Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
15.04.2024
Verlag
PromediaSeitenzahl
160
Maße (L/B/H)
21,1/14,9/2 cm
Gewicht
231 g
Auflage
2
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85371-461-4
Doch Max Maetz war ein Pseudonym. Dahinter verbarg sich der Linzer Schriftsteller Karl Wiesinger (1923–1991), der mit der Erfindung eines schriftstellernden Bauerns den Literaturbetrieb narrte. Er erhielt für seine „unverstellte Schilderung des Landlebens“ sogar einen Literaturpreis und kündigte einen Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse an, zu dem Max Maetz allerdings nicht erschien. Für seine linken politischen Romane, die Österreichs Geschichte im 20. Jahrhundert zumeist aus der Sicht der widerständigen, kommunistischen Arbeiterschaft beleuchteten, hatte Wiesinger zuvor keinen Verlag in Deutschland oder Österreich gefunden. Doch nach der Aufdeckung seines Pseudonyms rückte er mit einem Mal vom Schatten ins Licht des Betriebs und erhielt in der Folge die anerkennende Aufmerksamkeit von bekannteren Kollegen wie Ernst Jandl, Peter Turrini oder Michael Scharang.
Der „Bauernroman“ des Max Maetz war aber mehr als ein kurzzeitiger literarischer Aktionismus, sondern eine gelungene Komposition aus Satire und Sozialkritik des (ober)österreichischen Landlebens. Geschrieben im unsentimentalen Duktus, stellte der Text alle gängigen Stereotypen in Frage. Denn die Stationen des Werdegangs der Hauptfigur offenbaren einen anderen Blick auf die vermeintliche Idylle, in deren Gefüge der eigene persönliche Vorteil die einzige Maßregel zu sein scheint.
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