Gegenwartsdiagnosen auf dem Prüfstand. Leistung und Erschöpfung Burnout. Ein Phänomen unserer Zeit?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.04.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
593 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668929098
Laut einer auf Grundlage der Befragung von 9,7 Millionen Versicherten erarbeiteten Studie der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) aus dem Jahr 2011 ist die Zahl der Burnout-Fehltage zwischen 2004 und 2010 auf nahezu das Neunfache angestiegen. Burnout kann von den Ärzt_innen zwar nicht als eigenständige psychische Erkrankung codiert werden, wird jedoch zunehmend als Zusatzinformation angegeben und von den Krankenkassen als Zustand physischer und psychischer Erschöpfung unter der Diagnosegruppe "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" erfasst, wobei die Diagnose zu der Gruppe jener Faktoren zählt, "die den Gesundheitszustand beeinflussen". Im Jahr 2010 wurden einer Pressemitteilung des wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge etwa 100.000 Menschen mit insgesamt mehr als 1,8 Millionen Fehltagen wegen eines Burnouts krankgeschrieben.
Nicht zuletzt dieses rasche Anwachsen der Fallzahlen zeichnet verantwortlich für die Interpretation von Burnout als "Volkskrankheit" oder "Epidemie", aber auch für die etwas abschätzige Bezeichnung als "Modeerscheinung" oder gar "Fehldiagnose". Eben diesem Spannungsfeld soll sich in den folgenden Kapiteln gewidmet und die Frage behandelt werden, inwieweit es sich beim Burnout um ein Phänomen unserer Zeit handelt und welche Ursachen sich in diesem Fall hierfür ausmachen ließen.
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