Die Winterkälte hat die ehemalige Garnisonsstadt fest im Griff. Wie an jedem Tag dreht der junge Postbote Theodor Berwalt seine Runde. Am Stadtkanal findet er bei einer Zustellung die Leiche von Alfred Pagel. Kaum hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen, gerät Theodor in Verdacht, Pagel ermordet zu haben. Dem Postboten eilt seine Freundin Gisela zu Hilfe, die als Stenotypistin im Polizeipräsidium arbeitet. Gemeinsam begeben sich Theodor und Gisela auf Mörderjagd …
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Bonn
5/5
04.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Mitreißende und spannende Lektüre für historisch interessierte Krimifans
„Potsdamer Ganoven“ spielt im Potsdam und Berlin der 1920er Jahre, zur Zeit der Weimarer Republik, einer historisch gleichermaßen bedeutsamen wie spannenden Epoche. Dieser Kriminalroman mit starkem historischen Bezug, hat mich von Anfang an gefesselt; am liebsten hätte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, dem „Großen Krieg“, ist treffend eingefangen, so dass ich mich als Leserin inmitten des Zeitgeschehens wähnte.
Hanna C. Bergmanns Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm und packend; trefflich zeichnet sie die unterschiedlichen Charaktere, vor allem aber die beiden Protagonisten Gisela und Theodor. Die Einordnung ins Zeitgeschehen gelingt absolut authentisch, da die historischen Hintergründe gleichermaßen wie die Orts- und Straßennamen in Potsdam und Berlin sorgfältig recherchiert sind.
Ob sich das Geheimnis um Agnes Berwalt, die Schwester des Protagonisten, in einer Fortsetzung aufklären wird, und wie die Geschichte zwischen dem jungen Postbeamten Theodor und seiner im Polizeipräsidium beschäftigten Freundin Gisela weitergehen wird, das bleibt offen.
Ich hoffe auf eine Fortsetzung…!
Für historisch interessierte Krimifans ein Muss – absolute Leseempfehlung!
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
31.07.2019
Buch (Taschenbuch)
Sehr empfehlenswert, ich bin begeistert!
Dieses Buch erschien 2019 im Gmeiner Verlag und beinhaltet 303 Seiten.
Die Geschichte spielt im Januar 1924 in Potsdam. Theodor Berwald, Postbote, trotzt der Kälte. Er eilt mit dem letzten Päckchen in der Hand, den Feierabend bereits vor Augen, auf das Haus von Alfred Pagel zu. Da seine Tür offen steht, tritt er ein. Theodor entdeckt im Hausflur die auf dem Boden liegende Leiche des Kaufmanns und verständigt die Polizei. Doch kaum haben die Beamten ihre Ermittlungen aufgenommen, gerät Theodor auch schon unter Verdacht, in kriminelle Machenschaften verstrickt zu sein. Sein verhasster Bruder ist ein hoher Beamter bei der Potsdamer Polizei. Leider ist ihm dieser keine Hilfe, im Gegenteil. Wenigstens gibt es Gisela. Sie ist Theodors Freundin, Stenotypistin im Potsdamer Polizeipräsidium und setzt sich so engagiert für ihn ein, dass sie Gefahr läuft, in den Fokus der Ermittlungen zu geraten. Als Theodor bei einem Gespräch mit seiner Mutter erfährt, dass es ein Familiengeheimnis gibt, ist Theodor kaum in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Da kann er wirklich froh sein, dass er Gisela hat, die gewitzt ist und alles daran setzt, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen.
Was für eine wunderbare Geschichte, die es mir ermöglicht hat, dass ich als Leserin gemeinsam mit Theodor und Gisela wunderbare Stunden sowohl in Potsdam als auch in Berlin verbringen durfte. Die Autorin Hanna C. Bergmann hat es aufgrund ihres tollen Schreibstils und auch umfangreicher Recherchen geschafft, dass ich mir alles wirklich super vorstellen konnte. Ach, das muss schon irgendwie eine wunderbare Zeit gewesen sein, die 20er Jahre... Die Menschen gingen noch so höflich miteinander um und auch vorsichtig. Man musste sich heimlich treffen, muss doch irgendwie schon ganz schön aufregend gewesen sein. Natürlich ist die Geschichte sehr spannend, ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, so hat mich alles fasziniert und eben nicht mehr losgelassen. Die Schilderung der Umgebung von Potsdam und Berlin hat mich so neugierig gemacht, dass ich unbedingt in nächster Zeit nach Potsdam fahren muss. Da ich Berlin sehr gut kenne, konnte ich mir alles, was in Berlin gespielt hat, super gut vorstellen. Ich persönlich fand diese Geschichte aufregend, spannend und fesselnd und ich habe die ganze Zeit sowohl mit Theodor als auch mit Gisela mitgefiebert und gehofft, dass für die beiden alles zu einem glimpflichen Ende führen wird. Ob dies der Autorin tatsächlich gelungen ist, werde ich euch keinesfalls verraten. Das müsst ihr schon selbst heraus bekommen! Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Wer gern Kriminalromane liest und dazu noch etwas mehr aus den 20er Jahren erfahren möchte, kann mit diesem Buch nichts falsch machen und wird es bestimmt nicht bereuen, dieses zu lesen. Mir hat die Geschichte eine wunderbare Lesezeit beschert und ich bin jetzt noch total begeistert von Theodor und Gisela!
Bewertung
2/5
13.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Kein mitreißendes Lesevergnügen
Es ist eine sehr vorhersehbare, von daher nicht wirklich spannende Erzählung. Die Geschichte des Postboten Theodor und seiner Freundin Gisela ist zum Teil nicht schlüssig. Die Autorin lässt den Leser nicht eintauchen in eine gut konstruierte, mitreißende Story, sie versucht vielmehr mit immer neuen, zusätzlichen Begebenheiten das Ganze irgendwie spannender zu machen. Es gelingt ihr nicht, da zu viel über zu viele verschiedene Begleitgeschichten erzählt wird. Ich hatte schon nach der Hälfte des Buches keine Lust mehr, da alles zunehmend gekünstelt konstruiert wird, die Figuren wie auch die Geschichte nicht fesseln. Das Buch eignet sich zudem nicht, etwas über die Weimarer Republik zu erfahren. Es fehlt an guter Recherche und auch an Fachwissen zu Potsdam. Alles was es an historischen Informationen, beispielsweise Straßennamen, oder zum Hauptmann von Köpenick gibt, kann jeder selbst leicht herausfinden. Der Autorin gelingt es nicht, eine Atmosphäre dieser Zeit zu vermitteln. Dieses Buch eignet sich für Leute, die gern einmal im Jahr im Urlaub am Strand ein Buch lesen. Leichte Lektüre, nichts für anspruchsvolle Leser.
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