Wider besseres Wissen konstatiert ein Arzt im Innviertler NS-Lager Weyer lange Zeit harmlose Todesursachen - bis er Ende 1940 mitten im Dritten Reich die Staatsanwaltschaft einschaltet. Ludwig Lahers Roman ist ein beklemmendes Werk, das sich über weite Strecken der Sprache und Logik der Mörder bedient.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Larissa
5/5
26.09.2019
Buch (Paperback)
Ein Muss für jeden Menschen
Dieses Buch gibt in einem beängstigend klaren Stil die Grausamkeiten zweier Arbeitslager wieder, die in der Geschichte vergessen wurden und erst durch Laher wieder ans Licht getreten sind. Besonders abstoßend wirken die Verwendung des NS-Jargons an gezielten Stellen, sodass man als Leser der Gegenwart einen Eindruck davon bekommt, wie damals über Menschen gesprochen und wie mit ihnen umgegangen wurde.
Das Buch deckt in ungeschönter Weise die Verbrechen der NS-Offiziere auf und hört nicht 1945 auf, sondern verfolgt die Geschehnisse bis 1955. Diese letzten 10 Jahre thematisieren die Verurteilung der Verbrecher, die zumeist lächerlich milde ausfiel.
Besonders empfehlenswert ist das Nachwort, in dem Laher von den Folgen der Buchveröffentlichung schreibt. Also unbedingt mitlesen! Ich hatte Gänsehaut. Für mich eines der besten und schockierensten Bücher, die ich je gelesen habe.
Ziza
aus AUSTRIA
5/5
31.05.2007
Buch (Gebundene Ausgabe)
Faszinierend
Ich habe dieses Buch mit 18 gelesen und es ist wirklich außergewöhnlich gut.
Laher schreibt in einem unvergleichlichen Stil. Es gab Textpassagen die ich Zigmal gelesen habe.
Dieses Buch ist mehr als nur empfehlenswert.
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