Produktbild: Meinungsmacht
Band 9

Meinungsmacht Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha­-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse

1

31,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

06.06.2019

Abbildungen

30

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/2,7 cm

Gewicht

475 g

Auflage

2., überarbeitete und erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86962-459-4

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Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

06.06.2019

Abbildungen

30

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seitenzahl

378

Maße (L/B/H)

21,7/14,4/2,7 cm

Gewicht

475 g

Auflage

2., überarbeitete und erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86962-459-4

Herstelleradresse

Herbert von Halem Verlag
Schanzenstraße 22
51063 Köln
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    21.02.2026

    Buch (Paperback)

    Gratwanderung zwischen Koinzidenz und Kausalität

    Bei diesem Fachbuch zur Medienwissenschaft handelt es sich um die für eine breite Leserschaft aufgearbeitete Dissertation von Uwe Krüger zum Thema Meinungsmacht aus dem Jahr 2011. Krüger analysiert den Einfluss von Eliten aus Politik und Wirtschaft auf Leitmedien und führende deutsche Journalisten. Die Ergebnisse kratzen am Selbstverständnis freier unabhängiger Medien und sind insbesondere für die Nutzer der Medien bedeutend. Wie ausgeprägt sind die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Medien? Haben sich Journalisten in politische Elitezirkel einbinden lassen? Werden politisch erwünschte Denkweisen medial durchgesetzt? Ist der notwendige Sicherheitsabstand zwischen Journalisten und Eliten unterschritten? Autor Krüger benennt im Vorwort Beispiele für Verbindungen zwischen Politik und Medien und nimmt das zum Anlass, das Thema mit wissenschaftlichen Methoden aufzuarbeiten. Er wendet die Methode "Soziale Netzwerkanalyse" an, um das Beziehungsgeflecht der Akteure zu untersuchen. Bei fast jedem dritten leitenden Journalisten stellt er bedenkliche Verflechtungen zu Eliten fest. Für seine weiteren Untersuchungen pickt sich Krüger vier Journalisten heraus, die sich beruflich mit Fragen zur Sicherheit, Verteidigung und Auslandseinsätzen der Bundeswehr beschäftigen. Er resümiert, dass die Argumentationen dieser (mit Eliten vernetzten) Journalisten unkritisch sind bzw. dem offiziellen Diskurs der Regierung entsprechen. Aber es gilt, dass ein kausaler Zusammenhang nicht nachgewiesen werden kann. Bei seinen weiteren Recherchen stellt Krüger fest, dass unsere Leitmedien, also unsere großen Zeitungen, über alternative Veranstaltungen (z.B. Friedenskonferenz als Alternative zur Münchener Sicherheitskonferenz) wenig bis gar nicht berichten. Insbesondere werden die Inhalte alternativer Konzepte unterschlagen. Eine kritische Reflexion der offiziellen Linie der Regierung findet in den Leitmedien nicht statt. Wo liegen die Grenzen der Analysemöglichkeiten? Eine Koinzidenz zwischen Journalistenmeinung und Umgebungsmeinung kann unterschiedliche Gründe haben (ähnliche Interessen, ähnliche Biographie etc.); eine Kausalität kann nicht festgestellt werden. Es dürfte auch schwierig sein, diese nachzuweisen. Dennoch liegen eklatante Verstöße gegen den ehernen Grundsatz vor: "Immer dabei sein – nie dazugehören". Das Buch ist wohl strukturiert, gründlich recherchiert und sehr anspruchsvoll. Die beschriebenen Zusammenhänge bestätigen Ahnungen, die bei vielen Menschen seit längerer Zeit vorhanden sind und liefern die Grundlage für den Einheitsbrei unserer großen Medien. Eine wirksame Kontrolle der Politik durch die Leitmedien findet nicht statt. Das Buch ist sachlich aufbereitet und recht informativ. Es liefert wichtige Erkenntnisse über unserer Medienwelt und ist zu empfehlen.

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  • Produktbild: Meinungsmacht
  • Vom Kampf um die ›Meinungsmacht‹ – Vorwort zur 2. Auflage

    Vorwort des Herausgebers

    Einleitung
    1.1 Hinführung zum Thema
    1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

    2. Forschungsstand
    2.1 Informelle Kommunikation mit Politik- und Wirtschaftseliten
    2.2 Elitenorientierung von Leitmedien

    3. T heorien und Konzepte
    3.1 Indexing-Hypothese
    3.1.1 Kernthesen
    3.1.2 Kritik und empirische Überprüfung
    3.1.3 Indexing – Problem oder Segen für die Demokratie?
    3.2 Propagandamodell
    3.2.1 Kernthesen
    3.2.2 Kritik
    3.2.3 Empirische Überprüfung
    3.3 Guard Dog Perspective
    3.4 Soziale Kontrolle und das Protestparadigma
    3.5 Vergleich der Konzepte
    3.6 Anwendbarkeit auf deutsche Verhältnisse
    3.7 Theoriebausteine zur Elitenorientierung deutscher Leitmedien

    4. Definitionen
    4.1 Eliten und Elitenintegration
    4.2 Soziale Netzwerke und soziales Kapital
    4.3 Schweigespiraleffekte
    4.4 Leitmedien und Elitemedien

    5. Netzwerkanalyse
    5.1 Methode
    5.2 Untersuchungsdesign
    5.2.1 Auswahl der Journalismuseliten
    5.2.2 Auswahl der Verbindungen
    5.2.3 Quellenlage
    5.2.4 Aussagekraft der Daten
    5.3 Ergebnisse
    5.3.1 Gesamtnetzwerk
    5.3.2 Ego-Netzwerke
    5.3.2.1 Markus Schächter (ZDF)
    5.3.2.2 Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ)
    5.3.2.3 Stefan Kornelius (SZ)
    5.3.2.4 Michael Stürmer (Welt)
    5.3.2.5 Josef Joffe (Zeit)
    5.3.2.6 Die US-affinen Journalisten und soziale Homophilie
    5.4 Die Verbindungen aus journalismusethischer Sicht
    5.5 Zwischenfazit

    6. Die Ausweitung der Kampf zone durch Eliten und Leitmedien
    6.1 Sicherheit, Verteidigung und Auslandseinsätze der Bundeswehr
    6.1.1 Die Kluft zwischen Elite und Bevölkerung
    6.1.2 Der erweiterte Sicherheitsbegriff
    6.1.3 Konsequenzen und Kritik der Begriffserweiterung
    6.2 Untersuchungsdesign
    6.2.1 Hypothesen
    6.2.2 Definition von Frame und Frame-Element
    6.2.3 Vorgehensweise und Methode
    6.3 Ergebnisse
    6.3.1 Frame-Elemente zur allgemeinen Bedrohungslage
    6.3.2 Frame-Elemente zur Bundeswehr und zum Verhältnis Regierung – Wahlvolk
    6.3.3 Frame-Elemente zum Verhältnis Deutschland – Nato/USA
    6.3.4 Vergleich der Argumentationsmuster
    6.3.4.1 Stefan Kornelius (SZ)
    6.3.4.2 Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ)
    6.3.4.3 Michael Stürmer (Welt)
    6.3.4.4 Josef Joffe (Zeit)
    6.3.4.5 Resümee des Vergleichs
    6.3.5 Auswertung der Hypothesen
    6.3.6 Elemente von Propaganda
    6.3.7 Das fehlende Gegengewicht in FR und taz
    6.4 Zwischenfazit

    7. Die Münchner Sicherheitskonferenz und ihre Gegner in den Leitmedien
    7.1 Hinführung
    7.1.1 Die Münchner Sicherheitskonferenz
    7.1.2 Verbindungen deutscher Medien zur MSC
    7.1.3 Kritik an der MSC
    7.1.4 Protestaktionen und die Münchner Friedenskonferenz
    7.2 Hypothesen
    7.3 Design der Inhaltsanalyse
    7.3.1 Untersuchungszeitraum und Auswahl der Beiträge
    7.3.2 Kategoriensystem
    7.4 Ergebnisse der Inhaltsanalyse
    7.4.1 Umfang der Berichterstattung über die MSC und die Proteste
    7.4.2 Bewertungen der MSC und der Proteste
    7.4.2.1 Welt
    7.4.2.2 FAZ
    7.4.2.3 SZ
    7.4.2.4 FR
    7.4.2.5 taz
    7.5 Zwischenfazit

    8. Fazit
    8.1 Zusammenfassung
    8.2 Diskussion und Forschungsdesiderata
    8.3 Folgerungen für die journalistische Ethik

    Literatur

    Anhang
    A.1 Grundgesamtheit der Journalismuseliten 2007 - 2009
    A.2 Definition der Politik- und Wirtschaftseliten
    A.3 Verbindungen von Journalisten zu Organisationen
    A.4 Funktionen aller Personen aus den Netzwerkgrafiken