Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Utersum
5/5
04.05.2023
eBook (ePUB 3)
Cold Cases
Nun habe ich schon einige Bücher von Jörn Lier Horst gelesen. Und es macht Spaß, sie zu lesen. Es sind ja meistens Cold Cases, die Wisting bearbeitet. Und so geht er sie methodisch und ruhig an. Seine Tochter Line indes schreibt als Journalistin bei einem großen Verlag und beschreibt Fälle, die scheinbar nichts mit den Fällen ihres Vaters zu tun haben. Das täuscht jedoch, wie man meistens am Ende der Bücher sieht. Nun habe ich, bevor ich die Bücher gelesen habe, die Filme der Serie gesehen. Auch hier ein sympathischer Ermittler wie auch in den Bänden. Man muß ihn einfach mögen. Es sind eben ruhigere Bände ohne größere Action.
Bewertung
aus Wichtrach
5/5
02.12.2021
eBook (ePUB 3)
Sympatisch
Habe schon mehrere Bücher dieser Serie gelesen und freue mich jeweils auf das nächste.
Finde Kommisar Wisting und seine Tochter einfach sympatisch. Es geht nicht um Blut vergiessen sondern der Weg der Ermittlungen wird beschrieben. Trotzdem fand ich es spannend und unterhaltsam. Konnte mich richtig reinlesen und die Stunden vergingen im Fluge.
Bewertung
aus Jens
5/5
01.05.2021
eBook (ePUB 3)
Spannend
Ein Steigerungslauf der Spannung. Sehr empfehlenswert. Freue mich auf Band 2.
Miss.mesmerized
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB 3)
Jørn Lier Horst - Wisting und der Tag der Vermissten
Kurz vor dem 10. Oktober, wie in jedem Jahr seit 24 Jahren, holt William Wisting die Unterlagen zu dem ungelösten Fall von Katharina Haugen hervor und studiert die Ermittlungsergebnisse, immer in der Hoffnung, doch noch etwas Neues zu entdecken, das den Fall lösen könnte. Er wird wieder zu Martin Haugen, dem Ehemann, fahren, mit dem ihn inzwischen fast so etwas wie eine Freundschaft verbindet. Doch dieses Mal entsprechen gleich zwei Dinge nicht den üblichen Routinen: Martin Haugen ist nicht zu Hause als Wisting ihn aufsucht, stattdessen sieht der Kommissar, dass überall Überwachungskameras angebracht wurden. Und Adrian Stiller interessiert sich plötzlich für den Mann. Der Sonderermittler einer neuen Einheit, die Cold Cases neu aufrollt, untersucht eigentlich den Vermisstenfall Nadia Krogh, in dessen Zusammenhang nun Spuren zu Martin Haugen führen. Beide Fälle liegen mehr als zwei Jahrzehnte zurück, da ist die Chance gering, sie noch zu lösen, aber manchmal benötigen Menschen einfach Zeit, bis sie sich offenbaren.
Jørn Lier Horst hat mit der Reihe um alte Fälle für seine Serie um den norwegischen Kommissar William Wisting quasi einen eigenen Ableger geschaffen. Der Fall um den mysteriösen Code, den die verschwundene Katharina hinterlassen hat, ist im Original der zwölfte der inzwischen vierzehnbändigen Reihe, die deutsche Zählung beginnt mit diesem eine neue, führt aber vor allem das Privatleben Wistings und seiner Tochter Line fort. Nichtsdestotrotz lässt sich der Krimi auch problemlos als Einstieg in die Serie, unabhängig von den Vorgängern, lesen.
Zunächst scheint die Suche nach Katharina in eine Sackgasse zu führen, alle Spuren sind ausgewertet und bei genauer Betrachtung ihrer Lebensgeschichte, liegt es auch nahe, dass die Frau einfach untergetaucht ist und sich an einem anderen Ort ein neues Leben aufgebaut hat. Auch der zweite Fall um die Industriellentochter, deren Verschwinden schnell zu einem Entführungsfall wird, klingt zunächst nicht besonders vielversprechend, was eine Lösung nach so langer Zeit angeht. Doch unerwartet wird mit viel psychologischem Geschick wird der Täter in die Enge getrieben, ein riskantes Manöver, das jedoch von den Ermittlern geschickt eingefädelt wird und letztlich die losen Enden miteinander verknüpft.
Wisting bleibt sich auch in diesem Fall treu. Unprätentiös und lebensnah ist er nicht der Superheld, sondern arbeitet mit seinen Kollegen im Team und offenbart bei der Beaufsichtigung seiner Enkelin auch dramatische Schwächen. Das Menschliche, das sich bei ihm zeigt, ist es auch, dass ihn antreibt, er will Gerechtigkeit für die Hinterbliebenen und verstehen, was einen Mörder so weit treibt, einem anderen das Leben zu nehmen. Gerade auch sein Privatleben, das wieder einmal unmittelbar mit seinem Beruf verbunden wird, lässt ihn authentisch und erfrischend normal wirken. In dieser Hinsicht ist ein typischer Nordic noir Krimi, ihm fehlen jedoch die düsteren, geradezu depressiven Aspekte, die sich auf den moralischen und gesellschaftlichen Verfall beziehen, womit sich Jørn Lier Horst deutlich von anderen skandinavischen Spannungsromanen abhebt.
mrs rabes bookaccount
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB 3)
Alles mit Bedacht!
Vor 24 Jahren verschwand Katharina Haugen n einem Tag im Oktober spurlos. Jedes Jahr, wenn sich der Tag ihres Verschwindens jährt, durchforstet Kommissar William Wisting die Fallakten. Jedes Jahr besucht er Katharinas Ehemann Martin, zu dem der Polizist ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Doch heuer ist etwas anders. Martin Haugen selbst ist nicht auffindbar und aus Oslo reist Adrian Stiller, ein Ermittler der Sondereinheit für Cold Cases reist an. Und er hat Neuigkeiten, die Martin mit einem anderen sehr lange zurückliegenden Fall verbindet.
Jørn Lier Horst ist ein ganz großer Kriminalschriftsteller in Norwegen, seine Krimireihe über William Wisting hat dort Kultcharakter. „Wisting und der Tag der Vermissten ist eigentlich schon der 12. Band aus einer ganzen Serie, von der auf Deutsch zu vor sogar (leider unbeachtet) sechs Bände veröffentlicht wurden. Es ist aber auch der Auftakt der „Cold Case“ Reihe. William Wisting ist nicht mehr der Jüngste, er ist verwitwet, verbringt gerne seine Freizeit mit seiner Tochter Line und dem Enkelkind Amalie. Wisting ist bei allem, was er tut sehr bedacht. Er hat ein ganz besonderes Berufsverständnis, philosophiert über Schuld und Gerechtigkeit. Es ist nicht die Gewalt, die sein Beruf mit sich bringt, die ihn fasziniert, sondern, dass er Dinge zu einem Abschluss bringen kann. Und so wie William Wisting ist auch das Buch bedächtig, fernab von exzessiver Gewalt und dunkler Melancholie. Der Autor lotet menschliche Abgründe aus ohne zu verstören. Für mich, auch wenn das Jahr 2019 jetzt schon fast zu ende ist, noch eines der Highlights dieses Jahres!
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