel teilnehmen, um dessen Betreiber aus seinem Versteck zu locken.
Dieses Geschehen ist bereits erschreckend, aber es kommt noch wesentlich mehr. Am Anfang kann man schwer erahnen, wie spannend die Geschichte noch wird. Dabei ist „spannend“ die pure Untertreibung, denn was Thomas alles erfährt und erdulden muss, ist beängstigend. Doch das Buch hat auch eine Botschaft, wie es für Christine Eder üblich ist: Trotz allem Leid, trotz der Trauer gibt es immer einen Weg, der wieder in ein schönes Leben führen kann. Thomas ist jemand, der auf diesem Weg bleiben will, auch wenn das mehr als schwierig ist.
In ihrem Schlusswort geht die Autorin auf die Gründe ein, weshalb sie dieses Buch veröffentlicht hat. Sie möchte damit auf reale Bedrohungen im Internet aufmerksam machen. Und das ist ihr gelungen, denn die Handlung rüttelt auf und zeigt, welche Abgründe sich im Internet auftun können und wie schwierig es ist, diese wieder zu verschließen. Nicht zuletzt wendet sich Christine Eder mit ihren Anmerkungen in erster Linie an Eltern, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen sollten.
Wer Nervenkitzel bis zum Äußersten mag, ist hier genau richtig. Wer allerdings zartbesaitet ist oder aber psychisch angeschlagen, sollte das Buch bitte meiden.
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