Produktbild: Die Ärztin - Eine unerhörte Frau
Band 1

Die Ärztin - Eine unerhörte Frau Roman

Aus der Reihe Amelie von Liebwitz
14

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.01.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,8/11,3/3,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Khaki / Dunkelgrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3573-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.01.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

18,8/11,3/3,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Khaki / Dunkelgrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3573-6

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    17.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Die Erfüllung eines Traums

    1908 Berlin. Als Tochter einer Hebamme und eines angesehenen Arztes hegt Amelie von Liebwitz schon früh den Wunsch, selbst die medizinische Laufbahn einzuschlagen und Ärztin zu werden. Sie pfeift auf die gesellschaftlichen Konventionen und schreibt sich mit 18 Jahren an der Universität zum Studiengang Medizin ein und wird tatsächlich als eine der wenigen Frauen zugelassen. Dort bekommt sie allerdings schnell den Gegenwind und die abschätzige Meinung ihrer männlichen Kollegen zu spüren, für die Frauen in diesem Beruf nichts zu suchen haben und sich besser um weniger anspruchsvolle Dinge kümmern sollen als um die Heilkunst. Doch Amelie kämpft sich fleißig und ehrgeizig durch alle Anfeindungen und Missstände, obwohl diese auch bald ihre Familie erreichen… Sabine Fisch hat mit „Die Ärztin-eine unerhörte Frau“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, der auf anrührende und informative Weise die Position der Frau in einer damals männerbeherrschenden Welt dem Leser nahe bringt. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und mit einer unterschwelligen Spannung ausgestattet, die es dem Leser sehr leicht macht, in den Seiten abzutauchen und die Welt der Amelie von Liebwitz kennenzulernen. Schon bald ist man von der jungen Frau eingenommen und versteht ihren Drang, ihr Leben selbst zu bestimmen und dem Arztberuf ihr Leben zu widmen. Der Autorin gelingt es mit ihrer farbenfrohen Erzählweise und einer besonders guten Hintergrundrecherche, den Leser durch die damalige medizinische Welt zu führen, die sich doch in vielen Punkten von der heutigen sehr unterscheidet und unter welchen Bedingungen die medizinische Versorgung damals stattgefunden hat. Auch die Rolle der Frau zur damaligen Zeit sticht in dieser Geschichte besonders heraus, denn Frauen wurde es sehr schwer gemacht, einen eigenen Beruf zu ergreifen. Ihre Bestimmung sollte die einer Ehefrau und Mutter sein und nicht in die Arbeitswelt der Männer einzudringen. Anfeindungen und erschwerte Bedingungen mussten Frauen über sich ergehen lassen, die sich diesen gesellschaftlich auferlegten Bedingungen widersetzten. Die Charaktere sind lebendig gezeichnet und wirken mit ihren individuellen Eigenschaften authentisch und glaubwürdig, so dass der Leser sich in ihrer Mitte wohl fühlt und mit ihnen fiebern kann. Amelie ist eine Frau, die schon früh genau weiß, was sie will und welch ein Leben sie führen will. Für ihre Zeit ist sie schon recht emanzipiert und vor allem selbstbewusst. Amelie ist sehr ehrgeizig, wissbegierig und beweist viel Mut und Stärke in einer Zeit, wo Frauen in der Berufswelt ausgegrenzt wurden. Mit ihrer Durchsetzungskraft und ihrem Kampfeswillen schleicht sie sich nicht nur ins Leserherz, sondern lässt auch so manchen Mann Respekt vor ihrer Leistung zollen. „Die Ärztin-eine unerhörte Frau“ ist ein wunderbar recherchierter historischer Roman, der dem Leser nicht nur die damaligen gesellschaftlichen Ansichten nahe bringt sowie an die Seite einer starken Protagonistin stellt, sondern auch in die zu der Zeit praktizierte Medizin hineinschnuppern lässt. Absolute Leseempfehlung für eine echte Entdeckung!

  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    5/5

    16.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Ein hart erkämpfter Traum

    Berlin 1950, „Dr. Amelie von Liebwitz war 60 Jahre alt und blickte auf eine erfolgreiche Karriere als Frauenärztin und Chirurgin zurück. Im Bostoner-Frauenkrankenhaus hatte sie Therapien zur Behandlung der unterschiedlichsten Frauenkrankheiten erlernt und umgesetzt. Auf dem Weg ins Café überlegte sie nun, dass ein Lehrstuhl, noch dazu an der renommierten Wiener Universitätsklinik, eine Krönung ihrer erfolgreichen Karriere sein könnte.“ Und genau diese Dr. Amelie von Liebwitz darf man auf einer lebendigen, mitreißenden Zeitreise kennenlernen und auf ihrem Werdegang begleiten. Gestartet wird im Berlin des Jahres 1950. Amelie ist eben von Amerika in ihr Elternhaus zurückgekehrt, was die Erinnerungen ans Tageslicht holt. Kurz darf man auf ihre Kindheit blicken. Erfährt, dass der Wunsch der Tochter eines Arztes, der sich den Armen angenommen hat und der einer Hebamme, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, schon von früh alles bestimmt hat. Kurze Episoden zur Feier der erfolgreichen Matura, dem Glücksfall, dass genau zu der Zeit nämlich am 18. August 1908 im Berliner Tagblatt folgender Erlass zu lesen ist, „Mit allerhöchster Ermächtigung habe ich am heutigen Tage die anliegenden Bestimmungen betreffend die Zulassung der Frauen zum Universitätsstudium erlassen.“ Die Tür für Amelie zum Medizinstudium ist geöffnet, wenn auch nur einen kleinen Spalt. Einschreibung, Anfeindungen im Hörsaal, Benachteiligungen bei den Prüfungen, später dann auch die Schwierigkeiten und Erfolge bei ihrer Facharztausbildung zur Chirurgin, all das darf man mit Amelie erleben. Zudem darf man sie mit ihrer Tante bei einer Schiffsreise nach New York begleiten und auch in Liebesdingen gilt es herauszufinden, ob Amelie ähnlich fühlt wie diese, „In meinem Leben habe ich Männer geliebt und Frauen. Ich habe mich einfach immer in einen bestimmten Menschen verliebt, egal ob es nun Mann oder Frau war.“ Gut hat mir auch der kleine Ausflug in der Medizin der damaligen Zeit gefallen, den man mit diesem Roman unternehmen kann. Bei dem Urlaub in New York darf man so z.B. mit Amelie zum ersten Mal Gummihandschuhe beim Operieren bestaunen, wenig später in Berlin zu den ersten gehören, die die Dampfsterilisation nach Robert Koch fürs OP Werkzeug praktizieren oder erfährt vom völlig neuen Röntgengerät. Man ist auch bei der einen oder anderen OP dabei und erhält so einen guten Einblick, wie zu der Zeit praktiziert wurde. >>Sehen Sie>>, begann er mit jovaler Stimme. >>Mir gefällt es ebenfalls ganz und gar nicht, Weibsvolk in der Vorlesung sitzen zu haben. […] Aber […] Wie müssen es leider akzeptieren.<< und damit ist Prof Wronski nur einer der vielen, der Amelie und damit der damaligen Frauenwelt, die sich nicht mit einer Rolle als Ehefrau und Mutter zufrieden geben will, Steine in den Weg legen. Anfeindungen von Studienkollegen, erschwerte Bedingungen bei den Prüfungen, selbst nach einem Abschluss mit Auszeichnungen werden ihr als Assistenzärztin die Türen zum OP vor der Nase zugeschlagen, und sogar im Jahr 1950 scheint ein Mann noch so viel mehr zu zählen, ganz unbesehen seiner Kompetenzen. Die Autorin lässt einen die Probleme regelrecht miterleben. Ich habe mit Amelie gefiebert, habe mich über Demütigungen geärgert, habe solche Genugtuung gefühlt, als sie es der Männerwelt mit Kompetenz beweist. Der angenehme, bilderreiche Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und ihr ist es gelungen, mich mit ihrer „Die Ärztin - eine unerhörte Frau“ wirklich fesselnd zu unterhalten. Anfangs kam ich ein zweimal etwas ins Stolpern, weil die Erzählung nicht ganz so zu den Daten der Kapitelüberschriften gepasst hat, es Zeitsprünge innerhalb der Rückblicke bzw. Erinnerungen gab, aber das war nur zu Beginn so, später verlaufen diese weitgehend chronologisch. Sabine Fisch ist es gelungen mich emotional mitten ins Geschehen mitzunehmen, ich habe die Zeit mit Amelie mit allen Höhen und Tiefen regelrecht mitgelebt. Die Geschichte handelt zu großen Teilen im Berlin der damaligen Zeit und die dazu passende Atmosphäre wird ebenfalls toll transportiert. Man erfährt nicht nur u.a. vom Elend in den schlimmsten Vierteln, sondern es darf auch immer wieder einer mit Berliner Schnauze plaudern, „>>Dat Mädchen is ne Waise.<<, erklärte die alte Bergerin. >>Lebt mit ihrem Bruder in so nem Verschlach neben der Mulackritze. Und der beese Kerl hat heute die Jungfernschaft von dit Kind versteijert.<< Amelie ist eine Frau, die für ihre Ideale und Träume einsteht, auch wenn sie dafür viele Demütigungen hinnehmen muss. Mir ist sie von Anfang ans Herz gewachsen. Mit Sicherheit auch ihren aufgeschlossenen Eltern geschuldet, ist sie für die damalige Zeit recht emanzipiert und mit einer glaubwürdigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet. Sabine Frisch hat mit ihr eine ehrgeizige, wissbegierige und liebenswerte Hauptdarstellerin erschaffen, die man mögen muss. Aber auch die anderen Mitspieler sind lebendig, authentisch und individuell gezeichnet, bei ihrer Mutter Luise angefangen, die für Überraschungen sorgt, über eine Tante Elisabeth, die ihrer Zeit voraus ist und neben Freude am Luxus auch amerikanische Leichtigkeit versprüht, bis hin zu Ernst, dem zuerst brotlosen Komponisten, der Amelie doch nicht so versteht, wie sie sich das erhofft hat. Alles in allem eine gelungene Zeitreise auf den Spuren der Frauen und späteren Ärztinnen, die sich 1908 zum ersten Mal im damaligen Preußen in medizinischen Universität einschreiben konnten. Fesselnd, informativ und Charaktere, die mitfiebern lassen.

  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    15.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    1908 Berlin. Als Tochter…

    1908 Berlin. Als Tochter einer Hebamme und eines angesehenen Arztes hegt Amelie von Liebwitz schon früh den Wunsch, selbst die medizinische Laufbahn einzuschlagen und Ärztin zu werden. Sie pfeift auf die gesellschaftlichen Konventionen und schreibt sich mit 18 Jahren an der Universität zum Studiengang Medizin ein und wird tatsächlich als eine der wenigen Frauen zugelassen. Dort bekommt sie allerdings schnell den Gegenwind und die abschätzige Meinung ihrer männlichen Kollegen zu spüren, für die Frauen in diesem Beruf nichts zu suchen haben und sich besser um weniger anspruchsvolle Dinge kümmern sollen als um die Heilkunst. Doch Amelie kämpft sich fleißig und ehrgeizig durch alle Anfeindungen und Missstände, obwohl diese auch bald ihre Familie erreichen… Sabine Fisch hat mit „Die Ärztin-eine unerhörte Frau“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, der auf anrührende und informative Weise die Position der Frau in einer damals männerbeherrschenden Welt dem Leser nahe bringt. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und mit einer unterschwelligen Spannung ausgestattet, die es dem Leser sehr leicht macht, in den Seiten abzutauchen und die Welt der Amelie von Liebwitz kennenzulernen. Schon bald ist man von der jungen Frau eingenommen und versteht ihren Drang, ihr Leben selbst zu bestimmen und dem Arztberuf ihr Leben zu widmen. Der Autorin gelingt es mit ihrer farbenfrohen Erzählweise und einer besonders guten Hintergrundrecherche, den Leser durch die damalige medizinische Welt zu führen, die sich doch in vielen Punkten von der heutigen sehr unterscheidet und unter welchen Bedingungen die medizinische Versorgung damals stattgefunden hat. Auch die Rolle der Frau zur damaligen Zeit sticht in dieser Geschichte besonders heraus, denn Frauen wurde es sehr schwer gemacht, einen eigenen Beruf zu ergreifen. Ihre Bestimmung sollte die einer Ehefrau und Mutter sein und nicht in die Arbeitswelt der Männer einzudringen. Anfeindungen und erschwerte Bedingungen mussten Frauen über sich ergehen lassen, die sich diesen gesellschaftlich auferlegten Bedingungen widersetzten. Die Charaktere sind lebendig gezeichnet und wirken mit ihren individuellen Eigenschaften authentisch und glaubwürdig, so dass der Leser sich in ihrer Mitte wohl fühlt und mit ihnen fiebern kann. Amelie ist eine Frau, die schon früh genau weiß, was sie will und welch ein Leben sie führen will. Für ihre Zeit ist sie schon recht emanzipiert und vor allem selbstbewusst. Amelie ist sehr ehrgeizig, wissbegierig und beweist viel Mut und Stärke in einer Zeit, wo Frauen in der Berufswelt ausgegrenzt wurden. Mit ihrer Durchsetzungskraft und ihrem Kampfeswillen schleicht sie sich nicht nur ins Leserherz, sondern lässt auch so manchen Mann Respekt vor ihrer Leistung zollen. „Die Ärztin-eine unerhörte Frau“ ist ein wunderbar recherchierter historischer Roman, der dem Leser nicht nur die damaligen gesellschaftlichen Ansichten nahe bringt sowie an die Seite einer starken Protagonistin stellt, sondern auch in die zu der Zeit praktizierte Medizin hineinschnuppern lässt. Absolute Leseempfehlung für eine echte Entdeckung!

  • Arietta

    5/5

    03.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Eine mutige Frau die für ihre…

    Eine mutige Frau die für ihre Träume kämpft Meine Meinung zur Autorin und Buch Sabine Fisch, ist ein großartige Debüt gelungen mit ihrem Roman, über eine der ersten Frauen die 1908 in Berlin Medizin studieren dürfen. Man spürt beim Lesen mit wie viel Herzblut sie sich in die Geschichte rein gehängt an, und ihr wissen über Medizinische Kenntnisse, denn als Journalistin ist die Medizin ihr Spezialgebiet, kommen hier zum tragen. Auch wenn Amelie hier Fiktiv ist, steht sie doch stellvertretend für all die Frauen, die den Mut und Courage aufbrachten das Studium als Ärztin zu ergreifen. Eine wahre Mutprobe in der damaligen Männer Domäne, die auf dem Standpunkt standen, eine Frau taugt nur zur Ehefrau und Mutter, denen man keine Intelligenz zutraute. Dieser Klassenkampf ist hier sehr gut beschrieben, auch das Berliner Armen Milieu, das Scheunenviertel, der Hunger, die Not , Arbeitslosigkeit und vieles mehr. Sie hat alles so Bildhaft und Authentisch erzählt, ich sah alles wie einen Film vor mir ablaufen. Ihr Erzählstil ist sehr flüssig und spannend, sie hat es verstanden mich an der Hand zunehmen und in die Welt von Amelie und ihrer Familie abtauchen zu lassen, mit ihnen zu lachen , bangen, hoffen und zu weinen. Ich hoffe inständig das es noch eine Fortsetzung geben möge, den Amelie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Schon von der ersten Seite an mochte ich Amelie, eine junge Frau die mit dem Kopf oft am liebsten durch die Wand gehen möchte. Aber auch sehr Ehrgeizig ,Willensstark die sich so schnell nicht unterbuttern lässt, von ihren Studienkollegen. Aber auch ihre Eltern mochte ich sofort, ihr Vater selbst Arzt, der sich für die Armen einsetzt, Luise ihre Mutter eine Hebamme, die sich ebenfalls im Scheunenviertel um die ärmsten kümmert, es war schon bedrückend sie dorthin zu begleiten, und all das Elend dort hautnah mit zu erleben. Aber auch Tante Elisabeth, ist eine Frau mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, alle stärken ihr den Rücken. Mit Felicitas ihrer besten Freundin, studiert sie an der medizintechnischen Fakultät der Friedrich-Wilhems-Universität, das Klima dort den beiden gegenüber ist sehr rau und Frauenfeindlich, besonders der Professor Hauptmann wirft ihr viele Steine in den Weg, verweigert ihr an Operationen teilzunehmen, oder auch ihr die Prüfungen abzunehmen. Da gibt es noch Alexander ein ganz fieser Studienkollege, der ihre Mutter denunziert, auf Amelie warten viele harte Schicksalsschläge, nicht nur was ihre Mutter, sondern auch ihre bestes Freundin betrifft. Ach was hätte ich gerne oft Amelie in die Arme genommen, und sie getröstet. Aber es gibt auch noch gute Geister an der Klinik, Dr. Görtz und der Klinikchef Clausenberg, die oft ein Fels in der Brandung sind. Es war einfach fantastisch Einblicke in die damaligen Operationsmethoden, und den Medizinisches Wissen zu bekommen, aber vor allem Amelie auf all ihren Wegen zu begleiten, und an ihrem Leben teilzuhaben. „ Ein wundervoller facettenreicher Roman, über das Studium für Ärztinnen um 1908 in Berlin“

  • seschat

    5/5

    24.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    INHALT Amelie von Liebwitz…

    INHALT Amelie von Liebwitz ist eine starke Person, die in Zeiten des deutschen Kaiserreichs um gesellschaftliche Anerkennung als Ärztin kämpft. Schon seit ihrer Kindheit will Amelie den Vater nacheifern, der selbst Arzt ist, und kranken Menschen helfen. Dass es sich damals als Frau nicht schickte in die von Männern dominierte Medizinwelt einzutauchen, bekommt sie während ihres Studiums in Berlin Tag für Tag zu spüren. Doch trotz des Mobbings ihrer männlichen Kommilitonen und Professoren behauptet sie sich und überzeugt durch Können. In ihrem Privatleben geht es ähnlich turbulent zu, denn Amelie liebt Frauen und Männer, aber vor allem die Medizin. MEINUNG Der Historienroman von Sabine Fisch las sich nicht nur ausgesprochen flüssig, sondern war auch bis zum Ende ungemein spannend. Amelie ist eine interessante Protagonistin mit viel Eigensinn und einem feministisch-modernen Weltbild. Die Medizin ist ihr Leben und ihr ordnet sie alles unter. Welche Kämpfe sie zu Beginn des 20. Jh.s auszustehen hat, ist schon enorm. Die Autorin hat in ihrem Buch die explosive Gemengelage aus Patriarchalismus und politischer Krise sehr bildreich und faktisch korrekt abgebildet. Hierfür hat sie eine intensive Recherche betrieben, die sich m.E. mehr als ausgezahlt hat. Denn neben Amelies Schicksal hat mich vor allem der Einblick in die damalige Medizin gefesselt. So werden Operationen und Studieninhalte sehr detailliert beschrieben, was mich als medizinisch äußerst neugierigen Leser sehr gefreut hat. Einzig zwei Aspekte haben das Lesevergnügen etwas getrübt, nämlich das offene Ende und die Aussparung der 30er- und 40er-Jahre, also der Zeit des Zweiten Weltkriegs. FAZIT Meine persönliche Neuentdeckung aus dem Genre Historienroman für 2020. Medizinisch wie feministisch interessierte Leser werden auf ihre Kosten kommen. Und wer weiß, vielleicht wird es noch einen Fortsetzungsroman geben...

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